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Samstag, 28. Februar 2009

Elchtest

Ich habe gerade mal Aka Aki auf meinem Handy installiert und getestet. Ziel des Programms ist es, Gleichgesinnte in der unmittelbaren Umgebung aufzuspüren. Allzuviele Bremer scheinen dort noch nicht angemeldet zu sein, somit stehen die Chancen, einer interessanten Person zu begegnen, wohl ziemlich bescheiden... aber schaun'n wir mal. Die Schnuckel- und Schwuppenquote scheint ganz passabel zu sein, auch wenn die interessantesten Jungs wie so oft am weitesten weg wohnen.

Ich hab mich mal in die Linux, Geocaching, Amateurfunk, PS3, Wii und noch ein paar andere Gruppen eingetragen.

Für E-Plus-Kunden (inkl. simyo & Co) fallen laut der Homepage nicht mal Übertragungsgebühren (GPRS-Traffic) an... das ist gut zu wissen, falls ich tatsächlich den Provider wechsel.

Sonntag, 27. April 2008

"Fun & action 4 body & faith"

Meinem Bein geht's wieder besser, somit war ich gestern mal wieder auf Fotosafari in Bremen.

Erste Station war die Suzuki Rallye Road Show im Werder Karree. Nach der großen Zeitungsanzeige hätte ich eigentlich eine große Rennstrecke auf einem abgesperrten Teil des Parkplatze erwartet, aber dort war so irgendwie gar nichts los. Ein kleiner Stand mit ein paar Autos und ein paar gelangweilt rumstehende Mitarbeiter.

Das Torfhafenfest war da schon deutlich ergiebiger: Eine Armada aus alten Torfkähnen mit dunkelbraunen Segeln machte gegen 17 Uhr im Findorffer Torfhafen fest, besetzt mit Mannschaften in Kleidung und mit Requisiten aus vergangenen Tagen. Die Bilder gib's wie üblich in ein paar Tagen im Webalbum.

Derweil läuft noch ein Upload vom letzten Modellshooting. Ich war diese Woche mit einem süßen Typen am Unisee und habe insgesamt 4,3 GB Fotos von ihm gemacht. Davon sind noch rund 2 GB in der Upload-Warteschlange... weiß jemand, ob man bei Arcor das Verhältnis von Upstream zu Downstream irgendwo einstellen kann?

Auf der Bürgerweide werden derweil eine große Bühne, Tribünen und mehrere Zelte aufgebaut. Möglicherweise sind das schon Vorbereitungen zum heftigst umstrittenen Christival? [Nachtrag: Ja, das muss es sein.]

Ich hatte schon überlegt, dort selbst mal vorbei zu schauen und mir eine eigene Meinung zu Bilden, aber Preise von 25 bis 35 Euro für eine Tageskarte schrecken mich eher ab. Es wäre sicher mal interessant gewesen, ob die Mehrheit der Jugendlichen dort Schwulsein wirklich als heilbare Krankheit ansieht oder ob es sich um die Entgleisungen einzelner handelt, die von den Verantwortlichen schlichtweg übersehen wurden. (Letzteres fällt mir allerdings auch schwer zu glauben. Die Wahrheit liegt wahrscheinlich wie so oft irgendwo dazwischen.)

Impis These, dass es dort auch jede Menge unehelichen Sex gäbe, vermag ich auch nicht so recht zu folgen. Ich fürchte, viele Besucher nehmen nicht nur das Gebot "Kein Sex vor der Ehe" sehr ernst. Andererseits verspricht das Schwimmbad-Festival im Südbad auch "Fun & action 4 body & faith". Was immer das heißen mag.

Vielleicht schaue ich auf der Bürgerweide mal als Zaungast vorbei und mache von außen ein paar Fotos.

Inspiriert durch einen Polylux-Beitrag (s.u.) zum Thema Urban Exploration bin ich mal auf die Suche nach interessanten Seiten gegangen und habe www.industriezerfall.de.ms entdeckt. Die Seite enthält ein paar recht beeindruckende Bilder.



