Zwei sehr schöne Artikel zu Wikileaks:
Die Berliner Zeitung veröffentlicht einen Appell gegen die Angriffe auf Wikileaks gemeinsam mit der tageszeitung, dem Freitag und der Frankfurter Rundschau.
Spiegel Online: Medienzensur in den USA - Was WikiLeaks mit Internetsperren zu tun hat
Ich habe ab heute nun endlich Weihnachtsurlaub, da komme ich vielleicht auch wieder etwas öfters zum Bloggen.
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Donnerstag, 16. Dezember 2010
Donnerstag, 24. Juni 2010
Flash auf dem Smartphone
Devblogger Ben lästert in seinem Blog über den Sinn von Flash auf dem iPhone und anderen Smartphones und macht macht sich dabei die Meinung von Andreas Zymny zueigen.
Ich habe dazu mal einen Kommentar verfassst:
"Vieles geht einfach noch nicht ohne Flash und mich nerven die Leute, die HTML5 als vollwertige Alternative zu Flash verkaufen wollen.
Ich habe vor kurzem nach einer Lösung gesucht, den Hörern meines Radio Projektes auch die Möglichkeit zu geben, sich via Webcam-Funktion zu sehen und Bilder, die sie für irgendwie 'besonders' halten, auf einer Art Bilderstabel mit anderen Hörern zu teilen (z.B. zur Illustration in einem laufenen Gespräch).
Ich habe lange überlegt, aber die einzige brauchbare Lösung, auch Benutzern ohne spezielle Vorkenntnisse diese Funktion anzubieten, war, eine Flash-Anwendung zu programmieren. Standalone-Anwendungen hätte der Benutzer erst installieren müssen, außerdem hätte ich die für jede Plattform (Windows, Linux, OSX) eine eigene Anwendung entwickeln müssen.
Wer ständig HTML5 predigt, soll mir somit mal konkret zeigen, wie sich eine solche Webcam-Applikation zum Aufnehmen von Bildern von der Webcam in HTML5 realisieren lässt. Selbst mit Java scheint dies nicht so ohne weiteres möglich zu sein, da das dazu nötige Media-Framework offenbar nur für Windows und Linux, nicht jedoch für OSX existiert.
Nun kann man sich vielleicht streiten, ob eine solche Funktion jetzt schon auf einem Handy laufen muss, aber warum denn eigentlich nicht? Die Handybrowser werden immer mehr zum PC-Ersatz für unterwegs.
Meine Erfahrungen zeigen, dass offenbar ein reger Bedarf besteht, sich auch via Handy am Talkradio zu beteiligen (z.B. gemütlich abends im Bett). Bisher geht das nur über konventionelle Telefonverbindungen, die entsprechend aufwendige Gateways brauchen und z.T. auch Geld kosten. Eine Flash-Anwendung wäre hier eine schöne Lösung, funktioniert sie doch auf einer sehr breiten Masse an Geräten."
Ich habe dazu mal einen Kommentar verfassst:
"Vieles geht einfach noch nicht ohne Flash und mich nerven die Leute, die HTML5 als vollwertige Alternative zu Flash verkaufen wollen.
Ich habe vor kurzem nach einer Lösung gesucht, den Hörern meines Radio Projektes auch die Möglichkeit zu geben, sich via Webcam-Funktion zu sehen und Bilder, die sie für irgendwie 'besonders' halten, auf einer Art Bilderstabel mit anderen Hörern zu teilen (z.B. zur Illustration in einem laufenen Gespräch).
Ich habe lange überlegt, aber die einzige brauchbare Lösung, auch Benutzern ohne spezielle Vorkenntnisse diese Funktion anzubieten, war, eine Flash-Anwendung zu programmieren. Standalone-Anwendungen hätte der Benutzer erst installieren müssen, außerdem hätte ich die für jede Plattform (Windows, Linux, OSX) eine eigene Anwendung entwickeln müssen.
Wer ständig HTML5 predigt, soll mir somit mal konkret zeigen, wie sich eine solche Webcam-Applikation zum Aufnehmen von Bildern von der Webcam in HTML5 realisieren lässt. Selbst mit Java scheint dies nicht so ohne weiteres möglich zu sein, da das dazu nötige Media-Framework offenbar nur für Windows und Linux, nicht jedoch für OSX existiert.
Nun kann man sich vielleicht streiten, ob eine solche Funktion jetzt schon auf einem Handy laufen muss, aber warum denn eigentlich nicht? Die Handybrowser werden immer mehr zum PC-Ersatz für unterwegs.
Meine Erfahrungen zeigen, dass offenbar ein reger Bedarf besteht, sich auch via Handy am Talkradio zu beteiligen (z.B. gemütlich abends im Bett). Bisher geht das nur über konventionelle Telefonverbindungen, die entsprechend aufwendige Gateways brauchen und z.T. auch Geld kosten. Eine Flash-Anwendung wäre hier eine schöne Lösung, funktioniert sie doch auf einer sehr breiten Masse an Geräten."
Sonntag, 13. Juni 2010
Niveaukeller
Irgendwie geht mir Twitter gerade gewaltig auf den Zeiger. Nicht nur, dass bei jedem dritten Klick eine "Twitter is over capacity"-Meldung kommt. Irgendwie treiben die warmen Temperaturen auch die ganzen Selbstdarsteller aus ihren Löchern. Ich glaube, ich sollte mal alle entfolgen, die ständig tweeten, sie seien gerade nackt, dies aber nicht durch Fotos belegen wollen. Wer schon auf Attention Whore macht, muss auch den Mumm haben, das durchzuziehen. Keine halben Sachen!
Die Freitagssendung von Radio Tweriwan war eigentlich ganz ordentlich, die gestrige Folge hat mir inhaltlich allerdings gar nicht gefallen.
Punkt 1: Das Niveau lässt doch arg zu wünschen übrig.
Inzwischen ist es so weit, dass einige Leute einen Countdown bis 22 Uhr runterzählen, um dann nach 22 Uhr ständig Wörter wie "Penis" oder "Titten" in den Channel zu schreien. Wer mich kennt weiss, dass ich weder Spießer noch Anhänger übertrieben intellektuellen Gefasels bin, aber so platt ödet mich das einfach an. Sprüche wie "Das Niveau steckt bei Tilo im Arsch" kann ich nicht mehr hören und der nächste, der den bringt, wird mindestens stummgeschaltet.
Punkt 2: Die Insidergespräche nehmen überhand.
In der Freitagssendung haben einige Leute ihre ICQ-Nummern ausgetauscht (ich hab's leider nur sehr am Rande verfolgt, daher ist das weitestgehend an mir vorbei gegangen).
Während der Samstagssendung gab es offenbar ziemlich exzessive ICQ-Gespräche im Hintergrund, auf die im Radio immer wieder in verschlüsselten Andeutungen bezug genommen wurde. Dabei wurden offenbar auch rege Fotos und intime Details ausgetauscht und einige haben damit rumgeprahlt, wessen Titten sie schon gesehen haben.
So kann das nicht weitergehen. Ein Radio sollte allgemeinverständlich sein. Wenn ich mir in meinem eigenen Radiosender schon wie ein Ausgeschlossener vorkomme und kein Wort verstehe, obwohl ich als Admin wahrscheinlich am meisten von den Sendungen mitbekomme, wie soll es dann erst den anderen Hörern gehen?
Entweder wird offen gespielt oder komplett im Verborgenen.( Und Schnuggel-Mobbing will ich in meinem Radio auch nicht haben!)
Ich werde die Tage mal ein paar Server-Regeln ausarbeiten, das schiebe ich sowieso schon ein Weilchen vor mir her.
Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Sendung in mehrere Themenblöcke zu unterteilen, z.B.
21 - 23 Uhr Freie Themenrunde
23 - 01 Uhr Soziale Netzwerke
01 - 03 Uhr Dein erstes Mal
03 - 04 Uhr Freie Themenrunde
Dann kann man als Hörer gezielt zuhören und die Themen schweifen nicht mehr so stark ab.
Vielleicht richte ich auch einfach einen Unterraum mit dem Namen "Niveaukeller" ein, für den man sich registrieren muss. Wer dann dort unbedingt nach Magma bohren muss, kann dies dann von mir aus tun, ist aber auch selber für die Folgen verantwortlich. Wer dort reingeht weiss, was ihn erwartet.
Im Hauptchannel werde ich in Zukunft wieder etwas härter durchgreifen und wenn das zur Folge hat, dass einige User auf ihren eigenen Server abwandern (wie mir gestern schon angedroht wurde), dann ist das halt so.
Zum Abschluss möchte ich noch etwas positives vermelden: Freitag hat das neue Telefon-Gateway mit drei parallelen Anrufern seine Feuertaufe bestanden. Ich vermute, es sind auch noch weitere parallele Anrufer möglich, aber das muss ich mal in Ruhe austesten. Die Telefonnummer des Gateways steht auf der Radio-Homepage unter "Mitreden".
Soweit erstmal von meiner Seite - was denkt ihr?
Die Freitagssendung von Radio Tweriwan war eigentlich ganz ordentlich, die gestrige Folge hat mir inhaltlich allerdings gar nicht gefallen.
Punkt 1: Das Niveau lässt doch arg zu wünschen übrig.
Inzwischen ist es so weit, dass einige Leute einen Countdown bis 22 Uhr runterzählen, um dann nach 22 Uhr ständig Wörter wie "Penis" oder "Titten" in den Channel zu schreien. Wer mich kennt weiss, dass ich weder Spießer noch Anhänger übertrieben intellektuellen Gefasels bin, aber so platt ödet mich das einfach an. Sprüche wie "Das Niveau steckt bei Tilo im Arsch" kann ich nicht mehr hören und der nächste, der den bringt, wird mindestens stummgeschaltet.
Punkt 2: Die Insidergespräche nehmen überhand.
In der Freitagssendung haben einige Leute ihre ICQ-Nummern ausgetauscht (ich hab's leider nur sehr am Rande verfolgt, daher ist das weitestgehend an mir vorbei gegangen).
Während der Samstagssendung gab es offenbar ziemlich exzessive ICQ-Gespräche im Hintergrund, auf die im Radio immer wieder in verschlüsselten Andeutungen bezug genommen wurde. Dabei wurden offenbar auch rege Fotos und intime Details ausgetauscht und einige haben damit rumgeprahlt, wessen Titten sie schon gesehen haben.
So kann das nicht weitergehen. Ein Radio sollte allgemeinverständlich sein. Wenn ich mir in meinem eigenen Radiosender schon wie ein Ausgeschlossener vorkomme und kein Wort verstehe, obwohl ich als Admin wahrscheinlich am meisten von den Sendungen mitbekomme, wie soll es dann erst den anderen Hörern gehen?
Entweder wird offen gespielt oder komplett im Verborgenen.( Und Schnuggel-Mobbing will ich in meinem Radio auch nicht haben!)
Ich werde die Tage mal ein paar Server-Regeln ausarbeiten, das schiebe ich sowieso schon ein Weilchen vor mir her.
Vielleicht ist es auch sinnvoll, die Sendung in mehrere Themenblöcke zu unterteilen, z.B.
21 - 23 Uhr Freie Themenrunde
23 - 01 Uhr Soziale Netzwerke
01 - 03 Uhr Dein erstes Mal
03 - 04 Uhr Freie Themenrunde
Dann kann man als Hörer gezielt zuhören und die Themen schweifen nicht mehr so stark ab.
Vielleicht richte ich auch einfach einen Unterraum mit dem Namen "Niveaukeller" ein, für den man sich registrieren muss. Wer dann dort unbedingt nach Magma bohren muss, kann dies dann von mir aus tun, ist aber auch selber für die Folgen verantwortlich. Wer dort reingeht weiss, was ihn erwartet.
Im Hauptchannel werde ich in Zukunft wieder etwas härter durchgreifen und wenn das zur Folge hat, dass einige User auf ihren eigenen Server abwandern (wie mir gestern schon angedroht wurde), dann ist das halt so.
