Ich habe meinen flickr-Account gelöscht. Ich war dort viele Jahre Nutzer und der Pro-Account wäre auch noch rund ein halbes Jahr gelaufen, aber da Yahoo seine Sicherheit einfach nicht in den Griff bekommt, ist eine Fortführung auf der Plattform leider keine Option mehr.
Dies führt allerdings leider dazu, dass in einigen Blogposts hier nun die Bilder fehlen, da diese über flickr eingebunden wurden.
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Sonntag, 18. Dezember 2016
Sonntag, 3. Februar 2013
Gedanken zum Dschungelcamp
Die RTL-Show „Ich bin ein Star – holt mich hier raus!“ ging die letzten Wochen durch sämtliche Medien und polarisiert die Menschen wie kaum eine andere Fernsehsendung. Ich finde das Thema ausgesprochen faszinierend, weil es auf gleich mehrfache Weise einen guten Einblick in das Wesen der deutschen Bevölkerung (wenn nicht gar der Menschheit, denn die Show ist keine deutsche Erfindung) gibt. Vorallem schreibe ich diesen Post, weil mir die Heuchelei auf den Keks geht, mit der vielfach über das Dschungelcamp hergezogen wird.
Ich betrachte mich selbst nicht als Hardcore-Fan, auch wenn ich die letzten Staffeln immer wieder gerne eingeschaltet habe, mal mit mehr, mal mit minder großer Begeisterung.
Das diesjährige Dschungelcamp (Januar 2013) fing meiner Meinung nach sehr gut an, stagnierte dann auf hohem Niveau, bis ungefähr ab Mitte der Staffel ein wenig die Luft raus war.
Ich versuche mal zu beschreiben, weshalb ich mir die aktuelle Staffel angeschaut habe:
Zu den Punkten 1 und 2 muss ich denke ich nicht allzu viel sagen.
Mediale Selbstironie
Zum Rest möchte ich dagegen etwas ausholen:
Kennzeichnend für das Dschungelcamp ist, dass es ungeheuer vielschichtig ist:
Diese Vielschichtigkeit ist ein Vorteil, denn es ist für jedes Gemüt was dabei, was auch erklären dürfte, weshalb die Einschaltquoten auf einem Niveau liegen, das sonst nur von Fußballübertragungen erreicht wird. Sie ist aber auch von Nachteil, denn die vielen Schichten machen eine Analyse des Formats nicht übersichtlicher und man weiß nie so genau, was nun eigentlich vom Autor beabsichtigt war, was unfreiwillige Komik ist und was man als Zuschauer einfach nur hineininterpretiert.
Der TV-Magazin Quotenmeter hatte im Artikel "Dschungel 2013: Sonja und Daniel gegen den Rest der Welt" einige Kostproben aus der diesjährigen Staffel gesammelt, der Artikel scheint aber inzwischen leider nicht mehr online verfügbar zu sein. Ich verweise daher statt dessen auf die Quotenmeter-TV-Podcast-Folge zum Thema.
Häufige Kritik
Das erste, was Kritikern des Dschungelcamps einfällt, ist die oben bereits angedeutete Menschenverachtung in der Sendung: Menschen werden vom Publikum begafft, müssen allerlei Getier essen und so weiter und so fort.
Manche Vorwürfe sind sicherlich durchaus berechtigt, z.B. der Umgang mit Säugetieren wie Ratten und größeren Reptilien. Ob nun ein Regenwurm schlechter dran ist, wenn er von einem Z-Promi lebendig gegessen wird als ein Wurm, der auf auf einen Angelhaken gespießt einen langen Todeskampf unter Wasser führt, sei mal dahingestellt. Wenn die selben Kritiker, die gegen das Leiden der Regenwürmer im Dschungelcamp kämpfen, mit der selben Energie auch gegen die äußerst brutale Kastration von Ferkeln in Schlachtbetrieben auf die Straße gehen würden, wäre diese Welt vielleicht ein besserer Ort. Aber so wird doch oft mit zweierlei Maß gemessen und man sollte meiner Ansicht nach die Kirche im Dorf lassen.
Neid ist ein wichtiges Gefühl im menschlichen Zusammenleben. Es scheint weniger darauf anzukommen, wie viel (wenig) ein Mensch konkret verdient, solange es ihm nur besser geht als seinen Nachbarn.
Manche Leute erbaut es, wenn sie andere Leute im Dschungelcamp leiden sehen; andere bauen sich daran auf, sich intellektuell hochwertiger zu fühlen als all die "Unterschichtenfernsehgucker", welche Sachen wie das Dschungelcamp gucken. Das Prinzip ist das selbe und man muss - wie man sieht - gar nicht selbst das Dschungelcamp gucken, um sich dadurch besser zu fühlen.
Ich mag am Dschungelcamp, dass es die Menschen demaskiert. Nicht nur die Prominenten, auch die Zuschauer und Kritiker. Soziologisch durchaus spannend.
Aber zurück zur Menschenverachtung: Bevor die Menschenwürde beweint wird, möchte ich folgendes zu bedenken geben:
Sehr schön ist auch das Interview mit Moderationstext-Schreiber Jens Oliver Haas im Blog von Stefan Niggemeier mit einigen Hintergrundinformationen.
Fazit
Ich halte das Dschungelcamp durchaus für Qualitätsfernsehen und auch die Wissenschaft hat es inzwischen als Forschungsobjekt für sich entdeckt.
Bevor der Blogartikel zu sehr nach Lobeshymne klingt, möchte ich allerdings auch dazu sagen: Das Dschungelcamp ist und bleibt primär eine lockere Unterhaltungssendung und ist kein journalistisches Dokumentarformat. Es ist weder der Untergang des Abendlandes noch der Weisheit letzter Schluss des Unterhaltungsfernsehens. Wie in jeder Serie gibt es stärkere und schwächere Folgen und einige Episoden der letzten Staffel fand auch ich ziemlich langweilig und habe vorgespult.
Ob das Camp wirklich den Grimme-Preis erhält, für den es nominiert ist, werden wir wohl erst bei der Preisverleihung erfahren. Die Konkurrenz ist hart und ich persönlich würde den Preis auch lieber bei Roche & Böhmermann sehen.
Unstrittig ist aber, dass das Dschungelcamp polarisiert und ich bin sicher, dass dies nicht nur von den Machern so gewollt, sondern auch elementarer Teil des Erfolgsrezeptes ist.
Ich betrachte mich selbst nicht als Hardcore-Fan, auch wenn ich die letzten Staffeln immer wieder gerne eingeschaltet habe, mal mit mehr, mal mit minder großer Begeisterung.
Das diesjährige Dschungelcamp (Januar 2013) fing meiner Meinung nach sehr gut an, stagnierte dann auf hohem Niveau, bis ungefähr ab Mitte der Staffel ein wenig die Luft raus war.
Ich versuche mal zu beschreiben, weshalb ich mir die aktuelle Staffel angeschaut habe:
- Joey Heindle und Patrick Nuo sind einfach süß und nett anzuschauen. Dies ist sicherlich ein sehr profaner Grund und Wasser auf die Mühlen der Kritiker, die sowieso jedem Zuschauer des Dschungelcamps niedere Beweggründe unterstellen. Ja, ich stehe dazu: Ich mag süße Jungs, besonders wenn sie auch gelegentlich in Shorts durchs Bild laufen. :-)
- Olivia Jones. Ich mag ihren trockenen Humor und die Art, wie sie - einer dritten Moderatorin gleich - das Geschehen im Camp noch mal aus einer anderen Perspektive kommentierte. Olivia ist auch der einzige Camp-Bewohner, dem ich abnehme, dass er/sie nicht im Camp ist, weil er das Geld und die Sendezeit bitter nötig hat, sondern eine gewisse Neugier am "Projekt Dschungelcamp" mitbringt. Sie hat das Konzept verstanden. Top!
- Der bissige Humor und die selbstkritische, selbstironische Mediensatire. Dazu später mehr.
- Die Ehrlichkeit des Formats, das keinen Hehl daraus macht, dass die meisten „Prominenten“ in Wahrheit schon lange keine mehr sind bzw. nie welche waren. Wenn man manche Fratzen ständig und in allen Medien immer als die Top-Promis des Jahres verkauft bekommt, ist es durchaus erfrischend, wenn das Dschungelcamp einige von ihnen wieder auf den harten Boden der Realität holt. Das mag gemein klingen, ich möchte es aber lieber als intellektuelle Notwehr des Zuschauers bezeichnen. Die Moderatoren sprechen aus, was viele Zuschauer ohnehin denken.
- Der soziologische Aspekt: Nicht nur das Camp selbst ist ein Lehrstück für gruppendynamische Prozesse, auch die ganze Fan- und Hater-Szenerie drumherum ist faszinierend. Wer die Volksseele studieren möchte wird z.B. im Dschungelcamp Radio fündig.
Wenn man in den Moderationstexten des Camps ein wenig zwischen den Zeilen liest, kann man auch durchaus zu dem Schluss kommen, dass die schon fast Gemeinsamkeiten mit dem Gore- und Splatter-Kino aufweisenden übertriebenen Mengen an Ekelgetier in manchen Dschungelprüfungen vorallem dazu dienen, den Beißreflex einiger Kritikergruppen auszulösen. Manche Kritiker scheinen da auch voll und ganz drauf einzusteigen und gar nicht zu merken, dass es vorallem sie und weniger die Kandidaten sind, die von der Sendung vorgeführt werden. Provokation war schon immer ein wichtiges Stilmittel der Kunst.
Zu den Punkten 1 und 2 muss ich denke ich nicht allzu viel sagen.
Mediale Selbstironie
Zum Rest möchte ich dagegen etwas ausholen:
Kennzeichnend für das Dschungelcamp ist, dass es ungeheuer vielschichtig ist:
- Auf unterster Ebene stehen die diversen Ekelprüfungen und der Voyeurismus, wenn sich Leute Insekten einverleiben müssen oder der ganz normale Alltags-Zickenkrieg tobt. Viele Kritiker, die das Dschungelcamp nie gesehen haben, beißen sich an dieser Schicht fest und schimpfen auf die angebliche Menschenverachtung, die sie darin zu erkennen glauben.
- Eine Stufe darüber liegt die normale Comedy-Ebene mit mehr oder weniger guten Witzen über die Promis und das aktuelle Camp-Geschehen. Die versteht eigentlich jeder.
- Wieder eine Stufe höher stehen die Anspielungen auf tagesaktuelle Ereignisse, z.B. aus der Politik. Um diese zu verstehen, muss man schon regelmäßig Zeitung lesen und Nachrichtensendungen gucken.
- Auf der obersten Ebene stehen Anspielungen auf das Mediengeschäft als solches und das RTL-Programm im Besonderen. Manche Anspielungen sind sehr direkt, bei anderen muss man sehr genau hinschauen/-hören (z.B. wenn wie in der Auftaktfolge eine Belanglosigkeit passiert, sofort dramatische Musik einsetzt wie dies z.B. bei DSDS und Supertalent Usus ist, die Musik aber nach wenigen Takten wieder abgewürgt wird). Manche Anspielungen sind auch nur für Brancheninsider verständlich. Ich zähle mich nicht dazu, auch wenn ich mehr oder weniger regelmäßig Webseiten mit Nachrichten aus der Medienbranche lese und hier und da eine Vermutung habe, in welche Richtung ein Seitenhieb zielt.
Diese Vielschichtigkeit ist ein Vorteil, denn es ist für jedes Gemüt was dabei, was auch erklären dürfte, weshalb die Einschaltquoten auf einem Niveau liegen, das sonst nur von Fußballübertragungen erreicht wird. Sie ist aber auch von Nachteil, denn die vielen Schichten machen eine Analyse des Formats nicht übersichtlicher und man weiß nie so genau, was nun eigentlich vom Autor beabsichtigt war, was unfreiwillige Komik ist und was man als Zuschauer einfach nur hineininterpretiert.
Der TV-Magazin Quotenmeter hatte im Artikel "Dschungel 2013: Sonja und Daniel gegen den Rest der Welt" einige Kostproben aus der diesjährigen Staffel gesammelt, der Artikel scheint aber inzwischen leider nicht mehr online verfügbar zu sein. Ich verweise daher statt dessen auf die Quotenmeter-TV-Podcast-Folge zum Thema.
Häufige Kritik
Das erste, was Kritikern des Dschungelcamps einfällt, ist die oben bereits angedeutete Menschenverachtung in der Sendung: Menschen werden vom Publikum begafft, müssen allerlei Getier essen und so weiter und so fort.
Manche Vorwürfe sind sicherlich durchaus berechtigt, z.B. der Umgang mit Säugetieren wie Ratten und größeren Reptilien. Ob nun ein Regenwurm schlechter dran ist, wenn er von einem Z-Promi lebendig gegessen wird als ein Wurm, der auf auf einen Angelhaken gespießt einen langen Todeskampf unter Wasser führt, sei mal dahingestellt. Wenn die selben Kritiker, die gegen das Leiden der Regenwürmer im Dschungelcamp kämpfen, mit der selben Energie auch gegen die äußerst brutale Kastration von Ferkeln in Schlachtbetrieben auf die Straße gehen würden, wäre diese Welt vielleicht ein besserer Ort. Aber so wird doch oft mit zweierlei Maß gemessen und man sollte meiner Ansicht nach die Kirche im Dorf lassen.
Neid ist ein wichtiges Gefühl im menschlichen Zusammenleben. Es scheint weniger darauf anzukommen, wie viel (wenig) ein Mensch konkret verdient, solange es ihm nur besser geht als seinen Nachbarn.
