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Dienstag, 9. November 2010

Deutschland - Eine "Dagegen!"-Republik?

Die Castoren sind in Gorleben angekommen, somit ein guter Zeitpunkt, mal eine kleine persönliche Bilanz zu ziehen.

Ich habe den ganzen Transport aufmerksam in den Medien, speziell den Livetickern verfolgt.

Atomstrom - eine komplizierte Sache

Mir fällt es ein wenig schwierig, mich eindeutig auf einer Seite zu positionieren, denn ich verstehe die Argumente beider Seiten.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem ohne Energie nicht viel läuft. Das Sparpotential ist auch begrenzt, denn es bilden sich auch immer mehr Gruppierungen, die Energiesparlampen verteuteln und das Glühbirnenverbot wird längst durch Umdeklaration der Glühbirnen zu Heizelementen (siehe Heatball) umgangen. (Das Glühbirnenverbot finde ich auch nicht besonders sinnvoll und auch Energiesparlampen haben durchaus ihre Tücken, aber das führt an dieser Stelle jetzt zu sehr vom Thema ab.)

Die meisten regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wind haben das Problem, dass sie sehr großen Schwankungen unterliegen.

Ebenso ist die Nachfrage nach Strom ständigen Schwankungen unterworfen und die Energieversorger sind ständig bemüht, die Kraftwerke passend zur Nachfrage nachzuregeln. Das klappt nun nicht mit allen Kraftwerkstypen gleich gut. AKWs sind zum Beispiel sehr leistungsstark, aber auch sehr träge. Gasturbinen sind im Betrieb teuer, aber flott zu regeln.

Bei Sonne und Wind kann man keine Schwankungen ausgleichen, diese Energieträger bringen selbst Schwankungen in das System. Und so ein Energieverteilnetz ist eine sehr empfindliche Sache. Eine falsche Verbrauchsprognose kann zur Überlastung einer Leitung führen, welche sich notabschaltet und dadurch zur Überlastung weiterer Leitungen führt. Eine Kettenreaktion beginnt und am Ende sitzt das halbe Land im Dunkeln.

Was fehlt, ist eine effektive Möglichkeit, Strom zu speichern um einen Regelungspuffer zu gewinnen. Akkus sind zur Speicherung von Strom im großen Maßstab leider noch zu ineffizient. Daran krankt bisher auch das Elektroauto.

Eine Möglichkeit wäre, mit Wind- und Solar-Energie Wasser in einen großen Stausee zu Pumpen und mit der dort gespeicherten Energie nach Bedarf ein Wasserkraftwerk zu betreiben. (Pumpspeicherwerk)

Möglicherweise kann man mit der Wind- und Solar-Energie auch Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten und mit Verbrennungsmotoren/Turbinen bei Bedarf wieder in Strom verwandeln. Dabei wird aus Wasserstoff und Sauerstoff wieder Wasser. Ich weiss aber nicht, wie gut das in großem Maßstab funktioniert.

Bei den Stauseen bin ich jedoch ziemlich sicher, dass es auch hier großangelegte Proteste gäbe.

Ein weiteres Problem ist, dass die Stromerzeugung durch Windenergie vor allem in den Küstenregionen effektiv ist bzw. die Windräder in der Nordsee niemanden durch Geräusche und flackernde Schatten stören können.

Hierfür bedarf es jedoch auch eines Umbau des Energienetzes und wahrscheinlich auch des Baus weiterer Hochspannungstrassen.

Es ist also unrealistisch, die AKWs sofort abschalten zu wollen.

Die Entscheidung, die AKW-Laufzeiten zu verlängern, kann ich somit durchaus nachvollziehen, solange es wirklich keine realistische Ersatztechnologie gibt.

Was ich dagegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die Art und Weise, mit der diese Laufzeitverlängerung durch die Hintertür durchgedrückt wurde. Damit hat die Politik viel Vertrauen zerstört und sich gewiss keinen Gefallen getan.

Die friedlichen Demonstrationen gegen den Castor-Transport kann ich somit durchaus verstehen und unterstützen, sofern man den Zug nur als Symbol betrachtet. Dass der Castor-Transport selbst unumgänglich ist, kann man eigentlich nicht anzweifeln, denn die Transporte sind nur eine Folge der vergangenen Nutzung. Das wäre als wenn man die Umwelt schützen wollte in dem man die Müllabfuhr verbietet, anstatt sich auf die Müllvermeidung zu konzentrieren.

Sinnvoller wäre es doch eigentlich, anstatt gegen die Entsorgung der alten Brennelemente gegen die Bestückung der AKWs mit neuen Elementen zu demonstrieren. Wenn der Laster mit den neuen Brennelementen nicht durchkommt, trifft es auch eher diejenigen, die unmittelbar mit dem Atomstrom verdienen und daher vielleicht auch ein geringeres Interesse an der Forschung nach Alternativen haben.

Aber als Symbol sind die Proteste gegen den Zug für mich wie gesagt ok. Jedenfalls solange sie friedlich und im Rahmen bleiben. Für das mutwillige Entfernen von Schotter aus den Gleisen habe ich kein richtiges Verständnis. Wenn der Zug entgleist kann das folgen haben, die auch die Anti-AKW-Aktivisten mit Sicherheit nicht haben wollen.

Ich fände es besser, wenn ein politischer Weg gefunden würde, die Eigenmächtigkeiten mancher Politiker abzustrafen. Dann könnte man das ganze Geld, das in die Polizeieinsätze geflossen ist, vielleicht auch in die Forschung nach echten Alternativen investieren.

Ich vermute, dass es manchen Demonstranten auch mehr um die "Ausnahmeerfahrung" als willkommene Abwechslung vom Alltag ging. Es bleibt abzuwarten, ob die Proteste nun weitergehen oder alle nach dem "Abenteuerwochenende" wieder zum Tagesgeschäft übergehen.

Stuttgart 21

Spannend wird es auch, wie es nun mit Stuttgart 21 weitergeht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Proteste dort nun auch verschärfen, nachdem die Protestkultur beim Castor-Transport ja ziemlich gut funktioniert hat.

Zu Stuttgart 21 muss ich allerdings sagen, dass ich zu diesem Projekt keine wirkliche Meinung habe. Stuttgart ist weit weg und ich habe keine Ahnung, ob die Stadt einen neuen Bahnhof braucht oder nicht. Und wenn ja, ob es ein teurer unterirdischer sein muss. Da halte ich mich an Dieter Nuhr, der da sagt: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!"

Ich finde es wichtig, zu den (subjektiv) wichtigen politischen Themen eine eigene(!) Meinung zu haben, aber auch hier ist weniger manchmal mehr. Würde ich mich mit jedem Bahnhof in Deutschland befassen, und sei er noch so weit weg, käme ich zu nichts anderem mehr. Und auch der Sache selbst ist mit zu vielen Meinungen nicht immer gedient. Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei und man kann alles totreden.

Was mich an Stuttgart 21 allerdings sehr wundert ist das Verfahren. In Deutschland muss man normalerweise nicht befürchten, dass einem der Amtsschimmel davongaloppiert. Alles wird x-fach geprüft, so zieht sich auch Stuttgart 21 seit 1-2 Jahrzehnten hin. Wieso kommen die ganzen Proteste jetzt erst?

Die Proteste mögen ja gerechtfertigt sein, aber für mich wirkt das ganze sehr emotionalisiert. Und bei aller (berechtigten!) Kritik an der politischen Führungskaste muss sich gelegentlich auch der Wähler an die eigene Nase fassen und sich selbst gewisse Standards der Entscheidungsfindung auferlegen.

Dies ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich Volksentscheiden recht skeptisch gegenüberstehe. Ich male mir lieber nicht aus was passieren würde, würde man nach einer Folge von "Tatort Internet" über die Todesstrafe für Sexualstraftäter abstimmen lassen.

Bei "Tatort Internet" läuft es mir kalt den Rücken runter. Aber nicht nur wegen der dort vorgestellten Pädophilen, sondern vor allem wegen der Machart der Sendung. Aber auch das ist ein anderes Thema.

Wobei ich ja auch der Ansicht bin, dass eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken der einzige Weg ist, Kinder effektiv vor Kinderschändern zu schützen. Wieso? Das ist doch offensichtlich! Und jeder, der dagegen ist, leistet der Kinderpornografie Vorschub und soll sich was schämen! Oder so ähnlich.

Deutschland - Eine "Dagegen!"-Republik?

Mir drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass man in Deutschland inzwischen gegen alles ist. Nur bloß nichts verändern, man kann nie nie wissen was passieren könnte.

Wenn Google Streetview gestartet ist, werde ich mal gespannt schauen, wer sein Haus alles hat verpixeln lassen.

Mittwoch, 15. April 2009

Urlaubus interruptus

3 Wochen frei am Stück wären ja auch zu schön gewesen... gestern rief der Chef an, ob ich meinen Urlaub nicht für ein paar Tage unterbrechen könne. Somit war ich heute 2 Stunden in der Firma und muss morgen und übermorgen ganztags hin.... könnten lange Tage werden, da sich der Zeitplan leider nicht verschieben lässt. Dafür sollte ich meinen Urlaub ab dem Wochenende normal fortsetzen können. Die Dienstreise nach Holland oder Dänemark hat einen anderen Kollegen erwischt.

Gestern Mittag kam wie geplant mein neues Fahrrad und weil es noch Probleme mit der Gangschaltung gab, war der Chef des Fahrradladens persönlich heute noch einmal hier und hat die Schaltung neu eingestellt.

War zum Glück nur eine Kleinigkeit: Da die Seilzüge der Schaltung noch neu sind und permanent unter Spannung stehen, dehnen sie sich im Laufe der Zeit noch ein wenig aus, so dass die Schaltung in der ersten Zeit gelegentlich nachjustiert werden muss. Wenn man weiß wie's geht, ist das auch kein Problem. In Zukunft kann ich das selber machen. Somit war es eigentlich auch gar nicht nötig, dass der Chef persönlich noch einmal vorbekommt.... es hätte völlig gereicht, wenn er seinen süßen Mitarbeiter geschickt hätte...

