Die Castoren sind in Gorleben angekommen, somit ein guter Zeitpunkt, mal eine kleine persönliche Bilanz zu ziehen.
Ich habe den ganzen Transport aufmerksam in den Medien, speziell den Livetickern verfolgt.
Atomstrom - eine komplizierte Sache
Mir fällt es ein wenig schwierig, mich eindeutig auf einer Seite zu positionieren, denn ich verstehe die Argumente beider Seiten.
Wir leben in einem Zeitalter, in dem ohne Energie nicht viel läuft. Das Sparpotential ist auch begrenzt, denn es bilden sich auch immer mehr Gruppierungen, die Energiesparlampen verteuteln und das Glühbirnenverbot wird längst durch Umdeklaration der Glühbirnen zu Heizelementen (siehe Heatball) umgangen. (Das Glühbirnenverbot finde ich auch nicht besonders sinnvoll und auch Energiesparlampen haben durchaus ihre Tücken, aber das führt an dieser Stelle jetzt zu sehr vom Thema ab.)
Die meisten regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wind haben das Problem, dass sie sehr großen Schwankungen unterliegen.
Ebenso ist die Nachfrage nach Strom ständigen Schwankungen unterworfen und die Energieversorger sind ständig bemüht, die Kraftwerke passend zur Nachfrage nachzuregeln. Das klappt nun nicht mit allen Kraftwerkstypen gleich gut. AKWs sind zum Beispiel sehr leistungsstark, aber auch sehr träge. Gasturbinen sind im Betrieb teuer, aber flott zu regeln.
Bei Sonne und Wind kann man keine Schwankungen ausgleichen, diese Energieträger bringen selbst Schwankungen in das System. Und so ein Energieverteilnetz ist eine sehr empfindliche Sache. Eine falsche Verbrauchsprognose kann zur Überlastung einer Leitung führen, welche sich notabschaltet und dadurch zur Überlastung weiterer Leitungen führt. Eine Kettenreaktion beginnt und am Ende sitzt das halbe Land im Dunkeln.
Was fehlt, ist eine effektive Möglichkeit, Strom zu speichern um einen Regelungspuffer zu gewinnen. Akkus sind zur Speicherung von Strom im großen Maßstab leider noch zu ineffizient. Daran krankt bisher auch das Elektroauto.
Eine Möglichkeit wäre, mit Wind- und Solar-Energie Wasser in einen großen Stausee zu Pumpen und mit der dort gespeicherten Energie nach Bedarf ein Wasserkraftwerk zu betreiben. (Pumpspeicherwerk)
Möglicherweise kann man mit der Wind- und Solar-Energie auch Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten und mit Verbrennungsmotoren/Turbinen bei Bedarf wieder in Strom verwandeln. Dabei wird aus Wasserstoff und Sauerstoff wieder Wasser. Ich weiss aber nicht, wie gut das in großem Maßstab funktioniert.
Bei den Stauseen bin ich jedoch ziemlich sicher, dass es auch hier großangelegte Proteste gäbe.
Ein weiteres Problem ist, dass die Stromerzeugung durch Windenergie vor allem in den Küstenregionen effektiv ist bzw. die Windräder in der Nordsee niemanden durch Geräusche und flackernde Schatten stören können.
Hierfür bedarf es jedoch auch eines Umbau des Energienetzes und wahrscheinlich auch des Baus weiterer Hochspannungstrassen.
Es ist also unrealistisch, die AKWs sofort abschalten zu wollen.
Die Entscheidung, die AKW-Laufzeiten zu verlängern, kann ich somit durchaus nachvollziehen, solange es wirklich keine realistische Ersatztechnologie gibt.
Was ich dagegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die Art und Weise, mit der diese Laufzeitverlängerung durch die Hintertür durchgedrückt wurde. Damit hat die Politik viel Vertrauen zerstört und sich gewiss keinen Gefallen getan.
Die friedlichen Demonstrationen gegen den Castor-Transport kann ich somit durchaus verstehen und unterstützen, sofern man den Zug nur als Symbol betrachtet. Dass der Castor-Transport selbst unumgänglich ist, kann man eigentlich nicht anzweifeln, denn die Transporte sind nur eine Folge der vergangenen Nutzung. Das wäre als wenn man die Umwelt schützen wollte in dem man die Müllabfuhr verbietet, anstatt sich auf die Müllvermeidung zu konzentrieren.
Sinnvoller wäre es doch eigentlich, anstatt gegen die Entsorgung der alten Brennelemente gegen die Bestückung der AKWs mit neuen Elementen zu demonstrieren. Wenn der Laster mit den neuen Brennelementen nicht durchkommt, trifft es auch eher diejenigen, die unmittelbar mit dem Atomstrom verdienen und daher vielleicht auch ein geringeres Interesse an der Forschung nach Alternativen haben.
Aber als Symbol sind die Proteste gegen den Zug für mich wie gesagt ok. Jedenfalls solange sie friedlich und im Rahmen bleiben. Für das mutwillige Entfernen von Schotter aus den Gleisen habe ich kein richtiges Verständnis. Wenn der Zug entgleist kann das folgen haben, die auch die Anti-AKW-Aktivisten mit Sicherheit nicht haben wollen.
Ich fände es besser, wenn ein politischer Weg gefunden würde, die Eigenmächtigkeiten mancher Politiker abzustrafen. Dann könnte man das ganze Geld, das in die Polizeieinsätze geflossen ist, vielleicht auch in die Forschung nach echten Alternativen investieren.
Ich vermute, dass es manchen Demonstranten auch mehr um die "Ausnahmeerfahrung" als willkommene Abwechslung vom Alltag ging. Es bleibt abzuwarten, ob die Proteste nun weitergehen oder alle nach dem "Abenteuerwochenende" wieder zum Tagesgeschäft übergehen.