Manche Leute erbaut es, wenn sie andere Leute im Dschungelcamp leiden sehen; andere bauen sich daran auf, sich intellektuell hochwertiger zu fühlen als all die "Unterschichtenfernsehgucker", welche Sachen wie das Dschungelcamp gucken. Das Prinzip ist das selbe und man muss - wie man sieht - gar nicht selbst das Dschungelcamp gucken, um sich dadurch besser zu fühlen.
Ich mag am Dschungelcamp, dass es die Menschen demaskiert. Nicht nur die Prominenten, auch die Zuschauer und Kritiker. Soziologisch durchaus spannend.
Aber zurück zur Menschenverachtung: Bevor die Menschenwürde beweint wird, möchte ich folgendes zu bedenken geben:
- Alle Teilnehmer tun dies freiweillig und (von wenigen Ausnahmen abgesehen) sind alle medienerfahrene Leute. Während Kandidaten in manch anderen Sendungen wirklich nicht zu wissen scheinen, worauf sie sich einlassen, kann sich beim Dschungelcamp keiner damit rausreden. Die Sendung ging dieses Jahr in die 9. Staffel und durch den penetranten Medienhype um die Sendung kann nun wirklich keiner sagen, er wisse nicht worum es darin geht und wie Fernsehen funktioniert.
- Alle Teilnehmer erhalten eine Gage von mehreren zehntausend Euro. Das sind Beträge, die manche normalarbeitende Beschäftigte nicht mal im Jahr verdienen, da kann man in den zwei Wochen Dschungelcamp wohl auch ein wenig was erwarten.
- Manche Dschungelprüfungen mögen spektakulär und gefährlich aussehen, man kann aber davon ausgehen, dass die Macher der Sendung keine Risiken eingehen und nichts dem Zufall überlassen. Das Risiko, in der Sendung ernsthaft zu schaden zu kommen, dürfte somit ziemlich gering sein. Vergleiche mit den römischen Spielen im Kolosseum sind da eher unzutreffend.
- Viele der „Ekelgerichte“ wie die Tausendjährigen Eier aus der Finalshow und die üblichen Insekten-Gerichte gehören in anderen Ländern zum normalen Speiseplan oder gelten gar als Delikatesse und Kulturgut (in China stehen sogar noch ganz andere Dinge auf der Speisekarte). Selbstverständlich gehört einiges an sozialkultureller Überwindung dazu, ein entsprechendes Essen zu verzehren und ich würde es auch nicht machen wollen, aber ich finde auch Käse und Fisch ziemlich ekelig, obwohl die Mehrheit der Deutschen damit kein Problem hat. Wer nun in Bezug auf die Ekelessen die Menschenwürde auspackt, möge sich zunächst mal Gedanken machen, mit welcher Arroganz er damit den Kulturen gegenübertritt, die z.B. regelmäßig Insekten essen. Es gibt sogar Wissenschaftler, welche in Insekten eine Lösung für die Nahrungsmittelknappheit auf der Erde sehen, denn Insekten sind gesund und relativ einfach zu halten und zu züchten.
Sehr schön ist auch das Interview mit Moderationstext-Schreiber Jens Oliver Haas im Blog von Stefan Niggemeier mit einigen Hintergrundinformationen.
Fazit
Ich halte das Dschungelcamp durchaus für Qualitätsfernsehen und auch die Wissenschaft hat es inzwischen als Forschungsobjekt für sich entdeckt.
Bevor der Blogartikel zu sehr nach Lobeshymne klingt, möchte ich allerdings auch dazu sagen: Das Dschungelcamp ist und bleibt primär eine lockere Unterhaltungssendung und ist kein journalistisches Dokumentarformat. Es ist weder der Untergang des Abendlandes noch der Weisheit letzter Schluss des Unterhaltungsfernsehens. Wie in jeder Serie gibt es stärkere und schwächere Folgen und einige Episoden der letzten Staffel fand auch ich ziemlich langweilig und habe vorgespult.
Ob das Camp wirklich den Grimme-Preis erhält, für den es nominiert ist, werden wir wohl erst bei der Preisverleihung erfahren. Die Konkurrenz ist hart und ich persönlich würde den Preis auch lieber bei Roche & Böhmermann sehen.
Unstrittig ist aber, dass das Dschungelcamp polarisiert und ich bin sicher, dass dies nicht nur von den Machern so gewollt, sondern auch elementarer Teil des Erfolgsrezeptes ist.
Samstag, 20. August 2011
Urlaubsenddepression
Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu... in wenigen Stunden ist Sonntag und dann Montag. Dann muss ich wieder arbeiten. Eine Woche mit meinem Kollegen zusammen, dann hat der drei Wochen Urlaub und ich kann die Abteilung alleine schmeissen. Da graut mir jetzt schon vor, die nächsten Wochen dürften auch so schon stressig werden.
Bisheriges Fazit des Urlaubs? Eigentlich recht positiv. Die Kurzwellen-Tests zu Beginn haben wunderbar geklappt, heute haben ich ebenfalls noch eine QSL-Karte von Leuchtturm-Tag des DARC OV i57 ergattert. Damit schließt sich der Kreis.
Die Berlin-Tour war eigentlich auch recht erfolgreich und verlief ohne größere Zwischenfälle, wenn man davon absieht, dass ich am ersten Tag auf dem Alexanderplatz stand und sämtliche mobile Internet-Kommunikation ausgefallen war, was auch den Zugriff auf meine vorbereiteten Google Maps Karten einschloss. Zum Glück war ich als alterPessimist Optimist mit Erfahrung vorbereitet und auch offline handlungsfähig, aber vom Komfort her, war das schon ein herber Rückschlag. Zum Glück ging es dann die restlichen Tage wie ursprünglich geplant.
Das Wetter war sicherlich auch nicht immer optimal, aber es ging wohl.
Und doch habe ich das Gefühl, dass der Urlaub nicht richtig rund lief, denn eins fehlte: Eine solide Urlaubsromanze, mal wieder Schmetterlinge im Bauch haben, Erregung in allen Ausprägungen, mal wieder richtig was fühlen.
Ich hab mir heute auf den Tipp eines Twitter-Bekannten hin mal die Smartphone-App "Grindr" installiert, eine Art Radargerät um sich andere schwule Männer in der Umgebung anzeigen zu lassen (welche natürlich ebenfalls die App benutzen müssen).
Der bisher nächstgelegene Treffen wurde in 1km Entfernung gemeldet, sieht vom Profil auch ganz nett aus, hat aber bisher auf meine Chatnachricht nicht reagiert.
Ich werde die App mal ein paar Tage testen und dann entscheiden, ob ich sie drauf lasse. Der erste Eindruck ist eher mäßig. In der wirklichen direkten Nachbarschaft werden nur sehr wenige Jungs angezeigt, die Benutzerbasis scheint also noch recht dünn zu sein. Und die Anwendung nervt mit Pop-Ups, dass man doch bitte (vermutlich kostenpflichtige?) Erweiterungen installieren möge. Nette Idee, aber von der Umsetzung nicht wirklich überzeugend.
Langsam glaube ich, ich bin zu speziell zu diese Welt und nicht für eine Beziehung vorgesehen. Aber das Fass mach ich jetzt nicht auf.
(Now Playing: DJ Shog - Stranger on this planet)
Bisheriges Fazit des Urlaubs? Eigentlich recht positiv. Die Kurzwellen-Tests zu Beginn haben wunderbar geklappt, heute haben ich ebenfalls noch eine QSL-Karte von Leuchtturm-Tag des DARC OV i57 ergattert. Damit schließt sich der Kreis.
Die Berlin-Tour war eigentlich auch recht erfolgreich und verlief ohne größere Zwischenfälle, wenn man davon absieht, dass ich am ersten Tag auf dem Alexanderplatz stand und sämtliche mobile Internet-Kommunikation ausgefallen war, was auch den Zugriff auf meine vorbereiteten Google Maps Karten einschloss. Zum Glück war ich als alter
Das Wetter war sicherlich auch nicht immer optimal, aber es ging wohl.
Und doch habe ich das Gefühl, dass der Urlaub nicht richtig rund lief, denn eins fehlte: Eine solide Urlaubsromanze, mal wieder Schmetterlinge im Bauch haben, Erregung in allen Ausprägungen, mal wieder richtig was fühlen.
Ich hab mir heute auf den Tipp eines Twitter-Bekannten hin mal die Smartphone-App "Grindr" installiert, eine Art Radargerät um sich andere schwule Männer in der Umgebung anzeigen zu lassen (welche natürlich ebenfalls die App benutzen müssen).
Der bisher nächstgelegene Treffen wurde in 1km Entfernung gemeldet, sieht vom Profil auch ganz nett aus, hat aber bisher auf meine Chatnachricht nicht reagiert.
Ich werde die App mal ein paar Tage testen und dann entscheiden, ob ich sie drauf lasse. Der erste Eindruck ist eher mäßig. In der wirklichen direkten Nachbarschaft werden nur sehr wenige Jungs angezeigt, die Benutzerbasis scheint also noch recht dünn zu sein. Und die Anwendung nervt mit Pop-Ups, dass man doch bitte (vermutlich kostenpflichtige?) Erweiterungen installieren möge. Nette Idee, aber von der Umsetzung nicht wirklich überzeugend.
Langsam glaube ich, ich bin zu speziell zu diese Welt und nicht für eine Beziehung vorgesehen. Aber das Fass mach ich jetzt nicht auf.
(Now Playing: DJ Shog - Stranger on this planet)
Mittwoch, 17. August 2011
Amateurfunk-Test auf Kurzwelle
Diese Woche habe ich noch Urlaub, danach geht die Schufterei wieder in die Vollen. :-(
Ich denke aber, ich habe den Urlaub so weit recht gut genutzt.
Gleich am ersten Wochenende bin ich zu meinen Eltern gefahren und habe dort eine Kurzwellen-Antenne aufgebaut. Hier in der Stadt fehlt mir leider der Platz für größere Aufbauten und der elektromagnetische Störnebel kann einem zusätzlich den Spaß vermiesen.
Unterm Strich war die Aktion ein voller Erfolg und ich habe Sprechfunkverbindungen zu Freunden innerhalb Deutschlands und Datenverbindungen bis in die Ukraine aufgebaut.
Ich bin mal gespannt, ob demnächst ein paar QSL-Karten bei mir eintrudeln.
Wer mein Rufzeichen kennt, findet unter dem selben Namen einen separaten Twitter-Account mit genaueren Details zu den Verbindungen. Dort werde ich auch bei zukünftigen (größeren) Funkaktionen bekannt geben, auf welchen Frequenzen und mit welchen Betriebsarten ich gerade erreichbar bin.
Ich denke aber, ich habe den Urlaub so weit recht gut genutzt.
Gleich am ersten Wochenende bin ich zu meinen Eltern gefahren und habe dort eine Kurzwellen-Antenne aufgebaut. Hier in der Stadt fehlt mir leider der Platz für größere Aufbauten und der elektromagnetische Störnebel kann einem zusätzlich den Spaß vermiesen.
Unterm Strich war die Aktion ein voller Erfolg und ich habe Sprechfunkverbindungen zu Freunden innerhalb Deutschlands und Datenverbindungen bis in die Ukraine aufgebaut.
Ich bin mal gespannt, ob demnächst ein paar QSL-Karten bei mir eintrudeln.
Wer mein Rufzeichen kennt, findet unter dem selben Namen einen separaten Twitter-Account mit genaueren Details zu den Verbindungen. Dort werde ich auch bei zukünftigen (größeren) Funkaktionen bekannt geben, auf welchen Frequenzen und mit welchen Betriebsarten ich gerade erreichbar bin.
Google+ vs. Facebook
Über drei Monate ist der letzte Blogeintrag her... und auch bei Twitter ist es bei mir im Moment eher ruhig.
Die aktuellesten Infos von mir gibt es momentan bei Facebook, was vorallem daran liegt, dass das Schreiben kompletter Blogeinträge extrem zeitintensiv ist. Twitter bringt dagegen mit seinen maximal 140 Zeichen einfach nicht die nötige Tiefe mit, die ich brauche, um meine Gedankengänge zu verbalisieren. (Da stoße ich teilweise selbst bei Facebook ans Limit.)
Mittlerweile bin ich auch bei Google+ zu finden, allerding mehr zu Testzwecken. Richtig Content produziere ich dort bisher nicht.
Mein erster Eindruck:
Vorteile Google+:
Vorteile Facebok:
Verbesserungsvorschläge für beide Systeme:
Die aktuellesten Infos von mir gibt es momentan bei Facebook, was vorallem daran liegt, dass das Schreiben kompletter Blogeinträge extrem zeitintensiv ist. Twitter bringt dagegen mit seinen maximal 140 Zeichen einfach nicht die nötige Tiefe mit, die ich brauche, um meine Gedankengänge zu verbalisieren. (Da stoße ich teilweise selbst bei Facebook ans Limit.)
Mittlerweile bin ich auch bei Google+ zu finden, allerding mehr zu Testzwecken. Richtig Content produziere ich dort bisher nicht.
Mein erster Eindruck:
Vorteile Google+:
- Hangout bietet Videokonferenzen mit Gruppen, auch das Konzept, dass Freunde auch später dazustoßen können, finde ich eine nette Idee.