Gestern bin ich schon mal ein paar Kilometer um den Block gefahren, heute zum ersten Mal mit dem Rad zur Arbeit. Die Strecke ist von der Entfernung her nicht das Problem, auch wenn ich, da ich zu dem Zeitpunkt nur das unterste Drittel der 24 verfügbaren Gänge nutzen konnte, ziemlich strampeln musste.

Morgen werde ich aber, glaube ich, erstmal wieder mit dem Auto fahren. Nach den Testfahrten gestern und heute tut mir mein Hintern weh, außerdem fühle ich mich auf dem Rad im Moment noch ein wenig unsicher (gerade in den engen zugeparkten Straßen mit PKW-Gegenverkehr).

Beides ist wohl der Tatsache geschuldet, dass ich seit rund 15 Jahren auf keinem Fahrrad mehr gesessen hatte und sollte sich mit der Zeit geben. Der Chef vom Fahrradladen meinte aber auch, dass ich den vorhandenen Sattel innerhalb von 2 Wochen gegen ein anderes Modell umtauschen könne.

Wenn das Wetter so bleibt und ich nächste Woche tatsächlich frei habe, mach ich noch ein paar Fahrradtouren zum Eingewöhnen und Konditionsaufbau.

Sonntag, 6. Juli 2008

Original schwedische Penispumpen

Wie bereits an einigen Stellen erwähnt, gehöre ich zu den Menschen, die gelegentlich auch gerne mal etwas neues ausprobieren. So habe ich auch mal einen Blick in das "CreativSex"-Forum meines Stammchats riskiert. Das Ergebnis fiel, wie so oft, ernüchternd aus.

Kategoriebezeichnungen wie "EXTREM AUSGEPUFFT (sex mit autoteilen)" klingen zwar auf den ersten Blick ganz lustig, sind und enthalten auf den zweiten und dritten Blick allerdings nichts als Schwachsinn. Wie wir nicht erst seit Americen Pie wissen, kommen notgeile Teens und Twens mit Triebstau auf die abgefahrensten Ideen, aber dass Körperteile im Auspuff eines Autos versenkt werden, halte ich doch für arg unrealistisch. (Wobei... nein! Und wenn doch dürfte sich das größere Gerubbel bei der anschließenden Reinigung abgespielt haben.)

Ich habe darauf hin mal eines der Mitglieder des Forums angeschrieben und nachgefragt, ob es da auch irgendwo ernstzunehmende Vorschläge gäbe. Der meinte allerdings, mich verarschen zu müssen und textete mich mit noch dämlicheren Vorschlägen zu. Manchmal frage ich mich wirklich, was in den Köpfen mancher Leute vorgeht und woher sie diese unendliche Arroganz nehmen.

Anfang der Woche habe ich mir dieses Gerät ausgeliehen:

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Bei dieser Vakuumpumpe handelt es sich allerdings nicht um ein Sexspielzeug aus schwedischer Produktion sondern um einen modernen Nachfahren des Pömpels. Und er funktioniert tatsächlich: Mein Abfluss im Waschbecken ist wieder frei und das Wasser fließt nicht mehr so zäh wie vor der Behandlung ab. Und das ganz ohne Chemie.

Montag, 24. März 2008

Umfrageergebnisse

Meine Umfrage ist abgeschlossen und die Ergebnisse liegen vor... und sie sind zum Teil überraschend, wenn nicht sogar schockierend.


Leserkreis

Gerade mal 7 Leser konnten sich dazu bequemen, meine Umfrage auszufüllen. Das ist gerade mal ein Bruchteil der vom Zugriffszähler an durchschnittlichen Tagen gezählten Besucher. Auch wenn ich aus früheren Projekten weiß, wie es um die Faulheit der Internetbenutzer bestellt ist, hatte ich zumindest auf etwas fundiertere Zahlen gehofft.

Erfreulicherweise hat keiner der Teilnehmer Einwände, hier im Blog zitiert zu werden, was wohl auch daran liegt, dass ich alle bis auf einen recht gut kenne. Vorranging hat mein lokales Umfeld abgestimmt, so kommen alle Teilnehmer aus der direkten Umgebung Bremens oder haben zumindest früher mal hier gewohnt.

Da mein Blog auch als schwuler Blog konzipiert ist, überrascht es wenig, es nur eine Teilnehmerin gab. Dafür überrascht umso mehr, dass alle bis auf einen Teilnehmer hetero sind und das Durchschnittsalter der Teilnehmer bei 33,4 Jahren liegt. Das Spektrum reicht von 23 bis 49. Der einzige schwule Teilnehmer war offenbar nur auf der Durchreise (bzw. hat in meinem Chatprofil auf den Link geklickt) und ist mir nicht persönlich bekannt. Alle anderen Teilnehmer kann man durchaus als Stammleser bezeichnen, sie sind schon länger, wenn nicht sogar seit Anfang an, dabei.

Da ich aus persönlichen Chats weiß, dass mein Blog auch von jüngeren und auch von Schwulen gelesen wird, lässt sich daraus wohl am ehesten schließen, dass Jüngere eher weniger Lust haben, sich auf eine Umfrage einzulassen, für die die Besucher im Schnitt 10 Minuten ihrer Zeit investiert haben.

Etwas mehr als die Hälfte der Teilnehmer ist selbst in einem Blog oder Podcast kreativ tätig und ebenfalls etwas mehr als die Hälfte ist auch via ICQ erreichbar. Die anderen Messenger spielen eine eher untergeordnete Rolle. Eine Emailadresse hat - wie zu erwarten war - jeder.

Interessant ist auch, dass die Browser aller Teilnehmer eine Firefox-Kennung gesendet haben. Ich habe leider keine Statistik für die Blogseite selbst und ich weiß nicht, wieviele dieser Browser unter falscher Flagge segeln. Ich möchte aber dennoch mal die These in den Raum stellen, dass der verwendete Browser und Instand Messenger der Besucher eines Blogs etwas zur Positionierung des Blogs innerhalb des sozialen Netzgefüges aussagt. Hier wäre eine umfangreichere Datenbasis sehr interessant.

Dazu passt allerdings nicht, dass nur ein einziger Leser einen RSS-Reader benutzt.

Alle Teilnehmer surfen via PC und haben einen schnellen Breitbandzugang. Es spricht also nichts dagegen, öfters mal Videos oder Bilder in meine Blogeinträge zu integrieren. Trotzdem sollte man als Webmaster auch auf mobile Nutzer Rücksicht nehmen. Ich ärgere mich am Handy immer über völlig überladene Seiten.

Die Frage nach der Häufigkeit der Besuche im Blog hat kein klares Ergebnis gebracht. Bis auf "Einmal im Monat" wurde jede Option genau einmal angeklickt.


Themen

Das Interesse an Themen aus meinem Privatleben ist erwartungsgemäß groß und für viele Stammleser wohl auch der Hauptgrund, wieso sie meinen Blog besuchen. Die Kuriositäten aus dem Netz haben allerdings noch einen Tick besser abgeschnitten. Mir eigentlich unverständlich, hat doch inzwischen jede Zeitschrift und jedes Onlinemagazin eine Rubrik für mehr oder weniger lustige Netzfundstücke.

Gut kommen an (jeweils sortiert nach Punktzahl):
  • Internet-Kuriositäten
  • Mein Privatleben
  • PC-Themen
  • Fotos+Videos, die ich gemacht habe
  • Filmkritiken
  • Links zu Artikeln in Online-Magazinen
  • Religion
  • Fernsehen
  • Linux
Gleichgültigkeit umnebelt:
  • Politik
  • Elektronik
  • Technik
  • Schwule Szene-Berichte
  • Fotos+Videos, auf denen ich drauf bin
Und nicht so gerne gesehen sind:
  • Rezepte
  • Schnuggel
  • Musik
  • Spielkonsolen
  • Umweltschutz
Nachdem die Internet-Kuriositäten auf dem ersten Platz und Politik und Umweltschutz weit hinten rangieren, hat sich die Spaßgesellschaft wohl wieder einmal bestätigt?

Zu den Schnuggeln komme ich später noch einmal.


Sprachliche und stilistische Eigenschaften des Blogs

Hier hat die Leserschaft nichts auszusetzen. Die Rechtschreib- und Grammatikfehler halten sich in Grenzen (manche Einträge entstehen schließlich zu sehr später Stunde), der Blog ist flüssig zu lesen und lädt schnell. Außerdem stimmt das Niveau, was ja gerade in der heutigen Zeit viel wert ist. ;-)

Selbst der trockene Humor zwischen den Zeilen scheint im Großen und Ganzen anzukommen, halte ich es da doch mit einer Zigarettenmarke: Schmeckt nicht jedem!


Andere Blogs

Die Teilnehmer lesen im Schnitt 5,4 andere Blogs. Die Frage nach den anderen Blogs diente zugegebenermaßen primär dazu, noch ein paar Leseempfehlungen abzustauben. Die meisten der genannten Blogs kenne ich schon, aber "USA Erklärt" werde ich mir mal genauer ansehen.


Ausblick auf potentielle Erweiterungen

Beim Video-Podcast-Vorschlag halten sich Pro- und Kontra-Stimmen absolut die Waage. Symmetrischer geht es nicht. Beim Audio-Podcast sieht es fast genauso aus, allerdings ist eine Stimme vom positiven Ende der Skala ("Sehr interessant") zum negativen Ende ("Stört eher") gerutscht.

Ein Leser schreibt dazu:
"Ich finde die Mischung so grundsätzlich schon gut. Ich würd auch nicht zuviel technischen Schnick-Schnack wie Podcasts oder so machen. Das wirkt eher peinlich, wenn man keine "sonore" Stimme hat und gute Aufnahmegeräte besitzt."

