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Mittwoch, 17. August 2011

Stiftung Sauna-Test

Freitag musste ich morgens aus dem Hotel auschecken um mich abends bei einem alten Freund einzuquartieren. Das Wetter war sehr regnerisch, somit habe ich den Tag im Apollo Splash Club, einer Gay-Sauna in einer von Berlins Schwulenvierteln, verbracht.

Als ich gegen kurz nach 13 Uhr dort ankam, war erwartungsgemäß noch nicht allzuviel los, dementsprechend ging das Einchecken ziemlich flott. Ein Handtuch und ein Kondom ist im Preis mit drin, Badelatschen kosten einen Euro Leihgebühr extra. Bis 15 Uhr gibt es Frühstarter-Rabatt.

Wie bei so ziemlich allen Gay-Saunen steht eher die Kontaktanbahnung als das eigentliche Saunieren im Vordergrund, dementsprechend sind Einrichtungen wie Fußbäder zur Entwärmung, die für mich eigentlich zu jedem Saunagang unbedingt dazugehören, dort Mangelware. Statt dessen gibt es die üblichen Cruising-Bereiche mit Darkrooms und allem was dazu gehört.

Einige Bereiche verfügen über elektrische Schiebetüren, was einen modernen Eindruck macht. Auch die Beleuchtung einiger Bereiche durch LED-Scheinwerfer aus dem Bühnenbereich kann sich durchaus sehen lassen. Sehr angenehm war auch der Ruheraum, in dem eine DVD von Schiller lief. (Die Musik ist zum Entspannen echt nicht schlecht, daher hab ich mir Montag auch gleich eine Schiller Konzert-Bluray bestellt.)

Wer es lieber etwas privater mag, kann anstatt eines Schranks auch ein privates Zimmer buchen. Wenn man nur eine Nacht kostengünstig übernachten will, könnte das durchaus eine preiswerte Alternative zum Hotel sein.

Das Publikum war durchmischt, Jüngere waren eher die Ausnahme. Ein paar waren aber durchaus attraktiv.

Getränke kann man ohne Kleingeld durch Angabe der Schlüsselnummer bestellen.

Da ich Abends noch verabredet war, habe ich die Sauna gegen 18 Uhr wieder verlassen.

Gestern habe ich mir zum Vergleich mal die Perseus Sauna in Bremen-Walle angeschaut. Das Ergebnis war ernüchternd: Statt Schiller lief RTL2, der Altersschnitt lag eher bei 50 aufwärts. Möglicherweise ist dies an anderen Tagen oder zu anderen Uhrzeiten anders. Ich bin recht schnell wieder verschwunden, da war die Straßenbahnfahrt deutlich entspannender und erotischer als der Saunabesuch.

Es bleibt die (nicht neue) Erkenntnis, dass ich zum Saunieren lieber in eine richtige Saunaanlage wie die Oase gehe und Darkrooms nach wie vor nicht so mein Geschmack sind... ich finde die Dunkelheit ganz einfach unpraktisch. Ausserdem suche ich eher Jungs zum Kuscheln als für schnellen Sex.

Ich hätte in Berlin gerne mal eine Kuschelparty besucht, aber im Zeitraum meiner Anwesenheit habe ich leider keine gefunden. Vielleicht sollte ich, ausreichend Interessenten vorausgesetzt, hier mal selbst eine organisieren?

Sonntag, 23. Mai 2010

Erstes Fazit zur Twitter Talk Radio-Generalprobe

So langsam bin ich wieder wach, nach dem mein Twitter Talk Radio bis heute früh um 06:05 lief, und das eigentlich auch nur, weil ich dann den Server heruntergefahren habe.

Der Start um 23 Uhr verlief erwartungsgemäß schleppend. Im Laufe der Nacht besserte sich das jedoch und ich bin unterm Strich eigentlich ganz zufrieden, war ich doch davon ausgegangen, dass ich wahrscheinlich ziemlich alleine da sitze und die Sendung nach maximal zwei Stunden vorbei ist.

Statt dessen wurden es 7 Stunden und es wurde über einen ziemlich breit gefächerten Themenmix geredet, von leichten Blödelthemen bis hin zu durchaus ernsteren Sachen wie dem Datenschutz in sozialen Netzwerken, Apples rigide Apple-Store-Politik sowie dem bevorstehenden iPad-Launch.

Durch den Praxis-Test kann ich nun die Stärken und Schwächen meines Konzeptes besser einschätzen:

Erster Punkt: Musik. Ich würde zwar gerne die Gesprächspausen mit Musik füllen und so verhindern, dass neue Zuhörer gleich wieder abschalten, weil sie wegen der Stille vermuten, der Radio-Stream sei kaputt. Das macht aber nur Sinn, wenn ich in ausreichendem Maße kostenlos nutzbare Musik auftreiben kann, die hochwertig genug und ausreichend vielfältig ist, um den Hörern nicht nach ein paar Minuten schon auf den Sack zu gehen. Und da sehe ich momentan ziemlich schwarz, denn ein stimmiges Musikprogramm zusammenzustellen ist schon schwierig genug, wenn man nicht auf einen kleinen Topf mit vergleichsweise unbekannten Creative Commons Songs beschränkt ist.

Vielleicht wäre das automatisierte Vorlesen von Tweets eine Alternative, Twitterlesungen erfreuen sich ja durchaus auch im "realen Leben" einiger Beliebtheit. Ich denke, ich werde mal bei passender Gelegenheit ein paar Sprachsynthese-Programme testen.

Insgesamt würde ich das Wort "Radio" in "Twitter Talk Radio" aber eher in seiner englischen Bedeutung im Sinne von "Sprechfunk" interpretieren. Eine Art moderner CB-Funk über das Internet. Das kann man dann auch im Hintergrund laufen lassen und wenn mal Stille ist, stört es nicht weiter.

Die Entscheidung für Mumble war richtig, das Programm ist recht übersichtlich, einfach zu benutzen und bietet auch einen Push-To-Talk-Modus, bei dem man wie bei einem Funkgerät während des Sprechens eine Taste gedrückt halten muss. Aus meiner Skype-Erfahrung weiss ich, wie wichtig eine solche Funktion ist: Ohne sie hört man ständig Tastaturgeklapper, Leute beim Essen/Schmatzen, Echos und Rückkopplungen von den Lautsprechern und andere unerfreuliche Geräusche, die nicht nur nerven und ablenken, sondern auch die Verständigung erschweren.