- Besseres Sharing-System
- Freundschaften müssen nicht bilateral sein
Vorteile Facebok:
- Veranstaltungen
- Gruppen
- Memos
- Kein automatischer Import des Google-Adressverzeichnisses, das z.B. durch den Android-Sync auch Kontakte enthält, die man nicht bei Google+ sehen möchte. Grundsätzlich ist es wohl sinnvoll, ein gemeinsames Adressbuch zu benutzen, aber für den Anfang fühle ich mich deutlich sicherer, die sozialen Netze erstmal weit entfernt vom normalen Adressbuch auszuprobieren, welches z.T. auch geschäftliche Kontakte enthält.
- Kommentare unter Statusmeldungen werden reduziert dargestellt und erst nach Klick komplett angezeigt. Hier hat Google+ mittlerweile nachgezogen.
Verbesserungsvorschläge für beide Systeme:
- Eine Möglichkeit, nur bestimmte Status-Updates einer Person zu empfangen. Manche Freunde und Bekannte interessieren sich z.B. vorrangig für einen Aspekt meiner Person, z.B. ein gemeinsames Hobby oder mögen über ein bestimmtes Hobby eben gerade nichts lesen. Hier wäre es hilfreich, Nachrichten taggen zu können.
- Es sollte einfacher sein, Profile in beiden Systemen parallel zu pflegen. So gut ich Pluralismus und Alternativen finde - langsam wird es schwierig, all die ganzen sozialen Netzwerke zu pflegen. Ich hätte gerne ein Meta-Netz, mit dem ich alle Netzwerke zentral fernsteuern kann. Alternativ wäre auch ein soziales Netzwerk nach dem Jabber-Prinzip denkbar, bei dem jeder Nutzer (wie beim eMail-System) seinen Anbieter frei wählen kann, jedoch trotzdem alle miteinander kommunizieren können.
Sonntag, 13. Februar 2011
Sind 140 Zeichen noch genug?
Der Twitter-Client TweetDeck hat nun ein Feature, mit dem man über den Dienst deck.ly auch Nachrichten mit mehr als 140 Zeichen schreiben kann. Das ist soweit nichts besonderes, aber da das Erstellen und Dereferenzieren der Nachrichten in TweetDeck automatisch im Hintergrund läuft, hebt sich der Dienst recht angenehm von Konkurenten ab... zumindest für TweetDeck-User wie mich.
Alle anderen sehen nämlich nur einen Tweet mit den ersten Zeichen und einen Link auf den Rest, was das lesen der Timeline ausgesprochen umständlich macht, wenn der Anteil verkürzter Tweets überhand nimmt. Wer solche Dienste zu exzessiv nutzt, darf sich also nicht wundern, wenn er/sie viele Follower verliert.
Trotzdem würde ich mich freuen, wenn Twitter eine offizielle Lösung anbieten würde, das 140 Zeichen-Limit zu umgehen. Diese Lösung hätte dann gute Chancen, client-übergreifend zu funktionieren.
Bleibt die Frage, ob ein solcher Dienst von den Twitter-Usern überhaupt akzeptiert werden würde. Bei einer (nicht-repräsentativen) Diskussion heute Morgen überwogen die negativen Stimmen, die am 140 Zeichen-Limit festhalten möchten.
Ich persönlich denke auch, dass Twitter mit unbegrenzter Tweetlänge nicht funktionieren würde, da der Dienst dann in Monster-Tweets ohne Punkt und Komma ersticken würde.
Dennoch glaube ich, dass Twitter von einer Anhebung des Limits durchaus profitieren könnte. Die 140-Zeichen-Begrenzung dürfte technisch daher rühren, dass ein Tweet zusammen mit ein paar Metadaten in eine SMS von 160 Zeichen passen sollte.
Im Zeitalter von Smartphones mit speziell auf Twitter ausgerichteten Apps finde ich dieses Feature verzichtbar, zumal auch SMS inzwischen länger als 160 Zeichen sein dürfen und mit MMS eine Alternative für noch längere Texte besteht. Die Kosten sollten dabei kein Argument sein, denn ob der Twitter-User einen Text manuell auf mehrere Tweets (und damit SMS) verteilt oder das System lange Tweets lediglich für die wenigen SMS-User automatisch aufsplittet, macht von den SMS-Kosten keinen Unterschied. Ohne SMS-Flat dürfte eine Nutzung von Twitter via SMS sowieso ziemlich aussichtslos sein.
Dagegen sprechen für eine moderate Erhöhung die folgenden Punkte:
Bevor die "Traditionalisten" jetzt die Messer wetzen, möchte ich noch mal unterstreichen, dass ich den Kerngedanken von Twitter ("Fass Dich kurz!") gar nicht umstoßen will. Ich denke nur, dass Twitter in seiner jetzigen Form noch einen Großteil seines Potentials verschenkt.
Ein Limit im Bereich des Statustext-Limits bei Facebook fände ich sinnvoll. Das müsste irgendwo bei 420 Zeichen liegen.
Leider ist Facebook kein Ersatz für Twitter, da beide Dienste komplett unterschiedliche Zielgruppen haben: Facebook dient mehr der Vernetzung von Leuten, die man schon kennt; während Twitter doch eher ein Ad-Hoc-Netzwerk ist, auf dem man zwar auch seine Stamm-Follower hat, das sich durch die Hashtags und Re-Tweets aber auch laufend dynamisch umgruppieren kann, z.B. wenn gemeinsam eine Fernsehsendung geguckt wird.
Twitter macht es einfach, seinen eigenen Horizont und Bekanntenkreis zu erweitern, daher sollte Twitter meiner Meinung nach auch wieder zur alten Verhaltensweise zurückkehren, auch Mentions an Leute, denen man nicht selbst folgt, anzuzeigen.
In diesem Sinne: Was denkt Ihr über das 140-Zeichen-Limit, wie und für was nutzt ihr Facebook und Twitter?
Alle anderen sehen nämlich nur einen Tweet mit den ersten Zeichen und einen Link auf den Rest, was das lesen der Timeline ausgesprochen umständlich macht, wenn der Anteil verkürzter Tweets überhand nimmt. Wer solche Dienste zu exzessiv nutzt, darf sich also nicht wundern, wenn er/sie viele Follower verliert.
Trotzdem würde ich mich freuen, wenn Twitter eine offizielle Lösung anbieten würde, das 140 Zeichen-Limit zu umgehen. Diese Lösung hätte dann gute Chancen, client-übergreifend zu funktionieren.
Bleibt die Frage, ob ein solcher Dienst von den Twitter-Usern überhaupt akzeptiert werden würde. Bei einer (nicht-repräsentativen) Diskussion heute Morgen überwogen die negativen Stimmen, die am 140 Zeichen-Limit festhalten möchten.
Ich persönlich denke auch, dass Twitter mit unbegrenzter Tweetlänge nicht funktionieren würde, da der Dienst dann in Monster-Tweets ohne Punkt und Komma ersticken würde.
Dennoch glaube ich, dass Twitter von einer Anhebung des Limits durchaus profitieren könnte. Die 140-Zeichen-Begrenzung dürfte technisch daher rühren, dass ein Tweet zusammen mit ein paar Metadaten in eine SMS von 160 Zeichen passen sollte.
Im Zeitalter von Smartphones mit speziell auf Twitter ausgerichteten Apps finde ich dieses Feature verzichtbar, zumal auch SMS inzwischen länger als 160 Zeichen sein dürfen und mit MMS eine Alternative für noch längere Texte besteht. Die Kosten sollten dabei kein Argument sein, denn ob der Twitter-User einen Text manuell auf mehrere Tweets (und damit SMS) verteilt oder das System lange Tweets lediglich für die wenigen SMS-User automatisch aufsplittet, macht von den SMS-Kosten keinen Unterschied. Ohne SMS-Flat dürfte eine Nutzung von Twitter via SMS sowieso ziemlich aussichtslos sein.
Dagegen sprechen für eine moderate Erhöhung die folgenden Punkte:
- Es ist möglich, auch mal einen etwas komplexeren Gedanken verbalisieren zu können, was sicherlich dem allgemeinen Niveau zuträglich wäre. Wohin extreme Simplifizierung komplexer Zusammenhänge führen kann, kann man jeden Morgen in der Bildzeitung nachlesen oder sich in den "Wissenschaftsmagazinen" mancher Privatsender anschauen.
- Die Namen von Adressaten und Hashtags (Schlagworten zur Kategorisierung von Tweets) gehen von den 140 Zeichen ab, so dass für die eigentliche Botschaft noch weniger Platz zur Verfügung steht. Ohne Tags kann man sich aber keine Tweets zu bestimmten Themen selektiv anzeigen lassen. Was nützt der beste Tweet, wenn er kaum gelesen wird?
- Manche Stilmittel wie Ironie und Sarkasmus erfordern die Verwendung bestimmter Wörter und sterben, sobald man sich immer auf die kürzest mögliche Art und Weise ausdrücken muss. Das finde ich schade, weil ich meinen trocknen Humor via Twitter oft nicht transportiert bekomme, dabei soll Twitter eigentlich auch ein sehr subjektives, individuelles Medium sein.
- Die Zeit, die mit dem zurecht-trimmen eines Textes auf 140-Zeichen verbringt, könnte man in sinnvollere Dinge stecken.
- In mehrere Tweets aufgeteilte Inhalte kann man kaum noch retweeten (zitieren) ohne dass der Kontext und der Sinn verloren geht.
Bevor die "Traditionalisten" jetzt die Messer wetzen, möchte ich noch mal unterstreichen, dass ich den Kerngedanken von Twitter ("Fass Dich kurz!") gar nicht umstoßen will. Ich denke nur, dass Twitter in seiner jetzigen Form noch einen Großteil seines Potentials verschenkt.
Ein Limit im Bereich des Statustext-Limits bei Facebook fände ich sinnvoll. Das müsste irgendwo bei 420 Zeichen liegen.
Leider ist Facebook kein Ersatz für Twitter, da beide Dienste komplett unterschiedliche Zielgruppen haben: Facebook dient mehr der Vernetzung von Leuten, die man schon kennt; während Twitter doch eher ein Ad-Hoc-Netzwerk ist, auf dem man zwar auch seine Stamm-Follower hat, das sich durch die Hashtags und Re-Tweets aber auch laufend dynamisch umgruppieren kann, z.B. wenn gemeinsam eine Fernsehsendung geguckt wird.
Twitter macht es einfach, seinen eigenen Horizont und Bekanntenkreis zu erweitern, daher sollte Twitter meiner Meinung nach auch wieder zur alten Verhaltensweise zurückkehren, auch Mentions an Leute, denen man nicht selbst folgt, anzuzeigen.
In diesem Sinne: Was denkt Ihr über das 140-Zeichen-Limit, wie und für was nutzt ihr Facebook und Twitter?
Donnerstag, 20. Januar 2011
Amateurfunk im Katastrophenfall
Schöner Artikel im Deutschlandfunk:
Schneller, früher, genauer - Bielefelder Forscher wollen Kommunikation im Katastrophenfall verbessern
Schneller, früher, genauer - Bielefelder Forscher wollen Kommunikation im Katastrophenfall verbessern
Montag, 3. Januar 2011
TwitMatch - Wie gut passt Du zu Deinen Followern?
Ich habe mir gerade mal ein paar Gedanken zu einer neuen Twitter-Anwendung gemacht.
Jeder Mensch kennt den Wunsch nach Bestätigung in der Gruppe und die daraus entstehende Unsicherheit, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob man selbst "normal" ist. Aus Angst sich zu blamieren sagt man dann oft nichts.
Meine Anwendung hat halb spielerischen, halb ernsten Charakter und ist eine Mischung aus einer persönlichen Twitter-Statistik, den von Facebook bekannten Wahrheitsspielen, Formspring und einem Freundefinder.
Das Ganze soll so aussehen: Man loggt sich mit seinem Twitter-Account auf der Seite ein und die Anwendung berechnet eine Statistik zu den Followern, z.B. mit wem man am häufigsten Kontakt hat. Soweit nichts besonderes.
Die Anwendung enthält einen in Kategorien und Unterkategorien aufgeteilten Fragenkatalog mit Fragen, die sich durch Eingabe von Zahlen, Auswahl vorgegebener Antworten und ggf. auch Freitext beantworten lassen. Alle Fragen mit Ausnahme einiger Grunddaten wie z.B. Alter und Geschlecht sind freiwillig.
Wer eine Frage beantwortet, bekommt die Antworten seiner Follower auf die selbe Frage angezeigt. Jeder kann bei der Beantwortung der Frage auswählen, ob er in dieser Liste namentlich oder anonym erscheinen möchte (der Name erscheint jedoch nur, wenn beide Seiten ihren Namen offenbaren). Jeder sieht nur Antworten auf Fragen, die er selbst beantwortet hat und der Schutz der Anonymität erleichtert es, wahrheitsgetreu zu antworten.
Fragen können sich z.B. um die Höhe des Einkommens/Taschengelds drehen, um die Meinung zu bestimmten gesellschaftlichen, moralischen oder politischen Themen oder auch ganz privaten Gewohnheiten drehen.
Beispiele:
Diese Übereinstimmungsberechnung erfolgt auf mehreren Ebenen:
Außerdem müssen zweiseitige Beziehungen (gegenseitiges Folgen) höher bewertet werden als einseitige.
Das System ist nicht primär als Dating-Plattform gedacht, kann aber auch Aspekte aus diesem Metier enthalten: So kann die Anwendung z.B. auch die Meinung eines Benutzers zu bestimmten Followern, mit denen er besonders intensiven Kontakt hat, einholen. So kann das System zwei Menschen, die sich beide sehr gerne näher kennenlernen würden, sich bisher aber nicht getraut haben, den ersten Schritt zu machen, einen Wink mit dem Zaunpfahl geben.