Richtig. Da ich meine Stimme selber nicht so gerne höre (ich glaube, das geht vielen Menschen so... da kann man aber mit digitaler Soundverarbeitung möglicherweise was machen), war der Punkt mit dem Audio-Podcast mehr als Versuchsballon gedacht, bzw. von der Hoffnung getragen, dadurch vielleicht auch ein wenig Zeit einsparen zu können. Das ganze Geschreibsel hier frisst solche Unmengen an Zeit, da wäre es möglicherweise eine Idee, so eine Art 'Audio-Twitter' zu entwickeln. Keine langen Beiträge, denn für die bräuchte man wieder ein Skript (im Sinne von Drehbuch), das den Zeitvorteil auffrisst. Aber vielleicht als eine Art "Online-Diktiergerät", mit dem man einfach mal ganz schnell einen Gedanken oder Kommentar festhalten kann.

Video-Podcasts kann es alleine aufgrund des Aufwandes nur als Specials zu besonderen Anlässen geben. Mal gucken, ob ich da mal irgendwann was bastel.


Leserkommentare
"Ich find die Optik von deinem Blog ... zu blau, zu dunkel. Außerdem macht mir das Foto von dir Angst."
Das Layout ist ein fertiges Template von Google, ich war bisher zu faul das zu ändern. Außerdem versuche ich mich auch mehr über den Inhalt als durch die äußere Form zu definieren. Das Layout soll daher bewusst schlicht sein (auch um das Blog auf Mobilgeräten anzeigen zu können, siehe oben), aber vielleicht ist es nach über einem Jahr wirklich mal an der Zeit für eine neue, etwas hellere Farbgebung.

Mit dem Foto muss ich mal gucken. Ich versuche einen guten Kompromiss zwischen Anonymität und Persönlichkeit zu finden.

"Mal mal ein Bild über deine Psyche. xD"
Der ganze Blog ist doch nichts anderes als ein Gemälde meiner Psyche...
(Bitte jetzt keine Kommentare zur dunklen Farbgebung!)

"Zur Umfrage fällt mir ein, dass deinen Humor zu beurteilen schwierig fällt... weil er selten auftritt."
So selten ist er eigentlich nicht, aber ich gebe zu, dass er manchmal gut versteckt ist. Das soll aber auch so sein.

"Bisschen mehr lockerheit wäre da durchaus angebracht... inhaltlich wie auch sprachlich (die deutsche Sprache kennt ausreichend Satzzeichen, um da auch mal ein etwas freieres Konzept vorzustellen, was sich sozusagen etwas mehr am Gedankenfluß orientiert). (man kann z.B. während eines eintrags zwischen groß- und kleinschreibung wechseln, fällt mir grade so auf ^^)
Ohje. dAss MuSs iCh MiR aBEr noCh GuT ÜbERLEgen. DeR BLog KanN aUcH ruHiG naCH AuSSen Hin ETwAs SpIeszig ERschEiNen. DAs mAchT NiX.

[Kritik] "Fremdhoster"
Ich habe die letzten Wochen mal drüber nachgedacht, einen (virtuellen) Server zu mieten, aber irgendwie bringt's das nicht. Vielleicht besorge ich mir mal einen leisen (vorzugsweise passiv gekühlten) und sparsamen PC, den ich hier als Server hinstelle. Das ist am billigsten, flexibelsten und sollte für meine Zwecke vermutlich ausreichen. Aber dann hätte ich trotzdem die ganze Administration und Patcherei an den Hacken. Siehe meinen zweiten Blogeintrag.

"Bekomme immer homophobe Anfälle, wenn du von Schnuggels redest. :P
Außerdem langweilt mich der ganze Technikschmonz. Aber jedem das Seine ;)"

""schnuggel". entweder du gehst darauf auch ein, oder es ist vollkommen belanglos. (nervig wird es neben der frequenz durch den schreibstil, aus dem allein schon das wort eigentlich vollkommen herausbricht...) aber vermutlich bin ich ja nur schwulenfeindlich :D"
Tja, ich fürchte, da müsst ihr durch... meine Schnuggel sind nicht verhandelbar.

Öffentlich im Blog kann ich dazu meistens auch nicht mehr schreiben. Entweder war es einfach nur eine nette Begegnung, über die ich mich gefreut habe (und die daher auch Erwähnung im Blog verdienen sollte), oder es ist mehr als das. Dann kann ich aber aufgrund der (Persönlichkeits-)Rechte und Gefühle Dritter meistens nicht näher darauf eingehen.

Wie so oft muss man auch hierbei ein wenig zwischen den Zeilen lesen und bei Bedarf persönlich nachfragen. Wer in mein Web-Fotoalbum guckt, sieht dort ohne Login nicht mal 1/3 der vorhandenen Fotos. Der Rest gehört (aus unterschiedlichen Gründen) einfach nicht in die Öffentlichkeit.

"[...] und wenn mich mal was nicht interessiert, muss ich es ja nicht lesen"
Genau so isses! ;-)

Montag, 17. März 2008

Lümmeltüten

Welch ein Sauwetter! Eigentlich wollte ich mal wieder cachen gehen, aber nein, es schneit und hagelt. Vielleicht sollte ich einfach trotzdem gehen... das GPS ist laut Hersteller wasserdicht, schwimmfähig und bis -15 °C einsetzbar (zumindest wenn man Batterien hat, die nicht vorher einfrieren). Mit den richtigen Klamotten geht das vielleicht, außerdem hat es den Vorteil, dass nicht zu viele Geomuggel unterwegs sein sollten, die die Cache-Hebung verkomplizieren.


Leser Thomas hat mich in seinem Kommentar zu meinem Blogeintrag zum Welt-Aids-Tag noch auf eine neue Kampagne hingewiesen, die ab Ostern im Fernsehen starten soll. Darin bekennen Promis wie Markus Kavka, Herbert Knaup und Supernanny Katia Saalfrank Farbe und stehen öffentlich zu ihrer eigenen AIDS-Erkrankung. [Update]

Die Rote Schleife


Während die Lümmeltüten beim Sex offenbar immer noch zu kurz kommen, übertreibt es die deutsche Post ein wenig und schweißt jede ihrer "Einkauf aktuell"-Postwurfsendungen einzeln in Folie ein. Das ist nicht nur Ressourcenverschwendung, es verkompliziert auch die Mülltrennung unnötig. Muss denn das sein?

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Dass unten rechts auch noch ein Blauer Engel prangt, kann da wohl nur als schlechter Scherz der Behörde gewertet werden. Da versteh einer die Bürokratie...

Donnerstag, 28. Februar 2008

LED-Lampe

Gerade habe ich mir beim Einkaufen auch noch eine Klemmleuchte für mein LED-Leuchtmittel (siehe Bild) im Baumarkt besorgt. Dafür, dass dies eins der teureren mit extra vielen LEDs war, finde ich die Lichtstärke aber arg enttäuschend. Da ist möglicherweise meine Kühlschrankbeleuchtung heller...

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Immerhin ist sie sehr sparsam und als Hintergrundlicht für den Flur oder im PC-Raum reicht's vielleicht so gerade.

Gestern war wieder schwimmen... viele Bahnen habe ich nicht zurückgelegt, aber es war ganz nett. Ein Ex-Arbeitskollege war mit dabei (zusätzlich zu meinem normalen Trainingspartner) und wie's aussieht, kommt er fortan regelmäßig mit... schau'mer mal.

Montag, 25. Februar 2008

Samstag, 5. Januar 2008

Smog

Der Beitrag von Impi zur Klimaerwärmung erinnert mich gerade daran, dass ich ja noch ein Video hier online stellen wollte.

Ich habe Silvester einfach mal 8 Stunden lang eine Straßenlaterne gefilmt und das Ergebnis möchte ich Euch nicht vorenthalten. Da ich selbst kein Freund extrem überlanger Filme bin, habe ich die 8 Stunden im Zeitraffer auf 1 Minute zusammengestaucht:



Man sieht recht deutlich, dass der Nebel, in den Bremen über Neujahr gehüllt war, kein Zufall sondern von Menschenhand gemacht war. Der Smog war zeitweise so stark, dass die Sicht nicht einmal mehr zur gegenüberliegenden Straßenseite reichte. Mit dem Ende der Knallerei verzog sich dann auch die Dunstwolke wieder.

Jetzt müsste man mal einen Wetterexperten fragen, ob der Qualm direkt die Sicht vernebelt hat, oder ob er viel mehr Auslöser für die Entstehung von normalem Nebel war (Rußpartikel als Kondensationskeime oder so was in die Richtung?).

Der nächste kleine Weltuntergang folgte dann am Mittag des Neujahrsmorgens als ich nichtsahnend vor dem Zähneputzen ins Waschbecken spuckte und dort auf einmal einen Blutfleck vorfand. Auch eine Mundspülung half nix und eine mehrfache Wiederholung des Experiments förderte kein anderes Ergebnis zu Tage. Mein Verstand sagte mir, dass ich mir vermutlich nur vorher an dem bereits nicht mehr taufrischen und zu trocken getoasteten Stück Brot irgendwo das Zahnfleisch verletzt hatte, mein Unterbewusstsein malte sich aus, wie die Lunge langsam vollläuft. Nach einem Telefonat mit meiner Mutter habe ich mich dann entschieden, erstmal noch ein wenig abzuwarten und mich nicht etwa gleich per Blaulichttaxi einliefern zu lassen. Ein Weilchen später war dann auch alles wieder normal und alle Körpersekrete hatten wieder ihre Sollfarbe. Trotzdem kann einem sowas einen ziemlichen Schrecken einjagen. :-|

Heute war ich mal wieder einkaufen. Der Supermarkt scheint drei neue Verkäuferschnuggel eingestellt zu haben, jedenfalls war er mir bisher (im Gegensatz zum Elektromarkt) nicht durch attraktives Verkaufspersonal aufgefallen.