An der Sprachqualität von Mumble kann man auch nicht meckern. Wer ein vernünftiges Mikrofon hat, kommt ziemlich gut und klar verständlich rüber. Nur mit dem Fall, dass zwei Leute gleichtzeitig reden, kommt Mumble leider gar nicht klar. Es entstehen Interferenzen, die kaum noch ein verständliches Wort übrig lassen. Da schlägt sich Skype um Klassen besser.

Außerdem krankt Mumble noch ein wenig an mangelnder Nutzerakzeptanz. Die meisten Leute sind einfach zu faul, das Programm zu installieren somit muss ich mich wahrscheinlich noch mal nach einer Flash-Lösung umschauen.

Wie hat euch die gestige Sendung gefallen (sofern ihr sie gehört habt)?

Wie würdet ihr gerne am Talk teilnehmen? Via Mumble, Skype (trotz der beschriebenen Probleme) oder Festnetz-Telefonnummer?

Dienstag, 8. Dezember 2009

Holland, mal wieder

Morgen geht's wieder nach Holland... ich hoffe, die Tests dort verlaufen alle erfolgreich, dann kann ich nämlich endlich anfangen, in so was wie Weihnachtsstimmung zu verfallen...

Gestern bin ich per Zufall auf einen Link zum neuen Harry-Potter-Film gestoßen. Klingt ja vielversprechend, auch wenn ich mir noch nicht so recht vorstellen kann, dass sich Harry tatsächlich entblättert. Aber vielleicht gibt es ja bald auch bei den Filmen eine Ausgabe für Erwachsene, wie es sie bei den Hörbüchern schon länger gibt?

Samstag stand übrigens New Moon auf dem Programm. Teilweise etwas zu viel Schmalz, aber ansonsten ganz nett anzusehen. Mal für eine blu-ray vormerken.

Im Kino lief, neben einem megasüßen Eisverkäufer, auch die Magnum Temptation-Werbung... der Song ist ja irgendwie geil, vor allem im Kino-Sound. Ich glaube, wenn ich aus Holland zurück bin, sollte ich auch mal wieder meine Surround-Anlage aufbauen. Der Song heisst übrigens "Sweet Lady" und ist von der Band Supercharango.

Ich muss nun erstmal meine Tasche für die Reise packen... und danach kommen die Simpsons...

Mehr wenn ich wieder zurück bin.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Licht und Dunkelheit

[Irgendwie hat mir der Blog-Editor den Text total durcheinander gewürfelt... ich hoffe ich habe die gröbsten Fehler nun korrigiert. :-( ]

Bin seit heute morgen um 5 zurück von der Lesbischwulen Techno/House-Party in Oldenburg.

So richtig voll war's leider nicht. Die Leute kamen relativ spät und gingen leider auch relativ früh wieder, dabei fand ich die Organisation eigentlich gar nicht schlecht. Im Gegensatz zu normalen Diskos gab es genügend Tische und Bänke um sich auch mal hinsetzen zu können.

Es gab zwei Dancefloors: Die große "Mainhall" und eine kleine Fläche im Cafe vor dem DJ-Pult, die allerdings kaum zum Tanzen genutzt wurde. In der Mailhall gab es Tische und Bänke am Rand, das Cafe war komplett mit Tischen bestückt.

Die musikalische Bandbreite war sehr groß und sehr DJ-abhängig. Die meisten Außenstehenden werfen Technomusik immer in einen Topf, aber das Spektrum ist doch enorm. Musikalisch hat mir die Stunde zwischen 3 und 4 Uhr am besten gefallen. Da waren richtig gute Tracks dabei.

Die Schnuckelquote war auch ganz in Ordnung, waren schon ein paar ganz süße Jungs dabei. Die Lesbenquote war auch recht hoch, höher als auf anderen Partys?

Ein paar Abzüge muss ich allerdings bei der technischen Umsetzung geben:

Während die Musik am Anfang der Party (ich war so gegen halb 11 dort) noch recht ordentlich klang, wurde der Pegel am Mischpult im Laufe des Abends immer weiter angehoben. Ich habe den Eindruck, dass die Endstufe fest eingestellt war um die Lautstärke nicht über das gesetzlich zulässige Maß ansteigen lassen zu können. Wenn man dann das Mischpult soweit aufdreht, dass das VU-Meter fast dauerhaft am oberen Anschlag des roten Bereichs hängt und der Limiter der Endstufe fast ständig in die Begrenzung geht, muss das fast zwangsläufig zu Verzerrungen führen. Gerade die Höhen hatten zeitweise (DJ-abhängig) für meinen Höreindruck ein ziemlich unangenehmes Klirren.

Die VU-Meter habe ich gesehen, über die Gründe kann ich nur spekulieren. Entweder gab die Endstufe wirklich nicht mehr her oder den Technikern war vom Veranstalter verboten worden, hier Einstellungen vorzunehmen.

Die Akustik des Raumes hat vielleicht auch gewisse Einflüsse gehabt.

An der Lightshow hätte ich auch ein paar Dinge anders gemacht. An der Decke der Mainhall hingen diverse Spots, von denen offensichtlich keiner benutzt wurde. Außerdem (meine ich) 8 Scanner, 1-2 Strobes und eine Nebelmaschine.

Die Muster der Scanner haben mir gefallen, aber die Show hatte meines Erachtens ein ziemlich großes Problem: Sie war viel zu dunkel und an einigen Stellen viel zu nebelig.

Über lange Zeitabschnitte wurden die tanzenden Schnuggel nur von vier Scannern im Intervallbetrieb beleuchtet, so dass jeder nur gelegentlich mal von einem Strahl getroffen wurde und ansonsten so ziemlich im Dustern getanzt hat.

Was fehlte war eine richtige Basisbeleuchtung aus konventionellen farbigen Spots, die im Takt der Musik umgeschaltet wurden. Ich vermute auch hier wieder organisatorische Probleme, weshalb die offenbar vorhandenen Spots nicht in die Show integriert wurden. So was kann ganz schnell an Kleinigkeiten scheitern, wenn man nicht die passenden Schnittstellen und Adapter zur Hand hat. Vielleicht war nicht genug Zeit?