Das System ist dabei natürlich nicht so leicht durchschaubar und manipulierbar, dass man durch ausprobieren falscher Angaben Follower ausspionieren kann.
Soviel zur Idee.
Was meint ihr dazu? Würdet ihr ein solches System benutzen? Was gefällt euch am Konzept, was würdet ihr lieber anders haben wollen?
Jeder Mensch kennt den Wunsch nach Bestätigung in der Gruppe und die daraus entstehende Unsicherheit, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob man selbst "normal" ist. Aus Angst sich zu blamieren sagt man dann oft nichts.
Meine Anwendung hat halb spielerischen, halb ernsten Charakter und ist eine Mischung aus einer persönlichen Twitter-Statistik, den von Facebook bekannten Wahrheitsspielen, Formspring und einem Freundefinder.
Das Ganze soll so aussehen: Man loggt sich mit seinem Twitter-Account auf der Seite ein und die Anwendung berechnet eine Statistik zu den Followern, z.B. mit wem man am häufigsten Kontakt hat. Soweit nichts besonderes.
Die Anwendung enthält einen in Kategorien und Unterkategorien aufgeteilten Fragenkatalog mit Fragen, die sich durch Eingabe von Zahlen, Auswahl vorgegebener Antworten und ggf. auch Freitext beantworten lassen. Alle Fragen mit Ausnahme einiger Grunddaten wie z.B. Alter und Geschlecht sind freiwillig.
Wer eine Frage beantwortet, bekommt die Antworten seiner Follower auf die selbe Frage angezeigt. Jeder kann bei der Beantwortung der Frage auswählen, ob er in dieser Liste namentlich oder anonym erscheinen möchte (der Name erscheint jedoch nur, wenn beide Seiten ihren Namen offenbaren). Jeder sieht nur Antworten auf Fragen, die er selbst beantwortet hat und der Schutz der Anonymität erleichtert es, wahrheitsgetreu zu antworten.
Fragen können sich z.B. um die Höhe des Einkommens/Taschengelds drehen, um die Meinung zu bestimmten gesellschaftlichen, moralischen oder politischen Themen oder auch ganz privaten Gewohnheiten drehen.
Beispiele:
- "Was denkst Du über Stuttgart 21?"
- "Wie denkst Du über Schwule?"
- "Wie wichtig ist Treue in einer Beziehung?"
- "Welche Musikrichtungen hörtst Du?"
- "Ist Selbstbefriedigung in einer Beziehung Betrug am Partner?"
Diese Übereinstimmungsberechnung erfolgt auf mehreren Ebenen:
- Der Twitterbenutzer kann sehen, ob er (bezogen auf alle Fragen) in der breiten Masse mitschwimmt oder mehr Individualist/Außenseiter ist.
- Der Benutzer kann sehen, wie sein Freundeskreis zu einer bestimmten Frage steht, z.B. der Akzeptanz von Schwulen und Lesben, was einem vielleicht beim eigenen Outing hilfreich sein kann.
- Der Benutzer kann vom System Follower (ggf. auch Followern von Followern) vorgeschlagen bekommen, mit denen er bisher wenig Kontakt, aber viele Gemeinsamkeiten hat.
Außerdem müssen zweiseitige Beziehungen (gegenseitiges Folgen) höher bewertet werden als einseitige.
Das System ist nicht primär als Dating-Plattform gedacht, kann aber auch Aspekte aus diesem Metier enthalten: So kann die Anwendung z.B. auch die Meinung eines Benutzers zu bestimmten Followern, mit denen er besonders intensiven Kontakt hat, einholen. So kann das System zwei Menschen, die sich beide sehr gerne näher kennenlernen würden, sich bisher aber nicht getraut haben, den ersten Schritt zu machen, einen Wink mit dem Zaunpfahl geben.
Das System ist dabei natürlich nicht so leicht durchschaubar und manipulierbar, dass man durch ausprobieren falscher Angaben Follower ausspionieren kann.
Soviel zur Idee.
Was meint ihr dazu? Würdet ihr ein solches System benutzen? Was gefällt euch am Konzept, was würdet ihr lieber anders haben wollen?
Donnerstag, 16. Dezember 2010
Wikileaks
Zwei sehr schöne Artikel zu Wikileaks:
Die Berliner Zeitung veröffentlicht einen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks gemeinsam mit der tageszeitung, dem Freitag und der Frankfurter Rundschau.
Spiegel Online: Medienzensur in den USA - Was WikiLeaks mit Internetsperren zu tun hat
Ich habe ab heute nun endlich Weihnachtsurlaub, da komme ich vielleicht auch wieder etwas öfters zum Bloggen.
Die Berliner Zeitung veröffentlicht einen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks gemeinsam mit der tageszeitung, dem Freitag und der Frankfurter Rundschau.
Spiegel Online: Medienzensur in den USA - Was WikiLeaks mit Internetsperren zu tun hat
Ich habe ab heute nun endlich Weihnachtsurlaub, da komme ich vielleicht auch wieder etwas öfters zum Bloggen.
Mittwoch, 11. August 2010
PC-Tastatur am Mac: Die Lösung
Wenn man eingefleischte Macintologen zur Kompatibilität von OSX zu Standard-PC-Hardware befragt, bekommt man meistens zu hören, dass das alles gar kein Problem sei, auch wenn die Apple-Hardware selbstverständlich viel besser sei.
Glaubt ihnen kein Wort!
Es ist zwar richtig, dass man eine PC-Tastatur an den Mac stecken kann und diese dann augenscheinlich funktioniert. Wenn man genauer hinsieht, stellt man jedoch fest, dass einige Tasten wie z.B. "{", "}", "[" und "]" anders belegt sind. (Auf meiner Original-Tastatur von Apple sind diese Zeichen nicht einmal eingezeichnet!)
Zweites Problem:
Beim Versuch, das erste Problem zu lösen, hat sich irgendwie der Tastaturtyp verstellt und der Button zum Ändern des Tastaturtyps war plötzlich verschwunden. Resultat war, dass OSX eine englische Tastatur mit deutscher Beschriftung angenommen hat (gib's sowas in der Realität überhaupt?), d.h. dass die "<"-Taste zwischen linker Shift-Taste und "y" fehlte (wie bei US-Tastaturen üblich), die Umlaute aber trotzdem funktionierten. Auf der virtuellen Bildschirmtastatur war das Fehlen der Taste klar zu sehen, statt dessen war die linke Shift-Taste breiter. Auf der Hardwaretastatur konnte OSX die Taste zum Glück nicht wegdiskutieren, so dass hier "^" und "<" vertauscht waren.
Ich habe in verschiedenen Foren nach Lösungen gesucht und das Problem scheint häufiger aufzutreten. Eine Lösung gab es jedoch nicht, da man das eigentliche Problem lieber durch die Diskussion der Zeichensetzung im Ursprungsposting zu verdrängen versuchte.
Nach langem Suchen habe ich schließlich in einem Blog die Lösung gefunden:
Man muss die Datei /Library/Preferences/com.apple.keyboardtype.plist löschen und den Mac rebooten. Danach wird man wieder nach dem Tastaturtyp gefragt und auch der Button ist wieder da.
Damit war die Vertauschung von "^" und "<" aufgehoben und auch die Bildschirmtastatur zeigte die fehlende Taste wieder an.
Für die falsche Belegung der AltGr-Kombinationen (z.B. eckige und geschweifte Klammern) habe ich die Lösung in Form des Tastaturlayout-Editors Ukelele gefunden. Ukelele ermöglicht das Erstellen komplett eigener Tastaturlayouts und liefert auch schon viele fertige Presets mit.
Für mein Problem reichte es, die beiden Dateien "LogitechGerman.keylayout" (das eigentliche Keyboardlayout) und "LogitechGerman.icns" (ein Icon mit einer Deutschlandflagge) aus dem Ukelele-Paket nach "/Library/Keyboard Layouts" zu kopieren, den Rechner zu rebooten und die neue Konfiguration "Logitech German" in den Spracheinstellungen von OS X zu aktivieren (dazu erst in den Settungs anhaken damit das Layout überhaupt geladen wird und anschließend oben in der Menüzeile auswählen, damit es auch benutzt wird).
Seit dem sind mir keine falschen Tasten mehr aufgefallen und sollte ich doch noch welche finden, kann ich sie mit Ukelele selbst anpassen.
Bleibt die Frage, wieso Apple nicht in der Lage ist, ein vollständiges Tastaturlayout für PC-Tastaturen bereits ab Werk mitzuliefern...
Glaubt ihnen kein Wort!
Es ist zwar richtig, dass man eine PC-Tastatur an den Mac stecken kann und diese dann augenscheinlich funktioniert. Wenn man genauer hinsieht, stellt man jedoch fest, dass einige Tasten wie z.B. "{", "}", "[" und "]" anders belegt sind. (Auf meiner Original-Tastatur von Apple sind diese Zeichen nicht einmal eingezeichnet!)
Zweites Problem:
Beim Versuch, das erste Problem zu lösen, hat sich irgendwie der Tastaturtyp verstellt und der Button zum Ändern des Tastaturtyps war plötzlich verschwunden. Resultat war, dass OSX eine englische Tastatur mit deutscher Beschriftung angenommen hat (gib's sowas in der Realität überhaupt?), d.h. dass die "<"-Taste zwischen linker Shift-Taste und "y" fehlte (wie bei US-Tastaturen üblich), die Umlaute aber trotzdem funktionierten. Auf der virtuellen Bildschirmtastatur war das Fehlen der Taste klar zu sehen, statt dessen war die linke Shift-Taste breiter. Auf der Hardwaretastatur konnte OSX die Taste zum Glück nicht wegdiskutieren, so dass hier "^" und "<" vertauscht waren.
Ich habe in verschiedenen Foren nach Lösungen gesucht und das Problem scheint häufiger aufzutreten. Eine Lösung gab es jedoch nicht, da man das eigentliche Problem lieber durch die Diskussion der Zeichensetzung im Ursprungsposting zu verdrängen versuchte.
Nach langem Suchen habe ich schließlich in einem Blog die Lösung gefunden:
Man muss die Datei /Library/Preferences/com.apple.keyboardtype.plist löschen und den Mac rebooten. Danach wird man wieder nach dem Tastaturtyp gefragt und auch der Button ist wieder da.
Damit war die Vertauschung von "^" und "<" aufgehoben und auch die Bildschirmtastatur zeigte die fehlende Taste wieder an.
Für die falsche Belegung der AltGr-Kombinationen (z.B. eckige und geschweifte Klammern) habe ich die Lösung in Form des Tastaturlayout-Editors Ukelele gefunden. Ukelele ermöglicht das Erstellen komplett eigener Tastaturlayouts und liefert auch schon viele fertige Presets mit.
Für mein Problem reichte es, die beiden Dateien "LogitechGerman.keylayout" (das eigentliche Keyboardlayout) und "LogitechGerman.icns" (ein Icon mit einer Deutschlandflagge) aus dem Ukelele-Paket nach "/Library/Keyboard Layouts" zu kopieren, den Rechner zu rebooten und die neue Konfiguration "Logitech German" in den Spracheinstellungen von OS X zu aktivieren (dazu erst in den Settungs anhaken damit das Layout überhaupt geladen wird und anschließend oben in der Menüzeile auswählen, damit es auch benutzt wird).
Seit dem sind mir keine falschen Tasten mehr aufgefallen und sollte ich doch noch welche finden, kann ich sie mit Ukelele selbst anpassen.
Bleibt die Frage, wieso Apple nicht in der Lage ist, ein vollständiges Tastaturlayout für PC-Tastaturen bereits ab Werk mitzuliefern...
Mittwoch, 4. August 2010
Sauwetter
Ich bin seit rund einer Woche zurück aus Frankfurt und habe mich so halbwegs wieder akklimatisiert.
Frankfurt war schön, auch wenn das Wetter alles andere als berauschend war (ist hier in Bremen leider auch nicht anders) und das Treffen einige Fragen aufgeworfen hat, wie es mit ihm und mir nun eigentlich weitergeht. Innerlich hatte ich sicher gehofft, nahtlos an das Treffen vom April anknüpfen zu können, auch wenn ich schon vorher wusste, dass dies wahrscheinlich nicht klappen würde. Ob die dunklen Wolken im 7. Himmel zur Gewitterfront werden oder sich wieder verziehen und die Sonne wieder rauskommt, vermag mein Wetterfrosch zur Zeit noch nicht abzuschätzen.
Auch Radio Tweriwan hat zur Zeit mit einen Turbulenzen zu kämpfen. Mein kaputter Server läuft in den Grundfunktionen wieder, um die für den Radiobetrieb notwendigen Tools muss ich mich noch mal gesondert kümmern. Die Mumble-Installation ist unter Linux einfach grausam, wenn die fertigen Pakete nicht funktionieren wollen. Ich habe den Plattencrash genutzt um eine neuere Linux-Version zu installieren, ich hoffe das vereinfacht nun auch die Mumble-Installation.