Zum Abschluss möchte ich noch etwas positives vermelden: Freitag hat das neue Telefon-Gateway mit drei parallelen Anrufern seine Feuertaufe bestanden. Ich vermute, es sind auch noch weitere parallele Anrufer möglich, aber das muss ich mal in Ruhe austesten. Die Telefonnummer des Gateways steht auf der Radio-Homepage unter "Mitreden".
Soweit erstmal von meiner Seite - was denkt ihr?
Dienstag, 15. September 2009
Rette Deine Freiheit
Vorhin habe ich bei Golem ein geniales Video zu den Internetsperren entdeckt:
Das Video in Groß und weiterführende Infos: http://www.rettedeinefreiheit.de/
Das Video in Groß und weiterführende Infos: http://www.rettedeinefreiheit.de/
Sonntag, 21. Juni 2009
Singapur: Abschluss und Rückflug
Seit gestern Mittag bin ich zurück in Bremen und seit heute auch wieder halbwegs ausgeschlafen. Gestern Mittag ging es noch einigermaßen, aber im Laufe des Nachmittags kam dann die Müdigkeit und ich habe mich erst aufs Sofa gelegt und bin dann ins Bett rüber gewechselt.
Heute habe ich die Zeit genutzt, schon mal die Singapur-Bilder in mein Webalbum zu prügeln. Da das Upload-Programm ständig abgestürzt ist, eine schweißtreibende Aktion. Ich habe aber gerade gesehen, dass es für diesen Fehler mittlerweile ein Update gibt, mal sehen ob das Problem damit wirklich behoben ist. Die Tage muss ich auch endlich mal die Fotos vom Kirchentag zu Ende sortieren und hochladen.
Die Singapur-Reise war jedenfalls erfolgreich. Der Kunde hat die Abnahme unterschrieben, auch wenn noch ein paar kleinere Restpunkte übrig sind. Aber das ist ja immer so, Kunden sind nie völlig zufrieden. ;-)
Freitag ging es dann noch mal schick geschäftlich essen und das Restaurant, in das wir eingeladen wurden, war sicherlich nicht billig. In Deutschland habe ich ungefähr Vorstellungen davon, was ich in chinesischen Restaurants bestellen kann. Bei dem Essen in Singapur hat unser Gastgeber bestellt und es gab eine große Drehscheibe mit diversen Speisen in der Mitte. Unter den meisten Kreationen konnte ich mir erstmal gar nichts vorstellen und auch das Essen mit Stäbchen will gelernt sein. Es wäre hilfreich gewesen, wenn die Stäbchen Rillen gehabt hätten damit das Essen nicht so leicht wegrutscht...
Nach einem weiteren, eher informellen Meeting ging es dann Abends zum Flughafen.
War ich auf dem Hinflug mit KLM noch ganz zufrieden, bin ich nach dem Rückflug doch arg enttäuscht. Es gab in Singapur keinen vernünftigen Ticketschalter sondern man war gezwungen, die Tickets am Selbstbedienungs-Automaten auszudrucken. Da die Bedienung aber offenbar so kompliziert ist, stand neben jedem Automaten noch ein Angestellter, der den Automaten für die Reisenden bedient hat... und den Automaten auch nicht verstanden hat. So wollten mein Kollege und ich im Flugzeug verständlicherweise nebeneinander sitzen... dies war jedoch nicht möglich, da man zwar Reisegruppen bilden konnte, am Terminal jedoch nur numerische Buchungsnummern einzugeben waren, während unsere alphanumerisch war. Hier muss sich die Allianz aus Air France und KLM, die gemeinsame Ticketschalter und Automaten betreibt, wohl noch auf ein einheitliches System einigen.
Auch am Gepäckabgabeschalter war man nicht im Stande, dieses Problem zu beheben.
Beim Einsteigen streikte dann der Barcode-Scanner und der Schnuggel an der Schleuse musste meine Ticketnummer manuell in eine Papierliste eintragen... der Länge der Liste nach zu urteilen war ich nicht der einzige, bei dem das Ticket nicht maschinell lesbar war. Eine Ursache dafür konnte sein, dass man in Singapur nur billige Streifen aus Thermopapier bekommt, kein richtiges Papier, wie dies in Deutschland üblich ist.
Positiv möchte ich erwähnen, dass der Security-Check in Singapur völlig unproblematisch war. Sachen aufs Band, durch die Schleuse und fertig.
Anders in Amsterdam: Alle Notebooks auspacken und aufklappen. Als wenn das irgend etwas bringen würde... das ist in meinen Augen auch nur ein Sicherheits-Placebo.
Neben der normalen Sicherheitsschleuse gab es in Amsterdam auch eine merkwürdige Kabine, in der sich die Passagiere mit erhobenen Armen hinstellen mussten und dann von einem Sensorkopf umfahren und gescannt wurden. Ob das so ein Backscatter-Scanner war, mit dem man die Leute nackt sehen kann? Sah auf jeden Fall unsympathisch aus.
Der Flug von Singapur nach Amsterdam war anstrengend. Die Maschine war fast ausgebucht, somit war der Luxus des Hinflugs, gleich zwei Plätze in Beschlag nehmen zu können, diesmal nicht drin. Ich saß zwischen einem asiatischen Mädel und einer asiatischen Frau, die beide kleiner als ich waren und daher deutlich weniger Probleme mit dem Platz hatten.
Das hat die Enge ein kleinwenig abgemildert, aber schön war's nicht. Hinzu kamen diesmal diverse Kreischkinder, die dem Flug ebenfalls ihre ganz eigene Note gaben.
Der Flug von Amsterdam nach Bremen war problem- und ereignislos, wenn man davon absieht, dass manche Luftstraßen doch erhebliche Schlag- bzw. Luftlöcher enthalten.
Fazit:
Unterm Strich war die Singapurreise eigentlich ganz in Ordnung und deutlich angenehmer, als ich befürchtet hatte. Singapur ist zwar ein sehr strenges und machmal auch sehr seltsames und bürokratisches Land, aber vieles wird auch nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Vielleicht hätte ich schon vorher mit ein paar Schwulen vor Ort chatten sollen, das mir doch ein paar meiner Ängste und Befürchtungen genommen.
Ein wenig schade ist, dass wegen den langen Arbeitszeiten nur relativ wenig Zeit war, um die Stadt und ihre Bewohner näher kennenzulernen. Gerade zum Schluss bin ich auf 15-17 Stunden am Tag gekommen, das ist schon hart. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mich sicher auch mal mit einem singapurer Schnuggel getroffen und vielleicht sogar mein schickes Doppelbett einem Belastungstest unterzogen.
Wirklich besser scheinen die singapurer Schnuckel allerdings auch nicht zu sein... der erste meldet sich schon jetzt kaum noch und hat auch die Nachricht, dass ich wieder in Bremen angekommen bin, nicht beantwortet... mache Dinge sind halt überall gleich und Jungs können überall unzuverlässig, unwillig und anstrengend sein...
Ich muss mich nun erstmal auf den aktuellen Stand bringen, was in Deutschland während meiner Abwesenheit alles passiert ist. Soweit ich gehört habe, wurde das leidige Gesetz zur Netzzensur beschlossen? :-(
Aus diesem traurigen Anlass möchte ich diesen Blogeintrag mit einem Video beenden, das mir ein deutscher Schnuggel aus München gestern zugeschickt hat:
In diesem Sinne bis die Tage...
Heute habe ich die Zeit genutzt, schon mal die Singapur-Bilder in mein Webalbum zu prügeln. Da das Upload-Programm ständig abgestürzt ist, eine schweißtreibende Aktion. Ich habe aber gerade gesehen, dass es für diesen Fehler mittlerweile ein Update gibt, mal sehen ob das Problem damit wirklich behoben ist. Die Tage muss ich auch endlich mal die Fotos vom Kirchentag zu Ende sortieren und hochladen.
Die Singapur-Reise war jedenfalls erfolgreich. Der Kunde hat die Abnahme unterschrieben, auch wenn noch ein paar kleinere Restpunkte übrig sind. Aber das ist ja immer so, Kunden sind nie völlig zufrieden. ;-)
Freitag ging es dann noch mal schick geschäftlich essen und das Restaurant, in das wir eingeladen wurden, war sicherlich nicht billig. In Deutschland habe ich ungefähr Vorstellungen davon, was ich in chinesischen Restaurants bestellen kann. Bei dem Essen in Singapur hat unser Gastgeber bestellt und es gab eine große Drehscheibe mit diversen Speisen in der Mitte. Unter den meisten Kreationen konnte ich mir erstmal gar nichts vorstellen und auch das Essen mit Stäbchen will gelernt sein. Es wäre hilfreich gewesen, wenn die Stäbchen Rillen gehabt hätten damit das Essen nicht so leicht wegrutscht...
Nach einem weiteren, eher informellen Meeting ging es dann Abends zum Flughafen.
War ich auf dem Hinflug mit KLM noch ganz zufrieden, bin ich nach dem Rückflug doch arg enttäuscht. Es gab in Singapur keinen vernünftigen Ticketschalter sondern man war gezwungen, die Tickets am Selbstbedienungs-Automaten auszudrucken. Da die Bedienung aber offenbar so kompliziert ist, stand neben jedem Automaten noch ein Angestellter, der den Automaten für die Reisenden bedient hat... und den Automaten auch nicht verstanden hat. So wollten mein Kollege und ich im Flugzeug verständlicherweise nebeneinander sitzen... dies war jedoch nicht möglich, da man zwar Reisegruppen bilden konnte, am Terminal jedoch nur numerische Buchungsnummern einzugeben waren, während unsere alphanumerisch war. Hier muss sich die Allianz aus Air France und KLM, die gemeinsame Ticketschalter und Automaten betreibt, wohl noch auf ein einheitliches System einigen.
Auch am Gepäckabgabeschalter war man nicht im Stande, dieses Problem zu beheben.
Beim Einsteigen streikte dann der Barcode-Scanner und der Schnuggel an der Schleuse musste meine Ticketnummer manuell in eine Papierliste eintragen... der Länge der Liste nach zu urteilen war ich nicht der einzige, bei dem das Ticket nicht maschinell lesbar war. Eine Ursache dafür konnte sein, dass man in Singapur nur billige Streifen aus Thermopapier bekommt, kein richtiges Papier, wie dies in Deutschland üblich ist.
Positiv möchte ich erwähnen, dass der Security-Check in Singapur völlig unproblematisch war. Sachen aufs Band, durch die Schleuse und fertig.
Anders in Amsterdam: Alle Notebooks auspacken und aufklappen. Als wenn das irgend etwas bringen würde... das ist in meinen Augen auch nur ein Sicherheits-Placebo.
Neben der normalen Sicherheitsschleuse gab es in Amsterdam auch eine merkwürdige Kabine, in der sich die Passagiere mit erhobenen Armen hinstellen mussten und dann von einem Sensorkopf umfahren und gescannt wurden. Ob das so ein Backscatter-Scanner war, mit dem man die Leute nackt sehen kann? Sah auf jeden Fall unsympathisch aus.
Der Flug von Singapur nach Amsterdam war anstrengend. Die Maschine war fast ausgebucht, somit war der Luxus des Hinflugs, gleich zwei Plätze in Beschlag nehmen zu können, diesmal nicht drin. Ich saß zwischen einem asiatischen Mädel und einer asiatischen Frau, die beide kleiner als ich waren und daher deutlich weniger Probleme mit dem Platz hatten.
Das hat die Enge ein kleinwenig abgemildert, aber schön war's nicht. Hinzu kamen diesmal diverse Kreischkinder, die dem Flug ebenfalls ihre ganz eigene Note gaben.
Der Flug von Amsterdam nach Bremen war problem- und ereignislos, wenn man davon absieht, dass manche Luftstraßen doch erhebliche Schlag- bzw. Luftlöcher enthalten.