Wenn ich als LJ keine Spots hätte, hätte ich allerdings immerhin dafür gesorgt, dass alle Scanner dauerhaft an sind und es keine Zeiten ohne Beleuchtung gibt. Die Tanzfläche muss hell erleuchtet sein, nicht nur auf schwulen Partys ist das "sehen und gesehen werden" das A und O.

Selbstverständlich kann man auch mit dunklen Licht-Akzenten arbeiten, aber bei Top-Tracks wie "Infinity" (DJ Josh Project) muss der ganze Lampenladen leuchten, alles andere wäre ein Sakrileg. Die Power des Songs muss sich auch im Licht widerspiegeln, sonst wirkt die Show irgendwie seltsam.

Im Cafe gab es keine zentral gesteuerte Lightshow, nur eine Hand voll unabhängiger LED-Spots, Flowers u.ä. im Standalone-Betrieb. Vielleicht sollte ich mich dort mal als LJ bewerben, die kleine Cafe-Bühne bekomme ich mit meinem (für Wohnzimmer-Verhältnisse dimensioniertem) Equipment vielleicht sogar ganz passabel ausgeleuchtet.

Wenn ich auch noch mal eine Prüfung zum Laserschutzbeauftragten mache, könnte ich vielleicht sogar meinen Laser beisteuern. (Wobei das Cafe dafür wahrscheinlich zu klein ist, dort lässt sich kein ausreichender Sicherheitsbereich absperren.) Ich muss mich da mal schlau machen, was so eine Prüfung kostet. Da ich in der Firma mit wesentlich stärkeren und gefährlicheren (da unsichtbaren) Lasern zu tun habe, sollte der Rest denke ich zu handlen sein.

Ich denke, ich werde die Veranstalter mal kontaktieren. Vielleicht kann man ein paar der technischen Probleme ja lösen. Die Party als solche finde ich nämlich eine ziemlich gute Sache!

Themawechsel.

Am Dienstag kommt der Palm Pre auf den Markt und ich bin im Moment schwer am überlegen, ob ich mir nicht einen zulegen sollte. Mein Palm T5 kommt so langsam in die Jahre. Die Hardware ist zwar immer noch 1a (sogar der Akku tut's noch), aber die Software will nicht mehr so richtig mit den aktuellen Betriebsystemen. Ich suche nun eine Lösung, mit der ich meine Termine, To-Do-Listen und Adressen unter Windows, MacOS und mobil verwalten und synchronisieren kann. Die mobile Verwaltung muss auch offline funktionieren, denn ich komme manchmal auch in Länder, in denen ich nicht ohne weiteres an bezahlbares Internet herankomme.

Der sehr ausführliche Golem-Test liest sich soweit sehr vielversprechend, möglicherweise ist der Pre die Lösung meines Problems. Der Pre hat all die Features des iPhone, macht aber alles noch einen Tick besser und hat nicht dessen Nachteile, die bisher verhindert haben, dass ich ein iPhone ernsthaft in Erwägung gezogen habe. Während selbst viele hartgesottene Apple-Fanboys ihr Handy gehackt haben um ein paar der nervigen Einschränkungen loszuwerden, sind solche Kraftakte beim Palm nicht notwendig. Der Hersteller meines Handys soll mich unterstützen und mir nicht auch noch Steine in den Weg legen...

Da mein jetziger Palm T5 schon mein zweiter Palm-PDA ist, weiß ich, dass deren Produkte wirklich Hand und Fuß haben. Zumindest war das damals so... seit dem wurde es lange Zeit ziemlich Still um Palm und sie haben in der Zeit afaik auch ein paar ziemlich rote Zahlen geschrieben. Ich hoffe, sie während dessen keinen Bund mit dem Teufel geschlossen. Aber bisher habe ich nur positive Testberichte gelesen, somit sind sie nun wohl wieder mit alter Stärke zurück.

Ich verstehe nur noch nicht so ganz, welche Daten man nun zwangsweise auf einem Internetserver liegen haben muss und bei welchen dies optional ist. Es gibt z.B. eine Funktion, die alle persönlichen Daten täglich auf einen Server sichern kann, diese lässt sich jedoch offensichtlich abschalten.

Am liebsten wäre mir ein hausinterner Server, mit dem ich auf mehreren Arbeitsplätzen unter verschiedenen Betriebsystemen meine Daten editieren und dann mit dem Telefon synchronisieren kann. Ich fürchte allerdings, das dieser Wunsch utopisch ist.

Ich denke, ich werde mir den Pre am Dienstag mal ausführlich im Laden zeigen lassen...

Samstag, 10. Oktober 2009

Heute: Lesbischwule Techno/House-Party in Oldenburg

Ich hab's bei Twitter schon erwähnt, nun noch mal ein wenig Werbung hier im Blog:

Lesbischwule Techno/House-Party
Heute (10.10.2009), 22 Uhr, Alhambra (Oldenburg)
Weitere Infos: http://www.techno-house-party.de/


Ein Freund von mir legt dort auf, also nix wie hin! ;-)

Sonntag, 4. Oktober 2009

Abi-Jubiläum

Diese Seite entwickelt sich schon wieder zum Sonntags-Blog... gar nicht gut.

Gestern war die Feier meines Abi-Jahrgangs zum 10-jährigen Jubiläum(1). Ich habe mich erst ein wenig gesträubt hinzugehen, habe mich dann aber auf vielfachen Wunsch eines einzelnen und wegen einer unerwartete Mail eines anderen dann doch überreden lassen.

Gefeiert wurde in einer öffentlich-rechtlichen Disko(2) in der Nähe der alten Schule. Ziemlich kleiner Laden, aber irgendwie ganz nett. Vielleicht sollte ich mal fragen, was die Miete für den Abend gekostet hat. Irgendwie hätte ich ja schon mal Lust, eine Party zu schmeissen um mich mal licht- und soundtechnisch richtig auszutoben. Allerdings ist der Laden in der Kleinstadt (immerhin in deren Stadtzentrum) für die anvisierte Zielgruppe wohl zu schlecht zu erreichen. Nach dem Abend weiß ich auf jeden Fall, dass ich mit meiner Wohnzimmer-Lightshow gar nicht so schlecht aufgestellt bin. :-P Ich wollte eigentlich gestern Abend auch noch ein paar Bilder von meinem neuen Laser machen, aber da ich die Party erst um 04:05 verlassen habe, war's dafür dann auch zu spät. Aber ich schweife ab. :-)

Offiziell los ging's um 19 Uhr, ich war irgendwann gegen viertel vor vor Ort und wurde auch prompt zum Veranstaltungsfotografen ernannt weil ich der einzige war, der eine Spiegelreflex-Kamera dabei hatte. Hätte ich das vorher gewusst, hätte ich auch noch mein externes Blitzgerät mit AF-Hilfslicht mitgenommen...