Auch ein Besuch im Sexshop war mal wieder fällig - leider mit ähnlich unerfreulichen Resultaten wie beim letzten Besuch. Die Preise sind eine Frechheit, eine Kennzeichnungspflicht für evtl. schädliche Substanzen in den Spielzeugen scheint es nicht zu geben und die Verkäufer haben auch keinen Plan, was sie da eigentlich verkaufen, weil sie - so der Verkäufer - auch keine näheren Informationen von den Herstellern bekämen. Zudem machte kaum ein Produkt auf mich den Eindruck, dass ich gerade Markenware in den Händen halte. Traurig, traurig.

Einziges Highlight in dem Laden: Ein Schnuckel in einer Jacke vom Sportverein des Kaffs, in dem ich vor meinem Umzug nach Bremen gewohnt habe.

Naja, Zeit für's Bett. Morgen (inzwischen heute) Abend bin ich mit einem Bekannten verabredet, um einen -mir bisher unbekannten- Teil der Bremer Szene zu erkunden. Aber dazu vielleicht die Tage mehr.

PS: Von der neuen Sat1-Serie "Das iTeam - Die Jungs an der Maus" hatte ich mir irgendwie mehr versprochen... und meine Erwartungen waren nicht hoch...

Samstag, 8. Dezember 2007

Licht aus, Licht an

Google macht das Licht aus und schließt sich damit der "Licht aus!"-Aktion an.

Auch wenn das Setzen von Zeichen wichtig ist, dürfte die "Licht an!"-Aktion, die den Austausch von konventionellen Glühbirnen durch Energiesparlampen fordert, unterm Strich effektiver sein. Aber wie dort auf der Website beschrieben ist, schließen sich beide Aktionen nicht aus: Man kann auch heute Abend das Licht ausschalten um ein Zeichen zu setzen und die Zeit nutzen um die Birnen zu ersetzen.

Man sollte dabei jedoch tunlichst vermeiden, das Licht wirklich pünktlich um 20 Uhr aus und um Punkt 20:05 wieder einzuschalten, sondern etwas mehr Vor- und Nachlauf wählen. Andernfalls können die die Energieversorger nicht schnell genug auf die Laständerung im Stromnetz reagieren und wir sitzen länger im Dustern als uns lieb ist. (Siehe auch den Artikel auf taz.de.)

Es kann sicherlich auch nicht schaden, rechtzeitig die Stecker aller wichtigen (wertvollen) Elektrogeräte rauszuziehen, falls die Lastregelung im Netz überfordert ist (ein Kraftwerk lässt sich nicht von einer Sekunde auf die nächste aus- und wieder einschalten) und es dadurch zu Überspannungen kommt.

Da die Energieversorger vorgewarnt sind, wird aber wohl alles gut gehen und sie können einen Teil der Energieerzeugung rechtzeitig von günstigen, aber trägen Grundlastkraftwerken auf teure, aber schnell regelbare Spitzenlastkraftwerke verlagern. Ob das unterm Strich dann jedoch noch der Umwelt dient, steht auf einem ganz anderen Blatt...

Freitag, 30. November 2007

"Gemütlich bummeln bis um Mitternacht"

"Gemütlich bummeln bis um Mitternacht" heißt es in einer Anzeige zum Mitternachts-Shopping im Bremer Weser-Park. Mir gefällt die Idee, bis Mitternacht einkaufen zu können, da komme ich nämlich sonst kaum zu. Im Weser-Park bin ich allerdings auch nicht dazu gekommen. Der Parkplatz war gerammelt voll, sogar hinter dem Gebäude stand in jeder kleinen Ecke ein Auto. Ich bin dann zu einem anderen Supermarkt gefahren. Man merkt, es geht auf Weihnachten zu...

Ich mag Weihnachten nicht. Das einzig Gute an Weihnachten sind die Geschenke, die ein wenig die Haushaltskasse entlasten. Ansonsten ist Weihnachten nur deprimierend. Die Wochen vor dem Fest ist überall Stress und Hektik. Alle Leute stürmen in die Läden und nerven sich durch den Andrang gegenseitig. Wenn das Fest dann gekommen ist, erreicht der Stress seinen Höhepunkt (was in vielen Fällen zu Streit und gereizter Stimmung führt), um, nachdem die ersten Familienfeiern abgeklungen sind, ins absolute Gegenteil um zuschlagen: Absolute Ruhe. Alle sind irgendwie mit der weiteren Verwandtschaft und später auch dem Umtauschen der Weihnachtsgeschenke beschäftigt, so dass man während der Feiertage und die ersten Tage danach mit keinem aus dem Bekanntenkreis irgendwas unternehmen kann.

Wobei ich zugegen muss, dass ich es inzwischen auch kaum noch probiere. Die letzten Jahre habe ich mich immer eingemauert, ein wenig gelesen und gewartet, dass das Fest endlich vorbei ist.

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich mir rechtzeitig vor Weihnachten einen Schnuggel schnappen und mit dem vor dem ganzen Trubel flüchten. Vielleicht in eine nette kleine romantische Berghütte? Aber zu Hause wäre auch ok, wenn man den ganzen Tag im Bett liegen bleiben kann und nichts da ist, was unbedingt erledigt werden muss...

Vielleicht hängt meine Abneigung gegenüber Weihnachten auch damit zusammen, dass Weihnachten immer so plötzlich kommt. Nicht, dass der Termin nicht schon lange vorher bekannt wäre, aber irgendwie waren die Wochen vor Weihnachten immer der absolute Stress.

Schon in der Schule musste immer noch mal schnell eine Klausur durchgedrückt werden, an der Uni waren es die Übungszettel, mit denen uns die Profs segneten, und jetzt in der freien Wirtschaft ist es auch nicht besser.

Dass sich ein Kollege eine fiese Hüftfraktur zugezogen hat, macht die Sache auch nicht besser, somit stehen die Chancen schlecht, dass ich vor dem 24. überhaupt Urlaub machen kann.

Unter solchen Umständen kommt einfach keine Weihnachtstimmung auf... wenn ich dann endlich soweit bin und mich mental aufs Fest eingestellt habe, ist es meistens schon wieder vorbei.

Auch die Sexshops - pardon Fachgeschäfte, wie es auf dem Flyer heißt - haben ihren Teil zum Fest der Liebe beizusteuern. So fand sich in meiner Zeitung wieder ein Prospekt, der nicht nur phallusförmige Stofftiere mit Saugnäpfen (für die Autoheckscheibe?) offeriert. Der Rentier-String ist das ideale Präsent für jene männlichen Zeitgenossen, denen noch der passende Gegenpart zum Arschgeweih der Freundin fehlt. (Mich erinnert diese Kreation eher an eine Kreuzung aus Elch und Ottifant.)

Ich glaube, dieses Jahr wünsche ich mir eher etwas praktisches vom Weihnachtsmann: Eine Einparkhilfe, die beim Rückwärtsfahren die Entfernung bis zum nächsten Hindernis anzeigt.
Hier in der Gegend wird mitunter extrem platzsparend geparkt, so dass ich den Tag schon kommen sehe, an dem ich morgens die Polizei mit Abschleppwagen rufen muss, um überhaupt aus der Parklücke rauszukommen. Normalerweise stelle ich mich bevorzugt neben eine Garageneinfahrt, weil die normalerweise immer freigehalten werden sollte. Aber da gib's offenbar auch genug Leute, die sich nicht darum scheren, so dass der Geragenbesitzer inzwischen auch schon ein "Einfahrt freihalten"-Schild aufgestellt hat. Mal sehen, ob's was bringt...

Es scheint aber in der ganzen StVO keine Angabe zu einem Mindestabstand beim Parken zu geben. Im Gegenteil, es gibt sogar das Gebot, platzsparend zu parken. Aber doch bitte auch nicht zu platzsparend. Vielleicht sollte mein nächstes Auto ein Elektro-Smart werden...

Ich für meinen Teil werde mich nun erstmal vor den Fernseher hängen und mich dann zeitig ins Bett begeben. Die Überstunden und die Rennerei heute haben mich ziemlich geschafft.

SQ: Schwimmen: Am Anfang +++, später leider nur noch +.

Samstag, 20. Oktober 2007

Rekorde

Uff, wieder ein Arbeitstag geschafft (ja, heute ist Samstag...). Aktuell zählt mein Überstundenzähler 22,3 Überstunden... alleine für diese Woche wohlgemerkt. Und morgen ist auch noch ein Tag.

Diese Woche hat also ganz gute Chancen, in die Top-10 meiner arbeitsreichsten Wochen zu kommen. Für Platz 1 wird's allerdings wohl nicht reichen, der gehört dem All-Time-Favourite, namentlich der Woche zwischen Weihnachten und Silvester 1999 mit der Jahr-2000-EDV-Umstellung.

Dieses Jahr wird mein Weihnachten jedenfalls hoffentlich deutlich ruhiger, so dass ich mir mit Resturlaub und Überwochen ein paar chillige Tage machen kann. Im Winter gehe ich eh nicht gerne vor die Tür. Heute musste ich das erste mal mein Auto freikratzen, damit ist der Winter nun da. *brr*

Und wenn die erste Straße nach Osten der Wintersonne entgegen führt, klingt das auch wesentlich romantischer als es ist. Genau genommen ist das sogar ziemlich lästig, nicht nur, dass die Sonne blendet, man sieht auch nichts - und zwar gar nix - wenn die Scheibe nicht wirklich 100%ig eisfrei und sauber ist. Sonst hat man in einer engen, zugeparkten Straße mit vielen Radfahrern so ziemlich verloren... da werde ich mir wohl noch eine Folie für die Windschutzscheibe und ordentlich Chemie zum Auftauen besorgen müssen.