Fazit:
Unterm Strich war die Singapurreise eigentlich ganz in Ordnung und deutlich angenehmer, als ich befürchtet hatte. Singapur ist zwar ein sehr strenges und machmal auch sehr seltsames und bürokratisches Land, aber vieles wird auch nicht so heiß gegessen wie es gekocht wird. Vielleicht hätte ich schon vorher mit ein paar Schwulen vor Ort chatten sollen, das mir doch ein paar meiner Ängste und Befürchtungen genommen.
Ein wenig schade ist, dass wegen den langen Arbeitszeiten nur relativ wenig Zeit war, um die Stadt und ihre Bewohner näher kennenzulernen. Gerade zum Schluss bin ich auf 15-17 Stunden am Tag gekommen, das ist schon hart. Hätte ich mehr Zeit gehabt, hätte ich mich sicher auch mal mit einem singapurer Schnuggel getroffen und vielleicht sogar mein schickes Doppelbett einem Belastungstest unterzogen.
Wirklich besser scheinen die singapurer Schnuckel allerdings auch nicht zu sein... der erste meldet sich schon jetzt kaum noch und hat auch die Nachricht, dass ich wieder in Bremen angekommen bin, nicht beantwortet... mache Dinge sind halt überall gleich und Jungs können überall unzuverlässig, unwillig und anstrengend sein...
Ich muss mich nun erstmal auf den aktuellen Stand bringen, was in Deutschland während meiner Abwesenheit alles passiert ist. Soweit ich gehört habe, wurde das leidige Gesetz zur Netzzensur beschlossen? :-(
Aus diesem traurigen Anlass möchte ich diesen Blogeintrag mit einem Video beenden, das mir ein deutscher Schnuggel aus München gestern zugeschickt hat:
In diesem Sinne bis die Tage...
Montag, 8. Juni 2009
Asien für Anfänger
Eigentlich wollte ich heute noch einen Blogeintrag zum letzten Wochenende schreiben und wie mich mein Lieblings-Ex-Zivi hier in Bremen besucht hat, nachdem er seit kurzem wieder aus Neuseeland zurück ist. Er hat mir sogar neuseeländische Limonade und Schokoriegel mitgebracht, davon kann ich bei Gelegenheit noch mal ein Bild hier reinstellen.
Aber das muss erstmal warten... ich bin müde, hab Kopfschmerzen und verspüre eine leichte Übelkeit, die wohl auf die neue Flammkuchensorte zurückzuführen ist, die ich vorhin probiert habe (ich bleibe lieber bei den klassischen!).
Heute habe ich meinen Reisepass abgeholt. Heute Mittag kam der Anruf vom Stadtamt, dass er fertig sei. Somit brauche ich zum Glück nicht noch einen provisorischen Pass, bevor ich morgen abfliege.
Abends geht es zunächst nach Amsterdam und von dort weiter nach Singapur. Direktflug 12,5 Stunden... da graut mir jetzt schon vor. Hoffentlich sind die Sitzreihen breiter als sie auf den Fotos aussehen... also bitte kein Thrombosebomber!
Der Rückflug ist dann für den 19.06. vorgesehen, zu Hause ankommen sollte ich irgendwann gegen Mittag des 20.06. deutscher Zeit.
Den CSD Nordwest in Oldenburg kann ich damit wohl knicken. Eigentlich wollte ich dort wieder Fotos machen, aber ich befürchte mal, dass mich der Jetlag und der Stress für den Rest des Wochenendes außer Gefecht setzen... mal gucken ob ich im Flugzeug schlafen kann.
So wie ich das bisher in Erfahrung bringen konnte, gibt es im Hotel zumindest drahtgebundenes Gratis-Internet. Gut also, dass ich mir Freitag noch spontan ein Netbook bestellt habe (bisher war ich auf Dienstreisen immer per Handy online, das kann aber nur WLAN).
Ich hoffe also, dass ich hier und da den einen oder anderen mal in Skype sehe und vielleicht zwischendurch auch mal ein paar meiner Eindrücke hier im Blog oder bei Twitter schildern kann. Miranda (für ICQ- & MSN-Kontakte) habe ich bisher nicht installiert, da muss ich mal gucken ob ich das noch nachhole. Ich weiss auch noch nicht, wie stark das Internet in Singapur zensiert wird.
Singapur ist Deutschland 6 Stunden voraus (UTC+8), wenn ich so gegen 22 Uhr singapurer Zeit online gehe, wäre das folglich gegen 16 Uhr deutscher Zeit. Aber mal gucken wie das zeitlich alles klappt.
Nun gehe ich aber erstmal ins Bett... ich kann nicht mehr. Den Rest muss ich dann morgen vormittag machen... so dass ich möglichst gegen Mittag in der Firma bin um dort noch die letzten Daten einzupacken...
Aber das muss erstmal warten... ich bin müde, hab Kopfschmerzen und verspüre eine leichte Übelkeit, die wohl auf die neue Flammkuchensorte zurückzuführen ist, die ich vorhin probiert habe (ich bleibe lieber bei den klassischen!).
Heute habe ich meinen Reisepass abgeholt. Heute Mittag kam der Anruf vom Stadtamt, dass er fertig sei. Somit brauche ich zum Glück nicht noch einen provisorischen Pass, bevor ich morgen abfliege.
Abends geht es zunächst nach Amsterdam und von dort weiter nach Singapur. Direktflug 12,5 Stunden... da graut mir jetzt schon vor. Hoffentlich sind die Sitzreihen breiter als sie auf den Fotos aussehen... also bitte kein Thrombosebomber!
Der Rückflug ist dann für den 19.06. vorgesehen, zu Hause ankommen sollte ich irgendwann gegen Mittag des 20.06. deutscher Zeit.
Den CSD Nordwest in Oldenburg kann ich damit wohl knicken. Eigentlich wollte ich dort wieder Fotos machen, aber ich befürchte mal, dass mich der Jetlag und der Stress für den Rest des Wochenendes außer Gefecht setzen... mal gucken ob ich im Flugzeug schlafen kann.
So wie ich das bisher in Erfahrung bringen konnte, gibt es im Hotel zumindest drahtgebundenes Gratis-Internet. Gut also, dass ich mir Freitag noch spontan ein Netbook bestellt habe (bisher war ich auf Dienstreisen immer per Handy online, das kann aber nur WLAN).
Ich hoffe also, dass ich hier und da den einen oder anderen mal in Skype sehe und vielleicht zwischendurch auch mal ein paar meiner Eindrücke hier im Blog oder bei Twitter schildern kann. Miranda (für ICQ- & MSN-Kontakte) habe ich bisher nicht installiert, da muss ich mal gucken ob ich das noch nachhole. Ich weiss auch noch nicht, wie stark das Internet in Singapur zensiert wird.
Singapur ist Deutschland 6 Stunden voraus (UTC+8), wenn ich so gegen 22 Uhr singapurer Zeit online gehe, wäre das folglich gegen 16 Uhr deutscher Zeit. Aber mal gucken wie das zeitlich alles klappt.
Nun gehe ich aber erstmal ins Bett... ich kann nicht mehr. Den Rest muss ich dann morgen vormittag machen... so dass ich möglichst gegen Mittag in der Firma bin um dort noch die letzten Daten einzupacken...
Sonntag, 10. Mai 2009
DNS-Sperren mit Lego erklärt
Gerade bei einem Bekannten im Blog entdeckt: DNS-Sperren mit Lego erklärt
Es muss also nicht immer Playmobil sein... ;-)
Es muss also nicht immer Playmobil sein... ;-)
Samstag, 2. Mai 2009
pl0gbar
Eben gerade habe ich in der Zeitung gelesen, dass am 6. September (kurz vor der Wahl) ein autofreier Sonntag in Bremen stattfinden soll. Das ist auch auch wieder mal Symbolpolitik vom Feinsten, zumal eh nur ein keiner Teil von Bremen (Innenstadt und Teile der Neustadt) betroffen sein soll.
Lustig wäre es doch, die City zum Kirchentag für den Autoverkehr zu sperren. Das würde auch dem Thema Klimaschutz, das sich der Kirchentag auf die Fahnen geschrieben hat, ein wenig mehr Nachdruck und Glaubwürdigkeit verleihen. Und ein Durchkommen ist da sowieso nicht mehr möglich...
Mir ist sowieso nicht klar, wie das funktionieren soll. Beim letzten Kirchentag 2007 in Köln wurden vom Veranstalter über 100'000 Dauerbesucher und über 900'000 Teilnehmer an allen Tagen gezählt.
Das ist für Bremen schon eine ganze Menge, selbst ohne diese zusätzlichen Besucher war es gestern an der Schlachte schon verdammt voll.
Ich war gestern mit zwei Freunden dort um einen dritten Freund bei seiner neuen Arbeitsstelle zu besuchen. Auch im Lokal war es brechend voll. (Ich muss ihn noch mal wegen seinem süßen Kollegen löchern... bisher weiß ich nur, dass sein Spitzname Joschi ist.)
Anschließend ging es zu dritt von der Schlachte zurück zu mir: DVD-Abend mit dem Zodiac-Killer. Ganz schön schwere Kost, vor allem für die Uhrzeit. Zum Schluss hat der Film jedenfalls seine Längen... irgendwann gegen halb 5 bin ich dann ins Bett.
Eine andere Art von Bar ist die "pl0gbar", die am Donnerstag Abend im Bremer Traditions-Internetcafe Lift stattfand. Mein letzter Besuch im Lift dürfte (von dieser Woche abgesehen) bestimmt über 10 Jahre zurückliegen. Damals fanden dort immer Channelpartys des #gaybremen-IRC-Channels statt. Auch wenn das Lift kein schwules Cafe ist, gilt es doch als sehr gay-freundlich und ist daher auf vielen Szeneseiten bei den Location-Tipps verlinkt. Ich glaube, das Lift hat oder hatte auch mal einen schwulen Betreiber... zumindest erinnere ich mich auch dunkel, dass damals eine Regenbogenflagge im Schaufenster hing?
Ich werde wirklich alt, wenn ich nun schon solche Geschichten von 'damals' zum Besten geben kann...
Aber nicht nur ich, auch das Lift hat schon bessere Tage gesehen und bräuchte dringend mal wieder ein Lifting... besonders die sanitären Anlagen sehen übel aus. :-(
Trotzdem hat der Laden irgendwie immer noch unheimlich viel Charme und ich fand es dort am Donnerstag recht gemütlich. Ausreichend Platz, gemütliche Sitzecken und günstige Getränkepreise.
Also genau richtig, für eine pl0gbar.
Hinter diesem etwas sperrigen (und für meinen Geschmack auch etwas zu pseudo-coolen) Ausdruck verbirgt sich im Grunde nicht mehr als ein Internet-Stammtisch. Wie damals (schon wieder dieses Wort *brr*) auf den Channelpartys treffen sich Leute, die sonst eher in virtuellen Gefilden miteinander zu tun haben, an einem Ort im First Life um dort ein Bier oder eine Cola zu trinken und ein wenig zu quatschen.
Der größte Unterschied zu damals ist eigentlich, dass die Veranstaltung etwas weiter gefasst ist. Es geht nicht um die Chatter eines einzelnen Chatraums sondern um ein Forum für Twitterer, Blogger, Podcaster, Videocaster und sonstige (mehr oder weniger) Internet-Kreative.
Da die pl0gbar am Donnerstag meine erste war, kann ich nicht beurteilen, ob diese Bremer pl0gbar typisch für andere Bremer pl0gbars und pl0gbars in anderen Städten ist. Auffällig ist auf jeden Fall, dass fast alle der 8 Teilnehmer sehr Mac-affin sind waren zum größten Teil irgendwas mit digitalen Medien und Design zu tun haben.
Ich denke, ich werde noch ein paar pl0gbars abwarten müssen, bevor ich die Zusammenhänge dieses Mikrokosmoses richtig beurteilen kann. Ich sehe allerdings die Gefahr, dass die Veranstaltung möglicherweise etwas zu speziell ist. Alleine der Titel dürfte viele Menschen abschrecken, die nicht extrem aufgeschlossen gegenüber neuen Trends und Hypes sind. Selbst von den Bloggern dürfte sich nur ein kleiner Teil davon angesprochen fühlen. (Ich bin was das angeht ja auch eher etwas konservativ.)
