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Montag, 15. September 2014

Körperlos

/// Wer will findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. ///

Samstag Abend war ich zum zweiten Mal auf einer Schaumparty in der K13 Sauna in Oldenburg.

Ich hatte mir schon öfters vorgenommen mal wieder hinzufahren, aber immer wieder Gründe gefunden, es dann doch nicht zu tun. Mal ging es wegen Neurodermitis-bedingter Hauptprobleme nicht (die Gründe waren leider nicht vorgeschoben denn strukturelle Integrität ist bei einer Schaumparty das A&O), mal schreckte der große Overhead ab (wer eine Kabine haben will um die Nacht bis zum ersten Zug nach Hause zu überdauern muss früh da sein und noch mal genauso lange dort warten bis der Zug endlich kommt). Mal überwogen die Zweifel, ob der erste Besuch überhaupt noch zu toppen ist und mal erschlaffte der gute Vorsatz nach dem dem Besuch gewisser Internetseiten schon vorher wieder auf Basispriorität und wurde dadurch schnell durch andere Dinge verdrängt. Irgendwas liegt ja bekanntlich immer an.

Nun nach fast genau 2 Jahren war es dann wieder soweit.

Um 15:30 (6,5 Stunden vor Partybeginn) war ich an der Sauna-Rezeption um noch eine Kabine zu ergattern - dennoch zu spät, nix mehr frei. Wenn Schaumparty ist, ist die Bude immer gerammelt voll.

Auch eine Schrank-Reservierung für einen späteren Check-in war leider nicht möglich. Ich hatte auf etwas mehr Kulanz gehofft, denn für Besucher von Auswärts sind die Partys irgendwie doof zu erreichen. Die Sauna liegt direkt am Oldenburger Hauptbahnhof und die Parkplätze in der Straße sind trotz Parkscheinautomat voll. Die saunaeigenen Parkplätze sind vermutlich ebenso schnell weg wie die Kabinen und die Oldenburger Parkhäuser sind von ihren Öffnungszeiten nicht wirklich kompatibel mit nächtlichen Partys. Da ist die Anreise mit der Bahn die bequemste Lösung. Der erste Zug nach Bremen fährt allerdings erst wieder kurz nach 6.

/// Pläne... ///

Meine ursprüngliche Planung sah vor, eine Kabine anzumieten, in der Kabine nach der Party auszuschlafen und so gegen halb 8 gemütlich Richtung Heimat aufzubrechen. Eine Saunakarte gilt für maximal 12 Stunden, danach kann man noch um maximal 4 Stunden verlängern bevor ein erneuter Eintritt fällig wird. Wenn man inkl. etwas Sicherheitspuffer bis 8 bleiben will, darf man also nicht vor 16 Uhr einchecken.

Da auch Schrankreservierungen nicht möglich waren, habe ich mich noch eine halbe Stunde am Bahnhof in die Sonne gesetzt um dann um 16 Uhr einen Schrank zu reservieren/bezahlen.

/// Doktorspiele ///

Schaum gibt es nur von 22 bis ca. 2 Uhr. Also noch 6 Stunden Zeit.

Ich habe die Zeit genutzt um mir "Doktorspiele" anzuschauen; einen Film, auf den ich bereits seit ich den ersten Trailer gesehen hatte, sehr gespannt war. Nachdem ich von der vampirolaktischen Werbung der Nachmittagsvorstellung schon ausreichend fremdbeschämt war, setzt der Schock mit dem Beginn des Vorspanns und seiner Abhandlung über Testosteron ein. OMFG, wo bin ich da nur reingeraten?

Aber je länger der Film lief, desto besser wurde er. Ob er nun das deutsche American Pie ist, weiß ich nicht.  Ich glaube, die Filme sind nur bedingt vergleichbar. Aber Doktorspiele ist eine gute Mischung aus vielen süßen Jungs und einer Story, die das Genre zwar nicht neu erfindet, aber auch nicht zu sehr in den Genre-Klischees mitschwimmt. In jedem Fall eine gute Einstimmung auf den restlichen Abend. (Bluray ist schon vorbestellt!)

/// Nummerierte Müllsäcke ///

Nach einem kurzen Abstecher zum McDonalds im Hauptbahnhof (es wird eine lange Nacht!) war ich gegen 19 Uhr zurück in der Sauna. Inzwischen waren nicht nur alle Kabinen sondern auch alle Schränke ausgebucht und die immer noch zahlreich eintreffenden Partygäste konnten ihre Klamotten nur noch in nummerierten Säcken an der Rezeption einlagern lassen.

Immer noch 3 Stunden zu überbrücken.

Auf den Aufbau der Sauna war ich ja schon in meinem oben verlinkten Blogartikel von vor 2 Jahren eingegangen, viel hat sich seit dem nicht verändert. Für mich persönlich fehlt irgendwie eine Attraktion, die die Sauna auch ohne Schaum attraktiv macht. Kein Pool, keine vernünftigen Fußbäder, kein schöner Ruheraum mit Musik-DVD wie in Berlin.

Das Publikum war durchmischt und alle Altersgruppen vertreten. Die Schnuckelquote war absolut in Ordnung, auch wenn viele Jungs in Begleitung waren.

/// Gott ///

Punkt 22 Uhr wurde die Schaum-Area eröffnet und ich war als einer der ersten mit dabei. Der Schaum war angenehm warm, das Gedränge mal größer und mal kleiner, ebenso wie die Schaumhöhe. Ich habe mich immer so positioniert, dass ich nicht zu tief im Schaum stand, denn Schaum und Brille sind keine gute Kombination. Wenn überall Schaum ist, kann man sie auch nicht so leicht sauberwischen. Beschlagene Gläser sind allerdings kaum zu vermeiden, da hilft dann nur raus, entschäumen und sauberwischen. Nur in der Dampfsauna ist das noch schlimmer.

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt ein Freund von schnellem Sex bin. Dementsprechend habe ich mich auf der Party was das angeht auch eher zurückgehalten. Aber ich mag die Ungezwungenheit: Mode und Klamotten spielen auf solchen Partys keine Rolle und es dominieren die schlichten weißen Handtücher, welcher der Saunabetreiber zur Verfügung stellt. Und ich genieße den Körperkontakt.

Wenn ich einen süßen Schnuggel im Arm halte (und nur dann), glaube ich an einen Gott!

/// Postschaumatische Gedanken ///

Nach rund 3 Stunden ging ich endgültig aus dem Schaumbereich raus und habe mich auf eine der Ruheliegen zurückgezogen um eine erste Bilanz des Abends zu ziehen: Ja, die erste Party war noch zu übertreffen, bei weitem sogar!

Mit fortschreitender Uhrzeit zogen sich immer mehr Besucher in ihre Kabinen zurück (so sie denn eine bekommen hatten - Jungs unter 25 haben hier einen taktischen Vorteil weil sie keinen Eintritt zahlen müssen) oder verließen die Sauna. Einige, die wohl auch auf ihren Zug warten mussten, lagen im Ruheraum auf einer Liege und schliefen. Eine Gruppe älterer Männer saß an der Bar.

Die Playlist in der Lounge zeigte auch erste Redundanzen. Kurz um: Nicht mehr viel los.

Rumsitzen/liegen war auf die Dauer zu kühl, somit habe ich regelmäßig Saunagänge eingelegt. Es gibt zwei Trockensaunen und eine Dampfsauna, ich habe aber keine Temperaturangeben gesehen.

Viel Zeit für viele Gedanken.

Beim Schätzen des Alters mancher Partygäste wurde mir auch schmerzlich bewusst, dass ich mich selbst langsam aber sicher der 50%-Marke der statistischen Lebenserwartung nähere. Grund genug, für eine nächtliche Mini-Midlife-Crisis und die Frage, was ich rückblickend anders gemacht hätte und - wichtiger noch - was ich daraus für Schlüsse für die Zukunft ziehen sollte.

Und wie es wohl wäre, sich die Welt wie ein körperloser Geist einfach mal eine Weile aus der Distanz anzuschauen, losgelöst von Zeit und Schaum. Da ich nicht wie Wowbagger enden möchte (ich bin ihm so schon ähnlich genug) und ohne Schnuggel im Arm nicht leben kann, habe ich den Gedanken wieder verworfen.

/// Back To Earth ///

Sonntag früh um halb 8 war ich wieder zu Hause und hatte erstmal einigen Schlaf nachzuholen. So richtig erfolgreich war ich dabei nicht und der Sonntag blieb lethargisch. Ich habe mit diesem Blogeintrag begonnen, habe ihn aber nicht so recht zu Ende bekommen. Dann noch viel emotionale Musik gehört und früh ins Bett gegangen. Zum Glück hatte ich für den heutigen Montag in weiser Voraussicht (und weil mein letzter Urlaub jäh durch eine Dienstreise unterbrochen wurde) einen Tag Urlaub eingereicht.