Die Reparatur hat allerdings im Moment auch nicht die höchste Priorität, da ich momentan nicht weiss, wie ich überhaupt mit dem Radio weiterverfahren soll. Ein Teil meiner ehemaligen Hörer scheint inzwischen zu einem "Konkurrenzradio" abgewandert zu sein, bei dem in privater Runde mit handverlesenen Leuten intime Privatgespräche geführt werden. Da der Admin mir nach einiger Rumdruckserei ("Server schon voll") gesagt hat, dass ich dort unerwünscht sei, kann ich mir keine eigene Meinung bilden. Ich weiss allerdings von meinen "Spionen", dass es da wohl richtig zur Sache gehen soll und mein Niveaukeller ein Nonnenkloster dagegen ist. Auch meine Idee, das Radio durch Webcam-Live-Bilder der Hörer aufzuwerten, wurde schon schamlos abgekupfert. Wer schnell ist, kann hier einen Screenshot einer solchen Videokonferenz sehen, auf dem einer der Mumbler gerade seine Unterhose präsentiert. (Ich gehe mal davon aus, dass das Bild spätestens nach diesem Blogeintrag schnell wieder verschwunden sein wird, aber wer zu spät kommt, wird vielleicht im Google-Cache noch fündig.)
Da das "Konkurrenzradio" nur hinter verschlossenen Türen sendet und auch die Umsetzung eher dilettantisch ist (ich habe auch schon mit MeBeam experimentiert, der Dienst ist allerdings noch sehr unausgereift), sehe ich es nicht wirklich als Konkurrenz. Da ich nicht weiss, wie das andere Radio heisst, fehlt mir allerdings momentan ein passenderer Begriff.
Ich schicke Radio Tweriwan erstmal in die Sommerpause, denn im Sommerloch ist auch im Radio kaum was los und dafür lohnt sich der ganze organisatorische Aufwand dahinter nicht.
Wenn das Wetter weiterhin so bescheiden bleibt wie im Moment (das hier soll Sommer sein?! Dafür habe ich keinen Urlaub genommen... :-|), wird es aber sicherlich in unregelmäßigen Abständen ein kleines Special geben, damit die Wartezeit bis zum Herbst nicht zu lang wird.
Außerdem möchte ich die Pause nutzen, ein wenig zu experimentieren und auch mal eine "richtige" Radiosendung (ohne Mumble, dafür mit Moderation und Musik) zu machen. Mal sehen, ob ein Freund von mir Lust hat, mal mit seinen Turntables vorbeizukommen und live aufzulegen. Diese Sendungen werden allerdings eher den Status einer dezentralen Privatparty haben und nicht öffentlich gestreamt werden, sonst steigt mir die Musikindustrie auf's Dach.
Außerdem überlege ich derzeit, ob ich mich nicht mal an einem Podcast versuchen sollte, z.B.
Samstag soll's zum CSD nach Hamburg gehen, so das Wetter mitspielt. Meine Begleitung hat leider abgesagt... wer möchte statt dessen mit?
Frankfurt war schön, auch wenn das Wetter alles andere als berauschend war (ist hier in Bremen leider auch nicht anders) und das Treffen einige Fragen aufgeworfen hat, wie es mit ihm und mir nun eigentlich weitergeht. Innerlich hatte ich sicher gehofft, nahtlos an das Treffen vom April anknüpfen zu können, auch wenn ich schon vorher wusste, dass dies wahrscheinlich nicht klappen würde. Ob die dunklen Wolken im 7. Himmel zur Gewitterfront werden oder sich wieder verziehen und die Sonne wieder rauskommt, vermag mein Wetterfrosch zur Zeit noch nicht abzuschätzen.
Auch Radio Tweriwan hat zur Zeit mit einen Turbulenzen zu kämpfen. Mein kaputter Server läuft in den Grundfunktionen wieder, um die für den Radiobetrieb notwendigen Tools muss ich mich noch mal gesondert kümmern. Die Mumble-Installation ist unter Linux einfach grausam, wenn die fertigen Pakete nicht funktionieren wollen. Ich habe den Plattencrash genutzt um eine neuere Linux-Version zu installieren, ich hoffe das vereinfacht nun auch die Mumble-Installation.
Die Reparatur hat allerdings im Moment auch nicht die höchste Priorität, da ich momentan nicht weiss, wie ich überhaupt mit dem Radio weiterverfahren soll. Ein Teil meiner ehemaligen Hörer scheint inzwischen zu einem "Konkurrenzradio" abgewandert zu sein, bei dem in privater Runde mit handverlesenen Leuten intime Privatgespräche geführt werden. Da der Admin mir nach einiger Rumdruckserei ("Server schon voll") gesagt hat, dass ich dort unerwünscht sei, kann ich mir keine eigene Meinung bilden. Ich weiss allerdings von meinen "Spionen", dass es da wohl richtig zur Sache gehen soll und mein Niveaukeller ein Nonnenkloster dagegen ist. Auch meine Idee, das Radio durch Webcam-Live-Bilder der Hörer aufzuwerten, wurde schon schamlos abgekupfert. Wer schnell ist, kann hier einen Screenshot einer solchen Videokonferenz sehen, auf dem einer der Mumbler gerade seine Unterhose präsentiert. (Ich gehe mal davon aus, dass das Bild spätestens nach diesem Blogeintrag schnell wieder verschwunden sein wird, aber wer zu spät kommt, wird vielleicht im Google-Cache noch fündig.)
Da das "Konkurrenzradio" nur hinter verschlossenen Türen sendet und auch die Umsetzung eher dilettantisch ist (ich habe auch schon mit MeBeam experimentiert, der Dienst ist allerdings noch sehr unausgereift), sehe ich es nicht wirklich als Konkurrenz. Da ich nicht weiss, wie das andere Radio heisst, fehlt mir allerdings momentan ein passenderer Begriff.
Ich schicke Radio Tweriwan erstmal in die Sommerpause, denn im Sommerloch ist auch im Radio kaum was los und dafür lohnt sich der ganze organisatorische Aufwand dahinter nicht.
Wenn das Wetter weiterhin so bescheiden bleibt wie im Moment (das hier soll Sommer sein?! Dafür habe ich keinen Urlaub genommen... :-|), wird es aber sicherlich in unregelmäßigen Abständen ein kleines Special geben, damit die Wartezeit bis zum Herbst nicht zu lang wird.
Außerdem möchte ich die Pause nutzen, ein wenig zu experimentieren und auch mal eine "richtige" Radiosendung (ohne Mumble, dafür mit Moderation und Musik) zu machen. Mal sehen, ob ein Freund von mir Lust hat, mal mit seinen Turntables vorbeizukommen und live aufzulegen. Diese Sendungen werden allerdings eher den Status einer dezentralen Privatparty haben und nicht öffentlich gestreamt werden, sonst steigt mir die Musikindustrie auf's Dach.
Außerdem überlege ich derzeit, ob ich mich nicht mal an einem Podcast versuchen sollte, z.B.
- als Ergänzung diesem Blog,
- als eigenständiges Projekt zu einem eng umrissenen Thema oder
- als Ergänzung zum Radio, bei der Themen in Mumble diskutiert und dann (ggf. etwas gestrafft) als Podcast aufbereitet werden.
Samstag soll's zum CSD nach Hamburg gehen, so das Wetter mitspielt. Meine Begleitung hat leider abgesagt... wer möchte statt dessen mit?
Sonntag, 11. Juli 2010
Was ist los bei Radio Tweriwan?
Was ist los bei Radio Tweriwan?
Zur Zeit fehlt dem Sender die kritische Masse an Hörern, die für den Betrieb nötig ist. Es guckt zwar immer mal wieder ein Hörer rein, geht dann aber sofort wieder, weil sonst keiner da ist. So rennen ständig alle aneinander vorbei und es kommt kein Gespräch zu stande.
Ich vermute, dass auch Urlaubszeit und WM ihren Anteil an der schwachen Beteiligung haben.
Ich weiss, dass sich mehrere Leute inzwischen ihre eigenen privaten Mumble-Server eingerichtet haben, da ihnen die offiziellen Sendezeiten nicht ausgereicht haben. Wieviele Server es genau gibt, weiss ich nicht, weil die Serverdaten immer nur in geschlossenen Kreisen verteilt werden. Vielleicht ist damit nun genau das eingetreten, was ich schon vor Wochen prophezeit habe: Die Community hat sich zersplittert und verschwindet nun im Grundrauschen des Internets?
Ist Radio Tweriwan inzwischen obsolet geworden? Oder liegt es nur am Sommerloch?
Was meint ihr?
Zur Zeit fehlt dem Sender die kritische Masse an Hörern, die für den Betrieb nötig ist. Es guckt zwar immer mal wieder ein Hörer rein, geht dann aber sofort wieder, weil sonst keiner da ist. So rennen ständig alle aneinander vorbei und es kommt kein Gespräch zu stande.
Ich vermute, dass auch Urlaubszeit und WM ihren Anteil an der schwachen Beteiligung haben.
Ich weiss, dass sich mehrere Leute inzwischen ihre eigenen privaten Mumble-Server eingerichtet haben, da ihnen die offiziellen Sendezeiten nicht ausgereicht haben. Wieviele Server es genau gibt, weiss ich nicht, weil die Serverdaten immer nur in geschlossenen Kreisen verteilt werden. Vielleicht ist damit nun genau das eingetreten, was ich schon vor Wochen prophezeit habe: Die Community hat sich zersplittert und verschwindet nun im Grundrauschen des Internets?
Ist Radio Tweriwan inzwischen obsolet geworden? Oder liegt es nur am Sommerloch?
Was meint ihr?
Alles was schief gehen kann...
... geht auch schief. Im Moment läuft wirklich so gar nix wie es soll.
Mein Heim-Server ist inzwischen seit über einer Woche down, nachdem ausgerechnet beim Erstellen des neuen Backups die Platte verreckt ist. Der Datenverlust hält sich dank regelmäßiger Datensicherungen zum Glück in Grenzen und ich habe auch schon eine neue (und etwas größere) Festplatte besorgt, aber die Installation wird wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin sind das VPN, die Webcam und die ganzen anderen Serverdienste nicht erreichbar. Auch Radio Tweriwan ist zur Zeit nur via Mumble erreichbar, da der Radio-Stream für WinAMP, iTunes & Co ebenfalls auf meinem Heimserver erzeugt wurde.
Ich befürchte, die endgültige Reparatur kann sich auch noch bis zu meinem Urlaub hinziehen, da ich die Gelegenheit nutzen möchte, auch gleich ein paar schon länger geplante Umstrukturierungen am Netz vorzunehmen.
In der Firma ist auch die Hölle los und ich bin momentan mächtig sauer auf meinen Chef, weil der die Entscheidung über meinen Urlaub immer weiter vor sich herschiebt und und an Bedingungen knüpft, auf deren Erfüllung ich nur mäßigen Einfluss habe und von denen ich nicht mal weiss, ob sie überhaupt erfüllbar sind.
Immerhin habe ich schon eine mündliche Zusage für eine Woche Überstundenabbau ab dem 26.07., aber richtig drüber freuen kann ich mich erst, wenn ich das auch schriftlich habe. Was aus dem für August eingereichten Urlaub wird, steht in den Sternen. Im Moment steht mir das echt bis oben.
Ich hatte eigentlich gehofft, zum Ausgleich ein paar ruhige Tage mit meinem Schnuggel aus Frankfurt verbringen zu können, das scheint sich aber inzwischen auch so gut wie erledigt zu haben. Anfang August fängt er einen neuen Job an und vorher ist er mit Umzug und anderem Krams beschäftigt, so dass er die Zeit für einen Besuch in Bremen wahrscheinlich nicht aufbringen kann. Shit happens. Ich würde mir nur etwas mehr Engagement von ihm wünschen, eine Alternative (z.B. ein erneutes Treffen in Frankfurt) zu finden. :-(
Gestern habe ich mich mit einem Twitter-Schnuggel getroffen und wir haben uns im Schatten einer Weserbrücke sehr nett und tiefgründig unterhalten. Anschließend bin ich spontan mit einem Freund ins Freibad Hoya gefahren. War bei der Hitze genau das richtige, auch wenn die Schnuckelquote verbesserungswürdig war. Hauptsächlich waren Familien mit kleinen Kindern dort.
Kann es sein, dass die gute alte Gruppenumkleide am Aussterben ist? In Hoya gibt es zwar eine, die ist jedoch so gut versteckt, dass man zwischen den ganzen Einzelkabinen erstmal suchen muss. Ich finde das traurig, denn auch das Umziehen gehört doch irgendwie zum Freibaderlebnis mit dazu...
Nach dem Freibad sind wir noch zu dem Freund nach Hause gefahren und er hat mir seine beiden alten Atari-Heimcomputer gezeigt. Schon ganz interessant, wie das damals so war, auch wenn ich ja mehr PC-Anhänger bin.
Später sind wir dann noch zu mir gefahren und haben ein Kabel für den Atari-Composite-Videoausgang gelötet. Ich bin ja mal gespannt ob das funktioniert... einigen Lötstellen sieht man leider an, dass sie um vier Uhr nachts entstanden sind.
Nächstes Wochenende ist nun erstmal Haake Beck Badeinsel-Regatta und das Wochenende drauf die Schaumparty in der Fun Factory Wildeshausen sowie die schwullesbische Techno-Haus-Party in Oldenburg, auf der zwei Freunde von mir als DJs auflegen. Wer hat Lust mitzukommen?
Ich befürchte allerdings, dass ich an einem der beiden Wochenenden noch mal auf Dienstreise muss. :-/
Im Moment bin ich echt frustriert.