Meine Kamera hat leider kein eingebautes Fokus-Hilfslicht, das Scharfstellen erfolgt bei Dunkelheit über ein periodisches Auslösen des Blitzes. Das hat zwei große Nachteile: Erstens ist das Blitzlichtgewitter extrem auffällig, so dass die Natürlichkeit der Bilder ein wenig leidet. Zum anderen führt es zu Auslöseverzögerungen von mehreren Sekunden (oft genug kann auch überhaupt nicht fokussiert werden), so dass die Leute bei der Aufnahme schon wieder weg gucken oder bereits jemand ins Bild gerannt ist. Mit dem externen Blitz gibt es all diese Probleme nicht, daher ist es mir fast schon ein wenig peinlich, die Bilder online zu stellen.

10 Jahre sind eine verdammt lange Zeit(1) und ich muss zugegeben, dass ich die meisten Namen aus dem Jahrgang nicht mehr zusammen bekomme. Einige habe ich sofort erkannt, andere nach einigem Nachdenken, bei wieder anderen habe ich eine vage Vermutung und beim großen Rest überhaupt keinen Plan, wer da eigentlich vor mir stand. Zu den meisten Leuten hab ich auch irgendwie keinen großen Bezug, mit einer Hand voll Leute sollte ich den Kontakt aber vielleicht mal wieder ein wenig intensivieren. Dann aber im kleineren Kreis, sich vor der Geräuschkulisse von 68 Leuten plus Musik jeweils Wohnort und Beruf ins Ohr zu schreien finde ich irgendwie doof.

Mein Crush aus der Oberstufe war auch dort und hat mich auch angesprochen. Er ist immer noch ein total lieber Kerl und von seiner Art zum Dahinschmelzen (seine Freundin hat wirklich Glück), aber ich hab ihn den Abends weitestgehend links liegen gelassen. Zu groß war noch die Enttäuschung seiner letzten Mail, in der er ziemlich klar gesagt hat, dass er weder Zeit noch Interesse an neuen (bzw. dem Auffrischen von alten) Kontakten habe. Ich hatte damals mal seine Mailadresse recherchiert. Vielleicht meldet er sich ja mal von sich aus, ansonsten belassen wir's dabei...

Ich habe das Erkennen meinen ehemaligen Mitschülern etwas erleichtert, in dem ich wieder mein LED-Nametag getragen habe: Ein kleines Schildchen am Shirt, auf dem mein Name und meine Blog-URL als LED-Laufschrift durchliefen. Die Programmierung stammt noch von der pl0gbar. Ich hab sie beibehalten, weil das Ding einen ziemlich fiesen Wackelkontakt hat und mich schon diese Programmierung einiges an Schweiß und Mühen gekostet hat. Auch auf der Abi-Feier ist das Teil immer wieder abgestürzt und hat wirre Zeichen angezeigt, ich muss wohl mal ein neues kaufen.

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Ich hatte es eigentlich nur kleines selbstironisches Gadget mitgenommen um die Leute, die mich noch als Nerd in Erinnerung haben, nicht zu enttäuschen. Erstaunlicherweise sind die Nametags aber ein echter Hingucker, wie schon auf der pl0gbar wurde ich mehrfach deswegen angesprochen und sogar nach Bezugsadressen gefragt. (Geheimtipp für alle Nerd & Geeks ohne Freundin: Gerade auch bei Mädels scheinen die Dinger erstaunlich gut anzukommen!)

Fazit des Abends: Hatte seine Längen, war aber ganz lustig. War interessant mal zu sehen, was aus den Leuten so geworden ist (positiv wie negativ), und wie viele schon verheiratet sind(1).

Der Abend war erwartungsgemäß oberflächlich (war ja irgendwo auch 'ne Flatrateparty ;-)), könnte aber durchaus ein Anstoß sein, den einen oder anderen Kontakt wieder etwas zu vertiefen.

Apropos Kontakt: Weiß jemand, wer der süße LJ war? Vielleicht mag der mir ja auch mal ein paar Tipps für meine private Lichtinstallation geben...

Ansonsten habe ich noch einen aus dem Jahrgang bei der Gründung seiner eigenen Sekte beraten und größere Unfälle sind zum Glück auch ausgeblieben. Nur einer von der Disko-Crew ist in einer Bierlache ausgerutscht und mit dem Arm genau in die Scherben gefallen... scheint aber glimpflich ausgegangen zu sein, er trug den Rest des Abends zwar einen Verband, war aber offenbar noch halbwegs arbeitsfähig. (Der Verursacher der Lache kann ja mal eine Karte schreiben, sofern er sich noch daran erinnert.)

Ich muss jetzt erstmal was essen und wieder richtig wach werden. Das Rauschen in den Ohren lässt so langsam wieder nach, an der Müdigkeit muss ich noch ein wenig arbeiten. Eigentlich wollte ich heute noch zum Bremer Marathon und dort ein paar Fotos machen (ein Arbeitskollege ist unter den Teilnehmern), aber daran war nach der langen Nacht nicht mehr zu denken.

Der PC ist noch dabei, die 1,7 GB Fotos hochzuladen... das wird auch noch ein Weilchen dauern. Danach muss ich dann wohl auch noch mal ein paar Bilder zensieren, Herr S. hat ein wenig zu oft seinen halbnackten Hintern präsentiert. (Nächstes Mal dann aber keine halben Sachen!)


(1) Verdammt, ich werde alt!
(2) Ich weiß gar nicht genau, wie sich der Laden eigentlich finanziert. Ich denke, es ist ein gemeinnütziger Verein, in dem auch die Stadt irgendwie involviert ist. Sowas in Richtung Kulturzentrum...

Dienstag, 22. September 2009

MidiPipe

Freitag von der Dienstreise zurück gekommen, Samstag das Schlafdefizit abgebaut und bis 15:30 geschlafen, Sonntag das nachgeholt, was ich eigentlich Samstag hätte tun wollen...