Nun steht erstmal wieder eine arbeitsame Woche an. Und dann sollte ich mal schauen, ob ich einen Teil der Vorsätze von Sonntag früh in die Tat umsätzen kann... aber wie das so ist, mit den Vorsätzen...

Mittwoch, 6. Januar 2010

Video Buster

Bye bye, Sky!

Ich habe heute noch mal die Konditionen von Sky (ehemals Premiere) angeguckt und mich nun entschieden, mein Abo nicht zu verlängern. Selbst wenn sie mir die HD-Kanäle schenken würden stimmt das Preis-Leistungsverhältnis einfach nicht.

Statt dessen habe ich mich dafür nun bei Video Buster angemeldet. Die schicken mir für 20 Euro im Monat 8 DVDs oder Blurays versandkostenfrei zu. Das ist nicht nur deutlich billiger als Sky, ich kann die Filme auch individuell auswählen und bekomme keine Pakete aufgedrückt, von denen mich das meiste eh nicht interessiert. Außerdem brauche ich keine spezielle zertifizierte Hardware und kann beliebig hin- und her spulen, von der besseren Bildqualität mal ganz abgesehen.

Ich habe meinen Wunschzettel jetzt mal mit über 80 Filmen gefüllt (neben den üblichen Blockbustern gibt es gibt auch eine sehr interessante Gay-Film-Abteilung, in der ich bisher selbst seltenere Werke gefunden habe) und teste das jetzt mal. Bei einer monatlichen Kündigungsfrist kann ich da nicht viel verkehrt machen und wenn es gut funktioniert, werde ich wohl ein langfristigeres Abo abschließen, dann wird's noch ein wenig günstiger.

Die ersten beiden Filme sind schon unterwegs zu mir und sollten morgen hier sein.

Mittwoch, 23. Dezember 2009

skins

Vorhin kamen meine "skins "-DVDs. Folge 1 und 2 habe ich schon gesehen... einfach zu geil. Einzig der Titel ist arg unglücklich gewählt, dabei dürften nämlich viele Leute erstmal an Skinheads denken und mit denen hat die Serie absolut nichts zu tun.

Ich würde sie mal als "heterosexuelles Queer As Folk" bezeichnen, auch wenn es einen schwulen Charakter gibt. Viele süße Jungs und ein herrlich fieser britischer Humor... so mag ich das.

Mehr dazu, wenn ich ein paar weitere Folgen gesehen habe.

Freitag, 4. September 2009

Der Vorleser

Heute kam meine schon vor längerer Zeit vorbestellte "Der Vorleser"-bluray-Disk. Wie sich beim Öffnen der Verpackung herausstellte, ist neben der bluray sogar auch noch eine DVD-Version enthalten.

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Eben gerade habe ich mir die Disk angesehen und muss schon sagen: Der Film hat es gewaltig in sich.Link
Ich habe schon von einigen Leuten gehört, der Film sei ein Softporno. Das mag zu zum Teil durchaus zutreffen, der Film zeigt im ersten Akt (aber auch nur dort) wirklich eine ganze Menge Akte und wenn ich ehrlich bin, war der Grund, weshalb ich die bluray- und nicht nur die DVD-Version genommen habe, dass sich Schnuggel David Kross in dem Film komplett entblättert. Durchaus nett anzusehen.

Die Schublade "Softporno" wird dem Film allerdings dennoch nicht gerecht. Unter rein künstlerischen Aspekten hätte man die Nacktszenen vielleicht etwas kürzen können, ich denke aber schon, dass sie nötig sind um zu veranschaulichen, welche tiefen Eindruck Hanna in Michaels Leben hinterlassen haben muss. Ohne den intensiven sexuellen Reiz hätte er ihr wahrscheinlich nicht soviel vorgelesen und ihr auch später keine Hörbücher geschickt oder sich weiter mit ihr befasst.

Ich will an dieser Stelle jetzt nicht zu sehr auf den Inhalt eingehen, denn der Film wirkt glaube ich nur, wenn sich bestimmte Erkenntnisse erst während des Sehens einstellen.

Der Film ist sehr vielschichtig und genau dieser Vorteil ist auch gleichzeig sein größter Nachteil: Es ist schwierig, so viele Ebenen in einem Film unterzubringen. Der Film macht es daher wie ein Uni-Professor: Er entlässt den Zuschauer mit vielen Fragen, die erst beim weiteren Drübernachdenken ihre volle Würze und Tragweite entfalten... auf der moralischen wie auch auf der emotionalen Ebene.

Mittwoch, 3. Juni 2009

Reise(s)pass

Die letzte Nacht war übel... irgendwie konnte ich nicht schlafen und mir gingen 1000 Sachen durch den Kopf, was ich dann irgendwann in der Nacht auch noch mal via Twitter der Welt kundgetan habe.

Um 6 Uhr machte dann der Wecker auf sich aufmerksam, um mich aufzufordern, der Nacht ein abruptes Ende zu setzen und mich fertig zu machen, um (mit einem Umweg über den Bäcker) kurz nach 7 beim Stadtamt zu sein.

Trotz der frühen Stunde waren dennoch schon rund 8 Leute vor mir dran. Früh aufstehen ist doof wenn's alle machen...

Nach etwas über einer Stunde war ich dann mit allem durch und hatte meinen Express-Reisepass beantragt. Ob er rechtzeitig kommt, ist allerdings trotz des Expresszuschlags ungewiss.

Die Fingerabdruckscanner sind übrigens schnarchlangsam. Der Scanvorgang hat bestimmt eine halbe Minute pro Finger gebraucht. Gescannt werden beide Zeigefinger.

Das Amt ruft mich nun an, wenn der Reisepass fertig ist. Wenn's bis Montagnachmittag nicht geklappt hat, muss ich mir noch einen vorläufigen Reisepass ausstellen lassen. Das sind dann noch mal 26 Euro, aber laut einem Anruf bei der deutschen Botschaft in Singapur ist er zur Not ausreichend.

Auf dem Weg zurück zum Parkplatz kam ich noch an der Kfz-Zulassungsstelle vorbei, wo ein gewisser Herr Ludolf gerade sein Auto abmelden wollte. Da er ein Bremer Kennzeichen in der Hand hielt, war es wohl keiner der Ludolfs (wobei ich die Serie auch noch nie gesehen habe). Die Sachbearbeiterin hat allerdings trotzdem erstaunt nachgefragt.

Zurück in der Firma habe ich dann versucht, meinen Termin für Freitag im Stadtamt zu stornieren. Telefonisch kein Durchkommen, entweder war besetzt oder es nahm keiner ab... ich habe dann eine kurze Mail ans Amt geschrieben, welche auch recht schnell beantwortet wurde. Thema erledigt.

Im Moment schallt der Vocal Trance-Kanal von Digitally Imported aus meinen Boxen und die Müdigkeit hält sich noch in Grenzen... trotzdem sollte ich heute vielleicht etwas eher ins Bett...

Hatte ich schon erzählt, dass ich mir für den Mac noch ein paar Logitech-Boxen mit Subwoofer gekauft habe? Nix großartige, nur ein kleines 2.1-Set für 35 Euro. Die Qualität ist eigentlich recht ordentlich, fast schon zu gut: Für Nachts fehlt eigentlich noch ein Regler um den Subwoofer ein wenig runterregeln zu können.

Für Morgen erwarte ich ein Paket mit meinem Singapur-Reiseführer und einer Hand voll DVDs.

Unter ihnen auch Beautiful Thing, den ich eigentlich auch schon auf VHS-Kassette besitze. Seit mein Videorekorder mal mitten im Film mitten in einem Date elendig verreckt ist, besitze ich allerdings keine Video(kassetten)rekorder mehr. Anstatt jetzt noch einen neuen Recorder zu kaufen, kaufe ich den Film lieber doppelt und habe ihn dann auch in bester Qualität und mit allen Extras.

Soweit erstmal, ich werde nun noch ein wenig Chatten und Relaxen und dann irgendwann ins Bett...

Mittwoch, 13. Mai 2009

Mythos Mac: Der erste Crash

Die letzten Tage war mal wieder viel Stress in der Firma, so dass ich entsprechend wenig zu Hause war. Die letzten Tage habe ich somit ausschließlich am Mac Mini verbracht, denn zum Mailcheck und Chatten muss ich nicht extra meinen Vista-Quadcore hochfahren.

Gestern Abend war noch ein Freund zu Besuch, der mehrere DVD-ROMs mit Daten für mich dabei hatte, die ich mir kopieren wollte.

Beim Mac schiebt man den Datenträger ins Laufwerk und der Inhalt erscheint automatisch auf dem Desktop. Eigentlich nicht so viel anders als bei Windows, nur dass die Laufwerke dort unter "Arbeitsplatz" angezeigt werden und Laufwerksbuchstaben nicht verschwinden, wenn das Laufwerk gerade leer ist. Selbstverständlich zeigen beide Systeme die Datenträger auch im Explorer bzw. Finder an.