Jetzt steht aber erstmal der Abwasch an, dann muss ich Duschen und dann werde ich mich wohl noch kurz vor den Fernseher hängen... und dann ist der Tag auch schon wieder gelaufen, morgen wartet neue Arbeit...

Dienstag, 14. August 2007

Prepare ship for ludicrous speed! Fasten all seatbelts!

Manchmal sind die Amis ja echt niedlich. Um zu testen, ob man Blitzer durch hohe Geschwindigkeit (sic!) austricksen kann, wollten die MythBusters in der heutigen Folge mit einem PKW schnell an einem Radargerät vorbeifahren.

Die Versicherung machte dabei viele Auflagen wie feuerfeste Anzüge, um bei der wahnwitzigen Geschwindigkeit von 160 km/h in einem geräumigen Wagen auf einer absolut schnurgeraden und völlig leeren ehemaligen Landebahn auch ja kein Risiko einzugehen. Selbst für US-Verhältnisse mit einem Tempolimit von 90 bis 130 km/h auf den Autobahnen finde ich das etwas albern. Schein aber ernst gemeint gewesen zu sein.

Wer schon mal in einem Renault 5 mit 170 auf der Autobahn unterwegs war, weiß, wo die wirklich irrsinnigen Geschwindigkeiten anfangen...

Von den getesteten Anti-Radarmythen hat natürlich kein einziger funktioniert... was auch vorauszusehen war, weil die wirklich interessanten Tricks im Test nicht vorkamen. Da hatte wohl auch die (Rechtsschutz-)Versicherung Bedenken.

Vorhin habe ich noch mal schnell zwei Überspannungsschutzsteckdosen geordert bevor mein Einkaufsgutschein abläuft. Mal sehen, wann das Paket kommt und ob die Abholung via Packstation reibungslos klappt. Die hat zwar auch ihre Nachteile, ist mir aber immer noch lieber, als wenn die Post meine Pakete in der Nachbarschaft verteilt.

Steckdosen sind hier (neben den Parkplätzen) noch ein Problem, an denen wurde hier im Haus wirklich gespart. Ausgerechnet mein PC-Raum hat nur eine einzige, aber in den anderen Räumen sieht es auch nicht viel besser aus.

Das macht mir auch mal wieder bewusst, wie weit der der Steckernetzteil-Wahnsinn inzwischen fortgeschritten ist: Steckernetzteile sind so groß, dass man Mehrfachsteckdosen meistens nicht komplett ausnutzen kann... warum einigt man sich nicht mal auf einen Standard, so dass man mehrere Geräte an ein Steckernetzteil anschließen kann? Das wäre auch vom Umweltschutz gesehen besser, denn viele kleine Netzteile sind ineffizient. Besser wäre eine "12V-Stromschiene", also ein zweites Niederspannungsnetz innerhalb des Raumes, das von einem einzigen Netzteil zentral versorgt wird und den ganzen Kleinkram wie USB-Hubs, USB-Platten, LAN-Switches, WLAN-Accesspoint, Telefon-Basisstation, DSL-Router etc. aus einer gemeinsamen Quelle speist. Gerade die billigen Steckernetzteile aus Fernost sind wahre Stromfresser, wovon man sich durch bloßes Handauflegen und fühlen der Verlustwärme leicht überzeugen kann. Auch wenn ich nun kein Extrem-Öko bin, so macht sich das doch alles auf meiner Stromrechnung bemerkbar. (Und die Strompreise sollen schon wieder steigen.)

Für die "Stromschiene" könnte man dann auch in ein besseres Netzteil investieren, das Geld spart man an den Bergen von Mehrfachsteckdosen, die dadurch überflüssig werden, wieder ein.

Mit meinem WLAN bin ich noch nicht weitergekommen. Selbst mit meinem alten Accesspoint und simpler WEP-Verschlüsselung bekomme ich keine vernünftige Verbindung. Früher hat das anstandslos geklappt.

Ein Hardwareproblem ist somit eigentlich auszuschließen, da es mit zwei verschiedenen Accesspoints und zwei verschiedenen Clients nicht geklappt hat.

Auch meine Funkkopfhörer werden durch fremde Signale gestört und ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass der Frequenzraum hier in der Tat völlig dicht ist.

Mein Webserver auf meinem ARM-Board macht dagegen Fortschritte. Im Grunde funktioniert die Webcam-Infrastruktur schon, bloß der Webserver-Prozess crasht alle paar Stunden aus mir bisher noch unerklärlichen Gründen. Wenn jemand noch einen kleinen kompakten Webserver kennt... ich bin ganz Ohr. Wenn alles nix hilft, werde ich mal versuchen, ob ich einen Apache auf dem Embedded-Rechner installiert bekomme.

Die heutige Software ist einfach zu fett und geht zu verschwenderisch mit Ressourcen wie Speicher und CPU um. Hier wäre die Demo-Szene eine gute Inspirationsquelle: Absolut genial, was man in ein paar Kilobyte(!) unterbringen kann... inhaltlich aber nicht unbedingt mein Geschmack. Da geht doch nix über die gute alte 2nd Reality-Demo der Future Crew.

Naja, schon wieder Zeit für's Bett.

Mittwoch, 8. August 2007

Das Reisepass-Desaster

Und schon ist es wieder mal Zeit für einen neuen Blogeintrag. Da das Schwimmen heute wieder ausfallen musste (das Schwimmbad ist wegen Sommerpause/Reinigung/Wartung geschlossen), habe ich auch etwas mehr Zeit dafür als ursprünglich geplant. Leider habe ich es zu spät erfahren um schon nach einem anderen Bad Ausschau zu halten, aber immerhin noch früh genug, um nicht vor verschlossener Türe zu sehen. Für einen Freibadbesuch ist es ja leider zu kalt... irgendwie ist der Sommer nur sehr mäßig dieses Jahr. :-(

Letzten Sonntag war der Badesee aber noch gerammelt voll (Top-Quote!), aber für mehr als ein Eis hatte ich dort auch keine Zeit.

Nach der Arbeit habe ich heute mal den ersten der drei (mir bisher bekannten) Supermärkte hier in der Nähe ausprobiert. Ich fand ihn etwas teuer und der Parkplatz könnte größer sein, ansonsten ist er ok.

Zurück zu Hause habe ich kurz was gegessen und mich sodann dem Abwasch gewidmet. Wenn ich die gesparte Fahrtzeit durch den Umzug mit dem Zeitverlust durch Haushaltsarbeiten aufwiege, bin ich im Moment noch knapp im Plus. (Ich sollte allerdings auch mal wieder Staubsaugen.)

Einen Vorteil hat der Abwasch allerdings: Ich habe nun endlich einen Zeitslot, in dem ich den Computerclub 2-Podcast hören kann. Mittlerweile habe ich mich zu Folge 6 vorgekämpft, die ein ziemlich erschreckendes Fazit zu den RFID-Chips in Ausweisen zieht. Nicht, dass dabei wirklich neues zu Tage gekommen wäre, aber so komprimiert und auf den Punkt gebracht lässt es mich erschaudern.

Da beruhigt es auch nicht, dass in anderen Ländern ebenso abenteuerliche Ideen auf der Tagesordnung stehen: In New South Wales sollen Autos von Rasern verschrottet werden, eine Praxis, die dem Artikel zu Folge auch schon in einigen US-Bundesstaaten angewendet wird. Für solche Maßnahmen fehlt mir jegliches Verständnis, denn das ist einfach nur sinnlose Zerstörung auf Kosten der Umwelt. Wenn das Auto schon konfisziert wird, sollen sie es lieber zu einem wohltätigen Zweck versteigern, da haben alle mehr von. Eine Geldstrafe sollte allerdings den selben Zweck erfüllen und führt im Zweifelsfall auch dazu, dass der Betreffende sein Auto verkaufen muss.

Weniger destruktiv verläuft hoffentlich mein Versuch, mein Auto um seine Kennzeichen zu erleichtern. Selbige muss ich nämlich mitnehmen wenn ich mich die Tage ganz offiziell in Bremen anmelde. Den Termin habe ich mir schon letzte Woche geben lassen (der Bremer Bürgerservice ist so ausgebucht, dass man eine gute Woche auf einen Termin warten muss und deren Homepage seit Wochen wegen Bauarbeiten offline ist) und die Unterlagen habe ich inzwischen auch alle zusammen.

Mit Schilder-machen-lassen und allem drum und dran dürfte der Tag dann auch gelaufen sein. Eigentlich wollte ich diese Woche auch noch mal nach einem neuen Duschkopf gucken. Der vorhandene Brausekopf ist mir zu lasch und die Vorzüge eines festen soliden Wasserstrahls (Massagestrahl) für die Körperhygiene sind sicher nicht nur in schwulen Kreisen bekannt.

Sollte hier jemand mit dem Vorgang des Duschens noch nicht vertraut sein (immerhin spart das viel Energie im Vergleich zum Vollbad), kann er oder sie sich vertrauensvoll an der Anleitung nach Hallinger orientieren. (Was täten wir nur ohne die Wikipedia?)

Den modernen Schnuckel von heute kann man allerdings auch einfach bequem in die Waschmaschine stecken, wenn er sich zu sehr eingesaut hat. Pflegeleichter geht es nicht mehr.

Apropos einsauen: Wer hat sich eigentlich diese Verschlüsse für Getränkekartons ausgedacht?

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Ein dämlicheres Patent ist mir noch nicht untergekommen. Wenn man beim Trinken aus dem Karton nicht peinlich genau aufpasst, hat man sich in Nullkommanix das komplette Hemd vollgekleckert. Ich habe mir vorhin beim Einkaufen erstmal ein Paket Strohhalme mitgenommen. In Zukunft kaufe ich nur noch welche mit Schraubdeckel!