So eine Erkundungstour (evtl. auch im Zusammenhang mit Geocaching?) würde mich auch mal reizen, allerdings scheint es im Bremer Raum wenig zu geben und so ein Unterfangen ist weder physisch noch juristisch ganz ungefährlich. Die Berliner Unterwelten stehen aber schon ganz fest auf meinem Programmplan.

Freitag, 21. März 2008

Ich kann Australien!

Nachdem in den letzen Tagen häufiger mal von Geocaching die Rede war, sollte ich vielleicht einmal an einem konkreten Beispiel verdeutlichen, wie so was ablaufen kann. "kann" deshalb, weil es sehr viele verschiedene Arten von Geocaches gibt. So gibt es welche, wo man einfach nur zu einem vorgegeben Ort hinlaufen/fahren muss, dort einen Cachebehälter (gewöhnlich eine Tupperdose) findet und sich in die darin enthaltenen Finderliste (Logbuch) einträgt. Bei anderen Caches muss man erst mehrere Stationen aufsuchen und gelangt wie bei einer Schnitzeljagd von einem Ort zum nächsten.

Die Stationen bieten mal eine sportliche Herausforderung (manchmal muss man Klettern oder Tauchen um Informationen zur nächsten Stationen zu erhalten), mal technische Spielereien (der Druck auf einen Knopf einer mitgebrachten TV-Fernbedienung aktiviert einen in einem Baum versteckten Laser, dessen Strahl den Weg zur nächsten Station weist) und mal Denksportaufgaben, die viel Gehirnschmalz oder Recherchen im Internet erfordern.

Was einem bei einem Cache erwartet, also ob man spezielle Ausrüstung benötigt, wie hoch der Schwierigkeitsgrad der Rätsel ist und ob einen eher asphaltierte Straßen oder steile Hänge mit Dornengestrüpp erwarten, geht aus der Cache-Beschreibung hervor, die sich in Cache-Datenbanken im Internet findet. Die größte Datenbank dieser Art ist geocaching.com.

Nicht für alle Caches benötigt man zwingend einen GPS-Empfänger, meistens ist er jedoch sehr von Vorteil, da Orte gewöhnlich als Koordinaten (Längen- und Breitengrad) und nicht als Straßennamen mit Hausnummern (was z.B. in Parks meist etwas schwierig ist) beschrieben werden. Für diesen Webcam-Cache braucht man z.B. nur einen Regenschirm und einen Freund, der im richtigen Augenblick einen Screenshot einer Webcam im Internet macht. (Dafür gib's bei Webcam-Caches allerdings auch keine Tupperdose.)

geocaching.com bietet auch eine interaktive Google-Maps-Karte, auf der Caches eingezeichnet sind. Wer auf den Link im vorangegangenen Satz klickt, kann sich leicht selbst davon überzeugen, was alles in Bremen versteckt ist, wovon der normale Tourist und Eingeborene nichts mitbekommt. (Die Karte kann mit der Maus beweget und über den Slider vergrößert und verkleinert werden.)

Da das Wetter nicht gerade zu weitläufigen Spaziergängen einlädt, habe ich mir mal einen Cache ausgeguckt, bei dem man die Rätsel bequem zu Hause am PC lösen kann, so dass sich die Außeneinsätze auf ein Minimum beschränken: "Ich kann Australien!"

Alles habe ich noch nicht entschlüsselt, aber vielleicht hat ja jemand von Euch noch eine Idee:

Die Koordinaten zeigen auf den Riensberger Friedhof, ich weiß noch nicht, was das für eine Rolle spielt.

Der Titel "Ich kann Australien!" ist ein Anagramm. Wenn man danach googelt (siehe Hinweis im Cachetext), kommt man zu einem Anagrammgenerator im Internet. Auch die im Schiebepuzzle auf der Cacheseite aufgeführten Buchstaben sind ein Anagramm, das der eben gefundene Anagrammgenerator zu "Zylinderkopf" auflöst.