Im Moment komme ich mal wieder zu nicht allzu viel... aber immerhin macht meine Selbstbau-Lightshow gewisse Fortschritte:

Am Wochenende habe ich E Nomine's "Zorn (Die 12 verbotenen Töne)" mit ein paar Szenen aus "Der Name der Rose" illustriert und finde das Ergebnis soweit ganz gelungen. Immerhin ist es so gut, dass mein Testschnuggel zunächst glaubte, das wäre das offizielle Video zu dem Track. Ich hoffe nun, dass ich am Wochenende dazu komme, auch noch die eigentliche Lightshow um das Video herum zu stricken. Das Video soll dann auf meinem LCD-TV laufen und die Lichteffekte noch einmal zusätzlich visuell unterstützen.

Bis dahin sind aber noch ein paar Vorarbeiten zu erledigen. Von Garage Band bin ich inzwischen weg weil mich der Funktionsumfang der Software nicht glücklich macht. Wie ich feststellen musste, kann ich nicht mal meine Midi-Daten so einfach exportieren und in einer anderen Software weiterverarbeiten... das ist doch echt unprofessionell.

Mal sehen, ob ich die Midi-Daten zumindest in Garage Band abspielen und parallel mit einem anderen Sequenzer wieder aufnehmen kann, auch wenn dabei die Synchronität der Dateien zueinander wahrscheinlich erstmal flöten geht. Vermutlich gib's aber auch irgend ein Export-Plugin von einem Drittanbieter.

Ansonsten nutze ich den Softwarewechsel als Chance für einen Neuanfang. Die momentane Zuordnung der Midi-Befehle zu den Bausteinen meiner Lightshow ist nicht so wirklich gelungen, daher werde ich sie noch mal ändern, so lange ich mir dadurch noch keine zu großen Kompatibilitätsprobleme einhandle.

Gestern habe ich schon mal das Programm MidiPipe getestet, ein schickes kleines Freeware-Tool zum Filtern und Transformieren von Midi-Daten in Echtzeit. Das Tool ist eigentlich recht simpel, wenn man ein wenig trickst, kann man damit aber schon eine ganze Menge anstellen. Ich nutze es als zusätzliche Abstraktionsebene um die Daten von meinem Midi-Controller je nach aktuellen Erfordernissen anzupassen, ohne jedes Mal den eigentlichen Controller umprogrammieren zu müssen.

Ziel des ganzen ist, immer die Lichtszenen griffbereit auf einer Taste zu haben, die ich für die aktuelle Show gerade brauche und die Show anschließend im Sequenzer aufzeichnen kann, ohne für jede Lightshow sämtliche Zuordnungen anpassen zu müssen.

Wenn ich mit E Nomine durch bin, isses dann auch erstmal gut mit Songs mit christlich-mythologischem Kontext. Als nächstes werde ich mir dann wohl "Das Boot" und "Boys Of Summer" vorknöpfen... zu beiden habe ich schon ein paar gute Ideen und zu beiden wird es wohl auch wieder ein selbstgebasteltes Musikvideo als Teil der Show geben, diesmal dann wohl auch zunehmend mit selbstproduziertem Rohmaterial.

Mal sehen, ob das alles so klappt wie ich mir das vorstelle.

Morgen geht's wieder auf Dienstreise... aber wie's ausschaut nur eine Tagestour nach Berlin... hoffentlich bleibt's dabei.

Montag, 24. August 2009

Lightshow-Erweiterung

Sonntag hab ich mir zwei LED-Moving Heads für meine Wohnzimmer-Lightshow bestellt.

Jetzt warte ich gespannt auf die Lieferung... ich hatte eigentlich gehofft, dass sie heute schon raus geht, aber dem war leider nicht so. :-(

Somit hoffe ich nun auf Mittwoch, spätestens Donnerstag. Wobei das schon doof wäre... mein Urlaub neigt sich so langsam seinem Ende zu.

Heute habe ich schon mal ausgetestet, wie sich meine Lichtsteuersoftware via Midi fernsteuern lässt. Mit Hilfe eines kostenlosen Midi-Lookback-Treibers habe ich es nun hinbekommen, aus der Demoversion von Ableton Live heraus ein Video abzuspielen und mit Midi-Steuerinformationen für die Lightshow zu hinterlegen.

So richtig glücklich bin ich mit der Lösung zwar noch nicht, aber ich denke, damit lässt sich schon was anfangen. Dann kann ich die Show nicht nur synchron zur Musik, sondern auch zu Videos laufen lassen was ein ungeheures Potential für Kreativität eröffnet. (Anders gesagt: Die Show kann mit dem TV interagieren und andersrum.)

Ich hab da schon ein paar Ideen, hoffentlich schaffe ich es in meinem Urlaub noch, ein paar von ihnen umzusetzen.

Mal gucken, ob's eine kleine Einweihungsparty gibt, wenn die Chose richtig läuft....

Mittwoch, 3. Juni 2009

Reise(s)pass

Die letzte Nacht war übel... irgendwie konnte ich nicht schlafen und mir gingen 1000 Sachen durch den Kopf, was ich dann irgendwann in der Nacht auch noch mal via Twitter der Welt kundgetan habe.

Um 6 Uhr machte dann der Wecker auf sich aufmerksam, um mich aufzufordern, der Nacht ein abruptes Ende zu setzen und mich fertig zu machen, um (mit einem Umweg über den Bäcker) kurz nach 7 beim Stadtamt zu sein.

Trotz der frühen Stunde waren dennoch schon rund 8 Leute vor mir dran. Früh aufstehen ist doof wenn's alle machen...

Nach etwas über einer Stunde war ich dann mit allem durch und hatte meinen Express-Reisepass beantragt. Ob er rechtzeitig kommt, ist allerdings trotz des Expresszuschlags ungewiss.

Die Fingerabdruckscanner sind übrigens schnarchlangsam. Der Scanvorgang hat bestimmt eine halbe Minute pro Finger gebraucht. Gescannt werden beide Zeigefinger.