Mein Heim-Server ist inzwischen seit über einer Woche down, nachdem ausgerechnet beim Erstellen des neuen Backups die Platte verreckt ist. Der Datenverlust hält sich dank regelmäßiger Datensicherungen zum Glück in Grenzen und ich habe auch schon eine neue (und etwas größere) Festplatte besorgt, aber die Installation wird wohl noch etwas Zeit in Anspruch nehmen. Bis dahin sind das VPN, die Webcam und die ganzen anderen Serverdienste nicht erreichbar. Auch Radio Tweriwan ist zur Zeit nur via Mumble erreichbar, da der Radio-Stream für WinAMP, iTunes & Co ebenfalls auf meinem Heimserver erzeugt wurde.
Ich befürchte, die endgültige Reparatur kann sich auch noch bis zu meinem Urlaub hinziehen, da ich die Gelegenheit nutzen möchte, auch gleich ein paar schon länger geplante Umstrukturierungen am Netz vorzunehmen.
In der Firma ist auch die Hölle los und ich bin momentan mächtig sauer auf meinen Chef, weil der die Entscheidung über meinen Urlaub immer weiter vor sich herschiebt und und an Bedingungen knüpft, auf deren Erfüllung ich nur mäßigen Einfluss habe und von denen ich nicht mal weiss, ob sie überhaupt erfüllbar sind.
Immerhin habe ich schon eine mündliche Zusage für eine Woche Überstundenabbau ab dem 26.07., aber richtig drüber freuen kann ich mich erst, wenn ich das auch schriftlich habe. Was aus dem für August eingereichten Urlaub wird, steht in den Sternen. Im Moment steht mir das echt bis oben.
Ich hatte eigentlich gehofft, zum Ausgleich ein paar ruhige Tage mit meinem Schnuggel aus Frankfurt verbringen zu können, das scheint sich aber inzwischen auch so gut wie erledigt zu haben. Anfang August fängt er einen neuen Job an und vorher ist er mit Umzug und anderem Krams beschäftigt, so dass er die Zeit für einen Besuch in Bremen wahrscheinlich nicht aufbringen kann. Shit happens. Ich würde mir nur etwas mehr Engagement von ihm wünschen, eine Alternative (z.B. ein erneutes Treffen in Frankfurt) zu finden. :-(
Gestern habe ich mich mit einem Twitter-Schnuggel getroffen und wir haben uns im Schatten einer Weserbrücke sehr nett und tiefgründig unterhalten. Anschließend bin ich spontan mit einem Freund ins Freibad Hoya gefahren. War bei der Hitze genau das richtige, auch wenn die Schnuckelquote verbesserungswürdig war. Hauptsächlich waren Familien mit kleinen Kindern dort.
Kann es sein, dass die gute alte Gruppenumkleide am Aussterben ist? In Hoya gibt es zwar eine, die ist jedoch so gut versteckt, dass man zwischen den ganzen Einzelkabinen erstmal suchen muss. Ich finde das traurig, denn auch das Umziehen gehört doch irgendwie zum Freibaderlebnis mit dazu...
Nach dem Freibad sind wir noch zu dem Freund nach Hause gefahren und er hat mir seine beiden alten Atari-Heimcomputer gezeigt. Schon ganz interessant, wie das damals so war, auch wenn ich ja mehr PC-Anhänger bin.
Später sind wir dann noch zu mir gefahren und haben ein Kabel für den Atari-Composite-Videoausgang gelötet. Ich bin ja mal gespannt ob das funktioniert... einigen Lötstellen sieht man leider an, dass sie um vier Uhr nachts entstanden sind.
Nächstes Wochenende ist nun erstmal Haake Beck Badeinsel-Regatta und das Wochenende drauf die Schaumparty in der Fun Factory Wildeshausen sowie die schwullesbische Techno-Haus-Party in Oldenburg, auf der zwei Freunde von mir als DJs auflegen. Wer hat Lust mitzukommen?
Ich befürchte allerdings, dass ich an einem der beiden Wochenenden noch mal auf Dienstreise muss. :-/
Im Moment bin ich echt frustriert.
Donnerstag, 24. Juni 2010
Flash auf dem Smartphone
Devblogger Ben lästert in seinem Blog über den Sinn von Flash auf dem iPhone und anderen Smartphones und macht macht sich dabei die Meinung von Andreas Zymny zueigen.
Ich habe dazu mal einen Kommentar verfassst:
"Vieles geht einfach noch nicht ohne Flash und mich nerven die Leute, die HTML5 als vollwertige Alternative zu Flash verkaufen wollen.
Ich habe vor kurzem nach einer Lösung gesucht, den Hörern meines Radio Projektes auch die Möglichkeit zu geben, sich via Webcam-Funktion zu sehen und Bilder, die sie für irgendwie 'besonders' halten, auf einer Art Bilderstabel mit anderen Hörern zu teilen (z.B. zur Illustration in einem laufenen Gespräch).
Ich habe lange überlegt, aber die einzige brauchbare Lösung, auch Benutzern ohne spezielle Vorkenntnisse diese Funktion anzubieten, war, eine Flash-Anwendung zu programmieren. Standalone-Anwendungen hätte der Benutzer erst installieren müssen, außerdem hätte ich die für jede Plattform (Windows, Linux, OSX) eine eigene Anwendung entwickeln müssen.
Wer ständig HTML5 predigt, soll mir somit mal konkret zeigen, wie sich eine solche Webcam-Applikation zum Aufnehmen von Bildern von der Webcam in HTML5 realisieren lässt. Selbst mit Java scheint dies nicht so ohne weiteres möglich zu sein, da das dazu nötige Media-Framework offenbar nur für Windows und Linux, nicht jedoch für OSX existiert.
Nun kann man sich vielleicht streiten, ob eine solche Funktion jetzt schon auf einem Handy laufen muss, aber warum denn eigentlich nicht? Die Handybrowser werden immer mehr zum PC-Ersatz für unterwegs.
Meine Erfahrungen zeigen, dass offenbar ein reger Bedarf besteht, sich auch via Handy am Talkradio zu beteiligen (z.B. gemütlich abends im Bett). Bisher geht das nur über konventionelle Telefonverbindungen, die entsprechend aufwendige Gateways brauchen und z.T. auch Geld kosten. Eine Flash-Anwendung wäre hier eine schöne Lösung, funktioniert sie doch auf einer sehr breiten Masse an Geräten."
Ich habe dazu mal einen Kommentar verfassst:
"Vieles geht einfach noch nicht ohne Flash und mich nerven die Leute, die HTML5 als vollwertige Alternative zu Flash verkaufen wollen.
Ich habe vor kurzem nach einer Lösung gesucht, den Hörern meines Radio Projektes auch die Möglichkeit zu geben, sich via Webcam-Funktion zu sehen und Bilder, die sie für irgendwie 'besonders' halten, auf einer Art Bilderstabel mit anderen Hörern zu teilen (z.B. zur Illustration in einem laufenen Gespräch).
Ich habe lange überlegt, aber die einzige brauchbare Lösung, auch Benutzern ohne spezielle Vorkenntnisse diese Funktion anzubieten, war, eine Flash-Anwendung zu programmieren. Standalone-Anwendungen hätte der Benutzer erst installieren müssen, außerdem hätte ich die für jede Plattform (Windows, Linux, OSX) eine eigene Anwendung entwickeln müssen.
Wer ständig HTML5 predigt, soll mir somit mal konkret zeigen, wie sich eine solche Webcam-Applikation zum Aufnehmen von Bildern von der Webcam in HTML5 realisieren lässt. Selbst mit Java scheint dies nicht so ohne weiteres möglich zu sein, da das dazu nötige Media-Framework offenbar nur für Windows und Linux, nicht jedoch für OSX existiert.
Nun kann man sich vielleicht streiten, ob eine solche Funktion jetzt schon auf einem Handy laufen muss, aber warum denn eigentlich nicht? Die Handybrowser werden immer mehr zum PC-Ersatz für unterwegs.
Meine Erfahrungen zeigen, dass offenbar ein reger Bedarf besteht, sich auch via Handy am Talkradio zu beteiligen (z.B. gemütlich abends im Bett). Bisher geht das nur über konventionelle Telefonverbindungen, die entsprechend aufwendige Gateways brauchen und z.T. auch Geld kosten. Eine Flash-Anwendung wäre hier eine schöne Lösung, funktioniert sie doch auf einer sehr breiten Masse an Geräten."
Sonntag, 13. Juni 2010
Niveaukeller
Irgendwie geht mir Twitter gerade gewaltig auf den Zeiger. Nicht nur, dass bei jedem dritten Klick eine "Twitter is over capacity"-Meldung kommt. Irgendwie treiben die warmen Temperaturen auch die ganzen Selbstdarsteller aus ihren Löchern. Ich glaube, ich sollte mal alle entfolgen, die ständig tweeten, sie seien gerade nackt, dies aber nicht durch Fotos belegen wollen. Wer schon auf Attention Whore macht, muss auch den Mumm haben, das durchzuziehen. Keine halben Sachen!
Die Freitagssendung von Radio Tweriwan war eigentlich ganz ordentlich, die gestrige Folge hat mir inhaltlich allerdings gar nicht gefallen.
Punkt 1: Das Niveau lässt doch arg zu wünschen übrig.
Inzwischen ist es so weit, dass einige Leute einen Countdown bis 22 Uhr runterzählen, um dann nach 22 Uhr ständig Wörter wie "Penis" oder "Titten" in den Channel zu schreien. Wer mich kennt weiss, dass ich weder Spießer noch Anhänger übertrieben intellektuellen Gefasels bin, aber so platt ödet mich das einfach an. Sprüche wie "Das Niveau steckt bei Tilo im Arsch" kann ich nicht mehr hören und der nächste, der den bringt, wird mindestens stummgeschaltet.
Punkt 2: Die Insidergespräche nehmen überhand.
In der Freitagssendung haben einige Leute ihre ICQ-Nummern ausgetauscht (ich hab's leider nur sehr am Rande verfolgt, daher ist das weitestgehend an mir vorbei gegangen).
Während der Samstagssendung gab es offenbar ziemlich exzessive ICQ-Gespräche im Hintergrund, auf die im Radio immer wieder in verschlüsselten Andeutungen bezug genommen wurde. Dabei wurden offenbar auch rege Fotos und intime Details ausgetauscht und einige haben damit rumgeprahlt, wessen Titten sie schon gesehen haben.
So kann das nicht weitergehen. Ein Radio sollte allgemeinverständlich sein. Wenn ich mir in meinem eigenen Radiosender schon wie ein Ausgeschlossener vorkomme und kein Wort verstehe, obwohl ich als Admin wahrscheinlich am meisten von den Sendungen mitbekomme, wie soll es dann erst den anderen Hörern gehen?
Entweder wird offen gespielt oder komplett im Verborgenen.( Und Schnuggel-Mobbing will ich in meinem Radio auch nicht haben!)
Ich werde die Tage mal ein paar Server-Regeln ausarbeiten, das schiebe ich sowieso schon ein Weilchen vor mir her.
Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Sendung in mehrere Themenblöcke zu unterteilen, z.B.
21 - 23 Uhr Freie Themenrunde
23 - 01 Uhr Soziale Netzwerke
01 - 03 Uhr Dein erstes Mal
03 - 04 Uhr Freie Themenrunde
Dann kann man als Hörer gezielt zuhören und die Themen schweifen nicht mehr so stark ab.
Vielleicht richte ich auch einfach einen Unterraum mit dem Namen "Niveaukeller" ein, für den man sich registrieren muss. Wer dann dort unbedingt nach Magma bohren muss, kann dies dann von mir aus tun, ist aber auch selber für die Folgen verantwortlich. Wer dort reingeht weiss, was ihn erwartet.
Im Hauptchannel werde ich in Zukunft wieder etwas härter durchgreifen und wenn das zur Folge hat, dass einige User auf ihren eigenen Server abwandern (wie mir gestern schon angedroht wurde), dann ist das halt so.
Zum Abschluss möchte ich noch etwas positives vermelden: Freitag hat das neue Telefon-Gateway mit drei parallelen Anrufern seine Feuertaufe bestanden. Ich vermute, es sind auch noch weitere parallele Anrufer möglich, aber das muss ich mal in Ruhe austesten. Die Telefonnummer des Gateways steht auf der Radio-Homepage unter "Mitreden".
Soweit erstmal von meiner Seite - was denkt ihr?
Die Freitagssendung von Radio Tweriwan war eigentlich ganz ordentlich, die gestrige Folge hat mir inhaltlich allerdings gar nicht gefallen.
Punkt 1: Das Niveau lässt doch arg zu wünschen übrig.
Inzwischen ist es so weit, dass einige Leute einen Countdown bis 22 Uhr runterzählen, um dann nach 22 Uhr ständig Wörter wie "Penis" oder "Titten" in den Channel zu schreien. Wer mich kennt weiss, dass ich weder Spießer noch Anhänger übertrieben intellektuellen Gefasels bin, aber so platt ödet mich das einfach an. Sprüche wie "Das Niveau steckt bei Tilo im Arsch" kann ich nicht mehr hören und der nächste, der den bringt, wird mindestens stummgeschaltet.
Punkt 2: Die Insidergespräche nehmen überhand.
In der Freitagssendung haben einige Leute ihre ICQ-Nummern ausgetauscht (ich hab's leider nur sehr am Rande verfolgt, daher ist das weitestgehend an mir vorbei gegangen).
Während der Samstagssendung gab es offenbar ziemlich exzessive ICQ-Gespräche im Hintergrund, auf die im Radio immer wieder in verschlüsselten Andeutungen bezug genommen wurde. Dabei wurden offenbar auch rege Fotos und intime Details ausgetauscht und einige haben damit rumgeprahlt, wessen Titten sie schon gesehen haben.