Mein WLAN macht auch immer noch Probleme. Langsam glaube ich, der Störpegel ist hier in der Gegend zu hoch. Ich habe das WLAN am Router mal testweise abgeschaltet und meinen alten Accesspoint angeklemmt. Das Notebook hat das WLAN einen Raum weiter zwar gefunden, konnte sich aber nicht damit assoziieren. Da werde ich noch mal genauer suchen müssen, gestern hatte ich keine Zeit für genauere Nachforschungen weil ich noch mit einem Bekannten ein paar Straßen weiter verabredet war. Herrlich, dass ich jetzt auch mal jemanden zu Fuß besuchen kann und nicht für alles erst mit dem Auto in die Stadt fahren muss.

Sonntag, 5. August 2007

Baguettes (2. Versuch) und Gedanken zu meinem Heim-Netzwerk

Gestern habe ich mich noch mal an den Pizza-Baguettes versucht, nach dem der erste Versuch eher misslungen war. Mit dem kleinen Rost dazwischen war die Luftzirkulation deutlich besser und das Backergebnis nicht zu beanstanden. Meine Multifunktions-Mikrowelle backt etwas langsamer (ohnehin alle Kabelverbindungen lösen und neu verbinden musste, habe ich nun auch endlich mal mein Energiemessgerät vor den PC gehängt. Damit komme ich auf 100 W in Ruhe, der auf 130-150 W bei Aktivität ansteigt (exklusive TFT). Im Stromsparmodus sind es immer noch fast 70 Watt. Vor allem letzterer Wert enttäuscht mich ein wenig, aber der Rechner ist auch schon älter und wurde mehrfach hochgerüstet.

Vielleicht ist es langsam mal wieder an der Zeit für einen neuen, das Betriebsgeräusch stört mich auch schon seit längerem. :-|

Eine Alternative zum neuen Rechner wäre vielleicht eine Virtualisierungslösung. Sprich, ich installiere mir meinen Arbeitsrechner als virtuelle Maschine, die ich von einer Netzwerkplatte (NAS) lade und je nach Bedarf auf Haupt-PC oder Notebook starte.

Ich werde da mal drüber nachdenken, möglicherweise muss ich meinen Rechner eh bald neuinstallieren. Irgendwas hakelt beim Systemstart, so dass ich eine Meldung bekomme, dass die Firewall nicht laufen wurde. Ein paar Sekunden später läuft sie dann doch. Sehr verdächtig, aber Virenscanner und Root-Kit-Detektoren finden nix.

Mein Webcam-Problem auf meinem ARM-Server habe ich inzwischen etwas eingegrenzt: Das Problem liegt darin, dass der FTP-Server die Bilder nicht richtig abspeichert wenn das Zielverzeichnis auf der SD-Karte liegt. Wenn ich den Pfad auf die interne RAM-Disk unter /tmp umbiege, klappt alles problemlos. Jedenfalls solange, bis die Disk voll ist (was nicht allzulange dauert, weil da das komplette Root-Dateisystem draufliegt und der Speicher auf Embedded-Rechnern sehr begrenzt ist). Vielleicht liegt es daran, dass die SD-Karte mit FAT formatiert ist und der Server damit nicht klarkommt. Im Log steht, dass die Datei erfolgreich geschrieben wurde, somit muss da auf der untersten Ebene irgendwas schief laufen. Vielleicht hat auch das Dateisystem oder die Karte selbst eine Macke, vom PC kann ich auch nicht richtig drauf zugreifen. Manuelles Kopieren auf dem ARM-System via Bash funktioniert dagegen fehlerfrei. Ich muss mal gucken, ob ich die Karte irgendwie ext2/3- oder reiserfs-formatiert bekomme.

Ansonsten braucht das Paket aus 8-Port-Switch, ARM-Rechner und Webcam 12-13 Watt. Ebenfalls mehr als ich gedacht hatte (wenn das Messgerät wieder frei ist, sollte ich noch mal gucken, welches Gerät welchen Anteil daran hat), aber immer noch konkurrenzlos.

Naja, ab morgen steht erstmal wieder Arbeiten auf dem Programm. Um den Rest kann ich mich kümmern wenn sich mein Tagesablauf einigermaßen eingespielt hat.

Sonntag, 15. Juli 2007

Der Terrorist Harry Potter

Zur Zeit geistert ein Werbevideo eines amerikanischen Herstellers für Küchenmixer durch das Internet, in dem ein iPhone geschreddert wird. Aus der Reihe gibt es wohl auch Videos mit anderen Geräten. Da ich dieser sinnlosen Zerstörung keinen weiteren Vorschub leisten möchte, verlinke ich das Video hier absichtlich nicht (wer es sucht, wird es ohnehin finden... inzwischen hat kaum ein Presseorgan oder Blog noch nicht darüber berichtet). Das Video kommt ohne Frage an. Ob es auch den Mixerverkauf fördert, steht dagegen wohl auf einem anderen Blatt, schließlich gerät bei viralen Marketingformen wie diesen das eigentliche Produkt leicht ins Hintertreffen. Ich weiß auch nicht, ob ich einen Mixer haben wollen würde, von dem ich weiß, dass er ohne Rücksicht auf Verluste alles kurz und klein häckselt. Manchmal ist weniger mehr.


Gestern war ich mit drei Freunden und dem Freund eines Freundes erst chinesisch essen und dann im aktuellen Harry Potter Film. Nachdem der Film schon lange kein Kinderfilm mehr ist, schreckt er inzwischen auch nicht mehr vor der Folterung des Protagonisten zurück. Gerade eine Szene, in der Harry im Interesse der 'Wahrheitsfindung' ein grausamer (und daher selbst im Zaubereruniversum verbotener) Zauberfluch angedroht wurde, erinnerte mich doch sehr an reale Verhörmethoden aus dem Kampf gegen den Terror.

Der Film selbst hat mir nur mäßig gefallen, was vor allem daran liegt, dass der Film extrem gestaucht wurde und mitunter große Sprünge macht. Wer das Buch gelesen hat, ist klar im Vorteil. Wer die Story (wie ich nicht so genau kennt, muss sich manche Zwischenstücke selbst zusammenreimen oder jemanden fragen, der das Buch kennt.

Nach der Filmkritik folgte noch eine Wetterkritik und man kann sagen, dass der Spiegel recht hat. Man kann es den Leuten einfach nicht recht machen, die einen sind mit Regen unzufrieden, die anderen mit Sonnenschein.

Ich bevorzuge den Sonnenschein, zumal meine neue Wohnung auch Fliegengitter hat und ich so nun auch endlich Nachts das Fenster auflassen kann, ohne von einem Mückenschwarm heimgesucht zu werden (in dem Fall empfiehlt sich ein Staubsauger als Massenvernichtungswaffe der Wahl... den muss ich die Tage auch noch kaufen).

Was meine Wohnzimmereinrichtung angeht, bin ich noch keinen Schritt weiter. Ich hätte ja gerne RGB-LED-Lampen im Wohnzimmer um verschiedene Lichtstimmungen erzeugen zu können... allerdings erzeugen die Lampen aus dem Baumarkt meistens nur hektisches Blinken. Das ist auch nicht Sinn der Sache, somit werde ich mich mal schlau machen, ob es günstige Lampen mit DMX-Steuerung gibt. Vielleicht lässt sich da auch was günstig selberbauen.

Freitag, 15. Juni 2007

Der Apfel und der Sündenfall (oder wie Lisa auf der Müllhalde verscharrt wurde)

Spiegel online hat heute einen schönen Artikel über Apples größte Fehler online gestellt.

Das "schön" ist dabei weniger Ausdruck meiner Schadenfreude, sondern durchaus auf den Artikel bezogen. Er ist ein sehr schöner Streifzug durch die Homecomputer-Ära, an der Apple, wie allgemein bekannt sein dürfte, nicht ganz unbeteiligt war.

Ein wenig bedenklich finde ich allerdings die folgende Passage in dem Artikel:
"Den endgültigen Todesstoß versetzte Steve Jobs dem Projekt mit der Einführung des Macintosh im Januar 1984. Die letzte Charge von 2700 unverkäuflichen Lisas ließ Apple vier Jahre später in einer Müllhalde in Utah verbuddeln, um sie endlich steuerlich abschreiben zu können." (Quelle)
Eine Behauptung, die sich auch auch an anderer Stelle findet (dort finden sich im Übrigen auch einige weitere Links zur Computergeschichte). Da wundert es mich auch nicht mehr, dass Apple im vorletzten und letzten Greenpeace-Ranking auf dem letzten Platz gelandet ist. Aber immerhin, sie geloben Besserung.

Mich würde nur interessieren, ob die Geräte inzwischen von Sammlern wieder ausgegraben wurden...


Übernächste Woche fliege ich, wie schon Anfang des Monats erwähnt, geschäftlich nach München. Dass auch der Flugverkehr nicht unbedingt zu einer sauberen Umwelt beiträgt ist hinlänglich bekannt. Der ökologische Einfluss der neuen Sicherheitsmaßnahmen wurde allerdings bisher in dieser Rechnung unterschätzt:
"Die strengen Auflagen für den Transport von Flüssigkeiten im Handgepäck von Flugreisenden sollen nach dem Willen der Airportbetreiber wieder gelockert werden. [...] Allein am Frankfurter Flughafen fielen durch die Entsorgungsmaßnahmen täglich bis zu drei Tonnen Müll an, so der ADV-Präsident." (Quelle, Hervorhebungen von mir)
Apples iPhone muss dagegen wohl nicht fürchten, auf einer Müllkippe vorzeitig beerdigt zu werden; zu groß dürfte die Schar derer sein, die sich auf das Gerät stürzen werden.