Das Amt ruft mich nun an, wenn der Reisepass fertig ist. Wenn's bis Montagnachmittag nicht geklappt hat, muss ich mir noch einen vorläufigen Reisepass ausstellen lassen. Das sind dann noch mal 26 Euro, aber laut einem Anruf bei der deutschen Botschaft in Singapur ist er zur Not ausreichend.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kam ich noch an der Kfz-Zulassungsstelle vorbei, wo ein gewisser Herr Ludolf gerade sein Auto abmelden wollte. Da er ein Bremer Kennzeichen in der Hand hielt, war es wohl keiner der Ludolfs (wobei ich die Serie auch noch nie gesehen habe). Die Sachbearbeiterin hat allerdings trotzdem erstaunt nachgefragt.

Zurück in der Firma habe ich dann versucht, meinen Termin für Freitag im Stadtamt zu stornieren. Telefonisch kein Durchkommen, entweder war besetzt oder es nahm keiner ab... ich habe dann eine kurze Mail ans Amt geschrieben, welche auch recht schnell beantwortet wurde. Thema erledigt.

Im Moment schallt der Vocal Trance-Kanal von Digitally Imported aus meinen Boxen und die Müdigkeit hält sich noch in Grenzen... trotzdem sollte ich heute vielleicht etwas eher ins Bett...

Hatte ich schon erzählt, dass ich mir für den Mac noch ein paar Logitech-Boxen mit Subwoofer gekauft habe? Nix großartige, nur ein kleines 2.1-Set für 35 Euro. Die Qualität ist eigentlich recht ordentlich, fast schon zu gut: Für Nachts fehlt eigentlich noch ein Regler um den Subwoofer ein wenig runterregeln zu können.

Für Morgen erwarte ich ein Paket mit meinem Singapur-Reiseführer und einer Hand voll DVDs.

Unter ihnen auch Beautiful Thing, den ich eigentlich auch schon auf VHS-Kassette besitze. Seit mein Videorekorder mal mitten im Film mitten in einem Date elendig verreckt ist, besitze ich allerdings keine Video(kassetten)rekorder mehr. Anstatt jetzt noch einen neuen Recorder zu kaufen, kaufe ich den Film lieber doppelt und habe ihn dann auch in bester Qualität und mit allen Extras.

Soweit erstmal, ich werde nun noch ein wenig Chatten und Relaxen und dann irgendwann ins Bett...

Freitag, 6. Februar 2009

Are we dancer?

Seit gestern bin ich wieder zu Hause und die erste Dienstreise in diesem Jahr verlief soweit recht erfolgreich. Am Montag geht es an die Detailplanung für die nächste, mit allem was da noch dranhängt.

Heute habe ich wieder pünktlich gegen Mittag Schluss gemacht und bin noch mal zum Einkaufen gefahren, da ich dazu wohl die nächsten Wochen nur sehr eingeschränkt kommen werde. Das Einkaufszentrum der Wahl war selbstverständlich der Bremer Weserpark, in dem heute und morgen die Ausbildungsmesse Top Job stattfindet. Wie bereits in den vergangenen Jahren stellen auch dieses Jahr wieder viele Firmen ihre Azubischnuggel aus und das Aufgebot ist wieder mal so groß, dass ich jegliche Versuche, ein Ranking zu erstellen, ziemlich schnell wieder aufgegeben habe. (Airbus und Mercedes liegen aber weit vorne.)

Technisch war's auch ganz interessant... viele Stände haben Modelle von Fertigungsanlagen im Miniaturformat aufgebaut oder die Azubis basteln dort kleine Figuren oder lackieren Blumen für die Standbesucher.

Nach dem Einkauf wollte ich eigentlich noch in die Waschanlage und mein Auto mal wieder auf Hochglanz bringen, die lange Schlange hat mich dann jedoch abgeschreckt. Da muss ich mich die
Tage noch mal drum kümmern, bevor sich der Winterdreck festsetzt... knapp über 2 Monate alt und sieht schon aus wie sau...

Jetzt schreibe ich diesen Blogeintrag und höre dabei "Human" von The Killers. Genialer Track, den ich schon seit ein paar Tagen (nur unterbrochen von der Dienstreise) rauf und runter höre.

Nach ein wenig Recherche bei LEO weiß es ich nun auch, dass es im Refrain wirklich "Are we dancer?" (ohne Plural-"s"!) und nicht "Are we denser?" heißt (was grammatikalisch erstmal einleuchtender wäre). Bei YouTube findet sich eine Erklärung.

Mittwoch, 17. September 2008

We need bass!

So gut mir meine Wohnung auch gefällt, sie hat einen großen Nachteil: Es fehlt ein Raum, in dem ich auch mal richtig die Anlage aufdrehen kann. Manchmal muss die taktile Wahrnehmung am Musikgenuss einfach teilhaben...


plug


Bei meiner Wohnungssuche hatte ich auch eine freistehende Wohnung über einer Glaserei gefunden, da hätte ich zumindest Abends/Nachts keine solchen Probleme gehabt. Aber die war leider schon weg als ich dort angerufen hatte. (Und nach meiner aktuellen Kenntnis des Stadtteils auch nicht in der besten Gegend.)

Mittwoch, 6. August 2008

Auslandserfahrung

Eben gerade erfahre ich, dass nun schon der zweite aus meinem Bekanntenkreis seinen Auslandsaufenthalt verlängert und somit so schnell nicht mehr hier zu sehen sein wird... warum zieht es nur alle weg von hier?

Derweil hat es Hanno Zulla in seinem Blog mal wieder auf den Punkt gebracht: The Battery Rant

Weil ich keinen vernünftigen MP3-Player mit wechselbarem Akku (und vorzugsweise auch per SD-Karte erweiterbarem Speicher) gefunden habe, habe ich meine Suche erstmal aufgegeben und mir vorerst nur eine größere Speicherkarte für mein Handy bestellt. Mal sehen, wie lange ich damit klarkomme. Die Playlistfunktion des Gerätes scheint leider nicht ganz so ausgeprägt zu sein wie ich das gerne hätte. :-(

Last but not least:
Die Fotos von Haake-Beck BadeinselLauf und Badeinselregatta 2008 sind nun auch online.

Sonntag, 20. Juli 2008

Echochrome-Bug

Gestern habe ich mir "Echochrome" für die PS3 zugelegt. Für eine detaillierte Kritik ist es noch zu früh, das Spielprinzip ist aber auf jeden Fall interessant und man wird mental herausgefordert, seine visuelle Wahrnehmung ständig zwischen 2d- und 3d-Interpretation hin- und herschalten. Das hat schon etwas bewußtseinserweiterndes. (Die klassische Hintergrundmusik ist allerdings nicht mein Ding, darum habe ich die abgestellt.)