So kann das nicht weitergehen. Ein Radio sollte allgemeinverständlich sein. Wenn ich mir in meinem eigenen Radiosender schon wie ein Ausgeschlossener vorkomme und kein Wort verstehe, obwohl ich als Admin wahrscheinlich am meisten von den Sendungen mitbekomme, wie soll es dann erst den anderen Hörern gehen?
Entweder wird offen gespielt oder komplett im Verborgenen.( Und Schnuggel-Mobbing will ich in meinem Radio auch nicht haben!)
Ich werde die Tage mal ein paar Server-Regeln ausarbeiten, das schiebe ich sowieso schon ein Weilchen vor mir her.
Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Sendung in mehrere Themenblöcke zu unterteilen, z.B.
21 - 23 Uhr Freie Themenrunde
23 - 01 Uhr Soziale Netzwerke
01 - 03 Uhr Dein erstes Mal
03 - 04 Uhr Freie Themenrunde
Dann kann man als Hörer gezielt zuhören und die Themen schweifen nicht mehr so stark ab.
Vielleicht richte ich auch einfach einen Unterraum mit dem Namen "Niveaukeller" ein, für den man sich registrieren muss. Wer dann dort unbedingt nach Magma bohren muss, kann dies dann von mir aus tun, ist aber auch selber für die Folgen verantwortlich. Wer dort reingeht weiss, was ihn erwartet.
Im Hauptchannel werde ich in Zukunft wieder etwas härter durchgreifen und wenn das zur Folge hat, dass einige User auf ihren eigenen Server abwandern (wie mir gestern schon angedroht wurde), dann ist das halt so.
Zum Abschluss möchte ich noch etwas positives vermelden: Freitag hat das neue Telefon-Gateway mit drei parallelen Anrufern seine Feuertaufe bestanden. Ich vermute, es sind auch noch weitere parallele Anrufer möglich, aber das muss ich mal in Ruhe austesten. Die Telefonnummer des Gateways steht auf der Radio-Homepage unter "Mitreden".
Soweit erstmal von meiner Seite - was denkt ihr?
Freitag, 11. Juni 2010
#twadio vs. #tweriwan
Vorgestern ist eine überarbeitete Website für Radio Tweriwan online gegangen. Leider sind noch einige Bereiche Baustellen, da in der Firma wieder mal so viel los war, dass ich's einfach nicht mehr geschafft habe. Aber besser als die alte ist die neue Seite allemal, selbst in ihrem jetzigen Zustand.
Wer möchte, kann nun auch dem Twitter-Benutzer @tweriwan folgen und bekommt da alle aktuellen Informationen zum Radio und seinen Sendezeiten.
Ein wenig Verwirrung gibt es noch um den Hashtag, mit dem eigene Tweets als zum Radio zugehörig gekennzeichnet werden können.
Hierbei wird es erstmal bei #twadio bleiben, und zwar aus zwei Gründen:
Erstens ist der #twadio-Tag schon sehr weit verbreitet und viele Twitter-Benutzer haben ihre Suchfilter auf diesen Tag einstellst.
Zweitens gibt es inzwischen auch noch andere Twitter Talk Radios und wenn jeder seine eigenen Hashtags verwendet, blicken die Hörer überhaupt nicht mehr durch und die Community zersplittert sich noch weiter.
Ich sehe #twadio daher als allgemeinen, stationsübergreifenden Hashtag, während #tweriwan speziell auf diese eine meine Radiostation bezogen ist.
Wer möchte, kann nun auch dem Twitter-Benutzer @tweriwan folgen und bekommt da alle aktuellen Informationen zum Radio und seinen Sendezeiten.
Ein wenig Verwirrung gibt es noch um den Hashtag, mit dem eigene Tweets als zum Radio zugehörig gekennzeichnet werden können.
Hierbei wird es erstmal bei #twadio bleiben, und zwar aus zwei Gründen:
Erstens ist der #twadio-Tag schon sehr weit verbreitet und viele Twitter-Benutzer haben ihre Suchfilter auf diesen Tag einstellst.
Zweitens gibt es inzwischen auch noch andere Twitter Talk Radios und wenn jeder seine eigenen Hashtags verwendet, blicken die Hörer überhaupt nicht mehr durch und die Community zersplittert sich noch weiter.
Ich sehe #twadio daher als allgemeinen, stationsübergreifenden Hashtag, während #tweriwan speziell auf diese eine meine Radiostation bezogen ist.
Montag, 31. Mai 2010
Tod und Erneuerung
Ich bin fix und fertig. In der Firma ist die Hölle los, am vergangenen Wochenende ist meine Oma verstorben, die Dienstreise am nächsten Wochenende wird immer unausweichlicher und zu allem Überfluss muss ich mich beim Twitter Talk Radio-Projekt auch noch mit Separatisten herumschlagen, die kurzerhand ihr eigenes Radio aufsetzen wollen, weil ihnen meine Sendezeiten nicht ausreichen.
Wenn sie das unbedingt tun wollen, kann ich sie wohl nicht aufhalten. Ich hatte letzten Montag bereits gebloggt, wieso ich ein Dauer-Radio, das täglich sendet, für kontraproduktiv halte.
Am vergangenen Wochenende habe ich mal vorsichtig angetestet, was passiert wenn das Radio über einen längeren Zeitraum und scheinbar unbeaufsichtigt läuft. Ohne Moderation (im Sinne von Beaufsichtigung) geht es einfach nicht, wenn ich nicht ständig mit einem Bein im Kittchen stehen will.
Auch der Start um 15 Uhr war meiner Ansicht nach wenig erfolgreich. Die Diskussion glitt immer wieder in nicht jugendfreie Bereiche ab und so was darf um diese Uhrzeit nicht sein. Die unterhaltsamsten Gespräche liefen bisher auch immer in den Abendstunden.
Das Radio ist zudem ein ziemlicher Zeitfresser. Das ist einem während der Sendungen nicht so bewusst, aber hinterher fragt man sich beim Blick auf die Uhr dann doch, wo die Zeit geblieben ist. Somit sehe ich beschränkte Sendezeiten positiv: Man kann auch mal einen Film gucken, ohne permanent die Angst zu haben, im Radio gerade irgendwas zu verpassen.
Last but not least ist da dann auch noch die immer wieder gescholtene Qualität: Früher oder später gehen einem bei einer Marathonsendung die Themen aus und nur alle Viertelstunde kommt mal ein wirkliches Highlight. Dazwischen ist Stille gemischt mit Belanglosigkeiten. Durch die Zeitbegrenzung versuche ich daher auch, das "Radio-Erlebnis" für alle Beteiligten konzentrierter und damit intensiver zu gestalten. Die Sendung soll die Hörer aus den Socken hauen, und nicht die Wunsch nach einem Vorspulknopf aufkommen lassen.
Ich finde es wichtig, dass die Themen so allgemein gehalten sind, dass möglichst jeder mitreden kann. Privatgespräche, in denen sich 2-3 Leute mit (für Außenstehende unverständlichen) Andeutungen unterhalten, sind in Skype besser aufgehoben.
Aber genug gemeckert.
Ich arbeite derzeit an einem neuen Konzept, um das Profil des Radios noch ein wenig zu schärfen:
Zunächst ein neuer Name. "Twitter Talk Radio" bzw. "#twadio" ist zu allgemein gehalten und ist mehr Genre-Bezeichnung als Stationsname, weshalb diese Begriffe auch schon anderweitig besetzt sind. Ich möchte etwas einzigartiges, einen Namen, der nur mit diesem Projekt assoziiert wird.
Ich denke, ich habe nun auch einen gefunden, der diesen Ansprüchen gerecht wird: Radio Tweriwan. (Auf die genaue Schreibweise habe ich mich noch nicht festgelegt, vielleicht wird es auch "twEriwan", "TwEriwan" oder "tweriwan".)
Klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas sperrig (das ging mir mit "twadio" am Anfang auch so), bei näherem Hinsehen (und später durch ein geeignetes Logo visualisiert) ist die Herkunft aber unverkennbar und wer die Idee dahinter verstanden hat, kann sich den Namen auch gut merken.
Die Claims "Dein Twitter Talk Radio, das keine Frage offen lässt." und "Tweet louder and break the wall of silence!" machen das Konzept deutlich.
Der erste greift den "Domian-Gedanken" auf, der zweite unterstreicht die Ergänzung der Text-Tweets durch natürliche/akustische Sprache. Vielleicht lässt sich im Logo auch noch die Hash-Raute "'#" unterbringen, die ließe sich z.B. als Mauer oder Zaun zeichnen, die/der gerade durchbrochen wird. Wer gut zeichnen kann oder eine sexy Stimme hat, darf sich gerne melden und mir bei dem Logo bzw. der Kreation eines passenden Jingles mit Stationsnamen und Claim helfen.
Hinzu kommt natürlich auch noch eine überarbeitete Homepage. Die Links hier zum Blog und zu flickr werden entfernt und alles rund ums Radio wird direkt auf der Seite erklärt. Das ist weniger verwirrend und man kommt so schneller zum Ziel.
Auf der neuen Homepage darf natürlich auch eine "Frage an Radio Tweriwan"-Sektion nicht fehlen. Dort kann jederzeit (auch wenn gerade keine Sendung läuft) eine Frage hinterlassen werden, die dann in der Sendung beantwortet wird. Die Teilnehmer am Mumble-Chat können diese Fragen während der Sendung aufrufen, so ist für Nachschub an Gesprächsthemen gesorgt. Wenn alles gut läuft, machen wir mit diesem "Audio-formspring" nicht nur Domian, sondern auch "Genial Daneben" Konkurrenz.
Soweit erstmal aus der aktuellen Planung. Änderungen sind natürlich vorbehalten und vielleicht hat der eine oder andere ja auch noch eine gute Idee.
Wer sich bis hier durch diesen langen Text gekämpft hat, darf zur Belohnung schon mal dem neuen Radio-Tweriwan-Twitter-Account folgen. :-)
Die nächste Sendung ist für Mittwoch Abend geplant. Da Donnerstag die Beerdigung ist, kann ich da etwas länger ausschlafen... in jeder Tragödie steckt eben doch auch meist etwas postives, das ist wohl die Ironie des Lebens. :-|
Wenn sie das unbedingt tun wollen, kann ich sie wohl nicht aufhalten. Ich hatte letzten Montag bereits gebloggt, wieso ich ein Dauer-Radio, das täglich sendet, für kontraproduktiv halte.
Am vergangenen Wochenende habe ich mal vorsichtig angetestet, was passiert wenn das Radio über einen längeren Zeitraum und scheinbar unbeaufsichtigt läuft. Ohne Moderation (im Sinne von Beaufsichtigung) geht es einfach nicht, wenn ich nicht ständig mit einem Bein im Kittchen stehen will.
Auch der Start um 15 Uhr war meiner Ansicht nach wenig erfolgreich. Die Diskussion glitt immer wieder in nicht jugendfreie Bereiche ab und so was darf um diese Uhrzeit nicht sein. Die unterhaltsamsten Gespräche liefen bisher auch immer in den Abendstunden.
Das Radio ist zudem ein ziemlicher Zeitfresser. Das ist einem während der Sendungen nicht so bewusst, aber hinterher fragt man sich beim Blick auf die Uhr dann doch, wo die Zeit geblieben ist. Somit sehe ich beschränkte Sendezeiten positiv: Man kann auch mal einen Film gucken, ohne permanent die Angst zu haben, im Radio gerade irgendwas zu verpassen.
Last but not least ist da dann auch noch die immer wieder gescholtene Qualität: Früher oder später gehen einem bei einer Marathonsendung die Themen aus und nur alle Viertelstunde kommt mal ein wirkliches Highlight. Dazwischen ist Stille gemischt mit Belanglosigkeiten. Durch die Zeitbegrenzung versuche ich daher auch, das "Radio-Erlebnis" für alle Beteiligten konzentrierter und damit intensiver zu gestalten. Die Sendung soll die Hörer aus den Socken hauen, und nicht die Wunsch nach einem Vorspulknopf aufkommen lassen.
Ich finde es wichtig, dass die Themen so allgemein gehalten sind, dass möglichst jeder mitreden kann. Privatgespräche, in denen sich 2-3 Leute mit (für Außenstehende unverständlichen) Andeutungen unterhalten, sind in Skype besser aufgehoben.
Aber genug gemeckert.
Ich arbeite derzeit an einem neuen Konzept, um das Profil des Radios noch ein wenig zu schärfen:
Zunächst ein neuer Name. "Twitter Talk Radio" bzw. "#twadio" ist zu allgemein gehalten und ist mehr Genre-Bezeichnung als Stationsname, weshalb diese Begriffe auch schon anderweitig besetzt sind. Ich möchte etwas einzigartiges, einen Namen, der nur mit diesem Projekt assoziiert wird.
Ich denke, ich habe nun auch einen gefunden, der diesen Ansprüchen gerecht wird: Radio Tweriwan. (Auf die genaue Schreibweise habe ich mich noch nicht festgelegt, vielleicht wird es auch "twEriwan", "TwEriwan" oder "tweriwan".)
Klingt auf den ersten Blick vielleicht etwas sperrig (das ging mir mit "twadio" am Anfang auch so), bei näherem Hinsehen (und später durch ein geeignetes Logo visualisiert) ist die Herkunft aber unverkennbar und wer die Idee dahinter verstanden hat, kann sich den Namen auch gut merken.
Die Claims "Dein Twitter Talk Radio, das keine Frage offen lässt." und "Tweet louder and break the wall of silence!" machen das Konzept deutlich.