Das soll jetzt natürlich nichts über die Teilnehmer persönlich aussagen. Wie alle Menschen sind sie so vielschichtig, so dass sich durchaus auch Schnittmengen mit meinen Interessen ergeben und ich hoffe, dass ich den einen oder anderen noch mal etwas genauer kennenlernen kann.
Apropos Kennenlernen: Ich glaube, ich sollte mein für den Test angelegtes Parship-Profil komplett löschen. Nachdem die kostenpflichtige Mitgliedschaft letzten Monat ausgelaufen ist, gehen sie mir alle paar Tage mit Emails zu Superdupersondersparangeboten zur Verlängerung der Mitgliedschaft auf den Sack. Kann man das irgendwo ausstellen? Selbst wenn ich 60 Euro spare ist das immer noch zu teuer!
Und wer immer noch nicht überzeugt ist, dass Stop!-Seiten gegen Kinderpornoseiten eine dumme Idee sind, möge mal hier klicken.
Lustig wäre es doch, die City zum Kirchentag für den Autoverkehr zu sperren. Das würde auch dem Thema Klimaschutz, das sich der Kirchentag auf die Fahnen geschrieben hat, ein wenig mehr Nachdruck und Glaubwürdigkeit verleihen. Und ein Durchkommen ist da sowieso nicht mehr möglich...
Mir ist sowieso nicht klar, wie das funktionieren soll. Beim letzten Kirchentag 2007 in Köln wurden vom Veranstalter über 100'000 Dauerbesucher und über 900'000 Teilnehmer an allen Tagen gezählt.
Das ist für Bremen schon eine ganze Menge, selbst ohne diese zusätzlichen Besucher war es gestern an der Schlachte schon verdammt voll.
Ich war gestern mit zwei Freunden dort um einen dritten Freund bei seiner neuen Arbeitsstelle zu besuchen. Auch im Lokal war es brechend voll. (Ich muss ihn noch mal wegen seinem süßen Kollegen löchern... bisher weiß ich nur, dass sein Spitzname Joschi ist.)
Anschließend ging es zu dritt von der Schlachte zurück zu mir: DVD-Abend mit dem Zodiac-Killer. Ganz schön schwere Kost, vor allem für die Uhrzeit. Zum Schluss hat der Film jedenfalls seine Längen... irgendwann gegen halb 5 bin ich dann ins Bett.
Eine andere Art von Bar ist die "pl0gbar", die am Donnerstag Abend im Bremer Traditions-Internetcafe Lift stattfand. Mein letzter Besuch im Lift dürfte (von dieser Woche abgesehen) bestimmt über 10 Jahre zurückliegen. Damals fanden dort immer Channelpartys des #gaybremen-IRC-Channels statt. Auch wenn das Lift kein schwules Cafe ist, gilt es doch als sehr gay-freundlich und ist daher auf vielen Szeneseiten bei den Location-Tipps verlinkt. Ich glaube, das Lift hat oder hatte auch mal einen schwulen Betreiber... zumindest erinnere ich mich auch dunkel, dass damals eine Regenbogenflagge im Schaufenster hing?
Ich werde wirklich alt, wenn ich nun schon solche Geschichten von 'damals' zum Besten geben kann...
Aber nicht nur ich, auch das Lift hat schon bessere Tage gesehen und bräuchte dringend mal wieder ein Lifting... besonders die sanitären Anlagen sehen übel aus. :-(
Trotzdem hat der Laden irgendwie immer noch unheimlich viel Charme und ich fand es dort am Donnerstag recht gemütlich. Ausreichend Platz, gemütliche Sitzecken und günstige Getränkepreise.
Also genau richtig, für eine pl0gbar.
Hinter diesem etwas sperrigen (und für meinen Geschmack auch etwas zu pseudo-coolen) Ausdruck verbirgt sich im Grunde nicht mehr als ein Internet-Stammtisch. Wie damals (schon wieder dieses Wort *brr*) auf den Channelpartys treffen sich Leute, die sonst eher in virtuellen Gefilden miteinander zu tun haben, an einem Ort im First Life um dort ein Bier oder eine Cola zu trinken und ein wenig zu quatschen.
Der größte Unterschied zu damals ist eigentlich, dass die Veranstaltung etwas weiter gefasst ist. Es geht nicht um die Chatter eines einzelnen Chatraums sondern um ein Forum für Twitterer, Blogger, Podcaster, Videocaster und sonstige (mehr oder weniger) Internet-Kreative.
Da die pl0gbar am Donnerstag meine erste war, kann ich nicht beurteilen, ob diese Bremer pl0gbar typisch für andere Bremer pl0gbars und pl0gbars in anderen Städten ist. Auffällig ist auf jeden Fall, dass fast alle der 8 Teilnehmer sehr Mac-affin sind waren zum größten Teil irgendwas mit digitalen Medien und Design zu tun haben.
Ich denke, ich werde noch ein paar pl0gbars abwarten müssen, bevor ich die Zusammenhänge dieses Mikrokosmoses richtig beurteilen kann. Ich sehe allerdings die Gefahr, dass die Veranstaltung möglicherweise etwas zu speziell ist. Alleine der Titel dürfte viele Menschen abschrecken, die nicht extrem aufgeschlossen gegenüber neuen Trends und Hypes sind. Selbst von den Bloggern dürfte sich nur ein kleiner Teil davon angesprochen fühlen. (Ich bin was das angeht ja auch eher etwas konservativ.)
Das soll jetzt natürlich nichts über die Teilnehmer persönlich aussagen. Wie alle Menschen sind sie so vielschichtig, so dass sich durchaus auch Schnittmengen mit meinen Interessen ergeben und ich hoffe, dass ich den einen oder anderen noch mal etwas genauer kennenlernen kann.
Apropos Kennenlernen: Ich glaube, ich sollte mein für den Test angelegtes Parship-Profil komplett löschen. Nachdem die kostenpflichtige Mitgliedschaft letzten Monat ausgelaufen ist, gehen sie mir alle paar Tage mit Emails zu Superdupersondersparangeboten zur Verlängerung der Mitgliedschaft auf den Sack. Kann man das irgendwo ausstellen? Selbst wenn ich 60 Euro spare ist das immer noch zu teuer!
Und wer immer noch nicht überzeugt ist, dass Stop!-Seiten gegen Kinderpornoseiten eine dumme Idee sind, möge mal hier klicken.
Freitag, 24. April 2009
"Stopp den Kinderpornos! Mehr als Wahlkampf?"
Ich habe über Twitter einen Link auf die Aufzeichnung einer Talkshow bei n-tv bekommen, in dem noch einmal alle Argumente zur Zensurdebatte zusammengefasst werden und verschiedene Interessenvertreter zu Wort kommen:
"Stopp den Kinderpornos! Mehr als Wahlkampf?" bei n-tv.de
Sehr empfehlenswert!
"Stopp den Kinderpornos! Mehr als Wahlkampf?" bei n-tv.de
Sehr empfehlenswert!
Sonntag, 29. März 2009
101 Dinge
Beim Ausfüllen meines Parship-Profils kam auch die Frage "Ich reagiere allergisch auf ...", die ich mit "Intoleranz, Populismus und übertriebene Irrationalität (z.B. religiöser Fundamentalismus)." beantwortet habe. Gemeint ist damit zum Beispiel BKA-Präsident Jörg Ziercke, der es offenbar besser weiß als seine erfahrenen Kollegen aus Schweden und vehement eine Internetzensur als Heilmittel gegen Kinderpornos fordert.
Das ist meinen Augen der selbe kurzsichtige Populismus, der auch nach jedem Amoklauf in der "Killerspiel"-Debatte aufgekocht wird.
Eine ähnliche Thematik scheint auch der Film "Ben X" aufzugreifen, zu dem ich vorhin eine Kritik in einem anderen Blog las. Klingt auf jeden Fall interessant und ich habe den Film mal auf meinen Merkzettel gesetzt.
Apropos Merkzettel: Vor einem halben Jahr hatte ich über das Buch "101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist" berichtet. Mittlerweile habe ich das Buch gelesen und mir zu jeder darin beschriebenen Aufgabe eine Notiz gemacht, was ich davon halte:
Wie man im Diagramm sieht, bin ich nur für einen kleinen Bruchteil der Aufgaben zu begeistern. Vieles ist einfach nur blöd oder der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Spaßfaktor.
Ein paar der Anekdoten und (eher nutzlosen) Fakten sind aber ganz interessant: So soll es in Japan in einigen Büros Puppen mit den Gesichtern der Vorgesetzten geben, an denen die Mitarbeiter ihren Frust abreagieren können. (Vielleicht wäre das auch mal ein Modell für deutsche Schulen, wenn man den Jugendlichen schon ihre Ego-Shooter madig macht...)
Außerdem lernt der Leser, was unter einer Dishabiliophobie zu verstehen ist.
Das Fazit fällt damit eher ernüchternd aus: Das Buch ist teilweise echt genial und mit einer Menge Humor geschrieben, aber insgesamt fällt der Inhalt einfach zu dürftig aus. Mit etwas mehr Ausführlichkeit und Tiefgang wäre das Buch um Klassen besser.
Das ist meinen Augen der selbe kurzsichtige Populismus, der auch nach jedem Amoklauf in der "Killerspiel"-Debatte aufgekocht wird.
Eine ähnliche Thematik scheint auch der Film "Ben X" aufzugreifen, zu dem ich vorhin eine Kritik in einem anderen Blog las. Klingt auf jeden Fall interessant und ich habe den Film mal auf meinen Merkzettel gesetzt.
Apropos Merkzettel: Vor einem halben Jahr hatte ich über das Buch "101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist" berichtet. Mittlerweile habe ich das Buch gelesen und mir zu jeder darin beschriebenen Aufgabe eine Notiz gemacht, was ich davon halte:
Wie man im Diagramm sieht, bin ich nur für einen kleinen Bruchteil der Aufgaben zu begeistern. Vieles ist einfach nur blöd oder der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum Spaßfaktor.
Ein paar der Anekdoten und (eher nutzlosen) Fakten sind aber ganz interessant: So soll es in Japan in einigen Büros Puppen mit den Gesichtern der Vorgesetzten geben, an denen die Mitarbeiter ihren Frust abreagieren können. (Vielleicht wäre das auch mal ein Modell für deutsche Schulen, wenn man den Jugendlichen schon ihre Ego-Shooter madig macht...)
Außerdem lernt der Leser, was unter einer Dishabiliophobie zu verstehen ist.
Das Fazit fällt damit eher ernüchternd aus: Das Buch ist teilweise echt genial und mit einer Menge Humor geschrieben, aber insgesamt fällt der Inhalt einfach zu dürftig aus. Mit etwas mehr Ausführlichkeit und Tiefgang wäre das Buch um Klassen besser.
Donnerstag, 19. März 2009
World Of Bullshit II
Beim Durchgucken meines RSS-Readers habe ich noch einen Blogeintrag von Hanno Zulla gefunden. Er ist schon ein paar Tage alt, aber zu geil:
Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.
Guten Abend, meine Damen und Herren, Sie sehen die Abendnachrichten.
Mittwoch, 18. März 2009
World Of Bullshit
Da hat die taz den Nagel auf den Kopf getroffen (wenn dieses Sprichwort nicht zu brutal ist):
Killerspiele mal wieder am Pranger: World Of Bullshit
(Details zu meiner Holland-Reise finden sich übrigens auf meiner Twitter-Seite.)
Killerspiele mal wieder am Pranger: World Of Bullshit
(Details zu meiner Holland-Reise finden sich übrigens auf meiner Twitter-Seite.)
Samstag, 7. März 2009
Twitterfeind Bauerfeind
Gestern habe ich mal in meine Aufnahme von "Bauerfeind" reingeguckt, der neuen Sendung von Ex-Ehrensenf-Moderatorin Katrin Bauerfeind, die auch schon als Polylux-Nachfolge gehandelt wird.