Bei den ersten DVDs ging das ohne Probleme. Disk eingelegt, kopiert und durch ziehen auf den Papierkorb wieder ausgeworfen.

Dann gab's Probleme: Die Disk wurde zwar eingezogen, es erschien jedoch kein Symbol auf dem Schreibtisch bzw. im Finder.

Unter Windows würde man den Datenträger unter solchen Umständen wahrscheinlich entnehmen und nochmal neu einlegen. Bei Macs geht dieses Vorgehen leider nicht so einfach, denn eine Auswurftaste wird man an den allermeisten Mac-Laufwerken vergebens suchen. Wenn kein Symbol angezeigt wird, kann man auch nichts zum Auswerfen auf den Papierkorb ziehen oder auch nur anklicken.

Die Eject-Taste auf der Tastatur zeigte ebenfalls keine Wirkung. (Wobei ich die noch nie benutzt habe und auch nicht sicher bin, ob sie sich überhaupt auf das DVD-Laufwerk bezieht oder vielleicht was mit der Medienwiedergabe-Steuerung zu tun hat.)

Eine kurze Google-Suche brachte dann das Ergebnis: Man muss den Mac rebooten und während der Startphase die Maustaste gedrückt halten. Dann wirft der Mac alle Datenträger aus... hätte ich auch selbst drauf kommen können...

(Und weil diese Lösung so intuitiv ist, blenden Macs beim Booten auch nur ein Apfellogo ein und keine Hilfe zu den diversen Tastenkombinationen, die man während des Bootvorgangs drücken kann. Da gib's eine ganze Latte, der Start von CD wird z.B. ebenfalls durch eine Taste ausgelöst.)

Zunächst passierte aber nach dem Neustart-Befehl überhaupt nichts. Der Rechner sagte, er würde herunterfahren und blieb dann in diesem Zustand stecken. Auch nach mehreren Minuten keine Reaktion, normalerweise geht dies recht fix.

Ich habe den Mac dann irgendwann durch gedrückthalten des Power-Schalters aus- und wieder eingeschaltet (immerhin das klappt wie beim PC). Beim folgenden Bootprozess ließ sich dann zum Glück auch die DVD auswerfen.

Nachdem das System wieder hochgefahren war, habe ich's noch einmal versucht und diesmal wurde die Disk anstandslos kopiert.

Mal gucken, ob solche Probleme noch mal vorkommen. Ich habe heute erstmal das nagelneue Update auf Mac OS X 10.5.7 installiert. Der Download war mit fast 500 MB schon ganz ordentlich, somit ist es wohl am ehesten mit einem Windows-Servicepack vergleichbar. Die erreichen ähnliche Größenordnungen.

Laut dem obigen Heise-Artikel stopft das Update auch eine ganze Reihe böser Sicherheitslöcher, die Installation ist also dringend zu empfehlen wenn man einen Original-Mac besitzt.

Wer Mac OS mit Hacks auf einem normalen (jedoch Mac-ähnlichem) PC einsetzt, sollte sich das Update überlegen, denn die Gültigkeitsprüfung der Hardware soll durch das Update erheblich verschärft werden.


Nachdem ich in diesem Blog schon einige Male über Videoschnitt am PC geflucht hatte, habe ich vor ein paar Tagen selbiges am Mac getestet. Ich wollte für einen Freund eine digital über DVB-C aufgenommene Fernsehsendung schneiden und auf eine DVD brennen.

Der Mac bringt dazu iMovie (Schnitt) und iDVD (DVD-Authoring) direkt ab Werk als Teil des iLife-Programmpaketes mit. Funktional scheinen beide Programme wohl ungefähr dem bei Windows mitgelieferten Movie Maker zu entsprechen.

Zur Bedienung kann ich leider nicht viel sagen. Da die MPEG2-kodierten Rohdaten von iMove nicht gelesen werden konnten, war der Test zu Ende, bevor ich überhaupt irgendwas schneiden konnte. Standardformate wie MPEG2 sind absolutes Pflichtprogramm; ein Schnittprogramm, das damit nicht umgehen kann, ist weitestgehend unbrauchbar. iMove scheint dagegen nur auf QuickTime- und DV-Material ausgelegt zu sein. Dicker Minuspunkt.

Ich habe den Film dann mit Premiere Elements unter Windows geschnitten. Ein Vergleich von iMovie/iDVD mit Premiere Elements wäre natürlich extrem unfair, da Premiere alleine mehr kostet als das komplette iLife-Paket kosten würde, wenn man es einzeln kaufen und nicht zusammen mit einem Mac erstehen würde. Ich habe daher zum Schluss auch noch mal probiert, die Dateien mit dem Windows Movie Maker zu laden, was gar kein Problem war. Microsoft scheint seine Hausaufgaben, zumindest was das angeht, deutlich besser als Apple gemacht zu haben.

Mein Münchener Macintologe meinte, dass man wohl viele CODECs unter MacOS nachrüsten könne. Wenn ich Zeit habe, probiere ich das vielleicht mal. Ob ein CODEC reicht, damit iMovie den Film schneiden kann, halte ich allerdings für fraglich.

Nun muss ich aber erstmal ins Bett... diese Nacht leider wieder alleine. :-(

Mittwoch, 29. April 2009

Mythos Mac: Nun wird's ernst

Da mein ursprünglich geplanter Urlaub jäh unterbrochen wurde, komme ich heute und morgen noch mal in den Genuß zweier außerplanmäßiger freier Tage.

Letzten Sonntag habe ich unter anderem damit verbracht, einem Freund und Mac-User aus München zu einem eigenen kleinen Internet-TV-Sender zu verhelfen. Die ersten Versuche mit Quicktime Broadcaster und Darwin Streaming Server funktionierten zwar im lokalen Netz, allerdings nur über die RTP/RTSP-Protokolle, welche sich relativ schlecht durch einen NAT-Router leiten lassen.

Mit der Streaming-Funktion von VLC lies sich dann auch eine Videodatei oder DVD via TCP streamen und hier empfangen. Nur beim Versuch, seine iSight-Kamera zu streamen, kackt das Programm regelmäßig ab. So richtig beglückend ist das noch nicht.

Montag und gestern habe ich gearbeitet, da war kaum Zeit für Mac-Versuche.

Gestern Abend habe ich die Datensicherung via Time Machine getestet: Einfacher kann eine Datensicherung kaum sein. Man wählt einen Datenträger, der die Sicherung aufnehmen soll, und das Programm kümmert sich um alles weitere, inkl. einer Versionierung der Sicherungen. Zur Wiederherstellung kann man in einer stylischen Oberfläche mit animiertem Sternenhintergrund den Versionsstand wählen, den man komplett oder in Teilen zurückspielen möchte.

Die Rücksicherung selbst habe ich bisher noch nicht getestet.

Im Großen und Ganzen macht das Programm einen recht guten Eindruck. Ein Nachteil ist jedoch, dass man weder auf fremde Dateisysteme noch auf Nicht-Apple-Server sichern kann.

Außerdem kann man offenbar nicht gezielt in eine Archiv-Datei sichern um das Ergebnis dann z.B. auf DVDs zu brennen. Auch scheint es nicht vorgesehen zu sein, dass man einzelne Stände dauerhaft erhalten kann. Alleine Time Machine und die Größe der Platte bestimmen, was wie lange aufgehoben wird. Profis werden somit früher oder später an die Grenzen der Software gelangen, für Computer-Laien ist sie jedoch durchaus sinnvoll, denn sie stellt sicher, dass die Backups zum einen regelmäßig, zum anderen auch nach einem sinnvollen Plan gemacht und aufbewahrt werden.

Nach dem Backup habe ich noch kurz den Boot-Camp-Assistenten zur Installation von Windows getestet. Ich habe keine Installation vorgenommen, aber das Verkleinern der MacOS-Partition ging ohne Probleme und ohne Neustart. So wünscht man sich das. Zwischendrin reagierte das System allerdings nicht mehr, so dass ich schon fast befürchtet hatte, das System sei abgestürzt. War es aber zum Glück nicht.

Damit war die Spielphase vorbei und ich habe die Platte formatiert und MacOS inkl. der Anwendungen nach meinen Wünschen neu installiert. Wäre vielleicht nicht unbedingt nötig gewesen, ich wollte aber zum einen mal die Installation sehen, zum anderen mit einem frischen System in den Produktivbetrieb starten.

Die Installation von MacOS war nicht soviel anders als bei Windows. Man kann grob einstellen, was man installieren möchte (z.B. von welchen Herstellern die Druckertreiber installiert werden sollen).

Großer Kritikpunkt: Man wird nicht durch die Partitionierung der Platte geführt. Nachdem ich zuvor den Boot-Camp-Assistenten probiert hatte, musste ich die dabei eingerichtete leere Windows-Partition erstmal wieder wegbekommen. Im Menü kann man einen Festplatten-Manager starten, wird dabei jedoch nicht geführt. Die Konfigurationsmöglichkeiten im Windows-Setup mögen nicht ganz so vielseitig sein, sind aber meiner Ansicht nach einfacher zu bedienen.