Der Cachetext gibt zudem unter "Additional Hints" den Hinweis "magnetisch". Eine weitere Suche nach "Zylinderkopf" und "magnetisch" legt den Schluss nahe, dass die magnetisch gesteuerten Einspritzdüsen (Injektoren) eines Dieselmotors gemeint sein könnten.

Das im Text abgebildete Schiebepuzzle dürfe ein weiterer Hinweis auf den Anagrammcharakter des Caches sein, vielleicht spielt es aber auch darüber hinaus noch eine weitere Rolle.

Der nächste Schritt ist nun wohl, die gegebenen Koordinaten auf dem Friedhof aufzusuchen und zu gucken, ob sich dort etwas (z.B. eine Inschrift) findet, was die Teile zu einem sinnvollen ganzen zusammenfügt. (Der Cache selbst wird sich dort sicherlich nicht befinden, das wäre nicht nur zu einfach, sondern wohl auch wenig pietätvoll.)

Frohe Ostertage

Das Wetter ist immer noch saumäßig... somit ist aus dem Geocachen immer noch nix geworden. :-(

Gerade eben habe ich die Speicherkarte in meinem Handy überformatiert. Seit dem letzten Firmware-Update meinte das Handy bei jedem Einschalten, die Software auf der Karte neu installieren zu müssen. Das hat aber nicht geklappt weil eins der Programme offenbar inkompatibel zur neuen Firmware ist. Manuell ließ es sich jedenfalls auch nicht installieren und löschen schon gar nicht. Somit Daten von der Karte sichern, platt machen und alles mit Ausnahme der Programmleichen zurückspielen.

Kollateralschaden war allerdings, dass ich auch die anderen Programme auf der Speicherkarte neu installieren musste, weil ich durch die Installationsdatenbanken auf der Karte nicht so ganz durchblicke. Auch bei Symbian scheint man eine Vorliebe für hexadezimale Programm-IDs zu haben... nun habe ich immerhin die aktuellsten Versionen drauf und die Fehlermeldung ist auch weg, somit war's die Sache wohl wert.

Demnächst muss ich dann noch mal rausfinden, wieso sich Windows bei manchen USB-Geräten so anstellt. Wenn ich mein Handy oder meinen PDA per USB an den Rechner hänge, kappt Windows häufig die Verbindung zur USB-Platte und stellt diese auch erst nach einem Reboot wieder her. Ein-/Ausschalten oder kurzes Trennen der Platte hilft da gar nix.

Aber nachdem mein LieblingsziviTM vorgestern und gestern schon zum Eiersuchen bei mir war, lasse ich mir von so was nicht die Laune verderben. Auch der riesige Geschirrberg auf meiner Spüle wird das nicht schaffen...

In diesem Sinne:

Frohe Ostertage!

Montag, 17. März 2008

Lümmeltüten

Welch ein Sauwetter! Eigentlich wollte ich mal wieder cachen gehen, aber nein, es schneit und hagelt. Vielleicht sollte ich einfach trotzdem gehen... das GPS ist laut Hersteller wasserdicht, schwimmfähig und bis -15 °C einsetzbar (zumindest wenn man Batterien hat, die nicht vorher einfrieren). Mit den richtigen Klamotten geht das vielleicht, außerdem hat es den Vorteil, dass nicht zu viele Geomuggel unterwegs sein sollten, die die Cache-Hebung verkomplizieren.