Stuttgart 21
Spannend wird es auch, wie es nun mit Stuttgart 21 weitergeht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Proteste dort nun auch verschärfen, nachdem die Protestkultur beim Castor-Transport ja ziemlich gut funktioniert hat.
Zu Stuttgart 21 muss ich allerdings sagen, dass ich zu diesem Projekt keine wirkliche Meinung habe. Stuttgart ist weit weg und ich habe keine Ahnung, ob die Stadt einen neuen Bahnhof braucht oder nicht. Und wenn ja, ob es ein teurer unterirdischer sein muss. Da halte ich mich an Dieter Nuhr, der da sagt: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!"
Ich finde es wichtig, zu den (subjektiv) wichtigen politischen Themen eine eigene(!) Meinung zu haben, aber auch hier ist weniger manchmal mehr. Würde ich mich mit jedem Bahnhof in Deutschland befassen, und sei er noch so weit weg, käme ich zu nichts anderem mehr. Und auch der Sache selbst ist mit zu vielen Meinungen nicht immer gedient. Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei und man kann alles totreden.
Was mich an Stuttgart 21 allerdings sehr wundert ist das Verfahren. In Deutschland muss man normalerweise nicht befürchten, dass einem der Amtsschimmel davongaloppiert. Alles wird x-fach geprüft, so zieht sich auch Stuttgart 21 seit 1-2 Jahrzehnten hin. Wieso kommen die ganzen Proteste jetzt erst?
Die Proteste mögen ja gerechtfertigt sein, aber für mich wirkt das ganze sehr emotionalisiert. Und bei aller (berechtigten!) Kritik an der politischen Führungskaste muss sich gelegentlich auch der Wähler an die eigene Nase fassen und sich selbst gewisse Standards der Entscheidungsfindung auferlegen.
Dies ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich Volksentscheiden recht skeptisch gegenüberstehe. Ich male mir lieber nicht aus was passieren würde, würde man nach einer Folge von "Tatort Internet" über die Todesstrafe für Sexualstraftäter abstimmen lassen.
Bei "Tatort Internet" läuft es mir kalt den Rücken runter. Aber nicht nur wegen der dort vorgestellten Pädophilen, sondern vor allem wegen der Machart der Sendung. Aber auch das ist ein anderes Thema.
Wobei ich ja auch der Ansicht bin, dass eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken der einzige Weg ist, Kinder effektiv vor Kinderschändern zu schützen. Wieso? Das ist doch offensichtlich! Und jeder, der dagegen ist, leistet der Kinderpornografie Vorschub und soll sich was schämen! Oder so ähnlich.
Deutschland - Eine "Dagegen!"-Republik?
Mir drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass man in Deutschland inzwischen gegen alles ist. Nur bloß nichts verändern, man kann nie nie wissen was passieren könnte.
Wenn Google Streetview gestartet ist, werde ich mal gespannt schauen, wer sein Haus alles hat verpixeln lassen.
Dienstag, 9. November 2010
Montag, 27. September 2010
Geschafft!
Geschafft!
Gegen 12:45 habe ich die Bundesnetzagentur als staatlich geprüfter Funkamateur verlassen.
Nun erstmal was essen und das ganze etwas sacken lassen, später schmeiss ich dann mal die Station an...
Gegen 12:45 habe ich die Bundesnetzagentur als staatlich geprüfter Funkamateur verlassen.
Nun erstmal was essen und das ganze etwas sacken lassen, später schmeiss ich dann mal die Station an...
Freitag, 10. September 2010
Amateurfunkprüfung
Der letzte Eintrag deutete es schon an: Ich bereite mich gerade auf die Amateurfunk-Prüfung vor.
Heute lag die Einladung zur Prüfung in der Post. In etwas mehr als zwei Wochen ist es so weit und wenn ich dort bestehe (was ich doch mal schwer hoffen will), darf ich mich ab dann ganz offiziell Funkamateur schimpfen.
Heute habe ich mir erstmal einen neuen (wissenschaftlichen) Taschenrechner für die Prüfung gekauft. Eigentlich habe ich noch zwei Rechner aus Schulzeiten irgendwo rumfliegen, aber irgendwie finde ich die Dinger einfach nicht wieder. Zum Glück bekommt man Taschenrechner inzwischen hinterher geworfen, aber ein wenig ärgert es mich dennoch, denn eigentlich brauche ich keinen Taschenrechner. Wenn ich mal was ausrechnen muss, ist immer ein Computer oder Handy in der Nähe, nur die sind wegen ihrer Programmierbarkeit in der Prüfung leider nicht zugelassen.
Die Prüfung selber ist eine rein theoretische Multiple-Choice-Prüfung, ähnlich der theoretischen Führerscheinprüfung. Es gibt immer 4 Antwortmöglichkeiten, von denen immer genau eine richtig ist. Bei manchen Fragen muss man jedes Wort ganz genau lesen, weil einige Antworten auf den ersten Blick richtig klingen, wegen einem kleinen leicht zu übersehbaren Detail aber dennoch falsch sind.
Hinzu kommt, dass man Unmengen an Daten auswendig lernen soll, von denen ich jetzt schon weiss, dass ich sie garantiert so schnell nicht brauchen werden. Da wären z.B. fast sämtliche Landeskenner Europas plus noch einige internationale.
Dass "VK" für Australien steht, kann man sich nur irgendwie mit Eselsbrücken ins Hirn hämmern. Die meisten anderen Kenner sind leider ähnlich "naheliegend". Ich habe mir mit Hilfe es Open-Source-Vokabeltrainers Anki eine Datenbank zum Lernen gebaut. (Ich muss mir mal überlegen, ob ich die Datenbank nach der Prüfung hier veröffentliche. Einige Eselsbrücken sind nicht ganz politisch korrekt...)
