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Dienstag, 9. November 2010

Deutschland - Eine "Dagegen!"-Republik?

Die Castoren sind in Gorleben angekommen, somit ein guter Zeitpunkt, mal eine kleine persönliche Bilanz zu ziehen.

Ich habe den ganzen Transport aufmerksam in den Medien, speziell den Livetickern verfolgt.

Atomstrom - eine komplizierte Sache

Mir fällt es ein wenig schwierig, mich eindeutig auf einer Seite zu positionieren, denn ich verstehe die Argumente beider Seiten.

Wir leben in einem Zeitalter, in dem ohne Energie nicht viel läuft. Das Sparpotential ist auch begrenzt, denn es bilden sich auch immer mehr Gruppierungen, die Energiesparlampen verteuteln und das Glühbirnenverbot wird längst durch Umdeklaration der Glühbirnen zu Heizelementen (siehe Heatball) umgangen. (Das Glühbirnenverbot finde ich auch nicht besonders sinnvoll und auch Energiesparlampen haben durchaus ihre Tücken, aber das führt an dieser Stelle jetzt zu sehr vom Thema ab.)

Die meisten regenerativen Energiequellen wie Sonne und Wind haben das Problem, dass sie sehr großen Schwankungen unterliegen.

Ebenso ist die Nachfrage nach Strom ständigen Schwankungen unterworfen und die Energieversorger sind ständig bemüht, die Kraftwerke passend zur Nachfrage nachzuregeln. Das klappt nun nicht mit allen Kraftwerkstypen gleich gut. AKWs sind zum Beispiel sehr leistungsstark, aber auch sehr träge. Gasturbinen sind im Betrieb teuer, aber flott zu regeln.

Bei Sonne und Wind kann man keine Schwankungen ausgleichen, diese Energieträger bringen selbst Schwankungen in das System. Und so ein Energieverteilnetz ist eine sehr empfindliche Sache. Eine falsche Verbrauchsprognose kann zur Überlastung einer Leitung führen, welche sich notabschaltet und dadurch zur Überlastung weiterer Leitungen führt. Eine Kettenreaktion beginnt und am Ende sitzt das halbe Land im Dunkeln.

Was fehlt, ist eine effektive Möglichkeit, Strom zu speichern um einen Regelungspuffer zu gewinnen. Akkus sind zur Speicherung von Strom im großen Maßstab leider noch zu ineffizient. Daran krankt bisher auch das Elektroauto.

Eine Möglichkeit wäre, mit Wind- und Solar-Energie Wasser in einen großen Stausee zu Pumpen und mit der dort gespeicherten Energie nach Bedarf ein Wasserkraftwerk zu betreiben. (Pumpspeicherwerk)

Möglicherweise kann man mit der Wind- und Solar-Energie auch Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff spalten und mit Verbrennungsmotoren/Turbinen bei Bedarf wieder in Strom verwandeln. Dabei wird aus Wasserstoff und Sauerstoff wieder Wasser. Ich weiss aber nicht, wie gut das in großem Maßstab funktioniert.

Bei den Stauseen bin ich jedoch ziemlich sicher, dass es auch hier großangelegte Proteste gäbe.

Ein weiteres Problem ist, dass die Stromerzeugung durch Windenergie vor allem in den Küstenregionen effektiv ist bzw. die Windräder in der Nordsee niemanden durch Geräusche und flackernde Schatten stören können.

Hierfür bedarf es jedoch auch eines Umbau des Energienetzes und wahrscheinlich auch des Baus weiterer Hochspannungstrassen.

Es ist also unrealistisch, die AKWs sofort abschalten zu wollen.

Die Entscheidung, die AKW-Laufzeiten zu verlängern, kann ich somit durchaus nachvollziehen, solange es wirklich keine realistische Ersatztechnologie gibt.