Ich selbst bin noch etwas skeptisch. Zum einen finde ich einen Touchscreen zur direkten Bedienung ohne Stylus für ein Alltagsgerät eher unpassend (Fingerabdrücke auf dem Display, Kratzerbildung durch Sandkörner), so dass ich auch meine konventionellen Handys vorzugsweise im Ganzkörperkondom mit mir herumtrage. Zum anderen habe ich den Eindruck, dass Apple dort wieder ein sehr proprietäres Süppchen kocht. Ich weiß die Möglichkeit, zusätzliche Software auf einem Handy zu installieren, durchaus zu Schätzen (das iPhone soll dagegen nur von Apple signierte Software ausführen) und mir ist auch nicht klar, wieso man bereits für die Grundinstallation einen iTunes-Store-Account brauchen soll.

Somit werde ich erstmal abwarten, bis das Gerät auf dem Markt und der Hype ein wenig abgeflaut ist. Wenn Apple auch in Deutschland nur einen einzigen Mobilfunkanbieter mit dem exklusiven Verkauf beauftragt, hat sich die Sache möglicherweise ohnehin von vornherein erledigt.

Ich habe derweil heute erstmal meinen DSL-Vertrag unterschrieben. Nachdem ich noch mal nach einem Gespräch mit einem Arbeitskollegen bei einem weiteren Anbieter nachgefragt hatte, habe ich mich (wie geplant) für die Rot-Blauen entschieden. Ob die Entscheidung richtig war, wird sich im Laufe der Zeit zeigen... spätestens, wenn ich das erste mal auf den Service angewiesen war.

Irgendwie ist die Beantragung von DSL-Anschlüssen generell ein recht spekulatives Geschäft. Man weiß vorher nie genau, wieviel nun am Ende durch die Leitung durchgeht und ich bezahle meine meine Rechnungen ja auch nicht nur "bis zu" dem Betrag, den ich gerade zufällig dabei habe...

Ich habe nun vereinbart, dass der Vertrag hinfällig wird wenn mein 6 MBit/s-Anschluss nicht geschaltet werden kann. Wirklich viel nützen wird mir das allerdings vermutlich nicht, denn der Anbieter betrachtet alle Anschlüsse über 2 MBit (das ist der nächstkleinere Tarif) als "bis zu 6 MBit/s"-Tarif.

Für wen man sich auch entscheidet, es bleibt ein Glücksspiel. Löbliche Ausnahme ist nur eine Hamburger Dame, die auf eine Mindestvertragslaufzeit verzichtet und so jederzeit eine Tarifanpassung erlaubt. (Eine Freiheit, die sich selbstverständlich in den monatlichen Gebühren niederschlägt.)

Die gerechteste Lösung wäre wohl eine kontinuierliche Abrechnung pro Megabit. Dann bezahlt jeder wirklich nur für die Bandbreite (nicht: Traffic), die er/sie auch tatsächlich geliefert bekommt.

Anschließend war noch noch in einem Möbelhaus und habe mich nach einem neuen Bett sowie diversen anderen Möbeln und Einrichtungsgegenständen umgesehen. Umzüge sind schon ein teurer Spaß. Zum Bett habe ich auch bereits (im Vorfeld) ein paar Meinungen aus der Schnuckelfraktion eingeholt, immerhin ist der eine oder andere ja möglicherweise auch mal Mitbenutzer des selbigen. Das Endergebnis der Abstimmung steht noch aus.

Die endgültige Entscheidung behalte ich mir natürlich selbst vor und im Moment tendiere ich zu einem Bett in schlichter moderner Metalloptik. Nichts gußeisernes und möglichst auch nicht zu sehr verchromt. Eher Richtung Anthrazit.

Es gab dort auch ein ein paar schöne Fernsehtische, die von der Optik ein wenig an die PS3 erinnern: Ein edles, matt glänzendes schwarz.

Ich glaube, ich werde die Wohnung 'modern' einrichten und ich überlege, ob ich nicht statt einer Deckenlampe pro Raum mehrere LED-Lampen in der Wohnung verteile. Auch ein Zimmerbrunnen wäre eine Überlegung wert, dessen Plätschern wirkt nicht nur mitunter recht beruhigend, sondern er verbessert als Luftbefeuchter auch das Raumklima.

Samstag, 5. Mai 2007

Die Stunde der Paranoiker

Was bringt die Zukunft? Eigentlich wollte ich zu dieser Fragestellung ein paar Fakten beisteuern, da meine Kristallkugel immer noch zur Reparatur ist, wird das jedoch noch warten müssen. Vielleicht ist es aber auch besser, über die Zukunft nicht zu genau Bescheid zu wissen?

Mir wird die Zukunft hoffentlich bald einen schnelleren Internetzugang bescheren, denn mit dem dünnen ISDN-Draht macht Surfen langsam wirklich keinen Spaß mehr. Als ich vor kurzem ein paar Bilder heruntergeladen habe war die Leitung soweit dicht, dass der Instant-Messenger regelmäßig Timeout-Fehler meldete und mein Stamm-Webchat völlig unbedienbar wurde. Auch meine Versuche, die Situation durch Tuning der Netzwerkparameter zu entschärfen, waren leider bisher nicht von Erfolg gekrönt. Vielleicht investiert der Rosa Riese ja endlich mal in den DSL-Ausbau in den ländlicheren Bereichen? Wenn der Telekomchef geschätzte 100 kEUR im Monat(!) verdient erhält, scheint es an Geld zumindest nicht zu mangeln. Das sind Dimensionen, die man sich wirklich einmal auf der Zunge zergehen lassen muss. Das ist ein Vielfaches von dem, was die meisten Menschen im Jahr verdienen!

Es bleibt also abzuwarten, wie sich die Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickelt und wie der Klimawandel voranschreitet, nachdem der Emissionshandel offenbar erstmal gescheitert ist und man die Verschmutzungsrechte hinterher geschmissen bekommt. (Bei Preisen von unter einem Euro wäre das vielleicht auch ein gutes Geschenk für die Raucher aus dem Bekanntenkreis? Das nächste Weihnachtsfest kommt erfahrungsgemäß früher als man denkt.)

Um späteren Generationen einen Einblick in das Leben der guten alten Zeit(tm) oder -je nach dem weiteren Verlauf der Geschichte- auch des schwarzen Kapitels der Menschheit zu ermöglichen, sammelt die britische Nationalbibliothek nun Emails aus jener Zeit, als wir -wie ein Leser im Forum postete- noch "nichts anderes im Kopf hatten, als uns gegenseitig über die billigsten Potenzpillen, Orgien mit Hausfrauen aus der Umgebung und günstige Finanzanlagen in Zentralafrika zu informieren". Jeder Mensch ist somit aufgerufen, seine Emails an die Bibliothek weiterzuleiten.

Ich vermute zwar, dass es in der Zukunft durchaus auch noch genug andere Quellen über das Leben kurz nach der Jahrtausendwende geben dürfte, dennoch finde ich ein solches Projekt ganz interessant. Nur wenn man die Vergangenheit kennt und versteht, kann man aus ihr für die Zukunft lernen.

Die Teilnahme an dem Projekt ist wie gesagt freiwillig, auch wenn man vor dem Weiterleiten empfangener Mails aus moralischen und juristischen Erwägungen heraus besser die Erlaubnis des Verfassers einholen sollte.

Dennoch finde ich es nicht nur unverständlich, sondern auch ausgesprochen nervig, dass die meisten Poster im Heise-Forum gleich wieder Spionage und Verschwörungen der Regierungen wittern. Liebe Leute, auch Paranoia ist eine Krankheit und in diesem Zusammenhang ziemlich kontraproduktiv!

Wer diesen Blog regelmäßig liest weiß, dass ich auch schon oft für den Datenschutz eingetreten bin. Wenn jedoch jeder Schreibzugriff auf irgend eine Festplatte dieser Welt einem Pawlow-Reflex folgend sofort mit dem Otto-Katalog in Verbindung gebracht wird, ist das dem Datenschutz mit Sicherheit nicht dienlich sondern führt bestenfalls dazu, dass die ganze Diskussion nicht mehr ernst genommen wird. Das ist einfach schon zu ausgelutscht.

Vielleicht steckt aber auch der von Bruce Schneier ins Spiel gebrachte Generationenkonflikt hinter den unterschiedlichen Ansichten zum Thema Datenschutz. Ich bin jedenfalls durchaus geneigt ihm zuzustimmen: Das Verhältnis zum Datenschutz ist im Umbruch und jüngere Internetnutzer neigen eher zu einem freigibigeren Umgang mit ihren Daten als ältere. Hier gilt es einen persönlichen Weg zu finden, der nicht jede Kommunikation im Keim erstickt (Kommunikation und Datenschutz sind erstmal komplementäre Ziele, die sich gegenseitig ausschließen), aber auch keine Einladung zum Identitätsklau ist.

Donnerstag, 19. April 2007

Er bläst ganz ordentlich

Vor kurzem noch richtig gemütlich warm, nun isses wieder kalt und stürmisch. Das Bremer Wetter ist schon manchmal etwas launisch.

Zumindest die Windkraftanlagen scheinen von der Wetterlage zu profitieren und schießen hier wie Pilze aus dem Boden. Irgendwie sind die auch lustig, wenn ich das nötige Kleingeld habe, kaufe ich mir vielleicht auch mal einen Windgenerator. Leider sind selbst die Minigeräte für den Hausgebrauch (25 Watt, 70 Watt) schon recht teuer, obwohl sie kaum für eine Glühbirne reichen. Aber da die Windräder eigentlich nie still stehen, scheint es sich wohl zu lohnen?

Für den Einsatz in der deutschen Politik würde sich dagegen eher ein thermisches Kraftwerk zur Energieerzeugung anbieten. Könnte man die dort produzierte heiße Luft ins Fernwärmenetz einspeisen, wäre dem Klimawandel wahrscheinlich der Wind aus den Segeln genommen. Wenn ich mir die Nachrichten des Tages zum wieder aufgekochten Killerspiele-Verbot und dem Frontalangriff auf die Unschuldsvermutung so ansehe, würde ich mir jedenfalls ein wenig frischen Wind in den Diskussionen wünschen, der die Gemüter etwas abkühlt und den ganzen Populismus hinfort weht.