Leser Thomas hat mich in seinem Kommentar zu meinem Blogeintrag zum Welt-Aids-Tag noch auf eine neue Kampagne hingewiesen, die ab Ostern im Fernsehen starten soll. Darin bekennen Promis wie Markus Kavka, Herbert Knaup und Supernanny Katia Saalfrank Farbe und stehen öffentlich zu ihrer eigenen AIDS-Erkrankung. [Update]

Die Rote Schleife


Während die Lümmeltüten beim Sex offenbar immer noch zu kurz kommen, übertreibt es die deutsche Post ein wenig und schweißt jede ihrer "Einkauf aktuell"-Postwurfsendungen einzeln in Folie ein. Das ist nicht nur Ressourcenverschwendung, es verkompliziert auch die Mülltrennung unnötig. Muss denn das sein?

IMG_5518

Dass unten rechts auch noch ein Blauer Engel prangt, kann da wohl nur als schlechter Scherz der Behörde gewertet werden. Da versteh einer die Bürokratie...

Freitag, 14. März 2008

Marderschaden

Ich bin zurück aus Holland und auf dem besten Wege ins Wochenende. Nach viel Stress letzte Woche und der Dienstreise diese Woche freue ich mich nun auf ein ruhiges Wochenende und eine Woche Überstundenabbau inkl. Osterwochenende.

Die Hollandreise war ganz nett, auch wenn das Hotel diesmal eher Holzklasse (WC und Dusche auf dem Gang etc.) war. Wegen einer Messe waren allerdings alle anderen Hotels ausgebucht oder verlangten Zimmerpreise von 600 EUR pro Nacht.

Immerhin war das Holzhotel (das Haus, in dem heute das Hotel ist, wurde um 1600 gebaut und bestand daher nicht nur im übertragenen Sinne aus Holz) für niederländische Verhältnisse auch recht günstig, so dass sogar ein wenig von der Übernachtungspauschale übrig bleibt.

Mein Auto stand derweil auf dem Firmenparkplatz und hatte offenbar nächtlichen Besuch von einem Marder, der einem meiner Zündkabel nicht widerstehen konnte. Die Wikipedia weiß dazu zu berichten, dass Marderbisse wohl besonders oft vorkommen, wenn ein Auto aus dem Revier eines Marders (und mit dessen Geruch markiert) über Nacht im Revier eines anderen Marders abgestellt wird. Zumindest in diesem Fall scheint es sich wohl zu bewahrheiten.

Ich hatte mich schon gestern über einen leichten Leistungsverlust gewundert, heute fuhr das Auto so extrem ruckelig, dass ich angehalten habe um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Diese war dann auch schnell gefunden: Das Zündkabel zu einem der Zylinder war an zwei Stellen fast komplett durchgebissen, das nasse Wetter heute morgen tat sein übriges und der Motor lief nur noch auf drei von vier Töpfen.

Das Risiko, so weiterzufahren war mir zu groß. Nicht nur, dass der Motor jederzeit (z.B. mitten auf einer Kreuzung) hätte ausgehen können, auch der Katalysator kann durch den mangels Zündfunken unverbrannten Kraftstoff zerstört werden und das wird teuer. An Ort und Stelle konnte das Auto allerdings auch nicht stehen bleiben. Was also tun? Abschleppen lassen?

Nach einem kurzen Telefonat mit dem Meister meiner Stammwerkstatt hatte ich die Lösung: Mit einer ins Kabel gedrückten Büroklammer und ordentlich Paketband zur Isolierung (beides aus einem Laden um die Ecke) konnte ich die Zündkerze wieder mit Strom versorgen und so immerhin vorsichtig zurück nach Hause fahren.

Mittlerweile war ich in einer Vertragswerkstatt und habe ein neues Zündkabel erstanden, nach dessen Installation der Motor auch soweit wieder läuft. Mal sehen, wie er den nächsten Regen übersteht. Nächsten Monat muss der Wagen sowieso wieder zur Inspektion, dann sollen die dort alle Kabel und Schläuche noch einmal ganz genau angucken. Die Büroklammern und die Kabel habe ich jedenfalls erstmal noch im Auto gelassen.

Für den Rest des Tages steht der Frühjahrsputz an, die Wohnungsreinigung musste ich die letzten Wochen leider arbeitsbedingt auf das absolute Minimum herunterfahren und langsam stört es mich.