Tipp: Wenn das Spiel bei der Bestätigung der zusätzlichen EULA auf keine Taste zu reagieren scheint, ist der Controller vermutlich nicht als Controller 1 konfiguriert (erkennbar an den LEDs am Controller). Wenn man im Spiel die PS-Taste drückt und die Nummer des Controller im Menü ändert, klappt es auch mit der Bestätigung. Keine Ahnung, wieso das Programm unbedingt vom ersten Controller bedient werden soll und wieso sich mein Controller gelegentlich selbst eine andere Nummer zuweist...

Vorhin habe ich mal kurz in meine Aufnahme der gestrigen Loveparade-Übertragung reingeguckt... vielleicht hätte ich doch hinfahren sollen...

Samstag, 19. Juli 2008

Dümmster anzunehmender Film

Der letzte Eintrag ist schon wieder fast eine Woche her... die Zeit verfliegt schon wieder und ich komme trotzdem zu nix. Die letzten Tage war ich relativ wenig online, was nicht nur an einer Dienstreise, sondern auch an einer gewissen Unlust lag. Das Wetter deprimiert mich, in der Firma ist viel Stress und die Jungs sind auch mal wieder äußerst eigenwillig. Den Loveparade-Besuch heute habe ich mir in Anbetracht des Wetters auch geschenkt... so macht das alles keinen Spaß.

Gestern habe ich mir (inspiriert durch einen Kollegen) noch "Meine Frau, die Spartaner und ich" angetan. Ich glaube, ich habe noch nie einen dümmeren Film erlebt. Der Film hat genau einen einzigen passablen Gag: Die Szene mit der Bluescreen-Armee. Der Rest ist so dermaßen grottenschlecht, dass mir im Moment kein vergleichbarer einfällt: Schwulenfeindlicher Fäkalhumor der ohne Story und fern jeglicher Logik wahllos Szenen aneinander stöpselt. Auch das Productplacement ist beispiellos. Für eine so dermaßen dreiste und dennoch so dümmliche Werbung mit dem Holzhammer müssten sich die beteiligten Firmen eigentlich schämen, somit finde ich den Film bei filmstarts.de eigentlich noch zu gut bewertet.

Die Dienstreise nach Holland war dagegen ein voller Erfolg. Sie war zwar sehr stressig aber unterm Strich erfolgreich. Der Kunde ist sehr zufrieden und hat das auch gegenüber meinem Chef kundgetan.

Auf dem Rückweg habe ich dann noch die geheime Schnuckelschmiede einer großen amerikanischen Fastfoodkette entdeckt. Einer süßer als der andere, selbst für das generell schon recht hohe niederländische Niveau. (Der Verkäufer aus dem Telefonkarten-Shop musste sich allerdings auch nicht verstecken.)

Wäre das Wetter nicht so mies könnte ich direkt Lust bekommen, mal ein wenig Urlaub an der holländische Küste zu machen...

Wirklich billiger ist der Sprit in Holland aber nicht... da wundert es mich doch, dass an einigen Autobahnabschnitten dieselbetriebene Straßenlaternen stehen. Alle paar 100 Meter stand ein großer Dieselgenerator, der jeweils eine Gruppe von vielleicht 10 Laternen mit Strom versorgte. Der freifliegenden Verkabelung nach kann es sich dabei nur um ein Provisorium handeln, trotzdem bin ich sicher, dass in Deutschland niemand auf eine solche Idee käme, zumal mir der Streckenabschnitt auch nicht überdurchschnittlich gefährlich (und damit beleuchtungswürdig) vorkam.

Heute habe ich mich nach einem MP3-Player umgesehen... aber bisher nix gefunden. Er sollte einen wechselbaren Akku und Speicher haben, aber die meisten Player haben heutzutage festeingebaute Akkus und Speicher. :-(

Donnerstag, 20. Dezember 2007

Computer-Nerds, Part 2

Woran erkennt man, dass Weihnachten naht?

Zum einen daran, dass die Staus vor den Einkaufszentren immer länger werden (beim Weserpark gestern bis auf die Autobahn), zum anderen daran, dass jede Firma meint, ihre Kunden mit einem Newsletter beglücken zu müssen. Das ganze Jahr hört man nix (was auch nicht in allen Fällen negativ zu sehen ist), aber zu Weihnachten kommen sie alle aus ihren Löchern.

Bei -laut Eigenwerbung- "Europas führendem Versandhandelsunternehmen für Elektronik und Technik" jagt wieder mal eine Rabattschlacht die nächste und es regnet Gutscheine und Geschenke vom Himmel. Wäre ich dort nicht schon seit Jahren Stammkunde, würde ich in Anbetracht von Anzahl und Inhalt der Werbemails wohl manchmal an der Seriösität dieses Unternehmens zweifeln. Peinlich. Die Konkurrenz ist allerdings auch nicht soviel besser, brüstet man sich dort mit dem Kauf eines handgeschriebenen Märchens für schlappe 2,75 Megaeuro. Da hätten sie mir die letzten Produkte auch etwas billiger verkaufen können.

Auch manche Privatleute laufen zu Weihnachten zu Höchstform auf und beglücken ihren Freundes- und Bekanntenkreis mit Unvergänglichem. Kettenbriefen zum Beispiel.

Diese gibt es jetzt neben den Geschmacksrichtungen "HTML-Mail" und "Powerpoint-Präsentation" nun auch als Website (Beispiel), da sich Links auch vom dümmsten Internetuser weiterschicken lassen. Leider ist nicht jede Grußseite so harmlos wie das obige Beispiel und verfügt dazu noch über ein Impressum. Solche Seiten sind auch potentielle Kandidaten für die Verbreitung von Trojanern, die den PC des "Beschenkten" schließlich zur Auslieferung weiterer Geschenktipps (Warum nicht mal V]AGRA verschenken?) benutzen.

Außerdem weiß ich nicht, ob man einem Freund unbedingt eine Freude macht, in dem man ihm Weihnachtsgrüße überbringt, die mit Drohungen wie
"Schickst du ihn nicht weiter wird dich dein Partner verlassen oder betrügen! :-O"
und
"Schaffst du es nicht den Link mindestens an 8 Personen zu verteilen, wird Weihnachten 2007 dir kein Glück bringen, sondern wie verflucht sein =( *heul*"
enden. (Besagten Link habe ich auch von jemandem erhalten, der sich den Rest des Jahres über kaum meldet und Fragen nach einem Treffen unter Verweis auf seine viele Arbeit aus dem Weg geht.) Die Weihnachtsbräuche sind eben individuell verschieden.