Zum Booten von CD/DVD muss man beim Start übrigens die Taste "c" gedrückt halten. Ein BIOS im klassichen Sinne gibt es bei Macs nicht.

Heute habe ich die meiste Zeit am Mac verbracht. Clients für ICQ, MSN, Skype, Twitter und Emails sind mittlerweile eingerichtet. Die Emails frage ich vorerst nur per IMAP ab, lasse sie also auf dem Server liegen und rufe sie später noch einmal am PC ab, um sie in meine lokale Ordnerstruktur einzuordnen. Dafür muss ich noch eine endgültige Lösung finden.

Ich fände es durchaus reizvoll, meine Emails komplett auf dem Server liegen zu lassen und hier zu Hause nur noch Sicherungskopieren zu lagern. Damit könnte ich problemlos von unterschiedlichen Rechnern und auch auf Dienstreisen auf meine kompletten Emails zugreifen und müsste nicht mehr hinterher sortieren. Von der Serverkapazität wäre das auch kein Problem, dort habe ich quasi unendlich viel Platz. Was mich davon abhält, sind jedoch Datenschutzaspekte. Mir ist unwohl dabei, mein komplettes Mailarchiv bei meinem Provider zu lagern, denn wenn sich jemand in den Account hacken würde, wären damit sehr viele hochsensible Daten in Gefahr. Das ist eine ganz andere Hausnummer, als wenn nur die gerade aktuellen Mails auf dem Server lagern.

Für meine Instanz-Messenger brauche ich auch noch eine Lösung, denn ich möchte die Chatverläufe eigentlich nicht über 1000 verschiedene Geräte verstreut haben.

Ich werde denke ich mal gucken, ob es Virtualisierungssoftware gibt, die sowohl auf PC als auch auf Mac die selben virtuellen Machinen ausführen kann. Dann könnte ich eine kleine virtuelle Maschine unter Windows oder Linux aufsetzen, die meine Messenger, die Emails, Termine, Adressen usw.. enthält. Die könnte (ggf. verschlüsselt) auf einem (lokalen?) Server lagern und durch die Firewall des virtuellen Betriebsystems wären die Daten noch einmal zusätzlich geschützt.

Mit den modernen Virtualisierungstechniken ist es sogar möglich, den Desktop des Gastbetriebsystems auszublenden, so dass sich die virtuellen Programme nicht soviel anders als lokal installierte anfühlen sollten.

Apropos Desktop und intuitive Bedienung bei MacOS: Heute war ich ganz schön am fluchen und ich vermisse meine Windows Taskleiste!

Ich habe heute mehrere Stunden via Skype mit einem Macintologen aus Bremen telefoniert und er hat mir dabei auch diverse Links geschickt. Zeitweise wusste ich aber wirklich nicht mehr, wieviele Safari-Fenster ich nun eigentlich gerade offen habe. Windows zeigt alle offenen Programme übersichtlich in der Taskleiste an. Im MacOS-Dock wird jedoch offenbar immer nur ein Fenster jeder Anwendung angezeigt. Safari taucht dort also nur einmal auf, selbst wenn mehrere Fenster offen sind. Und auch Exposé half dabei nicht weiter, denn dort wurden auch nur die Fenster angezeigt, die nicht minimiert waren.

Dafür, dass die Bedienerfreundlichkeit von MacOS X so hochgelobt wird, bin ich doch etwas enttäuscht. In manchen Dingen ist das System doch sehr intransparent.

Die Hardware des Mac Mini gefällt mir dagegen sehr gut. Ich habe einen Stromverbrauch von ca. 10-20 Watt gemessen, das kann sich schon sehen lassen. Als kleines Surf- und Mailterminal sowie als Home-Server ist der Rechner damit ideal. Ich muss noch mal meinen alten TFT-Monitor bei meinen Eltern abholen. Dann kann ich den Mini damit neben das Sofa stellen, der nimmt ja kaum Platz weg.

So, nun muss ich aber erstmal einkaufen.

Sonntag, 5. April 2009

Carrerabahn auf Speed

Gerade eben habe ich mir "Speed Racer" angeschaut. Emile Hirsch ist echt knuffig, aber der Film ist mir zu bunt und knallig. Die Farben sind total überdreht und man sieht, dass die ganze Rennwelt aus dem Computer stammt. Alles total steril und künstlich, von nachvollziehbarer Fahrphysik mal ganz zu schweigen.

Ansonsten bin ich seit gestern Abend wieder in Bremen. Die Dienstreise war einen Tag kürzer als geplant, so dass ich meinen wohlverdienten Urlaub einen Tag eher antreten konnte. Diesmal habe ich auch ein paar Fotos von Utrecht gemacht. Ein paar erste Bilder sind schon online, den Rest muss ich noch sortieren, taggen und auf die flickr-Server hochprügeln. Seit dem Update ist das Upload-Tool extrem zickig, bricht häufiger mal ab oder lädt Bilder ohne erkennbaren Grund doppelt hoch. Sehr nervig, so macht das keinen Spaß.

Ich werde mich nun erstmal auf's Sofa begeben und meinen neuen Nintendo DSi noch etwas intensiver testen... vielleicht schreibe ich dazu dann auch noch mal einen Testbericht.

Soweit erstmal...

Sonntag, 29. März 2009

101 Dinge

Beim Ausfüllen meines Parship-Profils kam auch die Frage "Ich reagiere allergisch auf ...", die ich mit "Intoleranz, Populismus und übertriebene Irrationalität (z.B. religiöser Fundamentalismus)." beantwortet habe. Gemeint ist damit zum Beispiel BKA-Präsident Jörg Ziercke, der es offenbar besser weiß als seine erfahrenen Kollegen aus Schweden und vehement eine Internetzensur als Heilmittel gegen Kinderpornos fordert.

Das ist meinen Augen der selbe kurzsichtige Populismus, der auch nach jedem Amoklauf in der "Killerspiel"-Debatte aufgekocht wird.

Eine ähnliche Thematik scheint auch der Film "Ben X" aufzugreifen, zu dem ich vorhin eine Kritik in einem anderen Blog las. Klingt auf jeden Fall interessant und ich habe den Film mal auf meinen Merkzettel gesetzt.

Apropos Merkzettel: Vor einem halben Jahr hatte ich über das Buch "101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist" berichtet. Mittlerweile habe ich das Buch gelesen und mir zu jeder darin beschriebenen Aufgabe eine Notiz gemacht, was ich davon halte:


Wie man im Diagramm sieht, bin ich nur für einen kleinen Bruchteil der Aufgaben zu begeistern. Vieles ist einfach nur blöd oder der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Spaßfaktor.

Ein paar der Anekdoten und (eher nutzlosen) Fakten sind aber ganz interessant: So soll es in Japan in einigen Büros Puppen mit den Gesichtern der Vorgesetzten geben, an denen die Mitarbeiter ihren Frust abreagieren können. (Vielleicht wäre das auch mal ein Modell für deutsche Schulen, wenn man den Jugendlichen schon ihre Ego-Shooter madig macht...)

Außerdem lernt der Leser, was unter einer Dishabiliophobie zu verstehen ist.

Das Fazit fällt damit eher ernüchternd aus: Das Buch ist teilweise echt genial und mit einer Menge Humor geschrieben, aber insgesamt fällt der Inhalt einfach zu dürftig aus. Mit etwas mehr Ausführlichkeit und Tiefgang wäre das Buch um Klassen besser.

Samstag, 28. März 2009

Krabat

Mal wieder Zeit für einen neuen Blogeintrag... im Moment haben sich meine Aktivitäten aus Zeitmangel vor allem auf Twitter verlagert. Montag ergab sich kurzfristig noch eine Dienstreise nach Brandenburg, so dass ich bis gestern Abend unterwegs war. Dieses Wochenende werde ich nun erstmal ausspannen, dann steht noch eine Reise nach Holland an und dann habe ich endlich 2 Wochen Urlaub. Danach ist dann hoffentlich auch erstmal Ruhe mit Dienstreisen...

Gerade habe ich meine neue Krabat-DVD angeguckt. Da spielen ja eine ganze Menge bekannte Leute (David Kross, Daniel Brühl, Robert Stadlober, Hanno Koffler, Tom Wlaschiha, Tom Lass) mit, aber wegen der Kostümierung muss man schon ziemlich genau hingucken.

Wer -wie ich- die Buchvorlage nicht kennt, findet bei filmstarts eine Kritik mit kurzer Inhaltsangabe.