Der erste Beitrag der Sendung war ein Bericht über Twitter, den ich nicht besonders gelungen fand. Zum Schluss wurde mir zu sehr die Exhibitionismus-Schiene geritten und der Untergang der "guten bürgerlichen Privatheit" beklagt.
Dem möchte ich entschieden widersprechen. Bloggern und Twitter-Benutzern ist ihre Privatssphäre nicht egal und Begriffe wie "Selbst-Stasiisierung" sind völlig fehl am Platz.
"Datenschutz" bedeutet, dass man sensible Daten schützt, die in den falschen Händen großen Schaden anrichten können. "Datenschutz" bedeutet jedoch nicht, dass man überhaupt nicht mehr oder nur noch über Belanglosigkeiten kommunizieren darf. Wenn der im Beitrag gezeigte Bruder Paulus darüber berichtet, dass er Sennesblätter-Tee als Abführmittel zum Heilfasten getrunken habe, kann man sich sicherlich die Frage stellen, ob man dies wirklich wissen möchte.
Zweifellos kratzt ein so tiefer Einblick in die Religionsausübung eines Mönches auch an alten Tabus, nach denen man über solche Dinge nicht spricht. Mit Datenschutz oder Stasi hat das allerdings herzlich wenig zu tun, denn dieses Statement ist viel zu belanglos, um irgendwelchen Schaden anrichten zu können.
(Dennoch sollte man sich der Gefahren bewusst sein und sich vorher Gedanken machen, welche Informationen man guten Gewissens veröffentlichen kann - genauso wie man generell vorher nachdenken sollte, bevor man den Mund aufmacht und sich vielleicht um Kopf und Kragen redet.)
Ich finde es einfach ehrlich darüber zu schreiben. Es beweist den Mut, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist und wer es nicht wissen will, muss es ja nicht lesen.
Wenn die klassische gutbürgerliche Tradition darin besteht, eine Maske zu tragen und sich mit Statussymbolen zu profilieren, dann ist mir der Twitter-Exhibitionismus deutlich lieber... er ist ehrlicher.
Bei der Diskussion über den Sinn und Unsinn von Twitter muss man natürlich auch immer im Hinterkopf behalten, dass Twitter nur ein (Transport-)Medium ist. Die transportieren Inhalte stammen von den Nutzern und die sind so verschieden, wie Menschen nur sein können.
Es ist sicherlich sinnlos, jeden Toilettengang öffentlich kundzutun, denn das langweilt die Leser höchstens. Sinn von Twitter ist schließlich nicht, sich gegenseitig in Banalitäten zu ersticken, sondern den Kontakt zu halten, sich nicht aus den Augen zu verlieren und aus dem Leben eines anderen positive Denkanstöße für das eigene Leben zu erhalten.
Für ein Magazin, das unten eine "Menüleiste" mit Buttons und Mauszeiger einblendet und damit eine gewisse Medienaffinität vor sich herträgt, finde ich den Twitterbeitrag zu einseitig recherchiert und zu konservativ.
Zu den anderen Beiträgen der Sendung kann ich nicht viel sagen, da ich sie langweilig fand und nur im Schnelldurchlauf angeguckt habe.
Ich werde mal schauen, wie sich "Bauerfeind" entwickelt. Bisher sehe ich das Magazin mehr als Fortsetzung von Ehrensenf denn von Polylux und mit Ehrensenf bin ich irgendwie nie so richtig warm geworden.
Der erste Beitrag der Sendung war ein Bericht über Twitter, den ich nicht besonders gelungen fand. Zum Schluss wurde mir zu sehr die Exhibitionismus-Schiene geritten und der Untergang der "guten bürgerlichen Privatheit" beklagt.
Dem möchte ich entschieden widersprechen. Bloggern und Twitter-Benutzern ist ihre Privatssphäre nicht egal und Begriffe wie "Selbst-Stasiisierung" sind völlig fehl am Platz.
"Datenschutz" bedeutet, dass man sensible Daten schützt, die in den falschen Händen großen Schaden anrichten können. "Datenschutz" bedeutet jedoch nicht, dass man überhaupt nicht mehr oder nur noch über Belanglosigkeiten kommunizieren darf. Wenn der im Beitrag gezeigte Bruder Paulus darüber berichtet, dass er Sennesblätter-Tee als Abführmittel zum Heilfasten getrunken habe, kann man sich sicherlich die Frage stellen, ob man dies wirklich wissen möchte.
Zweifellos kratzt ein so tiefer Einblick in die Religionsausübung eines Mönches auch an alten Tabus, nach denen man über solche Dinge nicht spricht. Mit Datenschutz oder Stasi hat das allerdings herzlich wenig zu tun, denn dieses Statement ist viel zu belanglos, um irgendwelchen Schaden anrichten zu können.
(Dennoch sollte man sich der Gefahren bewusst sein und sich vorher Gedanken machen, welche Informationen man guten Gewissens veröffentlichen kann - genauso wie man generell vorher nachdenken sollte, bevor man den Mund aufmacht und sich vielleicht um Kopf und Kragen redet.)
Ich finde es einfach ehrlich darüber zu schreiben. Es beweist den Mut, sich so zu zeigen, wie man wirklich ist und wer es nicht wissen will, muss es ja nicht lesen.
Wenn die klassische gutbürgerliche Tradition darin besteht, eine Maske zu tragen und sich mit Statussymbolen zu profilieren, dann ist mir der Twitter-Exhibitionismus deutlich lieber... er ist ehrlicher.
Bei der Diskussion über den Sinn und Unsinn von Twitter muss man natürlich auch immer im Hinterkopf behalten, dass Twitter nur ein (Transport-)Medium ist. Die transportieren Inhalte stammen von den Nutzern und die sind so verschieden, wie Menschen nur sein können.
Es ist sicherlich sinnlos, jeden Toilettengang öffentlich kundzutun, denn das langweilt die Leser höchstens. Sinn von Twitter ist schließlich nicht, sich gegenseitig in Banalitäten zu ersticken, sondern den Kontakt zu halten, sich nicht aus den Augen zu verlieren und aus dem Leben eines anderen positive Denkanstöße für das eigene Leben zu erhalten.
Für ein Magazin, das unten eine "Menüleiste" mit Buttons und Mauszeiger einblendet und damit eine gewisse Medienaffinität vor sich herträgt, finde ich den Twitterbeitrag zu einseitig recherchiert und zu konservativ.
Zu den anderen Beiträgen der Sendung kann ich nicht viel sagen, da ich sie langweilig fand und nur im Schnelldurchlauf angeguckt habe.
Ich werde mal schauen, wie sich "Bauerfeind" entwickelt. Bisher sehe ich das Magazin mehr als Fortsetzung von Ehrensenf denn von Polylux und mit Ehrensenf bin ich irgendwie nie so richtig warm geworden.
Sonntag, 12. Oktober 2008
Mit Kolles am FKK-Strand
Gestern lief die bisher mit Abstand interessanteste Folge des PRO7-Sexreports, diesmal mit dem Thema Jugendsexualität. Wichtigste Erkenntnis: Trotz Porno-Rap und allgegenwärtigen Pornos im Internet ist von der "sexuellen Verrohung", die mache moralischen Schwarzmaler regelmäßig beklagen, bisher in der breiten Masse nicht viel zu erkennen. Die heutigen Teens sind von der Tendenz sogar eher konservativ eingestellt:
Daran wird das Abendland also wohl nicht zu Grunde gehen. Dann schon eher an der Risikobereitschaft der Teens:
schweinegeile attraktive 19-jährige Jungschwuppe, steht auf dem Standpunkt, dass er nur einmal lebe und es halt "Pech gehabt" sei, wenn er sich anstecken würde (im Videostream der Folge kurz nach Minute 38 nachzuhören). Solche Aussagen tun mir in der Seele weh. :-(
Später bin ich beim Zappen noch in "Oswalt Kolle: Dein Kind - Das unbekannte Wesen" gelandet. Ich kann mit diesen 40 Jahre alten Kolle-Kamellen irgendwie nicht viel anfangen. Ich will den Filmen ihre Verdienste um die Aufklärung in den 70ern nicht absprechen, aber aus heutiger Sicht finde ich sie zu "sperrig" und künstlich, um sie sich noch anzusehen.
In der Main Post gibt es ein ganz interessantes Interview mit Oswalt Kolle über die moderne Mediengesellschaft und ihre Probleme mit der Sexualität.
Bei einer Szene in seinem Film gestern hat er jedoch meiner Meinung nach doch ein wenig daneben gegriffen und meine prinzipiell positive Meinung über ihn musste einige Federn lassen:
Er hat sich dort mit mit seiner Frau und seinen Kindern selbst nackt am FKK-Strand gefilmt und zeigt dabei unter anderem, wie sich sein vierjähriger Sohn am Genital rumspielt und wie er ihn in ein Gespräch über Geburt und Zeugung von Kindern zu verwickeln versucht. Der Junge macht dabei nicht den Eindruck, dass er schon verstand, was sein Vater ihm da erklären wollte.
Auch bei seinem 15-jährigen Sohn hatte hatte ich manchmal den Eindruck, dass ihm die Szene etwas unangenehm war. An einer Stelle scheint er hinter die Gruppe zu flüchten und an anderen Stellen hat er sein Bein immer so angewinkelt, dass der Genitalbereich verdeckt bleibt.
Ich will ihm jetzt nicht unterstellen, dass er seine Söhne für den Film instrumentalisiert hat, aber ich finde die Szene etwas befremdlich. Vielleicht war es aber gestern auch schon zu spät, ich habe leider keine Aufnahme um die Szene noch mal genauer zu analysieren.
Themen- bzw. Filmwechsel.
Eben gerade habe ich in meiner digitalen TV-Zeitschrift einen Hinweis auf Tom Schillings neuesten Film entdeckt: Er spielt im Film "Mein Kampf" den jungen Adolf Hitler. Inzwischen scheint wirklich jeder Rotz verfilmt zu werden?
Die IMDb enthält leider nicht viele Details, aber da mit Götz George noch (mindestens) ein weiterer bekannter Schauspieler mitspielt, scheint es sich wohl um keine 1:1-Verfilmung zu handeln. Ich bin mal gespannt, wer als Autor im Abspann genannt wird. Die IMDb nennt nur George Tabori als Autor des Theaterstücks.
So, nun muss ich erstmal dringend abwaschen.
"Die ProSieben Sex-Studie zeigt: für 94 Prozent der Mädchen und 88 Prozent der Jungs gehören Sex und Liebe untrennbar zusammen." (Quelle)Dass die Zahlen so hoch sind, hätte ich nicht gedacht und die im Anschluss gesendete Reportage "It's My Sexy Life - Das 1. Mal im Teeniecamp" legt auf den ersten Blick auch andere Schlüsse nahe. (Der zweite Blick steht noch aus, ich habe bisher nur den Anfang gesehen.)
Daran wird das Abendland also wohl nicht zu Grunde gehen. Dann schon eher an der Risikobereitschaft der Teens:
"Das erschreckende Ergebnis der ProSieben Sex-Studie: 42 Prozent der Jugendlichen, also fast die Hälfte, machen sich über AIDS keine Gedanken. Eine gefährliche Sorglosigkeit. Denn jedes Jahr infizieren sich fünfzig Jugendliche in Deutschland mit dem HI-Virus. Und das obwohl die meisten wissen, dass Kondome eine Ansteckung verhindern können." (Quelle)Das ist schon traurig, erst recht, wenn man solche Aussagen auch am konkreten Beispiel sieht: Diddi P.,
Später bin ich beim Zappen noch in "Oswalt Kolle: Dein Kind - Das unbekannte Wesen" gelandet. Ich kann mit diesen 40 Jahre alten Kolle-Kamellen irgendwie nicht viel anfangen. Ich will den Filmen ihre Verdienste um die Aufklärung in den 70ern nicht absprechen, aber aus heutiger Sicht finde ich sie zu "sperrig" und künstlich, um sie sich noch anzusehen.