Warum man im Zeitalter von Google auswendig wissen muss, in welchem Amtsverfügungsblatt irgend welche speziellen Details geregelt sind, muss mir irgendwer mal irgendwann erklären. Diese ganze Auswendiglernerei war es, die mich bisher immer von der Prüfung abgehalten hat.
Ganz so schlimm, wie ich am Anfang dachte, ist es aber zum Glück nicht. So muss man längst nicht alle Landeskenner auswendig lernen, die abgefragt werden. Bei manchen Fragen kann man die Bundesnetzagentur mit ihren eigenen Waffen schlagen: Die Fragen, die auf die Verwirrung des Lesers abzielen, tänzeln alle mehr oder weniger eng um die richtige Antwort herum. Wenn man genau hinschaut, kann man daher z.B. einige Landeskenner-Fragen beantworten, ohne überhaupt die Frage gelesen zu haben oder einen einzigen der Landeskenner zu kennen. Einfach auszählen, welche Kenner an welcher Position am häufigsten vorkommen. Klappt nicht in jedem Fall, aber in erstaunlich vielen.
Im Moment liegt meine Gesamtfehlerquote irgendwo zwischen 8 und 12% und von den bisher gemachten Prüfungssimulationen habe ich bisher noch keine wirklich vergeigt. Ich sehe der Prüfung daher eher gelassen entgegen... sollte eigentlich klappen, aber wenn zu viele blöde Fragen auf einem Haufen kommen, kann's auch schief gehen. Ich werde daher sehen, dass ich meine Fehlerquote noch weiter absenke, denn ein Durchfallen wäre für mich der GAU. Nicht nur, dass die Prüfungen nicht ganz billig sind, die nächste Prüfungsmöglichkeit wäre dann erst Ende Oktober auf der Interradio in Hannover. So lange will ich nicht mehr warten müssen, ich kann die Gesetzeskunde nämlich langsam nicht mehr sehen... :-|
Derweil muss ich mich mal bei befreundeten Funkern schlau machen, welche Antennen sich für meinen Standort anbietet. Die einzige Möglichkeit ist mein kleiner Balkon, auf dem Antennen eigentlich nicht zugelassen sind. Außerdem wohne ich nicht besonders hoch und bin von Bäumen und Häusern umgeben. Ich brauche also eine kleine, dezente Antenne, die trotzdem leistungsfähig ist.
Hier hat das Landleben dann doch ausnahmsweise mal Vorteile. Ein Bekannter von mir, der auch gerade an seiner Prüfung arbeitet, hat zwar nur ein recht lahmes DSL, dafür aber genug Platz, um sich eine gigantische Antennenanlage in den Garten zu pflanzen.
Zum Schluss noch ein Nachtrag zum AFUTrainer aus dem letzten Blogeintrag: Der unter Mac OS X selbstkompilierte Source-Code läuft so grundsätzlich, einige GUI-Elemente werden bei mir allerdings nicht richtig dargestellt. Außerdem ist der Lern-Assistent bei mir am Anfang abgestürzt, weil irgend ein grafisches Steuerelement auf eine ungültige Speicherposition zugegriffen hat. Den Fehler habe ich inzwischen weggepatcht, bei Zeiten schreibe ich vielleicht noch mal eine Anleitung wie der Fehler zu beseitigen ist. Ist eigentlich relativ simpel.
Man kann den Lernfortschritt auch auf einen anderen Computer übernehmen, in dem man die Dateien aus dem versteckten ".afutrainer"-Verzeichnis rüberkopiert (unter allen Betriebssystemen direkt im Benutzerverzeichnis zu finden).
Letzter Tipp: Wenn die Schriftgröße der Fragen so winzig ist, dass sie kaum zu lesen ist, kann man sie vergrößern, in dem man mit der Maus über die Textbox geht, die ALT-Taste (oder war es STRG oder CMD? jedenfalls eine der drei) gedrückt hält und am Mausrad dreht. Wenn man die richtige Taste drückt, wird dabei nicht der komplette Bildschirm gezoomt, sondern ausschließlich das Textfeld. Zur Eingabe der Antworten bieten sich die Hotkeys "a" - "d" an, das spart so manchen Mauskilometer.
Update vom 28.04.2011: Siehe auch Patch für AFUTrainer 3.0.
Heute lag die Einladung zur Prüfung in der Post. In etwas mehr als zwei Wochen ist es so weit und wenn ich dort bestehe (was ich doch mal schwer hoffen will), darf ich mich ab dann ganz offiziell Funkamateur schimpfen.
Heute habe ich mir erstmal einen neuen (wissenschaftlichen) Taschenrechner für die Prüfung gekauft. Eigentlich habe ich noch zwei Rechner aus Schulzeiten irgendwo rumfliegen, aber irgendwie finde ich die Dinger einfach nicht wieder. Zum Glück bekommt man Taschenrechner inzwischen hinterher geworfen, aber ein wenig ärgert es mich dennoch, denn eigentlich brauche ich keinen Taschenrechner. Wenn ich mal was ausrechnen muss, ist immer ein Computer oder Handy in der Nähe, nur die sind wegen ihrer Programmierbarkeit in der Prüfung leider nicht zugelassen.
Die Prüfung selber ist eine rein theoretische Multiple-Choice-Prüfung, ähnlich der theoretischen Führerscheinprüfung. Es gibt immer 4 Antwortmöglichkeiten, von denen immer genau eine richtig ist. Bei manchen Fragen muss man jedes Wort ganz genau lesen, weil einige Antworten auf den ersten Blick richtig klingen, wegen einem kleinen leicht zu übersehbaren Detail aber dennoch falsch sind.