Ich finde den Film im Großen und Ganzen nicht schlecht, allerdings ist er mir mitunter eine Spur zu dunkel. Und irgendwie fehlt da was. Ich hatte mir am Ende eine "Auflösung" erhofft, wie die Mühle entstanden ist, welche Funktion sie eigentlich hat und wie 'Magic-Müller' eigentlich zu seinem Job gekommen ist. Einfach ein wenig mehr Theorie, wie die Hexerei funktioniert und welche Kräfte und Mächte dort am Werke sind.

Morgen kommt meine neue 007-DVD "Ein Quantum Trost", mal gucken wie die ist und welche Kritikerfraktion Recht hat.

Außerdem habe ich mir eine Pulsuhr geordert, in der Hoffnung, mich dadurch wieder ein wenig mehr zum Sport und einem etwas organisierterem Training motivieren zu können. Ob's klappt, wird sich zeigen.

Nicht zum Training gedacht ist mein neuer Alkoholtester. Bei einem Preis von unter 15 Euro sollte man von der Messgenauigkeit keine Wunder erwarten (sofern man überhaupt von "messen" sprechen darf). Als Partygag dürfte es aber ganz lustig sein, somit werde ich es bei passender Gelegenheit mal ausprobieren.

Montag, 6. Oktober 2008

Blu Wave

Heute kam meine vor längerer Zeit vorbestellte "Die Welle"-bluray an. Ich hab gerade mal kurz einen Blick drauf geworfen: Extras satt. Ich dachte zuerst, die Disk wäre defekt weil kein Film drauf zu finden war... dabei war es nur die Bonus-Audio-CD mit über einer Stunde Soundtrack zum Film, während sich die Filmdisk unter dem Booklet versteckte.

Und auch die Hauptdisk ist voller Extras, unter anderem mit einem alternativen Ende, Deleted Scenes, erweiterten Scenes und einem Ausschnitt aus der Kerner-Folge mit dem Studioexperiment. (Wird Kerner eigentlich in HDTV ausgestrahlt? Zumindest scheint die Sendung hochauflösend produziert zu werden. Oder sollte das eine Ausnahme extra für die Disk gewesen sein?)

Alles in allem hat's nicht mal 20 Euro gekostet... da könnte sich so manche Produktion eine Silberscheibe abschneiden. Ich denke, ich werde die Tage mal einen gemütlichen Filmabend einplanen. Mal sehen wer Zeit hat...

Freitag, 22. August 2008

Freitag, 15. August 2008

Faustrecht = Evil

Irgendwie bin ich total geschafft... so richtig erklären wieso, kann ich mir aber nicht. Ich habe zwar heute ein paar Getränkekisten für eine Party nächste Woche durch die Gegend geschleppt, aber das alleine kann's nicht sein.

Beim Einkaufen hab ich noch günstig den Film "Faustrecht" alias "Evil" alias "Ondskan" mitgenommen.

"Ondskan" ist der schwedische Originaltitel. In Deutschland kam der Film zunächst unter dem Titel "Evil" raus, wurde dann aber in "Faustrecht" umbenennt. So kommt es, dass auf der DVD-Hülle "Faustrecht" steht, während auf der DVD noch "Evil" aufgedruckt ist. Nur ein kleiner gelber Zettel in der Hülle informiert den verwunderten Kunden, dass dies alles seine Richtigkeit habe. Keine Ahnung was dahinter steckt.

Die Hülle beschreibt den Film als "FIGHT CLUB meets DER CLUB DER TOTEN DICHTER" und das trifft die Sache recht gut: Erik (gespielt vom attraktiven Schweden Andreas Wilson) fliegt wegen einer Schlägerei (zu viel) von der Schule und landet in einem Elite-Internat der 50er-Jahre, auf dem die oberen Jahrgänge die unteren mit brutalen Ritualen unterjochen. Er ordnet sich diesen Ritualen nicht unter und besiegt zudem eines der adeligen Söhnchen aus reichem Hause bei einem Schwimmwettkampf (hatte ich erwähnt, dass er lecker ausschaut?) und die Gewaltspirale nimmt ihren Lauf.

*** SPOILER ANFANG ***

Wer sich den Film unvoreingenommen ansehen möchte, sollte diese Sektion überspringen.

Der Film ist laut FSK ab 12 Jahren freigegeben, aber einige Szenen haben es schon ziemlich in sich, denn es wird so manche Nase mit allen dazugehörigen Blutspritzern gebrochen. Vielleicht ein Kompromiss um den Film in Schulen zeigen und diskutieren zu können? Die Message ist jedenfalls klar: Bekämpfe das Unrecht!

Wenn ich den Film das nächste Mal sehe, muss ich auf einige Stellen noch mal genauer achten, denn so ganz ist mir Eriks Rolle noch nicht klar. Er fliegt am Anfang des Films von der Schule, weil er einen anderen Schüler brutal zusammenschlägt. Warum er es tut wird nicht gesagt (oder es ist mir bisher entgangen). Vielleicht auch ein Kampf gegen einen Unterdrücker? Der (augenscheinlich körperlich unterlegene) Gegner sieht allerdings mehr danach aus, als wenn Erik nur ein Ventil für die Misshandlungen durch seinen Stiefvater brauchte.

Auf dem Internat versucht er es (nachdem er Gandhi gelesen hat) dagegen mehr mit gewaltlosen Widerstand und lässt sich ohne Gegenwehr verprügeln und Zigaretten auf seiner Brust ausdrücken (Ist das FSK12?). So ganz ohne Gewalt geht es am Ende dann aber doch nicht und es gibt noch einmal gebrochene Nasen.

Ist die Moral also, dass auch der gewaltlose Widerstand seine Grenzen hat? Und kann die Angst vor dem Rauswurf aus dem Internat einen Saulus zum Paulus machen?

Während erstes zwar nicht wünschenswert, aber doch möglicherweise realistisch ist, geht mir die Verwandlung ein wenig schnell.

*** SPOILER ENDE ***

Laut DVD-Hülle basiert der Film auf einem autobiografischen Roman von Jan Guillou und wurde für den Oscar nominiert. Wie weit die wahren Begebenheiten hinter der Story reichen weiß ich allerdings nicht.

Dennoch ist der Film ein schöner Aufruf zu mehr Zivilcourage und mir hat er gefallen.


Damit ist mein Urlaub auch schon wieder zu Ende... das Wochenende noch, dann geht's wieder los...

Freitag, 23. Mai 2008

Slomo

Geschafft! Es ist Wochenende und ich habe gerade die Endkontrolle für die DVD vom HSVO-Cup gemacht. Sieht alles soweit gut aus, somit fange ich jetzt mit der Auslieferung an.

Auch die Zeitlupe habe ich nun endlich passabel hinbekommen. Mir scheint, dass Premiere Elements noch einen Bug im Algorithmus zum Verlangsamen der Clips hat. Die Vorschau läuft gut, aber beim DVD-Export hatte ich ein seltsames Zittern im Video, als wenn die Halbbilder zeitweise durcheinander geraten wären. Ich habe nun das Material für alle Zeitlupen als progressives PAL-MPEG exportiert und diesen Export als Grundlage für die Zeitlupe benutzt... damit gibt es an der Zeitlupe nichts mehr auszusetzen, bleibt nur die Frage, wieso Premiere das nicht alleine kann... so macht das keinen Spaß. :-(

Wenn ich mich an die HD-Version mache, muss ich noch rausfinden, ob das Problem dort auch auftritt und wenn ja, ob das Runterrechnen auf PAL oder das Zusammenführen der Halbbilder zu Vollbildern das Problem bei der DVD gelöst hat. Im letzteren Fall lässt sich die Lösung wahrscheinlich auf das HD-Material übertragen, im ersteren wird das schwierig.

Heute Abend steht erst mal wieder eine der legendären Weihnachtsfeiern mit den Kollegen aus meiner Ex-Firma auf dem Programm. Mal sehen ob die wieder so lange geht wie die letzte.... eigentlich muss ich morgen früh raus...

Samstag, 17. Mai 2008

GTA IV

Nachdem mich der alte Mixer meiner Mutter nicht so recht überzeugt hat, habe ich mir gestern einen eigenen gekauft. Mit großen Erdbeeren direkt aus dem Gefrierfach kommt er auch nicht klar, aber er er hat schon mal deutlich mehr Power als der alte. Er macht allerdings auch deutlich mehr Lärm, auf höchster Stufe vibriert der Fußboden. Für Mitternachts-Cocktails also weniger geeignet, aber das hätte auch mit dem alten nicht geklappt.

Das Endergebnis meines Test-Shakes war somit wie beim letzten Versuch, aber die Zubereitung war nicht so langwierig und mühsam.

Die Zutaten der letzten Version:
  • angetaute Tiefkühl-Erdbeeren
  • Milch
  • Sahne
  • Vanillezucker
  • std::Zucker
Die Mengen bestimme ich im Moment noch nach Gefühl und Geschmack und die Tiefkühl-Erdbeeren sind ein Kompromiss (weil ich nix anderes hatte und weil ich eine Herausforderung für den Mixer brauchte). Ich werde es demnächst mal mit frischen versuchen.