Positiv hat mich hingegen überrascht, dass meine Diplomarbeit inzwischen sogar bis in die Schweiz geweht ist: Eine Firma hat bei meinem damaligen Prof angefragt, ob sie meine Software benutzen und weiterentwickeln darf. Da alles unter GPL steht, ist das natürlich kein Problem und ich bin mal gespannt, was dabei rauskommt.

Donnerstag, 12. April 2007

the power of fun

Auf meiner Shopping-Tour habe ich mir heute -neben Unmengen an Fressalien und einem Ball- auch ein Energiekostenmessgerät gekauft.

Der Heise-Ticker schreibt:
"Angesichts der hohen Rechenleistung des Cell-Prozessors relativieren sich die Stromkosten für den Betrieb der Konsole. Die Playstation 3 verbraucht 180 Watt, wollte man die gleiche Rechenleistung mit herkömmlichen PCs erzielen, so würden diese ein Vielfaches verbrauchen." (Quelle)

Nachdem sich inzwischen viele Legenden um den Stromverbrauch der PS3 ranken (in einigen Berichten ist von über 300 Watt die Rede), habe ich einmal selbst nachgemessen. Ergebnis: Die 180 Watt kommen schon ungefähr hin. Die Stromaufnahme pendelte im Spielbetrieb immer zwischen 170 und 200 Watt, so dass man wohl von einem Mittelwert von rund 180-190 Watt unter Last ausgehen kann.

Mein uralter Athlon 800 bringt es in Ruhe auf rund 90 Watt, somit dürfte ein moderner PC mit für Spiele nutzbarer Grafikkarte wohl in der Tat auf einen mindestens ähnlichen Stromverbrauch kommen, wobei manche High-End-Grafikkarte auch schon mal 130-170 Watt alleine verbraucht (die dann aber wohl auch etwas mehr Leistung als die PS3 bringt).

Bei Gelegenheit möchte ich auch noch mal die Stromaufnahme der restlichen PCs hier im Haushalt messen. Das ist allerdings recht umständlich, weil man an die Kabel nicht so ohne weiteres rankommt. :-(

Donnerstag, 22. März 2007

Warmes Wasser, heiße Luft und ein Sündenfall aus dem Gefrierfach

Endlich Wochenende!

Wochenende? Es ist doch erst Donnerstag!

Ja, Wochenende! Damit mein Überstundenkonto auf Dauer nicht zu fett wird, nutze ich den morgigen Freitag zum Überstundenabbau und widme mich voll und ganz dem morgigen PS3-Release.

Das Abspecken meines Überstundenkontos ist allerdings auch der einzige Beitrag, den ich zum Thema Verschlankung diese Woche geleistet habe. Das wöchentliche Schwimmen musste ich diese Woche aussetzen, da mein linkes Auge stark gerötet war und ich nicht riskieren wollte, mir durch die Chlorbrühe noch eine Infektion zuzuziehen. Nächste Woche kann ich mich dann hoffentlich wieder in die Fluten stürzen.

Bis dahin werden die warmen Fluten, die durch die Rohre unserer diese Woche frisch installierten Heizungsanlage strömen, reichen müssen damit mir in Anbetracht des miesen und ganz und gar nicht frühlingshaften Wetters ein wenig warm ums Herz wird. Zudem schont eine moderne Heizungsanlage die Umwelt, ein Aspekt der gerade am Rande des Klimawandels immer wichtiger wird.

Apropos Umweltschutz: Eine Chemikalie, nämlich Dihydrogenmonoxid, hat mit Sicherheit keinen Anteil an der Klimakatastrophe. Dabei handelt es sich nämlich, wie aufmerksame Wikipedia-Leser schon lange wissen, um ganz normales Wasser. Ich schreibe dies deshalb, weil ich vor einiger Zeit den Spruch "Dihydrogen Monoxid (http://www.dhmo.tv/fakten.html) nun auch im Bremer Trinkwasser nachgewiesen. Wo wird das noch hinführen?" als Headline in einem Chatprofil stehen hatte und dafür mitunter ziemlich angepflaumt wurde. Daher ist es jetzt, wo der Giftschrank geschlossen ist, an der Zeit, die Sache aufzulösen und manchen armen Chatter wieder ruhig schlafen zu lassen.

Dihydrogenmonoxid ist aber ein Musterbeispiel dafür, wie leicht sich die Massen beeinflussen lassen, wenn man die Fakten nur geschickt genug präsentiert: Menschen bilden sich gerne und schnell eine Meinung, auch und gerade dann, wenn verifizierbare Fakten rar sind. Die in der Wikipedia aufgelisteten "Kampagnen" lassen keinen Zweifel daran, dass es mit wenig Aufwand möglich sein dürfte, in einer beliebigen Fußgängerzone unzählige Unterschriften für ein Verbot von Wasser sammeln zu können.

Guckt man sich an, was in der Politik zur Zeit so vor sich geht, stellt man schnell fest, dass die Ängste der Bevölkerung auch ein gutes Vehikel sind, um eigene Ziele durch die Hintertür durchzusetzen.

Wer mit den Totschlagargumenten Terrorgefahr und Kinderpornografie argumentiert, hat die Stimmen für sein Gesetzesvorhaben fast sicher. Auch ich verurteile Terrorismus und Kinderpornografie aufs Schärfte. Tückisch wird es jedoch, wenn sich mehrere dieser Gesetze kombinieren und zweckentfremden lassen, um damit ganz andere Ziele zu erreichen. Ein Beispiel findet sich im hinteren Teil des Artikels "Kinder, Pornos, Killerspiele".
(In anderen Ländern sieht es allerdings auch nicht viel besser aus.)

Auch Benjamin Benz bringt das Thema gut auf den Punkt: "Verbote braucht das Land!", lautet das allgemeine Credo. Die Freiheit kann dann auch schon mal als Kollateralschaden auf der Strecke bleiben. Nachdem das als "Killerspiele" verunglimpfte Genre der Ego-Shooter, bald zur Strecke gebracht wurde, werden derweil die als verfrühte Osterfeuer getarnten Scheiterhaufen für das nächste Opfer vorgeheizt: Sozialpsychologen von der Ludwig-Maximilian-Universität München haben herausgefunden, dass es eine Korrelation zwischen dem Spielen von Rennspielen und riskantem Fahren gibt. Werden also als nächstes die Autorennspiele verboten?

Pac-Man, der Vater aller Pillenfresser, ist bereits verboten. Nicht jedoch wegen seiner vielen bunten Pillen, sondern weil seit 2003 nur noch Spiele mit Alterskennzeichnung verkauft werden dürfen. Und genau die hat das Spiel aufgrund seines inzwischen stattlichen Alters offenbar nicht.

Und auch wenn im Heise-Artikel nur von Software die Rede ist, so scheinen einige Versandhändler die Regelung auch auf Hardware auszudehnen. Ob dies vom Gesetz verlangt oder nur vorauseilender Gehorsam ist, vermag ich dabei nicht zu sagen. Fakt ist, die Fernbedienung zur bequemeren Bedienung der DVD-/BluRay-Player-Funktionalität, die ich mir zu meiner PS3 bestellt habe, hat noch keine Altersfreigabe und wird deshalb nur als Spezialversand mit Altersverifikation durch den Postboten versandt. Die Folgen davon sind unter anderem:

  • Höhere Versandkosten.
  • Nur eigenhändige Auslieferung an den Empfänger, keine Lieferung wenn der Empfänger nicht da ist (z.B. an Nachbarn), auch nicht mit Vollmacht.
  • Keine Postfach- oder Packstation-Adressen.
  • Kein Expressversand (o.ä.).

Für jemanden, der wie ich berufstätig ist, ist das schon lästig und es kann/möchte sich sicher auch nicht jeder seine Pakete in die Firma liefern lassen. Spätestens wenn die Kollegen die Altersverifikation mitbekommen könnte dies zu Gerüchten im Flurfunk führen.

Vielleicht sollte ich auch die Massen instrumentalisieren um Unterschriften für ein ErwaSchG (Erwachsenenschutzgesetz) zu sammeln, das die Erwachsenen vor den Folgen des JuSchG schützt. Ansonsten stehe ich natürlich voll hinter dem Verbot von Fernbedienungen für Minderjährige: Die Jugendlichen von heute sind die Sexsymbole von morgen... und wer findet schon Couch-Potatoes sexy?

Ich dagegen werde mir die Fernbedienung trotz meiner moralischen Bedenken zulegen, nicht nur, weil sie zu den wenigen Produkten gehört, für die ich meinen 20 EUR-Rabattgutschein einlösen kann, sondern auch, weil sich eine Bluetooth-Fernbedienung sicher auch für andere Dinge zweckentfremden lässt.

Mein Gewicht ist ohnehin laut BMI im grünen Bereich und der Rest ist auch nicht kritisch, wenn auch verbesserungsfähig. Aber dafür schwimme ich ja und außerdem ist Frühling, da brechen bekanntlich die Triebe aus und verbrennen auch so manche Kalorie.

Da fällt mir ein, dass ich auch noch eine leckere Sahnetorte von meinem letzten Geburtstag im Gefrierfach habe. Da der nächste Geburtstag nicht mehr fern ist, ist es langsam mal an der Zeit sie zu essen. Und das lange Wochenende ist eigentlich auch ein guter Anlasse dafür, meint ihr nicht auch?

Also halten wir als Ergebnis fest: Die eine sahnige Versuchung bringt die Kalorien, die andere verbrennt sie. Und mit diesem Yin & Yang des Genusses sei dieser Blogeintrag dann auch erstmal beendet. Bis bald!