Hinzu kommt, dass man Unmengen an Daten auswendig lernen soll, von denen ich jetzt schon weiss, dass ich sie garantiert so schnell nicht brauchen werden. Da wären z.B. fast sämtliche Landeskenner Europas plus noch einige internationale.
Dass "VK" für Australien steht, kann man sich nur irgendwie mit Eselsbrücken ins Hirn hämmern. Die meisten anderen Kenner sind leider ähnlich "naheliegend". Ich habe mir mit Hilfe es Open-Source-Vokabeltrainers Anki eine Datenbank zum Lernen gebaut. (Ich muss mir mal überlegen, ob ich die Datenbank nach der Prüfung hier veröffentliche. Einige Eselsbrücken sind nicht ganz politisch korrekt...)
Warum man im Zeitalter von Google auswendig wissen muss, in welchem Amtsverfügungsblatt irgend welche speziellen Details geregelt sind, muss mir irgendwer mal irgendwann erklären. Diese ganze Auswendiglernerei war es, die mich bisher immer von der Prüfung abgehalten hat.
Ganz so schlimm, wie ich am Anfang dachte, ist es aber zum Glück nicht. So muss man längst nicht alle Landeskenner auswendig lernen, die abgefragt werden. Bei manchen Fragen kann man die Bundesnetzagentur mit ihren eigenen Waffen schlagen: Die Fragen, die auf die Verwirrung des Lesers abzielen, tänzeln alle mehr oder weniger eng um die richtige Antwort herum. Wenn man genau hinschaut, kann man daher z.B. einige Landeskenner-Fragen beantworten, ohne überhaupt die Frage gelesen zu haben oder einen einzigen der Landeskenner zu kennen. Einfach auszählen, welche Kenner an welcher Position am häufigsten vorkommen. Klappt nicht in jedem Fall, aber in erstaunlich vielen.
Im Moment liegt meine Gesamtfehlerquote irgendwo zwischen 8 und 12% und von den bisher gemachten Prüfungssimulationen habe ich bisher noch keine wirklich vergeigt. Ich sehe der Prüfung daher eher gelassen entgegen... sollte eigentlich klappen, aber wenn zu viele blöde Fragen auf einem Haufen kommen, kann's auch schief gehen. Ich werde daher sehen, dass ich meine Fehlerquote noch weiter absenke, denn ein Durchfallen wäre für mich der GAU. Nicht nur, dass die Prüfungen nicht ganz billig sind, die nächste Prüfungsmöglichkeit wäre dann erst Ende Oktober auf der Interradio in Hannover. So lange will ich nicht mehr warten müssen, ich kann die Gesetzeskunde nämlich langsam nicht mehr sehen... :-|
Derweil muss ich mich mal bei befreundeten Funkern schlau machen, welche Antennen sich für meinen Standort anbietet. Die einzige Möglichkeit ist mein kleiner Balkon, auf dem Antennen eigentlich nicht zugelassen sind. Außerdem wohne ich nicht besonders hoch und bin von Bäumen und Häusern umgeben. Ich brauche also eine kleine, dezente Antenne, die trotzdem leistungsfähig ist.
Hier hat das Landleben dann doch ausnahmsweise mal Vorteile. Ein Bekannter von mir, der auch gerade an seiner Prüfung arbeitet, hat zwar nur ein recht lahmes DSL, dafür aber genug Platz, um sich eine gigantische Antennenanlage in den Garten zu pflanzen.
Zum Schluss noch ein Nachtrag zum AFUTrainer aus dem letzten Blogeintrag: Der unter Mac OS X selbstkompilierte Source-Code läuft so grundsätzlich, einige GUI-Elemente werden bei mir allerdings nicht richtig dargestellt. Außerdem ist der Lern-Assistent bei mir am Anfang abgestürzt, weil irgend ein grafisches Steuerelement auf eine ungültige Speicherposition zugegriffen hat. Den Fehler habe ich inzwischen weggepatcht, bei Zeiten schreibe ich vielleicht noch mal eine Anleitung wie der Fehler zu beseitigen ist. Ist eigentlich relativ simpel.
Man kann den Lernfortschritt auch auf einen anderen Computer übernehmen, in dem man die Dateien aus dem versteckten ".afutrainer"-Verzeichnis rüberkopiert (unter allen Betriebssystemen direkt im Benutzerverzeichnis zu finden).
Letzter Tipp: Wenn die Schriftgröße der Fragen so winzig ist, dass sie kaum zu lesen ist, kann man sie vergrößern, in dem man mit der Maus über die Textbox geht, die ALT-Taste (oder war es STRG oder CMD? jedenfalls eine der drei) gedrückt hält und am Mausrad dreht. Wenn man die richtige Taste drückt, wird dabei nicht der komplette Bildschirm gezoomt, sondern ausschließlich das Textfeld. Zur Eingabe der Antworten bieten sich die Hotkeys "a" - "d" an, das spart so manchen Mauskilometer.
Update vom 28.04.2011: Siehe auch Patch für AFUTrainer 3.0.
Sonntag, 5. September 2010
AFUTrainer 3.0 unter Mac OS X installieren
Das Open-Source-Programm AFUTrainer ist eine gute Hilfe beim Lernen für die Amateurfunk-Prüfung. Leider gibt es auf der Download-Seite keine ausführbare Datei für Mac OS X.
Da die Installation bei mir etwas fummelig war, hier eine Kurzanleitung:
Zum Selbstkompilieren muss man zunächst den Quellcode von der AFU-Trainer-Homepage herunterladen und entpacken.
Zusätzlich braucht man ein QT-SDK für OSX und die zlib-Bibliothek zum Entpacken von ZIP-Archiven. Last but not least müssen natürlich die Developer-Tools von der OSX-DVD installiert sein.
Zunächst das QT-SDK installieren.