Draußen regnet es in Strömen. Das ist gut, denn mein Auto ist schon wieder ziemlich staubig und braucht dringend eine Wäsche. Es ist aber auch schlecht, denn eigentlich wollte ich heute noch mit einem süßen Typen eine Fotosession am Unisee machen. Die macht bei diesem Wetter keinen Sinn und auch den geplanten Besuch im Freibad kann ich so knicken.

Die Bilder und Videos vom HSVO-Tunier in Oldenburg sind von meiner Seite eigentlich soweit fertig, nun warte ich auf eine Rückmeldung meines "Auftraggebers", welche der Bilder nun veröffentlicht werden dürfen/sollen und ob an dem Video noch etwas geändert werden soll, bevor ich die finale Version in voller DVD-Qualität erstelle.

Außerdem würde ich mich über ein wenig Kritik (positiv wie negativ) freuen, aber das zieht sich gerade alles endlos in die Länge und ich bin ein wenig enttäuscht.

Es gibt aber auch Positives zu vermelden: Meinen Hamburger Favoriten habe ich inzwischen im Chat entdeckt, wir haben uns nett unterhalten und er hat mich gefragt, ob ich Ende des Monats auch bei einem Tunier in Osnabrück dabei bin. Bisher war das nicht geplant, aber ich schaue mal, ob ich das zeitlich einrichten kann.

Wenn das Wetter gut ist, bin ich dann also möglicherweise für Hamburg dort unterwegs und kann dann auch meine Studie weiterführen, wie sich das Filmen der Mannschaft während des Spiels auf die Motivation und somit das Endergebnis auswirkt. In Oldenburg hat 'meine' Mannschaft jedes Spiel, das ich gefilmt habe, gewonnen während die anderen verloren wurden oder unentschieden ausgingen.

Das setzt allerdings Sonne voraus, bei Regen kann ich nicht vernünftig filmen. Immerhin kann ich das aktuelle Wetter nutzen um ein wenig GTA 4 zu spielen. Da ich das Spiel gestern erst gekauft habe, ist es für eine vollständige Kritik natürlich noch zu früh, aber mein erster Eindruck ist recht positiv.

Da wäre zum Beispiel die enorme Handlungsfreiheit und Detailverliebtheit. Man kann die Stadt auf eigene Faust erkunden oder an Missionen teilnehmen. Man kann sich zu Fuß, via U-Bahn, mit dem (zumeist geklauten) Auto, Boot oder Hubschrauber fortbewegen. Man kann Bowlen gehen, Darten, oder sich eine Freundin suchen und mit ihr ins Kabarett oder zu einem Stand-Up-Comedian gehen. GTA unterscheidet sich dabei von anderen Spielen dadurch, dass die einzelnen Aktivitäten nicht einfach ausgeblendet werden. Wenn man zum Bowling oder Billard geht, kann man wirklich die Kugeln ins Ziel rollen. Im Kabarett gibt es eine richtige Show, die man sich auch in voller Länge ansehen kann. Ebenso gibt es mehrere Radiosender und Fernsehkanäle, die über ein richtiges Programm verfügen. Wie abwechslungsreich die Programme sind, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu beurteilen, aber so detailliert habe ich das bisher in keinem anderen Spiel gesehen.

Ein wenig schade ist es, dass auch die Sprachausgabe der deutschen Version auf Englisch ist. Normalerweise ist das nicht weiter kritisch, man versteht trotz des starken Akzents der Hauptfigur worum es geht, außerdem gibt es deutsche Untertitel. Schwierig wird es jedoch in Actionszenen. Die Konversation der Charaktere läuft auch während Verfolgungsjagden weiter, da hat man dann jedoch keine Zeit um sich auf die Sprachausgabe zu konzentrieren oder die Untertitel mitzulesen. So verpasst man dort etwas, was nicht unbedingt hinderlich für den Spielfortschritt ist, aber einige der Dialoge sind wirklich gut und bisweilen sehr sarkastisch. Einfach nur geil.

Ein Grund, wieso ich bei GTA zugegriffen habe, ist das eingebaute Navigationssystem. Man kann dem Spiel ein beliebiges Ziel vorgegeben (Missionsziele werden auch automatisch gesetzt) und sich dann via Navi zum Ziel leiten lassen. Das vermeidet ein Problem, dass mir bei Burnout Paradise inzwischen etwas den Spaß vermiest: Man verfährt sich nicht so leicht. Im Burnout Paradise muss man den Weg selbst finden, einmal falsch abgebogen und das Rennen ist so gut wie verloren. Für Gelegenheitsspieler wie mich ist das sehr frustrierend, denn ich spiele das Spiel nicht oft genug um mich in der recht großen Stadt unter großem Zeitdruck zurecht zu finden und nebenbei auch noch auf den Verkehr zu achten.

Bei GTA 4 kann man zwar auch falsch abbiegen, aber das Risiko ist deutlich geringer.

Zwei große Kritikpunkte habe ich jedoch schon gefunden:

Erstens die Grafik. Die Grafik ist Mittelmaß bis enttäuschend. In einem Forum habe ich gelesen, dass das Spiel wohl nur 600 Bildzeilen berechnet und auf 1080i hochskaliert. Ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt, aber ich befürchte es.

Außerdem sind einige Bildbereiche kaum zu erkennen. So muss ich zum Lesen von SMS auf dem virtuellen Handy immer näher an den Fernseher gehen, weil der Text sonst zu klein und dunkel ist. Ich werde noch mal gucken, ob sich das Problem mit den eingebauten Helligkeits- und Kontrastreglern noch etwas abmildern lässt (am Hauptregler am Fernseher möchte ich ungern drehen, denn der gilt für alle PS3-Spiele und -filme), aber bisher hatte ich damit wenig Erfolg. Möglicherweise ist dies dem HDR-Hype geschuldet, der nicht nur in der Fotografie sondern auch bei Videospielen zunehmend umsich greift und bisweilen etwas übertreibt.

Großer Kritikpunkt Nummer 2 ist das Savegame-Konzept. Wenn eine Mission scheitert ist das Spiel damit nicht automatisch zu Ende und man hat so die Chance, auf verschiedenen Handlungspfaden durch das Spiel zu kommen. Nevig ist jedoch, dass man nur zwischen den Missionen abspeichern und man Missionen nur komplett wiederholen kann. Wenn man im hinteren Teil einer Mission ständig verliert, muss man den vorderen Teil immer wieder und wieder spielen, bis man wieder an der Stelle ist. Das kostet Zeit und Nerven. Auch Zwischensequenzen lassen sich dabei anscheinend nicht abbrechen.

In einem modernen Spiel sollte man jederzeit abspeichern können, denn es kann immer sein, dass man auf Grund äußerer Umstände das Spiel unterbrechen muss. (Die Pausentaste ist beim Stromverbrauch der PS3 kein wirkliche Alternative wenn die Pause länger dauert.)

Was die Gewaltdiskussion angeht: Das Spiel bietet viele Möglichkeiten und diese Möglichkeiten werden auch nicht durch den Jugendschutz eingeschränkt (somit ist das Spiel auch konsequenterweise ab 18). Wer das möchte, kann auch in Stripshows gehen oder Fußgänger im Rudel überfahren. Vom Spiel gezwungen wird man dazu jedoch nicht, zumindest nicht soweit ich bisher gespielt habe. Dennoch spielt das Spiel in einem Teil der Gesellschaft, in der Gewalt einfach zum Leben dazu gehört. Kredithaie diskutieren nicht wenn sie ihr Geld wollen. Die Gewalt im Spiel würde ich daher nicht als Gewaltverherlichung einstufen, das Spiel zeigt das Leben einfach so wie es ist: Bisweilen alles andere als eine heile Welt und man sieht dem tragischen Helden durchaus an, dass er sich eigentlich ein anderes Leben erträumt hatte.

Dienstag, 13. Mai 2008

HSVO-Cup

Langsam aber sicher macht sich Sommerlaune bei mit breit (erwähnte ich das schon mal? ;-)).

Auch auf Flickr ist die Quote der Bilder mit süßen Jungs am Badesee die letzten Tage rapide angestiegen und so langsam scheinen die Server an ihre Grenzen zu kommen und es gibt gelegentlich Verbindungsprobleme.

Ich trage zur Zeit auch kräftig dazu dabei und lade gerade die Bilder vom HSVO-Cup am letzten Sonntag hoch. Außerdem hab ich mir gerade eine Gurke geschält, mampfe etwas Gurke mit Pfeffer (Dill ist leider gerade nicht verfügbar) und tippe an diesem Blogeintrag.