Der erste greift den "Domian-Gedanken" auf, der zweite unterstreicht die Ergänzung der Text-Tweets durch natürliche/akustische Sprache. Vielleicht lässt sich im Logo auch noch die Hash-Raute "'#" unterbringen, die ließe sich z.B. als Mauer oder Zaun zeichnen, die/der gerade durchbrochen wird. Wer gut zeichnen kann oder eine sexy Stimme hat, darf sich gerne melden und mir bei dem Logo bzw. der Kreation eines passenden Jingles mit Stationsnamen und Claim helfen.
Hinzu kommt natürlich auch noch eine überarbeitete Homepage. Die Links hier zum Blog und zu flickr werden entfernt und alles rund ums Radio wird direkt auf der Seite erklärt. Das ist weniger verwirrend und man kommt so schneller zum Ziel.
Auf der neuen Homepage darf natürlich auch eine "Frage an Radio Tweriwan"-Sektion nicht fehlen. Dort kann jederzeit (auch wenn gerade keine Sendung läuft) eine Frage hinterlassen werden, die dann in der Sendung beantwortet wird. Die Teilnehmer am Mumble-Chat können diese Fragen während der Sendung aufrufen, so ist für Nachschub an Gesprächsthemen gesorgt. Wenn alles gut läuft, machen wir mit diesem "Audio-formspring" nicht nur Domian, sondern auch "Genial Daneben" Konkurrenz.
Soweit erstmal aus der aktuellen Planung. Änderungen sind natürlich vorbehalten und vielleicht hat der eine oder andere ja auch noch eine gute Idee.
Wer sich bis hier durch diesen langen Text gekämpft hat, darf zur Belohnung schon mal dem neuen Radio-Tweriwan-Twitter-Account folgen. :-)
Die nächste Sendung ist für Mittwoch Abend geplant. Da Donnerstag die Beerdigung ist, kann ich da etwas länger ausschlafen... in jeder Tragödie steckt eben doch auch meist etwas postives, das ist wohl die Ironie des Lebens. :-|
Sonntag, 30. Mai 2010
Das Radio braucht Dich!
Das Twitter Talk Radio spaltet die Gemüter. Die einen finden es total sinnlos, oberflächlich und niveaulos, die anderen sind schon fast süchtig danach.
Was denkst Du?
Schreibt doch bitte mal ein paar Kommentar, was euch am Radio gefällt, was euch nicht gefällt, worauf es für euch ankommt, was das Radio für euch ausmacht und was ihr euch für die Zukunft wünschen würdet.
Im Moment hat das Radio seine endgültige Form noch nicht gefunden, daher ist es an der Zeit ein paar Weichen zu stellen, damit wir nicht irgendwann auf einem Abstellgleis stehen.
Bitte fleissig kommentieren, das Radio braucht Dich!
Was denkst Du?
Schreibt doch bitte mal ein paar Kommentar, was euch am Radio gefällt, was euch nicht gefällt, worauf es für euch ankommt, was das Radio für euch ausmacht und was ihr euch für die Zukunft wünschen würdet.
Im Moment hat das Radio seine endgültige Form noch nicht gefunden, daher ist es an der Zeit ein paar Weichen zu stellen, damit wir nicht irgendwann auf einem Abstellgleis stehen.
Bitte fleissig kommentieren, das Radio braucht Dich!
Samstag, 29. Mai 2010
Bilderstapel
Das war ja wieder der helle Wahnsinn gestern. Zeitweise bis zu 16 Aktive in Mumble plus 38 Hörer im Webradio. Das ist neuer Rekord und ca. das Doppelte von dem, was wir letzte Woche hatten. In den deutschen Twirus-Charts ist der #twadio-Tag immer noch auf dem ersten bzw. zweiten Platz:
Erstmalig gab es auch ein Telefon-Gateway (betrieben durch Simon aka thrownout), über das man sich durch Anwahl einer normalen deutschen Festnetznummer ganz ohne PC an der Sendung beteiligen konnte.
War schon eine ganz lustige Runde, auch wenn das Niveau teilweise doch etwas zu wünschen übrig ließ. Eigentlich wollte ich das Radio über Nacht laufen lassen, aber dafür drohte der Talk mir dann doch etwas zu sehr ins pornografische abzurutschen, so dass ich die Bude gegen 04:15 erstmal wieder zu gemacht habe.
Das hat nun nichts mit Prüderie zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich als Betreiber des Servers auch immer zu einem gewissen Maße für das verantwortlich bin, was darauf geschieht, selbst wenn es von Dritten kommt. Welches Minenfeld die deutsche Rechtsprechung bereithält, kann man regelmäßig in den Heise-News und bei Golem nachlesen.
Ich strebe eine Atmosphäre an, in der (zu passenden Uhrzeiten) offen über alle Themen (inkl. Sexualität) gesprochen werden kann und die Teilnehmer den Chat auch mit eigenen Erfahrungen bereichern. Das schafft nicht nur ein Gefühl der Verbundenheit, man kann auch unheimlich viel über sich und andere lernen.
Wenn ich die Zeit finde, möchte ich auch noch einen eigenen Telefon-Gateway aufsetzen. Eine Leitung wird dabei dann möglicherweise auch einen Stimmverzerrer enthalten, so dass Leute, die anonym über intime Dinge reden möchten, einfach dort anrufen können.
Zum Thema Sendezeiten lass ich mir noch mal was einfallen. Ich kann noch nicht genau sagen, ob es auch nächstes Wochenende eine Sendung geben kann, da ich möglicherweise auf Dienstreise muss und derjenige, der mich evtl. vertreten könnte, nun auch grade dieses Wochenende nicht da ist. Nächste Woche weiss ich mehr.
Mittelfristig könnte ich mir auch ein Registrierformular vorstellen, bei dem man sich für die Teilnahme am Radio registrieren kann. Wer dies tut, bekäme dann eine Email mit seinem persönlichen Mumble-Zertifikat, mit dem er den Server rund um die Uhr betreten könnte, während unregistrierte Teilnehmer nur in den moderierten Zeitfenstern am Wochenende zugelassen sind.
Außerdem mache ich momentan ein Brainstorming zu einer Foto-Anwendung, die ich erstmal provisorisch "Bilderstapel" getauft habe. Es soll sich dabei um ein kleines Tool in Java oder Flash handeln, das auf Knopfdruck oder in einem festen Zeitintervall Bilder von einer angeschlossenen Webcam macht, welche dann von anderen Hörern auf der Radio-Webseite oder direkt in der Anwendung angeschaut werden können. Man kann sich das ganze wie ein vereinfachtes, automatisiertes DailyBooth vorstellen. Jeder kann eigene Fotos auf einen Stapel legen, der allen anderen z.B. als Diashow angezeigt wird. Auf diese Weise kann man die anderen Teilnehmer nicht nur hören, sondern auch sehen.
Soweit für den Moment von mir. Was meint ihr?
Erstmalig gab es auch ein Telefon-Gateway (betrieben durch Simon aka thrownout), über das man sich durch Anwahl einer normalen deutschen Festnetznummer ganz ohne PC an der Sendung beteiligen konnte.
War schon eine ganz lustige Runde, auch wenn das Niveau teilweise doch etwas zu wünschen übrig ließ. Eigentlich wollte ich das Radio über Nacht laufen lassen, aber dafür drohte der Talk mir dann doch etwas zu sehr ins pornografische abzurutschen, so dass ich die Bude gegen 04:15 erstmal wieder zu gemacht habe.
Das hat nun nichts mit Prüderie zu tun, sondern vielmehr damit, dass ich als Betreiber des Servers auch immer zu einem gewissen Maße für das verantwortlich bin, was darauf geschieht, selbst wenn es von Dritten kommt. Welches Minenfeld die deutsche Rechtsprechung bereithält, kann man regelmäßig in den Heise-News und bei Golem nachlesen.
Ich strebe eine Atmosphäre an, in der (zu passenden Uhrzeiten) offen über alle Themen (inkl. Sexualität) gesprochen werden kann und die Teilnehmer den Chat auch mit eigenen Erfahrungen bereichern. Das schafft nicht nur ein Gefühl der Verbundenheit, man kann auch unheimlich viel über sich und andere lernen.
Wenn ich die Zeit finde, möchte ich auch noch einen eigenen Telefon-Gateway aufsetzen. Eine Leitung wird dabei dann möglicherweise auch einen Stimmverzerrer enthalten, so dass Leute, die anonym über intime Dinge reden möchten, einfach dort anrufen können.
Zum Thema Sendezeiten lass ich mir noch mal was einfallen. Ich kann noch nicht genau sagen, ob es auch nächstes Wochenende eine Sendung geben kann, da ich möglicherweise auf Dienstreise muss und derjenige, der mich evtl. vertreten könnte, nun auch grade dieses Wochenende nicht da ist. Nächste Woche weiss ich mehr.
Mittelfristig könnte ich mir auch ein Registrierformular vorstellen, bei dem man sich für die Teilnahme am Radio registrieren kann. Wer dies tut, bekäme dann eine Email mit seinem persönlichen Mumble-Zertifikat, mit dem er den Server rund um die Uhr betreten könnte, während unregistrierte Teilnehmer nur in den moderierten Zeitfenstern am Wochenende zugelassen sind.
Außerdem mache ich momentan ein Brainstorming zu einer Foto-Anwendung, die ich erstmal provisorisch "Bilderstapel" getauft habe. Es soll sich dabei um ein kleines Tool in Java oder Flash handeln, das auf Knopfdruck oder in einem festen Zeitintervall Bilder von einer angeschlossenen Webcam macht, welche dann von anderen Hörern auf der Radio-Webseite oder direkt in der Anwendung angeschaut werden können. Man kann sich das ganze wie ein vereinfachtes, automatisiertes DailyBooth vorstellen. Jeder kann eigene Fotos auf einen Stapel legen, der allen anderen z.B. als Diashow angezeigt wird. Auf diese Weise kann man die anderen Teilnehmer nicht nur hören, sondern auch sehen.
Soweit für den Moment von mir. Was meint ihr?
Dienstag, 25. Mai 2010
Vom Mumeln zum Schreikrampf
Der Stand der Dinge:
Ich hab mir gestern und heute ewig einen abgebrochen weil ich Mumble nicht unter Linux installiert bekommen habe.
Effektiv lag es letztlich daran, dass die auf der offiziellen Homepage verlinkten Binarys nicht funktionieren. Mit anderen, die auch nicht als "unstable" markiert sind, hat's nun auf meinem Heimserver funktioniert.
Nun muss ich Mumble nur noch mit dem Webradio-Encoder verbinden.
Das von blechbuechse im Kommentar zum letzten Eintrag vorgeschlagene ALSA Loopback-Gerät ist bei mir nicht installiert, dafür muss ich wahrscheinlich erstmal den Kernel neu kompilieren. :-( Da ist es dann wahrscheinlich deutlich einfacher, ein physikalisches Kabel hinten in den Rechner zu stecken und Ein- und Ausgang elektrisch zu verbinden. Eleganz ist allerdings etwas anderes.
Beim Server im Rechenzentrum fallen beide Wege flach. Der besitzt weder eine physikalische Soundkarte, in die ich irgendwas reinstecken könnte, noch habe ich physikalisch Zugriff darauf, noch kann ich dort Kernelmodule installieren.
Alles in allem ist das noch nicht so wirklich beglückend. Wenn ich Mumble auf meinem Heimserver zum Laufen bekomme, habe ich den Krams zumindest von meiner Workstation im Wohnzimmer runter. Es verhindert allerdings nicht, dass jedes im Radio gesprochene Wort vom Rechenzentrum durch meine DSL-Leitung geht, hier umgewandelt wird und dann zwecks Weiterverteilung zurück ins Rechenzentrum fließt.
Mal sehen ob mir morgen noch was besseres einfällt, heute bin ich zu geschafft dafür.
Ich hab mir gestern und heute ewig einen abgebrochen weil ich Mumble nicht unter Linux installiert bekommen habe.
Effektiv lag es letztlich daran, dass die auf der offiziellen Homepage verlinkten Binarys nicht funktionieren. Mit anderen, die auch nicht als "unstable" markiert sind, hat's nun auf meinem Heimserver funktioniert.
Nun muss ich Mumble nur noch mit dem Webradio-Encoder verbinden.
Das von blechbuechse im Kommentar zum letzten Eintrag vorgeschlagene ALSA Loopback-Gerät ist bei mir nicht installiert, dafür muss ich wahrscheinlich erstmal den Kernel neu kompilieren. :-( Da ist es dann wahrscheinlich deutlich einfacher, ein physikalisches Kabel hinten in den Rechner zu stecken und Ein- und Ausgang elektrisch zu verbinden. Eleganz ist allerdings etwas anderes.
Beim Server im Rechenzentrum fallen beide Wege flach. Der besitzt weder eine physikalische Soundkarte, in die ich irgendwas reinstecken könnte, noch habe ich physikalisch Zugriff darauf, noch kann ich dort Kernelmodule installieren.
Alles in allem ist das noch nicht so wirklich beglückend. Wenn ich Mumble auf meinem Heimserver zum Laufen bekomme, habe ich den Krams zumindest von meiner Workstation im Wohnzimmer runter. Es verhindert allerdings nicht, dass jedes im Radio gesprochene Wort vom Rechenzentrum durch meine DSL-Leitung geht, hier umgewandelt wird und dann zwecks Weiterverteilung zurück ins Rechenzentrum fließt.
Mal sehen ob mir morgen noch was besseres einfällt, heute bin ich zu geschafft dafür.
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