Morgen kommt dann wohl mein Vermieter nochmal vorbei um die Mischereinheit meines Problemwasserhahns auszuwechseln. Bei dem Guten läuft schon wieder das Wasser oben aus dem Griff raus, wenn er nicht genau in einer bestimmten Stellung steht.

Außerdem dürfte morgen mein neuer GPS-Empfänger kommen, dann werde ich mal wieder ein wenig Geocaching betreiben. Der alte funktioniert zwar noch, aber die Bedienung ist schon ein wenig gewöhnungsbedürftig was die Menüführung und die Schwarzweiß-Vektorkarten angeht.

Sonntag, 22. April 2007

Walking Webcam

Falls mir noch jemand ein nachträgliches Geburtstagsgeschenk machen möchte: Ein HD-Camcorder wäre eine feine Sache. Ich hatte schon überlegt, mir selbst einen zu schenken, habe von der Idee jedoch nach ausführlicher Studie der Angebotslage wieder Abstand genommen. Zum einen sind die Geräte mit rund 1,2 kEUR immer noch ziemlich teuer, zum anderen unterstützen die wenigsten Geräte bisher die volle HD-Auflösung. Für soviel Geld erwarte ich eigentlich mindestens 1920 x 1080 Pixel progressiv (1080p). Das bot aber nur einer der Camcorder, die ich mir angesehen hatte, und der hatte in anderen Bereichen Schwächen.

Der normale HDV-Standard scheint zudem nur maximal 1440 x 1080 Pixel zu spezifizieren (die allerdings auch progressiv), bei voller HD-Auflösung muss also irgend ein Trick eingesetzt werden, der möglicherweise auf Kosten der Kompatibilität geht.

Somit lasse ich die Technik noch ein wenig reifen und befasse mich in ein paar Monaten vielleicht noch einmal damit. Dennoch sehen auch die Ergebnisse der heutigen HD-Cams schon recht vielversprechend aus. Über eine Produktrezension bin ich auf die Homepage eines Skateteams gestoßen, das eine solche Kamera bereits einsetzt. Nicht übel, und das obwohl die Videos stark komprimiert und nur in der niedrigeren 720p-Auflösung vorliegen.

Gestern (Samstag) habe ich mich erstmal mit dem Treiber einer (normalauflösenden) USB-TV-Karte rumgeärgert. Der alte Treiber ist laut Windows-Eigenschaftendialog von 2004 (woran ich allerdings meine Zweifel habe, denn damals scheint es die Karte noch gar nicht gegeben zu haben) und verträgt sich nicht mit meiner Webcamsoftware. Die Latenzen werden immer länger und länger und sind irgendwann jenseits von gut und böse.

Der neue Treiber von 2007 lässt sich nicht installieren, was offensichtlich daran liegt, dass er eigentlich für das Vorgängermodell der Karte gedacht ist. Inzwischen habe ich das Problem dadurch gelöst, dass ich die Webcamsoftware durch eine andere ausgetauscht habe, die mit dem Treiber offenbar besser harmoniert.

Den Rest des Nachmittages habe ich damit verbracht, meinen neu erstandene Modelleisenbahn-Simulator ans Laufen zu bekommen, der an den selben Symptomen krankt: Die Grafik ruckelt teilweise gewaltig und das, obwohl mein PC die Systemanforderungen locker erfüllt (die Software ist schon älter, daher hab ich sie auch recht günstig vom virtuellen Grabbeltisch bekommen) und auch der Taskmanager keinerlei Ressourcenengpässe anzeigt.