Im entpackten AFUTrainer-Quellcodeverzeichnis gibt es einen Ordner zlib. Dieser enthält leider nur eine Windows-Bibliothek, hilft also unter OSX nicht wirklich weiter. Diesen Ordner daher löschen und durch den zlib-x.x.x-Ordner aus den eben heruntergeladenen zlib-Quellen ersetzen. (Den zlib-x.x.x-Ordner dazu in zlib umbenennen!)
In der Komandozeile in das zlib-Verzeichnis wechseln und ./configure aufrufen. Ich glaube, ich habe dabei auch den Parameter --static angegeben.
Das configure-Skript erstellt ein Makefile, das man nun im Editor öffnet. Die Zeile "CFLAGS=-O3" in "CFLAGS=-O3 -m32" ändern. Dies ist notwendig, da die Bibliothek standardmäßig als 64-Bit-Version kompiliert wird, was dazu führt, dass sie nicht zum restlichen Code gelinkt werden kann. Das "-m32"-Flag erzwingt die Erstellung einer 32-Bit-Version.
Die Bibliothek anschließend mit "make" übersetzen.
Nun eine Verzeichnisebene höher wechseln (zurück das AFUTrainer-Quellcodeverzeichnis) und mittels "qmake" eine Projektdatei für XCode erstellen. Die dabei erscheinende Warnung über "qt" kann ignoriert werden. Mit Doppelklick auf "afutrainer.xcodeproj" im Finder sollte XCode starten und das Projekt laden.
Die Projekteinstellungen oben links von "Debug" auf "Release" umstellen.
Nun unter Project->Edit Active Target "afutrainer" zum Abschnitt "Linking" runterscrollen und das Feld "Other Linker Flags" suchen. Dort müssen die zusätzlichen Flags "-lz" und "-Lzlib" ergänzt werden. Ersteres Flag linkt die libz hinzu, letzteres erklärt dem Compiler, dass besagt Bibliothek im Unterverzeichnis "zlib" zu finden ist.
Damit sollte sich das Projekt durch Klicken auf "Build" erstellen lassen. Die ausführbare Datei befindet sich danach unter build/Release und kann von dort in den Programmordner verschoben werden.
Wer es probiert hat, möge mal einen Kommentar hier hinterlassen. Da ich die Anleitung nur grob aus dem Gedächtnis geschrieben habe, mag ich vielleicht das eine oder andere Detail noch vergessen haben.
Update vom 28.04.2011: Siehe auch Patch für AFUTrainer 3.0.
Update vom 11.08.2017: Die Qt-Bibliothek wird nicht länger von Nokia betreut und ist daher umgezogen. Unter https://info.qt.io/download-qt-for-application-development kann die die kostenlose Open-Source-Version von Qt heruntergeladen werden. Da der AfuTrainer nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird, kann es jedoch sein, dass am Quellcode Anpassungen nötig sind um mit einer aktuellen Qt-Version zusammenzuarbeiten. Der Nachfolger des AfuTrainers ist der HamRadioTrainer, der laut Homepage mittels Wine/Crossover auch unter OSX laufen soll. Dies ist vermutlich die einfachere Lösung als den AfuTrainer selbst zu bauen. Da ich keinen Mac/OSX mehr in Benutzung habe, kann ich dabei leider nicht mehr helfen.
Da die Installation bei mir etwas fummelig war, hier eine Kurzanleitung:
Zum Selbstkompilieren muss man zunächst den Quellcode von der AFU-Trainer-Homepage herunterladen und entpacken.
Zusätzlich braucht man ein QT-SDK für OSX und die zlib-Bibliothek zum Entpacken von ZIP-Archiven. Last but not least müssen natürlich die Developer-Tools von der OSX-DVD installiert sein.
Zunächst das QT-SDK installieren.
Im entpackten AFUTrainer-Quellcodeverzeichnis gibt es einen Ordner zlib. Dieser enthält leider nur eine Windows-Bibliothek, hilft also unter OSX nicht wirklich weiter. Diesen Ordner daher löschen und durch den zlib-x.x.x-Ordner aus den eben heruntergeladenen zlib-Quellen ersetzen. (Den zlib-x.x.x-Ordner dazu in zlib umbenennen!)
In der Komandozeile in das zlib-Verzeichnis wechseln und ./configure aufrufen. Ich glaube, ich habe dabei auch den Parameter --static angegeben.
Das configure-Skript erstellt ein Makefile, das man nun im Editor öffnet. Die Zeile "CFLAGS=-O3" in "CFLAGS=-O3 -m32" ändern. Dies ist notwendig, da die Bibliothek standardmäßig als 64-Bit-Version kompiliert wird, was dazu führt, dass sie nicht zum restlichen Code gelinkt werden kann. Das "-m32"-Flag erzwingt die Erstellung einer 32-Bit-Version.
Die Bibliothek anschließend mit "make" übersetzen.
Nun eine Verzeichnisebene höher wechseln (zurück das AFUTrainer-Quellcodeverzeichnis) und mittels "qmake" eine Projektdatei für XCode erstellen. Die dabei erscheinende Warnung über "qt" kann ignoriert werden. Mit Doppelklick auf "afutrainer.xcodeproj" im Finder sollte XCode starten und das Projekt laden.
Die Projekteinstellungen oben links von "Debug" auf "Release" umstellen.
Nun unter Project->Edit Active Target "afutrainer" zum Abschnitt "Linking" runterscrollen und das Feld "Other Linker Flags" suchen. Dort müssen die zusätzlichen Flags "-lz" und "-Lzlib" ergänzt werden. Ersteres Flag linkt die libz hinzu, letzteres erklärt dem Compiler, dass besagt Bibliothek im Unterverzeichnis "zlib" zu finden ist.