In der Main Post gibt es ein ganz interessantes Interview mit Oswalt Kolle über die moderne Mediengesellschaft und ihre Probleme mit der Sexualität.
Bei einer Szene in seinem Film gestern hat er jedoch meiner Meinung nach doch ein wenig daneben gegriffen und meine prinzipiell positive Meinung über ihn musste einige Federn lassen:
Er hat sich dort mit mit seiner Frau und seinen Kindern selbst nackt am FKK-Strand gefilmt und zeigt dabei unter anderem, wie sich sein vierjähriger Sohn am Genital rumspielt und wie er ihn in ein Gespräch über Geburt und Zeugung von Kindern zu verwickeln versucht. Der Junge macht dabei nicht den Eindruck, dass er schon verstand, was sein Vater ihm da erklären wollte.
Auch bei seinem 15-jährigen Sohn hatte hatte ich manchmal den Eindruck, dass ihm die Szene etwas unangenehm war. An einer Stelle scheint er hinter die Gruppe zu flüchten und an anderen Stellen hat er sein Bein immer so angewinkelt, dass der Genitalbereich verdeckt bleibt.
Ich will ihm jetzt nicht unterstellen, dass er seine Söhne für den Film instrumentalisiert hat, aber ich finde die Szene etwas befremdlich. Vielleicht war es aber gestern auch schon zu spät, ich habe leider keine Aufnahme um die Szene noch mal genauer zu analysieren.
Themen- bzw. Filmwechsel.
Eben gerade habe ich in meiner digitalen TV-Zeitschrift einen Hinweis auf Tom Schillings neuesten Film entdeckt: Er spielt im Film "Mein Kampf" den jungen Adolf Hitler. Inzwischen scheint wirklich jeder Rotz verfilmt zu werden?
Die IMDb enthält leider nicht viele Details, aber da mit Götz George noch (mindestens) ein weiterer bekannter Schauspieler mitspielt, scheint es sich wohl um keine 1:1-Verfilmung zu handeln. Ich bin mal gespannt, wer als Autor im Abspann genannt wird. Die IMDb nennt nur George Tabori als Autor des Theaterstücks.
So, nun muss ich erstmal dringend abwaschen.
Dienstag, 12. August 2008
Alles nur gefaked?
Die Olympiade in Peking scheint eine einzige große Farce zu werden:
Olympia 2008: Falsche Stimme: Eröffnungsfeier war manipuliert
Für meinen Geschmack hat sich das IOC auf zu viele faule Kompromisse eingelassen.
Olympia 2008: Falsche Stimme: Eröffnungsfeier war manipuliert
Für meinen Geschmack hat sich das IOC auf zu viele faule Kompromisse eingelassen.
Donnerstag, 20. Dezember 2007
Computer-Nerds, Part 2
Woran erkennt man, dass Weihnachten naht?
Zum einen daran, dass die Staus vor den Einkaufszentren immer länger werden (beim Weserpark gestern bis auf die Autobahn), zum anderen daran, dass jede Firma meint, ihre Kunden mit einem Newsletter beglücken zu müssen. Das ganze Jahr hört man nix (was auch nicht in allen Fällen negativ zu sehen ist), aber zu Weihnachten kommen sie alle aus ihren Löchern.
Bei -laut Eigenwerbung- "Europas führendem Versandhandelsunternehmen für Elektronik und Technik" jagt wieder mal eine Rabattschlacht die nächste und es regnet Gutscheine und Geschenke vom Himmel. Wäre ich dort nicht schon seit Jahren Stammkunde, würde ich in Anbetracht von Anzahl und Inhalt der Werbemails wohl manchmal an der Seriösität dieses Unternehmens zweifeln. Peinlich. Die Konkurrenz ist allerdings auch nicht soviel besser, brüstet man sich dort mit dem Kauf eines handgeschriebenen Märchens für schlappe 2,75 Megaeuro. Da hätten sie mir die letzten Produkte auch etwas billiger verkaufen können.
Auch manche Privatleute laufen zu Weihnachten zu Höchstform auf und beglücken ihren Freundes- und Bekanntenkreis mit Unvergänglichem. Kettenbriefen zum Beispiel.
Diese gibt es jetzt neben den Geschmacksrichtungen "HTML-Mail" und "Powerpoint-Präsentation" nun auch als Website (Beispiel), da sich Links auch vom dümmsten Internetuser weiterschicken lassen. Leider ist nicht jede Grußseite so harmlos wie das obige Beispiel und verfügt dazu noch über ein Impressum. Solche Seiten sind auch potentielle Kandidaten für die Verbreitung von Trojanern, die den PC des "Beschenkten" schließlich zur Auslieferung weiterer Geschenktipps (Warum nicht mal V]AGRA verschenken?) benutzen.
Außerdem weiß ich nicht, ob man einem Freund unbedingt eine Freude macht, in dem man ihm Weihnachtsgrüße überbringt, die mit Drohungen wie
Ansonsten kann Weihnachten jetzt kommen: Meine Fressvorräte sind soweit aufgefüllt, dass ich erst wieder einkaufen muss, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist. Schön auch, dass den Teens das Fummeln unterm Weihnachtsbaum erstmal erlaubt bleibt. Wäre das Wort des Jahres 2007 nicht schon gefunden, hätte ich das Unwort des Jahres 1999 nominiert.
Die Österreicher haben "Bundestrojaner" zu ihrem Wort des Jahres 2007 gewählt und damit den Zeitgeist gut erkannt. Für Deutschland ist der Titel noch nicht verloren, spätestens wenn die geheime Offlinedurchsuchung beschlossen ist und dafür über den Einsatz autonomer Roboterdrohnen zum Einwurf durch den Briefschlitz diskutiert wird, ist seine zweite Chance gekommen.
Manchmal würde ich mir einen StupidFilter für die Politik wünschen.
Zum Schluss noch ein Musikvideo der Richter Scales, das Computer-Nerds nach ihrem Aufstieg zeigt wenn sie Jobs bei Google und Pixar inne haben und genug Zeit, um nebenbei Musik zu machen.
Eigentlich wollte ich auf das Video schon früher verlinken, dann war es jedoch plötzlich wegen Copyright-Zänkereien offline. Nun ist die überarbeitete 1.1er-Version erschienen (siehe ihren Blogeintrag vom 18.12.2007) und somit klappt's mit dem Link doch noch. (Auf die Botschaft des Films gehe ich dann vielleicht in einem späteren Eintrag noch mal ein.)
Auf meine Anfrage bei GEMA und Google ist übrigens bisher noch keine Antwort gekommen.
Und während ich diesen Blogeintrag schreibe, trudelt auch schon eine neue Warnung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor virenverseuchten Grußbotschaften ein.
Zum einen daran, dass die Staus vor den Einkaufszentren immer länger werden (beim Weserpark gestern bis auf die Autobahn), zum anderen daran, dass jede Firma meint, ihre Kunden mit einem Newsletter beglücken zu müssen. Das ganze Jahr hört man nix (was auch nicht in allen Fällen negativ zu sehen ist), aber zu Weihnachten kommen sie alle aus ihren Löchern.
Bei -laut Eigenwerbung- "Europas führendem Versandhandelsunternehmen für Elektronik und Technik" jagt wieder mal eine Rabattschlacht die nächste und es regnet Gutscheine und Geschenke vom Himmel. Wäre ich dort nicht schon seit Jahren Stammkunde, würde ich in Anbetracht von Anzahl und Inhalt der Werbemails wohl manchmal an der Seriösität dieses Unternehmens zweifeln. Peinlich. Die Konkurrenz ist allerdings auch nicht soviel besser, brüstet man sich dort mit dem Kauf eines handgeschriebenen Märchens für schlappe 2,75 Megaeuro. Da hätten sie mir die letzten Produkte auch etwas billiger verkaufen können.
Auch manche Privatleute laufen zu Weihnachten zu Höchstform auf und beglücken ihren Freundes- und Bekanntenkreis mit Unvergänglichem. Kettenbriefen zum Beispiel.
Diese gibt es jetzt neben den Geschmacksrichtungen "HTML-Mail" und "Powerpoint-Präsentation" nun auch als Website (Beispiel), da sich Links auch vom dümmsten Internetuser weiterschicken lassen. Leider ist nicht jede Grußseite so harmlos wie das obige Beispiel und verfügt dazu noch über ein Impressum. Solche Seiten sind auch potentielle Kandidaten für die Verbreitung von Trojanern, die den PC des "Beschenkten" schließlich zur Auslieferung weiterer Geschenktipps (Warum nicht mal V]AGRA verschenken?) benutzen.
Außerdem weiß ich nicht, ob man einem Freund unbedingt eine Freude macht, in dem man ihm Weihnachtsgrüße überbringt, die mit Drohungen wie
"Schickst du ihn nicht weiter wird dich dein Partner verlassen oder betrügen! :-O"und
"Schaffst du es nicht den Link mindestens an 8 Personen zu verteilen, wird Weihnachten 2007 dir kein Glück bringen, sondern wie verflucht sein =( *heul*"enden. (Besagten Link habe ich auch von jemandem erhalten, der sich den Rest des Jahres über kaum meldet und Fragen nach einem Treffen unter Verweis auf seine viele Arbeit aus dem Weg geht.) Die Weihnachtsbräuche sind eben individuell verschieden.
Ansonsten kann Weihnachten jetzt kommen: Meine Fressvorräte sind soweit aufgefüllt, dass ich erst wieder einkaufen muss, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist. Schön auch, dass den Teens das Fummeln unterm Weihnachtsbaum erstmal erlaubt bleibt. Wäre das Wort des Jahres 2007 nicht schon gefunden, hätte ich das Unwort des Jahres 1999 nominiert.
Die Österreicher haben "Bundestrojaner" zu ihrem Wort des Jahres 2007 gewählt und damit den Zeitgeist gut erkannt. Für Deutschland ist der Titel noch nicht verloren, spätestens wenn die geheime Offlinedurchsuchung beschlossen ist und dafür über den Einsatz autonomer Roboterdrohnen zum Einwurf durch den Briefschlitz diskutiert wird, ist seine zweite Chance gekommen.
Manchmal würde ich mir einen StupidFilter für die Politik wünschen.
Zum Schluss noch ein Musikvideo der Richter Scales, das Computer-Nerds nach ihrem Aufstieg zeigt wenn sie Jobs bei Google und Pixar inne haben und genug Zeit, um nebenbei Musik zu machen.
Eigentlich wollte ich auf das Video schon früher verlinken, dann war es jedoch plötzlich wegen Copyright-Zänkereien offline. Nun ist die überarbeitete 1.1er-Version erschienen (siehe ihren Blogeintrag vom 18.12.2007) und somit klappt's mit dem Link doch noch. (Auf die Botschaft des Films gehe ich dann vielleicht in einem späteren Eintrag noch mal ein.)
Auf meine Anfrage bei GEMA und Google ist übrigens bisher noch keine Antwort gekommen.
Und während ich diesen Blogeintrag schreibe, trudelt auch schon eine neue Warnung vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik vor virenverseuchten Grußbotschaften ein.
Samstag, 3. November 2007
Porn to be wild
Mein ClipInc zickt schon wieder. Seit drei Tagen läuft der Download der Schnittmarken für einen Sender nur noch äußerst zögerlich und setzt immer öfters sogar komplett aus. Ärgerlich, das Programm fing schon richtig an mir zu gefallen.
Vorletzten Monat hatte ich mich über Zensur bei Arcor aufgeregt. Nachdem die Zensurbestrebungen ein paar Tage später wieder aufgehoben waren, sind sie nun wieder aktiv.
Diesmal allerdings nicht aus freiwilligem Übereifer, sondern weil sie vom Landgericht Frankfurt am Main dazu verdonnert wurden. Umgesetzt wurde die Sperre diesmal nicht durch eine Sperrung der IP-Adresse sondern durch Umbiegen des DNS-Eintrags. Anfragen nach
YouP**n werden auf localhost umgebogen.