Die Bedienung verstehe ich auch noch nicht wirklich, aber immerhin ist ein ausführliches Handbuch in der edlen Metalldosen-Verpackung mit aufgeprägter Dampflokomotive dabei. Vielleicht finde ich ja auf der Herstellerseite noch einen Patch, der die Probleme zu beheben vermag. Die Beispielanlagen sehen recht gut aus. Wenn ich mehr Zeit und Platz hätte, hätte ich auch mal wieder Lust, meine alte Modelleisenbahn aufzubauen. Als ich noch klein war, hatte ich unten am Bett eine Klappe, hinter der sich eine Art Schublade mit der Modellbahnanlage verbarg. Die Anlage war allerdings immer sehr spartanisch und bestand eigentlich nur aus den Gleisanlagen und Zügen. Ich hatte nie die Geduld, eine richtige Landschaft mit Bergen und Städten zu bauen. Mich interessierte mehr, die Streckenführung umzubauen und die Züge mit möglichst komplexen Steuersystemen auszustatten. Das war alles vor meiner Computer-Ära, so dass die Steuerungen elektrotechnisch oder mechanisch über Schaltkontakte und Walzen funktionierten. Leider gibt es davon keine Fotos, denn Digitalkameras gab es damals auch noch nicht und für die Analogfotografie hatte ich noch nie viel übrig. Irgendwann kam dann aber auch unser 286er-PC, zu dem sich dann später auch ein Fischertechnik-Interface gesellte und mit dem ich dann auch alle Teile beisammen hatte, um einen vollautomatischen Entladekran für einen Modelleisenbahnzug zu bauen.

Aber ich schweife ab, zurück in die Gegenwart. ;-)

Der eine oder andere wird sich vielleicht gewundert haben, wieso sich Freitag so lang und breit über das Geocaching referiert habe. Eigentlich wollte ich nur von einer Idee erzählen, die Webcams und Geocaching miteinander verbindet. Da Geocaching meinen Erfahrungen nach aber noch recht unbekannt ist, hielt ich es für angebracht, erstmal ein paar Grundlagen zu legen. Bringt ja nix, wenn mir hinterher niemand folgen kann, gelle?

Ich habe beim Aufräumen das kleine Kameramodul wiedergefunden, das ich vor längerer Zeit schon mal für ein Uniprojekt benutzt hatte. Die Kombination von Webcams und Geocaching in Form von Webcam-Caches ist nichts neues. Mit der kleinen Cam könnte man die Webcam-Cache-Idee jedoch erweitern und zu einem Eventcache ausbauen: An einem vorher bekanntgegebenen Datum läuft jemand mit einer Minikamera an der Mütze durch die die Stadt und speist jede Minute ein neues Webcam-Bild und seine groben Geokoordinaten über ein GPRS-Modem (Handy) ins Internet ein. Aufgabe der Cacher ist es nun, die Person zu finden und ein Passwort von ihr zu erfragen. Nur wer das Passwort kennt, darf sich später im Internet in Form eines Logeintrags ein Denkmal setzen.

Da sich der "Cache" in diesem Fall bewegt, müssen die Sucher schnell reagieren und möglicherweise auch in Teams zusammenarbeiten (möglicherweise auch über PMR-Funk - die Geräte bekommt man ja in jedem Baumarkt mittlerweile nachgeschmissen).

Der Schwierigkeitsgrad kann dabei problemlos variiert werden. In einem begrenzten Innenstadtbereich sollte die Aufgabe relativ einfach lösbar sein, nimmt man die komplette Stadt als Bewegungsbereich, so wird die Sache schon komplizierter. Und sobald sich der Kamera-Träger z.B. in eine Straßenbahn setzt, in der es keinen oder nur schlechten GPS-Empfang gibt, sind gute Stadtkenntnisse gefragt, da dann nur noch das Webcambild bleibt, um den aktuellen Aufenthaltsort zu erraten.

Freitag, 20. April 2007

Das wahrscheinlich längste Taschentuch der Welt

Ich glaube, ich hätte die letzten Tage doch häufiger eine Jacke anziehen sollen. Mein Taschentuchverbrauch ist so sprunghaft angestiegen, dass ich in der Firma schon fast einen zusätzlichen Mülleimer beantragen muss. (Hier zu Hause habe ich aus ökonomischen und ökologischen Erwägungen heraus ganz pragmatisch eine Rolle Klopapier auf dem Schreibtisch stehen.)