Damit sollte sich das Projekt durch Klicken auf "Build" erstellen lassen. Die ausführbare Datei befindet sich danach unter build/Release und kann von dort in den Programmordner verschoben werden.
Wer es probiert hat, möge mal einen Kommentar hier hinterlassen. Da ich die Anleitung nur grob aus dem Gedächtnis geschrieben habe, mag ich vielleicht das eine oder andere Detail noch vergessen haben.
Update vom 28.04.2011: Siehe auch Patch für AFUTrainer 3.0.
Update vom 11.08.2017: Die Qt-Bibliothek wird nicht länger von Nokia betreut und ist daher umgezogen. Unter https://info.qt.io/download-qt-for-application-development kann die die kostenlose Open-Source-Version von Qt heruntergeladen werden. Da der AfuTrainer nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird, kann es jedoch sein, dass am Quellcode Anpassungen nötig sind um mit einer aktuellen Qt-Version zusammenzuarbeiten. Der Nachfolger des AfuTrainers ist der HamRadioTrainer, der laut Homepage mittels Wine/Crossover auch unter OSX laufen soll. Dies ist vermutlich die einfachere Lösung als den AfuTrainer selbst zu bauen. Da ich keinen Mac/OSX mehr in Benutzung habe, kann ich dabei leider nicht mehr helfen.
Mittwoch, 18. August 2010
Prototyp
Gestern habe ich zum zweiten Mal Ralf König's "Prototyp" gelesen. Der Comic ist einfach zu geil.
"Prototyp" behandelt im Gegensatz zu fast allen anderen König-Comics kein schwules Thema, sondern den biblischen Sündenfall.
Hauptakteure sind die sprechende Schlange Luz, der erste Mensch Adam und die gesichtslose, in Fraktur schreibende Stimme Gottes. Später kommt auch noch Eva hinzu, ein echtes Vollweib und Power-Emanze, die von "Das Weib sei dem Manne untertan" so gar nichts hält.
Besonders Schlange Luz ist einfach göttlich (bzw. dämonisch) und auf jeden Fall für mich der Haupt-Sympathieträger des Buches (und bringt die besten Sprüche). Luz verführt Adam, Fallobst vom Baum der Erkenntnis zu essen, worauf die Erkenntnis auch voll zuschlägt und Adam zum Denker und Philosophen wird. Es kommt, wie es kommen muss: Adam wird Atheist.
Es folgt ein sehr scharfsinniger und extrem unterhaltsam verpackter Streifzug durch die Philosophie der Versuchung, Willensfreiheit, Triebe und Erkenntnis, in dem Anspielungen auf viele berühmte Philosophen vorkommen. Das sollte aber niemanden abschrecken, denn der Leichtigkeit der Erzählung tut dies keinen Abbruch.
Der 2. von insgesamt 3 geplanten Bänden, "Archetyp" (natürlich eine Anspielung auf Noah), kommt im Dezember raus und ich ich bin schon echt gespannt.
"Prototyp" behandelt im Gegensatz zu fast allen anderen König-Comics kein schwules Thema, sondern den biblischen Sündenfall.
Hauptakteure sind die sprechende Schlange Luz, der erste Mensch Adam und die gesichtslose, in Fraktur schreibende Stimme Gottes. Später kommt auch noch Eva hinzu, ein echtes Vollweib und Power-Emanze, die von "Das Weib sei dem Manne untertan" so gar nichts hält.
Besonders Schlange Luz ist einfach göttlich (bzw. dämonisch) und auf jeden Fall für mich der Haupt-Sympathieträger des Buches (und bringt die besten Sprüche). Luz verführt Adam, Fallobst vom Baum der Erkenntnis zu essen, worauf die Erkenntnis auch voll zuschlägt und Adam zum Denker und Philosophen wird. Es kommt, wie es kommen muss: Adam wird Atheist.
Es folgt ein sehr scharfsinniger und extrem unterhaltsam verpackter Streifzug durch die Philosophie der Versuchung, Willensfreiheit, Triebe und Erkenntnis, in dem Anspielungen auf viele berühmte Philosophen vorkommen. Das sollte aber niemanden abschrecken, denn der Leichtigkeit der Erzählung tut dies keinen Abbruch.
Der 2. von insgesamt 3 geplanten Bänden, "Archetyp" (natürlich eine Anspielung auf Noah), kommt im Dezember raus und ich ich bin schon echt gespannt.
Sonntag, 15. August 2010
The Next Uri Geller Matrix
Gestern war ich mit zwei Freunden in Inception, dem neuesten Streifen von Ex-Titanic-Schnuckel Leonardo DiCaprio.
Meinen beiden Begleitern hat's gefallen, ich fühlte mich doch irgendwie sehr an eine schlechte Matrix-Kopie erinnert: Beide Filme haben (für ihre jeweilige Zeit) geniale Special Effects und beide behandeln mehrere, ineinander verschachtelte Realitätsebenen. Und in beiden werden ganze Lastwagenladungen Munition auf virtuelle "Agenten" bzw. "Projektionen" geballert, ohne dass der Sinn des Ganzen irgendwie erklärbar wäre. Beide Filme verwenden einen pseudo-intellektuellen Unterbau, der philosophische Denkansätze bietet, einer tieferen Betrachtung jedoch nicht so recht standhalten vermag.
Dennoch finde ich Matrix von der Story her deutlich besser gelungen und plausibler. Dort gibt es immerhin die Matrix als verbindendes Glied.