Auch wenn ich mir statt dessen lieber eine Umleitung auf eine Seite, die die Gründe für die Sperrung erklärt, gewünscht hätte, so entbehrt die Umleitung auf das eigene Loopback-Interface in diesem Fall nicht einer gewissen Komik.
Technisch versierte Jugendliche werden jedenfalls aller Voraussicht nicht lange brauchen um eine befriedigende Verbindung über alternative Kanäle wiederherzustellen. (Und Fritchen Doof wechselt einfach zu einer nicht gesperrten Seite.)
Und die Moral von der Geschicht': Zensieren bringt es nicht!
Vielleicht sollten die Provider in Zukunft einen Familien- und einen Vollzugang anbieten. In der Familienvariante können sie dann meinetwegen sperren was sie wollen, der volljährige Kunde hat die freie Wahl.
Der Triebstau ist allerdings nicht das einzige Verkehrshindernis im Internet. Fern von weiteren schlüpfrigen Mehrdeutigkeiten kann selbst das Googlen nach den falschen Begriffen mitunter ungeahnte Nebenwirkungen haben. Womit ich noch mal auf den letzten Blogeintrag eingehen möchte: In dem Polylux-Video geht es, wie ein Leser auch schon richtig erkannt hat, nicht direkt um Onlinedurchsuchungen.
Aber es zeigt genauso wie der Artikel zum G8-Gipfel, wie leicht sich Anschuldigungen konstruieren lassen, wenn man nur lange genug sucht. Quis custodiet ipsos custodes?
An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal bei Impi für die Werbung und das Lob in seinem Blog revanchieren. Aus Zeitmangel bin ich die letzten Tage kaum dazu gekommen, die RSS-Feeds in meinem Feedreader abzugrasen. Was seinen Blog angeht habe ich das vorhin nachgeholt und es ist schon frappierend, welche thematischen Parallelen sich dabei aufgetan haben. Das Kompliment kann ich auf jeden Fall zurückgeben.
Vorletzten Monat hatte ich mich über Zensur bei Arcor aufgeregt. Nachdem die Zensurbestrebungen ein paar Tage später wieder aufgehoben waren, sind sie nun wieder aktiv.
Diesmal allerdings nicht aus freiwilligem Übereifer, sondern weil sie vom Landgericht Frankfurt am Main dazu verdonnert wurden. Umgesetzt wurde die Sperre diesmal nicht durch eine Sperrung der IP-Adresse sondern durch Umbiegen des DNS-Eintrags. Anfragen nach
YouP**n werden auf localhost umgebogen.
Auch wenn ich mir statt dessen lieber eine Umleitung auf eine Seite, die die Gründe für die Sperrung erklärt, gewünscht hätte, so entbehrt die Umleitung auf das eigene Loopback-Interface in diesem Fall nicht einer gewissen Komik.
Technisch versierte Jugendliche werden jedenfalls aller Voraussicht nicht lange brauchen um eine befriedigende Verbindung über alternative Kanäle wiederherzustellen. (Und Fritchen Doof wechselt einfach zu einer nicht gesperrten Seite.)
Und die Moral von der Geschicht': Zensieren bringt es nicht!
Vielleicht sollten die Provider in Zukunft einen Familien- und einen Vollzugang anbieten. In der Familienvariante können sie dann meinetwegen sperren was sie wollen, der volljährige Kunde hat die freie Wahl.
Der Triebstau ist allerdings nicht das einzige Verkehrshindernis im Internet. Fern von weiteren schlüpfrigen Mehrdeutigkeiten kann selbst das Googlen nach den falschen Begriffen mitunter ungeahnte Nebenwirkungen haben. Womit ich noch mal auf den letzten Blogeintrag eingehen möchte: In dem Polylux-Video geht es, wie ein Leser auch schon richtig erkannt hat, nicht direkt um Onlinedurchsuchungen.
Aber es zeigt genauso wie der Artikel zum G8-Gipfel, wie leicht sich Anschuldigungen konstruieren lassen, wenn man nur lange genug sucht. Quis custodiet ipsos custodes?
An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal bei Impi für die Werbung und das Lob in seinem Blog revanchieren. Aus Zeitmangel bin ich die letzten Tage kaum dazu gekommen, die RSS-Feeds in meinem Feedreader abzugrasen. Was seinen Blog angeht habe ich das vorhin nachgeholt und es ist schon frappierend, welche thematischen Parallelen sich dabei aufgetan haben. Das Kompliment kann ich auf jeden Fall zurückgeben.
Samstag, 15. September 2007
Zensur bei Arcor
So langsam kämpfe ich mich durch Berge von RSS-Feed-Einträgen, die sich während meiner Dienstreise angesammelt haben. Neben durchaus erfreulichen Nachrichten muss ich allerdings auch das Folgende vernehmen: Arcor sperrt Zugriff auf Porno-Seiten
Ich finde das eine ziemliche Sauerei! Ich glaube zwar nicht, dass diese Seiten für mich interessant sind, aber ich bin ein mündiger Bürger und möchte mir verdammt noch mal ein eigenes Urteil bilden können, was im Internet so los ist.
Es geht dabei auch nicht um Pornos. Wenn die Zensur einmal angefangen hat, ist so gut wie sicher, dass sie mit der Zeit auf immer mehr und mehr Bereiche ausgedehnt werden wird. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch freie Bürger dadurch in ihrem Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit eingeschränkt werden. Wehret den Anfängen!
Morgen früh geht's dann also erstmal wieder für drei Tage auf Dienstreise. Mein Barcode-Scanner ist leider noch nicht angekommen, dabei wurde mir bereits Donnerstag fernmündlich bestätigt, dass das Geld angekommen und und die Ware unterwegs sei. Ich denke, ich werde gleich noch einmal fernschriftlich nach der Paketnummer fragen.
Ob die dann auch rechtzeitig kommt, damit ich damit noch was ausrichten kann, wird sich zeigen. Da mein Handy-Datentarif nur innerhalb Deutschlands gilt und zudem noch Roaming-Gebühren hinzukommen, werde ich die nächsten Tage wohl nicht ins Netz kommen. :-(
Ich finde das eine ziemliche Sauerei! Ich glaube zwar nicht, dass diese Seiten für mich interessant sind, aber ich bin ein mündiger Bürger und möchte mir verdammt noch mal ein eigenes Urteil bilden können, was im Internet so los ist.
Es geht dabei auch nicht um Pornos. Wenn die Zensur einmal angefangen hat, ist so gut wie sicher, dass sie mit der Zeit auf immer mehr und mehr Bereiche ausgedehnt werden wird. Und dann ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch freie Bürger dadurch in ihrem Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit eingeschränkt werden. Wehret den Anfängen!
Morgen früh geht's dann also erstmal wieder für drei Tage auf Dienstreise. Mein Barcode-Scanner ist leider noch nicht angekommen, dabei wurde mir bereits Donnerstag fernmündlich bestätigt, dass das Geld angekommen und und die Ware unterwegs sei. Ich denke, ich werde gleich noch einmal fernschriftlich nach der Paketnummer fragen.
Ob die dann auch rechtzeitig kommt, damit ich damit noch was ausrichten kann, wird sich zeigen. Da mein Handy-Datentarif nur innerhalb Deutschlands gilt und zudem noch Roaming-Gebühren hinzukommen, werde ich die nächsten Tage wohl nicht ins Netz kommen. :-(
Freitag, 22. Juni 2007
Dümmer als die Polizei erlaubt
Da mich gerade wieder mal ein Bekannter über MSN dazu überreden wollte, einen sogenannten "Lästerchecker" (Blogeintrag mit ähnlichem Beispiel und Screenshot) herunterzuladen, möchte ich mich dazu noch mal kurz auslassen:
In regelmäßigen Abständen bekomme ich Nachrichten wie diese:
Damit das auch keiner vergisst, läuft ein großer Countdown, der die verbleibende Zeit anzeigt.
Der Download soll starten sobald man den Text entsprechend oft verschickt hat, was natürlich nicht klappen kann, weil die Website keine Chance hat, das irgendwie zu kontrollieren (auch nicht, wenn man vorher seine MSN oder ICQ-Id eingeben musste). Somit bekommt man immer nur eine Fehlermeldung.
Ich habe spaßeshalber mal in die Javascripte reingeguckt, die auf der Seite im Hintergrund laufen. Dieser Blick in den Quellcode offenbart auch den eigentlichen Sinn der Seite: Das Skript ruft zyklisch einen Werbebanner auf einer werbefinanzierten Seite auf. Die Lästerchecker-Seite dient also letztlich zum Werbebanner-Klickbetrug weil es für den Banner-Provider so aussieht, als würden wirklich verschiedene Leute auf seine Werbebanner klicken. Man braucht sicher nicht viel Phantasie um zu raten, wer das Geld für die scheinbaren Werbeklicks ausbezahlt bekommt...
Ich gehe nicht davon aus, dass alle diese Seiten den selben Betreiber haben, es dürfte vielmehr diverse Trittbrettfahrer geben, die versuchen, mit dieser Masche ein paar Euro (oder Dollar) zu verdienen. Die von mir untersuchte Seite ist relativ harmlos, da sie "nur" die Anbieter der Werbebanner bescheißt. Es mag aber auch Varianten geben, die versuchen, dem arglosen Surfer Trojaner unterzuschieben, die seine Bankdaten ausspionieren oder seinen Rechner zu einer Spam-Drohne umfunktionieren. Dann wird's kritisch, denn das kann auch ernsthafte juristische Konsequenzen haben.
Was ich damit sagen will: Benutzt euren gesunden Menschenverstand. Nichts ist im Leben umsonst und ein Programm, das Euch einfach so anzeigt, was andere über euch schreiben, gibt es nicht und wird es niemals geben. Das heißt nicht, dass dies für Hacker technisch nicht machbar wäre, aber das wäre dann mit Sicherheit kein Programm, das man einfach nur runterladen muss (die Betreiber von ICQ, MSN & Co sind ja auch nicht ganz dämlich). Und selbst wenn es eins gäbe wäre dessen Benutzung eine Straftat und zurückverfolgbar.
Wenn ich gemein wäre, würde ich jetzt sagen: Wer solche Links weiterverschickt, hat auch allen Grund, sich Sorgen zu machen, dass andere über ihn lästern. Aber ich bin ja nicht gemein. ;-)
Also haltet das Netz sauber von solchen Kettenbriefen, auch wenn die Website in diesem konkreten Fall ihr Versprechen sogar gehalten hat: Der Betreffende kann hier genau nachlesen, wie ich über ihn läster und dass die Zusendung eines sexy Nacktfotos die einzige Möglichkeit ist, in meinem Ansehen wieder ein wenig zu steigen. ;-)
Soviel erstmal. Der Flickr-Protest hat übrigens einen ersten Erfolg erziehlt: Yahoo hat die Filter etwas entschärft und erlaubt nun immerhin Inhalte der Stufe "Moderat".
Ich denke zwar, dass jeder Erwachsene das Recht haben sollte, alle Fotos unzensiert zu sehen, aber damit kann ich vorerst leben. Ich kann mich nicht erinnern, vor der Einführung der Filter schon mal richtige Pornografie bei Flickr gesehen zu haben. Das allermeiste fällt eh in die Kategorie mostly harmless.
In regelmäßigen Abständen bekomme ich Nachrichten wie diese:
"Schau mal auf [regelmäßig wechselnde URL] ! Da gibts ein Programm, das anzeigt, was andere in MSN über dich schreiben!! funktioniert wirklich!"Auf der Seite findet sich dann neben viel Geschwafel, wie toll das Programm sei, auch ein Downloadlink. Das Programm ist selbstverständlich kostenlos und nur mit der Bedingung verbunden, den oben genannten Text innerhalb von 5 Minuten an 15 Leute weiterzuschicken.
Damit das auch keiner vergisst, läuft ein großer Countdown, der die verbleibende Zeit anzeigt.