Ergebnis des Sonntags: Rund 4 GB an Fotos, etwas über eine Stunde HD-Videomaterial und die Erkenntnis, dass das Filmen von Fußballspielen aus mehreren Gründen gar nicht so einfach ist wie es den Anschein hat: Der Ball ist ziemlich schnell, prallt mitunter ziemlich unvorhersehbar in eine andere Richtung ab und ist vor allen Dingen im Sucher der Kamera bei hellem Sonnenlicht kaum zu sehen.

Das Videomaterial habe ich gestern schon zu einer kleinen Erinnerungs-DVD für die Mannschaft, in deren Namen ich als rasender mit Richtgeschwindigkeit fahrender Fotoreporter unterwegs war, zusammengeschnitten. Eine Zeitlupen-Szene ruckelt noch extrem und ich weiß nicht, wieso. Eigentlich ist da nichts anders als bei den anderen Slomos. Ich hab den Eindruck, dass das Schnittprogramm die Halbbilder in der falschen Reihenfolge zusammensetzt. Mir ist sowieso ein Rätsel, wieso man das Zeilensprungverfahren beim HDTV nicht einfach verboten hat. Die höhere Zeitauflösung, die die Wikipedia als Vorteil anführt, kann's ja nun eigentlich nicht sein. Im Kino klappt's auch prima ohne Zeilensprung. Aber ich schweife ab...

Die Schnuckelquote lag etwas unter meinen Erwartungen, was durch einige Einzelfälle allerdings mehr als ausgeglichen wurde. Besonders einer der Hamburger Spieler hat es mir angetan. Ich denke, werde mal recherchieren wie ich ihn kontaktieren kann und ihn dann mal fragen, ob er nicht mal Lust auf ein Fotoshooting hat. Vorname und Alter habe ich bereits in Erfahrung gebracht, das schränkt die Suche schon mal ein wenig ein. Außerdem gibs da noch einen Oldenburger und einen, den ich bisher gar nicht zuordnen kann.

Bei den Bildern ärgere ich mich tierisch über mich selbst, dass ich von einem der Jungs gar kein anständiges Foto zu Stande gebracht habe. Chancen gab es genug, aber das erste Mal war ich schlicht zu langsam, beim zweiten Mal hab ich falsch fokussiert und das Bild ist völlig unscharf geworden. *grummel*

Naja, wie sagte einst ein weiser Mann: Kommt Zeit, kommt Schnuggel. Das trifft wohl auch auf die beiden vorherigen Absätze zu.

Die meisten Mannschaften war auch ziemlich schüchtern. Bis auf die Hamburger, die saßen in den Pausen fast geschlossen oben ohne in der Sonne. Vorbildlich! ;-)

Im Schatten saß ein älteres (Hetero-)Ehepaar, dass sich mit Klappstühlen am Spielfeldrand häuslich eingerichtet hatte und nebenbei Zeitung las.

Mein Navi funktioniert auch gut, auch wenn ich zuerst nicht wusste, wie man das richtige Oldenburg auswählt. Mit etwas probieren geht es auch ohne Eingabe der Postleitzahl: Man darf den Ort nicht komplett eintippen sondern muss schon vorher auf Suchen klicken und bekommt dann alle passenden Orte aufgelistet. Gibt man den Ort komplett ein nimmt er wohl den mit der kleineren Postleitzahl, in diesem Fall also das falsche Oldenburg.

Soweit erstmal. Morgen geht's wahrscheinlich mit einem Freund ins Freibad, sofern er sich von seiner Diplomarbeit loseisen kann...

Mittwoch, 12. Dezember 2007

Wii-so kein MP3 mehr?

Nintendo hat ein Update für den Fotokanal der Wii herausgebracht, mit dem der Fotokanal Musik im AAC-Format zur Untermaltung von Diashows abspielen kann. Vorher ging das nur mit MP3-Songs, doch die MP3-Unterstützung fällt mit dem neuen Update weg.

Genau wegen solchen Sachen kann ich die Wii irgendwie nicht wirklich ernst nehmen.

Die Xbox 360 hat mit dem letzten Firmware-Update das Abspielen von DivX-Filmen gelernt, für die PS3 ist ebenfalls ein solches Update von DivX Inc persönlich angekündigt worden.

Und Nintendo, dessen Wii nicht einmal normale DVDs oder Audio-CDs abspielt, fällt dazu nichts besseres ein, als den MP3-Player auszubauen?

Es stimmt zwar, dass AAC besser komprimiert, aber die meisten Musikstücke dürften immer noch im MP3-Format vorliegen. Daher ist MP3 ein Standard, der einfach Pflicht sein sollte.

Ich denke, solange ich die Wahl habe, werde ich das Fotokanal-Update erstmal nicht installieren.

Mittelfristig werde ich mich wohl auch noch nach einem neuen Emailprogramm umsehen müssen. Bisher hat mir Eudora immer treue Dienste geleistet, aber die Software wird nun leider nicht mehr weiterentwickelt und früher oder später wird sie veraltet sein.

Der Eudora-Quellcode wurde in ein Mozilla-Projekt namens Penelope überführt, von dem es inzwischen auch eine erste Beta-Version gibt.

Nachdem ich im September noch unschlüssig war, was ich davon halten soll, habe ich die Beta heute mal installiert und bin schockiert. Dieses Machwerk hat in meinen Augen nichts mehr mit dem Original-Eudora zutun und sieht mehr nach einer Kreuzung von Thunderbird mit Outlook aus. (Was man auch schon daran erkennt, dass es einen "Thunderbird"-Ordner im "Anwendungdaten"-Ordner anlegt. Auch wenn das im finalen Release möglicherweise noch behoben wird, ist schon mal klar, wo der Code ursprünglich herkommt.)

Dies ist mir insbesondere deshalb unverständlich, als auch viele der Original-Entwickler an Penelope beteiligt sind. Sind Software-Patente dran schuld, dass Eudora nicht so bleibt wie es ist?

Sonntag, 25. November 2007

American Lorraine

Vor kurzem erhielt ich die erste Werbeanzeige, in der eine 1 TB-Platte verschleudert werden sollte. Die Datenmengen auf privaten Computern wachsen immer stärker, so dass auch ich mir langsam ernsthafte Gedanken machen muss, wie ich meine Datenflut an Fotos, aus dem Fernsehen aufgenommenen Filmen und allerlei sonstigen Daten sinnvoll sortiert bekomme.

Im Moment teste ich hierzu gerade die Desktopsuche "Copernic Desktop Search 2". Bisher macht sie einen recht guten Eindruck, allerdings muss ich noch mal schauen, wie sie mit externen Laufwerken umgeht, die nicht permanent mit dem PC verbunden sind.

Wenn sich das Programm nicht bewährt, werde ich mich noch mal umschauen müssen. Google Desktop scheidet mangels Datenschutz leider aus. Wenn alles nichts hilft, werde ich mir wohl irgendwann mal selbst eine kleine lokale Suchmaschine basteln müssen. Im Jahre 1997 hatte ich schon mal eine kleine indexbasierte Suchmaschine mit dem Projektnamen "AltaVixa" programmiert, die sich mit einem Metadaten-Parser und einer unterstützenden SQL-Datenbank sicherlich ganz passabel einsetzen ließe.


Wie im letzten Eintrag angekündigt, möchte ich noch mal auf zwei meiner neu gekauften DVDs eingehen:

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(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken)

Zum Inhalt von "Das Boot" in der Director's Cut Steelbook-Edition muss ich sicherlich nichts sagen, der Film ist ein Klassiker und lief in der einen oder anderen Version schon mehrfach im Fernsehen.

Bei dieser Version habe ich daher auch nur zwei Dinge zu kritisieren, die eigentlich eng zusammen gehören: Die Abmischung der Tonspur und die Untertitel.

Der Ton hat einen zu großen Dynamikumfang. Es gibt im Film drei Lautstärkeebenen: Soundeffekte (sehr laut), Dialogsprache (normal laut) und Hintergrundsprache (sehr leise).

Entweder regelt man permanent die Lautstärke nach, oder es fliegt einem wahlweise bei Actionszenen das Trommelfell weg oder man versteht die Dialoge nicht.

Als der Finger am Lautstärkeregler langsam müde wurde, habe ich die Untertitel eingeschaltet um auch die Hintergrundgespräche verstehen zu können.

Dabei fiel mir dann auch auf, dass Tonspur und Untertitel teilweise erheblich voneinander abweichen und diese Abweichungen nicht alleine durch Platzmangel auf dem Bildschirm zu erklären sind. Die Untertitel enthalten vielmehr eine Interpretation des gesagten. Eine Zeit lang war ich mir nicht sicher, ob (neusynchronisierte) Tonspur oder Untertitel näher am Original lagen, ich denke aber, dass die Tonspur richtig und die Untertitel nicht ganz werksgetreu sind.

Mit einer Länge von 208 Minuten ist diese Fassung immerhin noch DVD-Abend-tauglich.


Another Gay Movie ist eine Parodie auf die American Pie-Reihe, nur dass die Hauptakteure diesmal alle schwul oder lesbisch sind.