Wie man dagegen "Traum-Sharing" betreiben soll und Träume in beliebig großen Gruppen gemeinsam erleben und gestalten kann in dem man sich einfach eine Kanüle in den Arm(!) steckt, will mir nicht so recht in den Kopf. Vielleicht ist mein Problem mit Inception einfach, dass es im Gegensatz zu Matrix relativ nahe an der Realität angesiedelt ist und meinen eigenen Erfahrungen widerspricht. Das macht die Story greif- und überprüfbarer als die eher abstrakte Story in Matrix: Wenn ich einen Klartraum habe, kann ich den Traum beliebig manipulieren und z.B. fliegen wenn ich das möchte. Mir ist daher nicht klar, wieso das "Opfer" nicht einfach die Kontrolle übernimmt, nachdem es nicht nur im Traum auf den Traumzustand explizit hingewiesen wurde, sondern vorher sogar eine spezielle Selbstverteidigungs-Schulung gegen "Traum-Kidnapping" dafür absolviert hatte.
Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio sagt allerdings, dass er den Streifen auch nicht verstanden habe. Da bin ich ja beruhigt.
Fazit: Inception enthält einige schöne Ideen und gute Effekte, ist mir aber insgesamt zu mentalistisch. Matrix sagt mir da deutlich mehr zu, denn die Grundidee einer Matrix finde ich, bei allen Logikfehlern, die der Film im Detail macht, grundsätzlich plausibel.
Meinen beiden Begleitern hat's gefallen, ich fühlte mich doch irgendwie sehr an eine schlechte Matrix-Kopie erinnert: Beide Filme haben (für ihre jeweilige Zeit) geniale Special Effects und beide behandeln mehrere, ineinander verschachtelte Realitätsebenen. Und in beiden werden ganze Lastwagenladungen Munition auf virtuelle "Agenten" bzw. "Projektionen" geballert, ohne dass der Sinn des Ganzen irgendwie erklärbar wäre. Beide Filme verwenden einen pseudo-intellektuellen Unterbau, der philosophische Denkansätze bietet, einer tieferen Betrachtung jedoch nicht so recht standhalten vermag.
Dennoch finde ich Matrix von der Story her deutlich besser gelungen und plausibler. Dort gibt es immerhin die Matrix als verbindendes Glied.
Wie man dagegen "Traum-Sharing" betreiben soll und Träume in beliebig großen Gruppen gemeinsam erleben und gestalten kann in dem man sich einfach eine Kanüle in den Arm(!) steckt, will mir nicht so recht in den Kopf. Vielleicht ist mein Problem mit Inception einfach, dass es im Gegensatz zu Matrix relativ nahe an der Realität angesiedelt ist und meinen eigenen Erfahrungen widerspricht. Das macht die Story greif- und überprüfbarer als die eher abstrakte Story in Matrix: Wenn ich einen Klartraum habe, kann ich den Traum beliebig manipulieren und z.B. fliegen wenn ich das möchte. Mir ist daher nicht klar, wieso das "Opfer" nicht einfach die Kontrolle übernimmt, nachdem es nicht nur im Traum auf den Traumzustand explizit hingewiesen wurde, sondern vorher sogar eine spezielle Selbstverteidigungs-Schulung gegen "Traum-Kidnapping" dafür absolviert hatte.
Hauptdarsteller Leonardo DiCaprio sagt allerdings, dass er den Streifen auch nicht verstanden habe. Da bin ich ja beruhigt.
Fazit: Inception enthält einige schöne Ideen und gute Effekte, ist mir aber insgesamt zu mentalistisch. Matrix sagt mir da deutlich mehr zu, denn die Grundidee einer Matrix finde ich, bei allen Logikfehlern, die der Film im Detail macht, grundsätzlich plausibel.
Mittwoch, 11. August 2010
PC-Tastatur am Mac: Die Lösung
Wenn man eingefleischte Macintologen zur Kompatibilität von OSX zu Standard-PC-Hardware befragt, bekommt man meistens zu hören, dass das alles gar kein Problem sei, auch wenn die Apple-Hardware selbstverständlich viel besser sei.
Glaubt ihnen kein Wort!
Es ist zwar richtig, dass man eine PC-Tastatur an den Mac stecken kann und diese dann augenscheinlich funktioniert. Wenn man genauer hinsieht, stellt man jedoch fest, dass einige Tasten wie z.B. "{", "}", "[" und "]" anders belegt sind. (Auf meiner Original-Tastatur von Apple sind diese Zeichen nicht einmal eingezeichnet!)
Zweites Problem:
Beim Versuch, das erste Problem zu lösen, hat sich irgendwie der Tastaturtyp verstellt und der Button zum Ändern des Tastaturtyps war plötzlich verschwunden. Resultat war, dass OSX eine englische Tastatur mit deutscher Beschriftung angenommen hat (gib's sowas in der Realität überhaupt?), d.h. dass die "<"-Taste zwischen linker Shift-Taste und "y" fehlte (wie bei US-Tastaturen üblich), die Umlaute aber trotzdem funktionierten. Auf der virtuellen Bildschirmtastatur war das Fehlen der Taste klar zu sehen, statt dessen war die linke Shift-Taste breiter. Auf der Hardwaretastatur konnte OSX die Taste zum Glück nicht wegdiskutieren, so dass hier "^" und "<" vertauscht waren.
Ich habe in verschiedenen Foren nach Lösungen gesucht und das Problem scheint häufiger aufzutreten. Eine Lösung gab es jedoch nicht, da man das eigentliche Problem lieber durch die Diskussion der Zeichensetzung im Ursprungsposting zu verdrängen versuchte.
Nach langem Suchen habe ich schließlich in einem Blog die Lösung gefunden:
Man muss die Datei /Library/Preferences/com.apple.keyboardtype.plist löschen und den Mac rebooten. Danach wird man wieder nach dem Tastaturtyp gefragt und auch der Button ist wieder da.
Damit war die Vertauschung von "^" und "<" aufgehoben und auch die Bildschirmtastatur zeigte die fehlende Taste wieder an.