Der Download soll starten sobald man den Text entsprechend oft verschickt hat, was natürlich nicht klappen kann, weil die Website keine Chance hat, das irgendwie zu kontrollieren (auch nicht, wenn man vorher seine MSN oder ICQ-Id eingeben musste). Somit bekommt man immer nur eine Fehlermeldung.
Ich habe spaßeshalber mal in die Javascripte reingeguckt, die auf der Seite im Hintergrund laufen. Dieser Blick in den Quellcode offenbart auch den eigentlichen Sinn der Seite: Das Skript ruft zyklisch einen Werbebanner auf einer werbefinanzierten Seite auf. Die Lästerchecker-Seite dient also letztlich zum Werbebanner-Klickbetrug weil es für den Banner-Provider so aussieht, als würden wirklich verschiedene Leute auf seine Werbebanner klicken. Man braucht sicher nicht viel Phantasie um zu raten, wer das Geld für die scheinbaren Werbeklicks ausbezahlt bekommt...
Ich gehe nicht davon aus, dass alle diese Seiten den selben Betreiber haben, es dürfte vielmehr diverse Trittbrettfahrer geben, die versuchen, mit dieser Masche ein paar Euro (oder Dollar) zu verdienen. Die von mir untersuchte Seite ist relativ harmlos, da sie "nur" die Anbieter der Werbebanner bescheißt. Es mag aber auch Varianten geben, die versuchen, dem arglosen Surfer Trojaner unterzuschieben, die seine Bankdaten ausspionieren oder seinen Rechner zu einer Spam-Drohne umfunktionieren. Dann wird's kritisch, denn das kann auch ernsthafte juristische Konsequenzen haben.
Was ich damit sagen will: Benutzt euren gesunden Menschenverstand. Nichts ist im Leben umsonst und ein Programm, das Euch einfach so anzeigt, was andere über euch schreiben, gibt es nicht und wird es niemals geben. Das heißt nicht, dass dies für Hacker technisch nicht machbar wäre, aber das wäre dann mit Sicherheit kein Programm, das man einfach nur runterladen muss (die Betreiber von ICQ, MSN & Co sind ja auch nicht ganz dämlich). Und selbst wenn es eins gäbe wäre dessen Benutzung eine Straftat und zurückverfolgbar.
Wenn ich gemein wäre, würde ich jetzt sagen: Wer solche Links weiterverschickt, hat auch allen Grund, sich Sorgen zu machen, dass andere über ihn lästern. Aber ich bin ja nicht gemein. ;-)
Also haltet das Netz sauber von solchen Kettenbriefen, auch wenn die Website in diesem konkreten Fall ihr Versprechen sogar gehalten hat: Der Betreffende kann hier genau nachlesen, wie ich über ihn läster und dass die Zusendung eines sexy Nacktfotos die einzige Möglichkeit ist, in meinem Ansehen wieder ein wenig zu steigen. ;-)
Soviel erstmal. Der Flickr-Protest hat übrigens einen ersten Erfolg erziehlt: Yahoo hat die Filter etwas entschärft und erlaubt nun immerhin Inhalte der Stufe "Moderat".
Ich denke zwar, dass jeder Erwachsene das Recht haben sollte, alle Fotos unzensiert zu sehen, aber damit kann ich vorerst leben. Ich kann mich nicht erinnern, vor der Einführung der Filter schon mal richtige Pornografie bei Flickr gesehen zu haben. Das allermeiste fällt eh in die Kategorie mostly harmless.
Donnerstag, 14. Juni 2007
think flickr, think!
Einigen Lesern dürfte wohl aufgefallen sein, dass ich Produkte und Eigennamen in diesem Blog eher vermeide und mein Fotoalbum im Netz meistens nur neutral als "Webalbum" tituliere. Die ursprüngliche Intention war zwar, Schleichwerbung zu vermeiden (dies ist ja keine Soap im öffentlich rechtlichen Fernsehen, auch wenn es thematisch manchmal gewisse Überschneidungen geben mag), diese Neutralität hat jedoch auch den Vorteil, dass sich der dahinterstehende Anbieter recht einfach austauschen lässt.
Dies ist möglicherweise bald notwendig, denn der Yahoo-Dienst Flickr, den ich zur Zeit nutze, tut sich neuerdings durch Zensurbestrebungen hervor.
Ich möchte mich daher an der Aktion "think flickr, think!" beteiligen:
Der Artikel "Flickr verbietet Deutschen Nacktfotos" auf Spiegel Online beleuchtet auch ein wenig die juristischen Hintergründe, auch wenn über die waren Gründe, die Yahoo als Muttergesellschaft von Flickr zu diesem Schritt getrieben haben, nur spekuliert werden kann.
Auch wenn der Titel des Spiegel-Artikels diesen Schluss nahe legt, geht es hierbei keineswegs nur um Pornografie sondern generell um alle Bilder, die ein anderer anstößig finden könnte.
Als ich mich bei Flickr angemeldet habe, ließ sich die Philosophie der Seite noch recht einfach mit "leben und leben lassen" zusammenfassen. Erschreckend ist nun, dass Flickr Deutschland nicht nur mit Singapur, Hong Kong und Korea ein einen Topf wirft, sondern für Deutschland offenbar auch stärkere Jugendschutzbestimmungen als in den USA festlegt. Eigentlich sollte es andersrum sein, zumindest werden hier keine 17-jährigen wegen Oralsex zu 10 Jahren Knast verurteilt. Sollte sich diese blümerante Tendenz fortsetzen, werde ich wohl davon absehen, meinen derzeitigen kostenpflichtigen Flickr-Pro Account zu verlängern.
Eben gerade habe ich eine BBC-Dokumentation über pornosüchtige Minderjährige in England gesehen. Dort wurden drei Kids um die 16 vorgestellt, die zeitweise bis zu 4 Stunden jeden Tag Pornos im Internet angeguckt haben. Dass das nicht gesund sein kann, muss wohl nicht erwähnt werden, allerdings zeigt es in meinen Augen auch recht deutlich, dass Verbote im Zeitalter weltumspannender Datennetze wie dem Internet und Mobilfunknetzen als Mittel des Jugendschutzes zum Scheitern verurteilt sein müssen. Wer Pornografie sucht, wird auch immer welche finden. Wichtiger ist es, den Schülern die nötige Medienkompetenz zu vermitteln, um mit dem Internet mit all seinen Licht- und Schattenseiten umgehen zu können. Das verhindert nicht nur nur Kollateralschäden durch Zensur oder unsinnige Prozeduren bei Bestellungen im Internet, sondern erlaubt es den Kids auch, zu mündigen Bürgern heranzuwachsen.
Am Ende der Dokumentation hatte einer der drei Jungs Hilfe bei seinem Pfarrer gefunden (nachdem ihn bereits vorher schwere Schuldgefühle plagten), der zweite wurde von einer Sexualtherapeutin darüber aufgeklärt, wieso seine Hardcore-Pornosucht mit früherem Mobbing in der Schule zusammenhängt und der dritte meinte, dass er wohl auch im hohen Alter noch Pornos angucken würde.
Auch wenn man meiner Ansicht nach in bestimmte Vorlieben bei Pornografie nicht zu viel hineininterpretieren sollte, kann ich mir durchaus auch eine therapeutische Wirkung vorstellen:
Wer weiß, dass er sich gerne Gewaltvideos ansieht, weil er dann in seiner Phantasie von der Opferrolle des realen Lebens in eine starke, dominante Rolle, in der er sich sicher fühlt, wechseln kann, braucht irgendwann keine Gewaltvideos mehr.
Ein radikales Verbot führt dagegen dazu, dass Jugendliche Pornos, Gewaltvideos und "Killerspiele" heimlich konsumieren. Der Reiz des Verbotenen kommt als zusätzlicher Anreiz hinzu, während die Reflexion in Folge der Heimlichkeit des Tuns ausbleibt.
Soviel erstmal für heute. Das Schwimmen gestern musste ich absagen weil ich gestern bis 23:15 gearbeitet habe. Dementsprechend werde ich mir heute einen ruhigen Abend machen...
Dies ist möglicherweise bald notwendig, denn der Yahoo-Dienst Flickr, den ich zur Zeit nutze, tut sich neuerdings durch Zensurbestrebungen hervor.
Ich möchte mich daher an der Aktion "think flickr, think!" beteiligen:
Der Artikel "Flickr verbietet Deutschen Nacktfotos" auf Spiegel Online beleuchtet auch ein wenig die juristischen Hintergründe, auch wenn über die waren Gründe, die Yahoo als Muttergesellschaft von Flickr zu diesem Schritt getrieben haben, nur spekuliert werden kann.
Auch wenn der Titel des Spiegel-Artikels diesen Schluss nahe legt, geht es hierbei keineswegs nur um Pornografie sondern generell um alle Bilder, die ein anderer anstößig finden könnte.
Als ich mich bei Flickr angemeldet habe, ließ sich die Philosophie der Seite noch recht einfach mit "leben und leben lassen" zusammenfassen. Erschreckend ist nun, dass Flickr Deutschland nicht nur mit Singapur, Hong Kong und Korea ein einen Topf wirft, sondern für Deutschland offenbar auch stärkere Jugendschutzbestimmungen als in den USA festlegt. Eigentlich sollte es andersrum sein, zumindest werden hier keine 17-jährigen wegen Oralsex zu 10 Jahren Knast verurteilt. Sollte sich diese blümerante Tendenz fortsetzen, werde ich wohl davon absehen, meinen derzeitigen kostenpflichtigen Flickr-Pro Account zu verlängern.
Eben gerade habe ich eine BBC-Dokumentation über pornosüchtige Minderjährige in England gesehen. Dort wurden drei Kids um die 16 vorgestellt, die zeitweise bis zu 4 Stunden jeden Tag Pornos im Internet angeguckt haben. Dass das nicht gesund sein kann, muss wohl nicht erwähnt werden, allerdings zeigt es in meinen Augen auch recht deutlich, dass Verbote im Zeitalter weltumspannender Datennetze wie dem Internet und Mobilfunknetzen als Mittel des Jugendschutzes zum Scheitern verurteilt sein müssen. Wer Pornografie sucht, wird auch immer welche finden. Wichtiger ist es, den Schülern die nötige Medienkompetenz zu vermitteln, um mit dem Internet mit all seinen Licht- und Schattenseiten umgehen zu können. Das verhindert nicht nur nur Kollateralschäden durch Zensur oder unsinnige Prozeduren bei Bestellungen im Internet, sondern erlaubt es den Kids auch, zu mündigen Bürgern heranzuwachsen.
Am Ende der Dokumentation hatte einer der drei Jungs Hilfe bei seinem Pfarrer gefunden (nachdem ihn bereits vorher schwere Schuldgefühle plagten), der zweite wurde von einer Sexualtherapeutin darüber aufgeklärt, wieso seine Hardcore-Pornosucht mit früherem Mobbing in der Schule zusammenhängt und der dritte meinte, dass er wohl auch im hohen Alter noch Pornos angucken würde.
Auch wenn man meiner Ansicht nach in bestimmte Vorlieben bei Pornografie nicht zu viel hineininterpretieren sollte, kann ich mir durchaus auch eine therapeutische Wirkung vorstellen:
Wer weiß, dass er sich gerne Gewaltvideos ansieht, weil er dann in seiner Phantasie von der Opferrolle des realen Lebens in eine starke, dominante Rolle, in der er sich sicher fühlt, wechseln kann, braucht irgendwann keine Gewaltvideos mehr.
Ein radikales Verbot führt dagegen dazu, dass Jugendliche Pornos, Gewaltvideos und "Killerspiele" heimlich konsumieren. Der Reiz des Verbotenen kommt als zusätzlicher Anreiz hinzu, während die Reflexion in Folge der Heimlichkeit des Tuns ausbleibt.
Soviel erstmal für heute. Das Schwimmen gestern musste ich absagen weil ich gestern bis 23:15 gearbeitet habe. Dementsprechend werde ich mir heute einen ruhigen Abend machen...
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