Ansonsten kann Weihnachten jetzt kommen: Meine Fressvorräte sind soweit aufgefüllt, dass ich erst wieder einkaufen muss, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist. Schön auch, dass den Teens das Fummeln unterm Weihnachtsbaum erstmal erlaubt bleibt. Wäre das Wort des Jahres 2007 nicht schon gefunden, hätte ich das Unwort des Jahres 1999 nominiert.

Die Österreicher haben "Bundestrojaner" zu ihrem Wort des Jahres 2007 gewählt und damit den Zeitgeist gut erkannt. Für Deutschland ist der Titel noch nicht verloren, spätestens wenn die geheime Offlinedurchsuchung beschlossen ist und dafür über den Einsatz autonomer Roboterdrohnen zum Einwurf durch den Briefschlitz diskutiert wird, ist seine zweite Chance gekommen.

Manchmal würde ich mir einen StupidFilter für die Politik wünschen.

Zum Schluss noch ein Musikvideo der Richter Scales, das Computer-Nerds nach ihrem Aufstieg zeigt wenn sie Jobs bei Google und Pixar inne haben und genug Zeit, um nebenbei Musik zu machen.

Eigentlich wollte ich auf das Video schon früher verlinken, dann war es jedoch plötzlich wegen Copyright-Zänkereien offline. Nun ist die überarbeitete 1.1er-Version erschienen (siehe ihren Blogeintrag vom 18.12.2007) und somit klappt's mit dem Link doch noch. (Auf die Botschaft des Films gehe ich dann vielleicht in einem späteren Eintrag noch mal ein.)

Auf meine Anfrage bei GEMA und Google ist übrigens bisher noch keine Antwort gekommen.

Und während ich diesen Blogeintrag schreibe, trudelt auch schon eine neue Warnung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor virenverseuchten Grußbotschaften ein.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Wii-so kein MP3 mehr?

Nintendo hat ein Update für den Fotokanal der Wii herausgebracht, mit dem der Fotokanal Musik im AAC-Format zur Untermaltung von Diashows abspielen kann. Vorher ging das nur mit MP3-Songs, doch die MP3-Unterstützung fällt mit dem neuen Update weg.

Genau wegen solchen Sachen kann ich die Wii irgendwie nicht wirklich ernst nehmen.

Die Xbox 360 hat mit dem letzten Firmware-Update das Abspielen von DivX-Filmen gelernt, für die PS3 ist ebenfalls ein solches Update von DivX Inc persönlich angekündigt worden.

Und Nintendo, dessen Wii nicht einmal normale DVDs oder Audio-CDs abspielt, fällt dazu nichts besseres ein, als den MP3-Player auszubauen?

Es stimmt zwar, dass AAC besser komprimiert, aber die meisten Musikstücke dürften immer noch im MP3-Format vorliegen. Daher ist MP3 ein Standard, der einfach Pflicht sein sollte.

Ich denke, solange ich die Wahl habe, werde ich das Fotokanal-Update erstmal nicht installieren.

Mittelfristig werde ich mich wohl auch noch nach einem neuen Emailprogramm umsehen müssen. Bisher hat mir Eudora immer treue Dienste geleistet, aber die Software wird nun leider nicht mehr weiterentwickelt und früher oder später wird sie veraltet sein.

Der Eudora-Quellcode wurde in ein Mozilla-Projekt namens Penelope überführt, von dem es inzwischen auch eine erste Beta-Version gibt.

Nachdem ich im September noch unschlüssig war, was ich davon halten soll, habe ich die Beta heute mal installiert und bin schockiert. Dieses Machwerk hat in meinen Augen nichts mehr mit dem Original-Eudora zutun und sieht mehr nach einer Kreuzung von Thunderbird mit Outlook aus. (Was man auch schon daran erkennt, dass es einen "Thunderbird"-Ordner im "Anwendungdaten"-Ordner anlegt. Auch wenn das im finalen Release möglicherweise noch behoben wird, ist schon mal klar, wo der Code ursprünglich herkommt.)

Dies ist mir insbesondere deshalb unverständlich, als auch viele der Original-Entwickler an Penelope beteiligt sind. Sind Software-Patente dran schuld, dass Eudora nicht so bleibt wie es ist?

Freitag, 7. Dezember 2007

GEMA-Tube

Die GEMA und YouTube haben sich geeinigt: Deutsche YouTube-User dürfen nun das gesamte GEMA-Repertoire in eigenen Videos verwenden.

Klingt gut, da könnte ich doch endlich auch meine Videos mit Hintergrundmusik hochladen?

Aber so einfach ist die Sache leider nicht. Ich weiß noch aus meiner Webradio-Zeit, dass es neben der GEMA auch noch die GVL gibt, die ihr Stück vom Kuchen haben möchte.

Nach meinem bescheidenen Rechtsverständnis als Laie bedeutet das, dass man nun zwar jedes Lied aus dem Zuständigkeitsbereich der GEMA selbst singen und auf eigenen Instrumenten nachspielen darf. Das Verwenden von Musik professioneller Künstler bleibt jedoch nach wie vor Tabu, weil die GEMA nur für Textdichter und Komponisten, nicht jedoch für die ausführenden Künstler (d.h. die Bands) zuständig ist.

Die Meldungen zum YouTube-Deal, die man überall im Internet liest, gehen auf diese Feinheit leider größtenteils nicht ein, so dass nach wie vor unklar ist, ob die YouTube-Vereinbarung auch die GVL-Rechte einschließt oder nicht.

Die Darstellung bei iRights deckt sich mit meiner Rechtsauffassung, so dass man da wohl erstmal noch ein wenig Vorsicht walten lassen sollte.

Somit ist erstmal nur eins sicher: Internetrecht ist ein Feld voller Tretminen, auf dem man sich gewaltig in die Nesseln setzen kann. Selbst Karaoke und private Partybeschallung können offenbar gebührenpflichtig sein.

Ich habe gerade mal eine Mail an Google und die GEMA verfasst und um Aufklärung gebeten. Mal sehen, was zurück kommt und ob die Aussagen sich decken...