Für die falsche Belegung der AltGr-Kombinationen (z.B. eckige und geschweifte Klammern) habe ich die Lösung in Form des Tastaturlayout-Editors Ukelele gefunden. Ukelele ermöglicht das Erstellen komplett eigener Tastaturlayouts und liefert auch schon viele fertige Presets mit.
Für mein Problem reichte es, die beiden Dateien "LogitechGerman.keylayout" (das eigentliche Keyboardlayout) und "LogitechGerman.icns" (ein Icon mit einer Deutschlandflagge) aus dem Ukelele-Paket nach "/Library/Keyboard Layouts" zu kopieren, den Rechner zu rebooten und die neue Konfiguration "Logitech German" in den Spracheinstellungen von OS X zu aktivieren (dazu erst in den Settungs anhaken damit das Layout überhaupt geladen wird und anschließend oben in der Menüzeile auswählen, damit es auch benutzt wird).
Seit dem sind mir keine falschen Tasten mehr aufgefallen und sollte ich doch noch welche finden, kann ich sie mit Ukelele selbst anpassen.
Bleibt die Frage, wieso Apple nicht in der Lage ist, ein vollständiges Tastaturlayout für PC-Tastaturen bereits ab Werk mitzuliefern...
Glaubt ihnen kein Wort!
Es ist zwar richtig, dass man eine PC-Tastatur an den Mac stecken kann und diese dann augenscheinlich funktioniert. Wenn man genauer hinsieht, stellt man jedoch fest, dass einige Tasten wie z.B. "{", "}", "[" und "]" anders belegt sind. (Auf meiner Original-Tastatur von Apple sind diese Zeichen nicht einmal eingezeichnet!)
Zweites Problem:
Beim Versuch, das erste Problem zu lösen, hat sich irgendwie der Tastaturtyp verstellt und der Button zum Ändern des Tastaturtyps war plötzlich verschwunden. Resultat war, dass OSX eine englische Tastatur mit deutscher Beschriftung angenommen hat (gib's sowas in der Realität überhaupt?), d.h. dass die "<"-Taste zwischen linker Shift-Taste und "y" fehlte (wie bei US-Tastaturen üblich), die Umlaute aber trotzdem funktionierten. Auf der virtuellen Bildschirmtastatur war das Fehlen der Taste klar zu sehen, statt dessen war die linke Shift-Taste breiter. Auf der Hardwaretastatur konnte OSX die Taste zum Glück nicht wegdiskutieren, so dass hier "^" und "<" vertauscht waren.
Ich habe in verschiedenen Foren nach Lösungen gesucht und das Problem scheint häufiger aufzutreten. Eine Lösung gab es jedoch nicht, da man das eigentliche Problem lieber durch die Diskussion der Zeichensetzung im Ursprungsposting zu verdrängen versuchte.
Nach langem Suchen habe ich schließlich in einem Blog die Lösung gefunden:
Man muss die Datei /Library/Preferences/com.apple.keyboardtype.plist löschen und den Mac rebooten. Danach wird man wieder nach dem Tastaturtyp gefragt und auch der Button ist wieder da.
Damit war die Vertauschung von "^" und "<" aufgehoben und auch die Bildschirmtastatur zeigte die fehlende Taste wieder an.
Für die falsche Belegung der AltGr-Kombinationen (z.B. eckige und geschweifte Klammern) habe ich die Lösung in Form des Tastaturlayout-Editors Ukelele gefunden. Ukelele ermöglicht das Erstellen komplett eigener Tastaturlayouts und liefert auch schon viele fertige Presets mit.
Für mein Problem reichte es, die beiden Dateien "LogitechGerman.keylayout" (das eigentliche Keyboardlayout) und "LogitechGerman.icns" (ein Icon mit einer Deutschlandflagge) aus dem Ukelele-Paket nach "/Library/Keyboard Layouts" zu kopieren, den Rechner zu rebooten und die neue Konfiguration "Logitech German" in den Spracheinstellungen von OS X zu aktivieren (dazu erst in den Settungs anhaken damit das Layout überhaupt geladen wird und anschließend oben in der Menüzeile auswählen, damit es auch benutzt wird).
Seit dem sind mir keine falschen Tasten mehr aufgefallen und sollte ich doch noch welche finden, kann ich sie mit Ukelele selbst anpassen.
Bleibt die Frage, wieso Apple nicht in der Lage ist, ein vollständiges Tastaturlayout für PC-Tastaturen bereits ab Werk mitzuliefern...
Freitag, 6. August 2010
Neue Bilder im Webalbum
Ich habe gerade mal mein Webalbum aktualisiert:
Die Bilder von der Regatta sind dieses Jahr leider nicht so viele. Eigentlich wollte ich mich primär auf den Zieleinlauf beim Café Sand konzentrieren, aber das ganze Café war wegen dem Auftritt von Stefanie Heinzmann zur Hochsicherheitszone umfunktioniert worden. Als ich mich beim dritten Kontrollposten filzen lassen und meine Getränkeflaschen in den bereitgestellten Container werfen sollte, wurde es mir zu blöd und ich bin umgekehrt.
Ich hoffe, im nächsten Jahr ist die Regatta wieder eine öffentliche Veranstaltung mit ungehindertem Zutritt für alle!
Die Bilder von der Regatta sind dieses Jahr leider nicht so viele. Eigentlich wollte ich mich primär auf den Zieleinlauf beim Café Sand konzentrieren, aber das ganze Café war wegen dem Auftritt von Stefanie Heinzmann zur Hochsicherheitszone umfunktioniert worden. Als ich mich beim dritten Kontrollposten filzen lassen und meine Getränkeflaschen in den bereitgestellten Container werfen sollte, wurde es mir zu blöd und ich bin umgekehrt.
Ich hoffe, im nächsten Jahr ist die Regatta wieder eine öffentliche Veranstaltung mit ungehindertem Zutritt für alle!
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