Ich hatte erst mit einer ziemlich flachen Sexkomödie gerechnet, wurde aber angenehm überrascht. Another Gay Movie ist, genauso wie American Pie, sicherlich nicht jedermanns Geschmack. Man muss diese Art von Filmen mögen und sich auch auf deren Niveau herablassen können, um den Film genießen zu können.

Die Parallelen sind unverkennbar: Stifler hat eine Entsprechung in Form einer Vollblutlesbe, deren kleine Schwester bereits genauso verdorben ist wie Stiflers kleiner Bruder. Es gibt einen Vater, der seinen Sohn unbedingt offen über Sex aufklären möchte und auch der bei American Pie titelgebende Apfelkuchen findet seine Entsprechung in einem Quiche Lorraine.

Nur ist in Another Gay Movie alles noch eine Spur härter als in der American-Pie Reihe. Regisseur Todd Stephens (u.a. auch Produzent und Drehbuchschreiber von Edge of Seventeen) sagt in einem Interview in der Bonus-Sektion der DVD, dass der Film sowieso keine Jugendfreigabe in den USA bekäme und er daher auch keine Kompromisse eingehen müsse.

Der Film ist in Deutschland ab 16 freigegeben, aber er lässt keine Sex-Praktik aus (Ekelfaktor inklusive) und zeigt dabei auch relativ viel von seinen Darstellern.

Also wer's mag: Zuschlagen. Wer nicht, Finger weg. ;-)

Sonntag, 9. September 2007

Pokern, Kino und schwarze Striche

Es ist mal wieder Zeit für einen neuen Eintrag... viel ist allerdings ist nicht passiert, was ich hier berichten könnte. Die Woche verlief im Rahmen des Üblichen.

Freitag habe ich mal wieder meine alte Poker-DVD hervorgekramt um mich mal wieder etwas intensiver mit diesem Spiel zu befassen.

Gestern war ich mit Freunden im Bourne-Ultimatum. Der Film ist ganz nett, hat allerdings eine sehr hektische und wackelige Kameraführung. Teilweise sieht man nur ein unscharfes Gewackel... wer einen empfindlichen Magen hat, sollte sich vielleicht ein paar Tabletten gegen Seekrankheit mitnehmen.

Daniel Brühl hatte auch einen kurzen Auftritt in dem Streifen... der Junge hat's nun wirklich ganz nach oben geschafft.

Nach Durchblättern der Programmzeitschrift des Kinos sind noch folgende Filme auf meine Merkliste gekommen:

Morgen geht's aber erstmal auf Dienstreise.

Vorher muss ich gucken, dass ich möglichst noch mal bei der Post vorbeikomme um ein Paket abzuholen, das eigentlich schon gestern kommen sollte. Statt dessen meinte die Paketverfolgung allerdings nur: "Aus betrieblichen Gründen konnte die Sendung heute leider nicht zugestellt werden. Sie wird am nächstfolgenden Werktag ausgeliefert."

Gestern habe ich mir noch einen Barcode-Leser bestellt. Ein Freund hatte mir die Firma empfohlen und die sind wirklich fix... meine Mails wurden sehr flott beantwortet und bereits heute (am Sonntag!) kam eine Proforma-Rechnung, damit ich das Geld schon mal überweisen kann und nicht morgen früh noch in Zeitdruck komme. Somit ist das alles geregelt und wenn ich wieder in Bremen bin, sollte meine Ware bereits in meiner bevorzugten Packstation auf mich warten.

Ich habe dieses Wochenende schon angefangen, ein kleines Programm zu schreiben, mit dem ich später meine eingekauften Artikel verwalten kann. Inzwischen ist auf so ziemlich jeder Verpackung ein EAN-Barcode aufgedruckt, so dass ich die Waren (genauso wie die Supermarktkassiererin) nur einmal unter den Scanner halten muss und der Computer weiß, um welches Produkt es sich handelt.

Wenn ich dann jedes Produkt bei Verbrauch noch mal unter den Scanner halte (der PC läuft ja eh ständig wenn ich zu Hause bin), kann ich so recht einfach verfolgen, was noch da ist und der Computer kann auf Knopfdruck einen Einkaufszettel ausdrucken. Außerdem soll mich der PC informieren, wenn sich Artikel ihrem Haltbarkeitsdatum nähern.

Ob dieses System nun am Ende die große Zeitersparnis bringt, wird sich zeigen. Eigentlich ist so ein Warenverwaltungssystem für einen Einpersonenhaushalt etwas überdimensioniert, aber wie so oft ist auch hier der Weg das Ziel und ich komme meinem Traum vom vollautomatischen Haus der Zukunft wieder einen Schritt weiter.

Sonntag, 2. September 2007

Loopback in a nutshell

Dieses Wochenende ist irgendwie total tote Hose. Ich sitze gelangweilt vorm Rechner und nix passiert... aber auch rein gar nix. Auch im Chat ist nix los.

Eigentlich wollte ich heute Nachmittag mit einem Bekannten in die Sauna... endlich mal wieder richtig und nicht nur kurz drei Stunden nach Feierabend, die sich vom Kosten-Nutzen-Verhältnis eigentlich sowieso nicht lohnen. Heute Mittag kam dann aber eine SMS dass er nicht kann bzw. keine Lust hat.

Heute Abend war ich noch mit einem anderen Bekannten zum Chat verabredet weil er mir noch eine Datei schicken wollte (nee, nix illegales), aber der hat mich auch hängen lassen. Erst meinte er, er müsse noch eben was erledigen und würde sich dann melden, aber nun reagiert er schon seit Stunden nicht mehr.

Das einzig positive an den Absagen ist, dass ich so die Zeit nutzen konnte, um ein paar überfällige Haushaltsarbeiten zu machen. (Außerdem war heute wieder Backup-Tag.)

Der Postbote hatte diese Woche auch viel zu tun, musste er mir doch zwei Pakete an meine Packstation liefern. Ihr Inhalt jeweils ein Buch und eine DVD.

Von den DVDs haben ich mir eine schon angesehen: The Chumscrubber ist schon ein sehr eigenartiger Film. Aber gut. Hat ein wenig was von Desperate Housewives, jedenfalls was den Aspekt der spießigen Vorstadthausfrauenidylle angeht, die vom Film gründlich durch den Kakao gezogen wird. Außerdem sind Jamie Bell und Justin Chatwin wirklich lecker anzuschauen.

Den anderen Film namens Cowboys & Angels habe ich vor Ewigkeiten schon mal im Kino gesehen und habe ihn als nicht allzu schlecht in Erinnerung. Auch wenn die Erinnerung inzwischen arg bruchstückhaft ist und ich mich auch irren kann, aber da der Film (für einen Gay-Film) ziemlich günstig war, hab ich einfach mal zugegriffen.

Das erste Buch heißt "Frag Mutti"und ist ein Ratgeber für frisch umgezogene Junggesellen.

Sozusagen eine Bedienungsanleitung für die erste eigene Wohnung... viele der Empfehlungen kannte ich auch schon vorher bzw. konnte sie mir selbst zusammenreimen (so schlecht scheine ich als Hausmann folglich nicht zu sein; was auch daran liegen könnte, dass ich auch zuvor schon mehr oder weniger meinen eigenen Parallelhaushalt geführt hatte), aber das Buch ist ganz lustig geschrieben und ein paar der Tipps, Tricks und Rezepte sind auch sehr interessant. Ob sie auch hilfreich sind, werde ich im Laufe der Zeit mal ausprobieren...

Von weniger praktischer Bedeutung für mich ist jedenfalls der Tipp, wie man Fisch (gut in Alufolie verpackt) in einer Geschirrspülmaschine garen kann. Auch wenn die Erklärung mit der recht konstanten Temperatur während des Waschgangs recht plausibel klingt, so scheitert die Sache bei mir doch an zwei Faktoren: Erstens habe ich (noch) keine Spülmaschine, zweitens kann ich Fisch nicht ausstehen.

Das zweite Buch heißt "Mach's dir!" und beschäftigt sich schlicht und ergreifend mit dem, was der Titel vermuten lässt. Es beginnt mit einem Interview mit einem Pornostar, der ein wenig aus dem Nähkästchen plaudert, wie das in seiner Branche so läuft und mit welchen Tricks dort gearbeitet wird.

Was den eigentlichen Inhalt angeht, ist vieles natürlich alt bekannt, aber ein paar Ideen klingen ganz anregend und sind es sicher wert, weiterverfolgt zu werden.

Wenn ich Zeit habe, sollte ich auch noch mal so einen Ratgeber schreiben... einen Arbeitstitel habe ich auch schon: "Loopback in a nutshell"

Aber jetzt gehe ich erstmal ins Bett. Eben gerade hat sich der Chatbekannte nun doch noch gemeldet... aber da das Netz so lahm ist, muss der Rechner erstmal ein Weilchen hochladen und in den nächsten Stunden passiert da eh nix mehr.