Zum Glück arbeitet mein Immunsystem in aller Regel recht zuverlässig, so dass sich die Zeiten, in denen die meisten Taschentücher tatsächlich zum Naseputzen (und nicht etwa Brilleputzen) drauf gehen, gewöhnlich recht kurz sind und ich mich nicht daran erinnern kann, wann ich das letzte mal krankheitbedingt nicht zur Arbeit konnte.

Ich bin daher optimistisch und hoffe, dass ich nächste Woche wieder fit bin. Außer der laufenden Nase habe ich auch keine Beschwerden. Es wäre jedenfalls sehr schade, wenn ich das Schwimmen ausfallen lassen müsste.

Während laufende Nasen in dieser Jahreszeit nichts ungewöhnliches sind, sind mit Kompass und Navigationsgeräten durch die Gegend laufende Menschen noch vergleichsweise selten anzutreffen.

Wie dem einen oder anderen bereits bekannt ist, fröne ich unter anderem auch einem Hobby namens Geocaching. Dabei handelt es sich -vereinfacht gesagt- um eine Schnitzeljagd oder Schatzsuche, wie sie auf Kindergeburtstagen nicht unüblich ist, allerdings mit modernen Mitteln wie GPS-Navigation und Internet.

Geocaching kann man sowohl alleine als auch in einer Gruppe betreiben: Zunächst sucht man sich im Internet auf einer entsprechenden Seite wie z.B. www.geocaching.com oder www.navicache.com einen interessanten Cache (das ist der "Schatz") in der Nähe aus. Auf den Seiten steht natürlich meistens nicht die genaue Position des Schatzes, denn das wäre ja zu einfach und langweilig.

Statt dessen findet man einen Startpunkt (häufig in Form von Geokoordinaten bestehend aus Längen- und Breitengrad), den man mit einem mobilen GPS-Empfänger wie z.B. einem Auto-Navigationssystem ansteuern kann. (Das Navigationssystem muss natürlich die Eingabe von numerischen Koordinaten unterstützen. In meinem Webalbum gibt es ein paar Fotos von meinem Equipment.)

Je nach Typ des Caches muss man nun eine oder mehrere Stationen finden und manchmal auch Aufgaben lösen um schließlich am Ziel anzugelangen. Hierbei sind der Phantasie und den Themen keine Grenzen gesetzt. Auch die Schwierigkeitsgrade variieren von ganz einfach (hinfahren und fertig) bis sehr schwer (z.B. Caches an der Unterseite von Brücken, in Höhlen oder unter Wasser) und ist in den entsprechenden Cachebeschreibungen im Internet vermerkt.

Ich persönlich mag besonders gerne Caches mit technischen Spielereien (z.B. den "Laser-Licht"-Cache bei Braunschweig) oder sogenannte "Lost Places", bei denen die Cachebehälter an geschichtsträchtigen Orten wie alten verlassenen Fabrikruinen versteckt sind.

Auf der anderen Seite gibt es natürlich auch "Low-Tech"-Caches, für die man nicht einmal einen GPS-Empfänger benötigt sondern mit einem Stadtplan oder einem Kompass auskommt.

Wer sich näher mit dem Thema beschäftigen möchte, findet bei geocaching.de einen ersten Einstieg. Die Fragen und Antworten bei gps-info.de geben ebenfalls einen guten ersten Überblick, auch wenn einige Zahlen nicht mehr so ganz aktuell sind.

Wenn das Wetter wieder wärmer wird, geht's wieder los und Mitstreiter sind natürlich immer gerne gesehen. Also bewerbt euch bei mir. ;-)

Soweit für heute,
pcxHB

PS: Heute ist meine gewonnene Casino Royale-Blu-ray-Disk gekommen.