Was ich dagegen überhaupt nicht nachvollziehen kann, ist die Art und Weise, mit der diese Laufzeitverlängerung durch die Hintertür durchgedrückt wurde. Damit hat die Politik viel Vertrauen zerstört und sich gewiss keinen Gefallen getan.

Die friedlichen Demonstrationen gegen den Castor-Transport kann ich somit durchaus verstehen und unterstützen, sofern man den Zug nur als Symbol betrachtet. Dass der Castor-Transport selbst unumgänglich ist, kann man eigentlich nicht anzweifeln, denn die Transporte sind nur eine Folge der vergangenen Nutzung. Das wäre als wenn man die Umwelt schützen wollte in dem man die Müllabfuhr verbietet, anstatt sich auf die Müllvermeidung zu konzentrieren.

Sinnvoller wäre es doch eigentlich, anstatt gegen die Entsorgung der alten Brennelemente gegen die Bestückung der AKWs mit neuen Elementen zu demonstrieren. Wenn der Laster mit den neuen Brennelementen nicht durchkommt, trifft es auch eher diejenigen, die unmittelbar mit dem Atomstrom verdienen und daher vielleicht auch ein geringeres Interesse an der Forschung nach Alternativen haben.

Aber als Symbol sind die Proteste gegen den Zug für mich wie gesagt ok. Jedenfalls solange sie friedlich und im Rahmen bleiben. Für das mutwillige Entfernen von Schotter aus den Gleisen habe ich kein richtiges Verständnis. Wenn der Zug entgleist kann das folgen haben, die auch die Anti-AKW-Aktivisten mit Sicherheit nicht haben wollen.

Ich fände es besser, wenn ein politischer Weg gefunden würde, die Eigenmächtigkeiten mancher Politiker abzustrafen. Dann könnte man das ganze Geld, das in die Polizeieinsätze geflossen ist, vielleicht auch in die Forschung nach echten Alternativen investieren.

Ich vermute, dass es manchen Demonstranten auch mehr um die "Ausnahmeerfahrung" als willkommene Abwechslung vom Alltag ging. Es bleibt abzuwarten, ob die Proteste nun weitergehen oder alle nach dem "Abenteuerwochenende" wieder zum Tagesgeschäft übergehen.

Stuttgart 21

Spannend wird es auch, wie es nun mit Stuttgart 21 weitergeht. Ich könnte mir gut vorstellen, dass sich die Proteste dort nun auch verschärfen, nachdem die Protestkultur beim Castor-Transport ja ziemlich gut funktioniert hat.

Zu Stuttgart 21 muss ich allerdings sagen, dass ich zu diesem Projekt keine wirkliche Meinung habe. Stuttgart ist weit weg und ich habe keine Ahnung, ob die Stadt einen neuen Bahnhof braucht oder nicht. Und wenn ja, ob es ein teurer unterirdischer sein muss. Da halte ich mich an Dieter Nuhr, der da sagt: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten!"

Ich finde es wichtig, zu den (subjektiv) wichtigen politischen Themen eine eigene(!) Meinung zu haben, aber auch hier ist weniger manchmal mehr. Würde ich mich mit jedem Bahnhof in Deutschland befassen, und sei er noch so weit weg, käme ich zu nichts anderem mehr. Und auch der Sache selbst ist mit zu vielen Meinungen nicht immer gedient. Zu viele Köche verderben bekanntlich den Brei und man kann alles totreden.

Was mich an Stuttgart 21 allerdings sehr wundert ist das Verfahren. In Deutschland muss man normalerweise nicht befürchten, dass einem der Amtsschimmel davongaloppiert. Alles wird x-fach geprüft, so zieht sich auch Stuttgart 21 seit 1-2 Jahrzehnten hin. Wieso kommen die ganzen Proteste jetzt erst?

Die Proteste mögen ja gerechtfertigt sein, aber für mich wirkt das ganze sehr emotionalisiert. Und bei aller (berechtigten!) Kritik an der politischen Führungskaste muss sich gelegentlich auch der Wähler an die eigene Nase fassen und sich selbst gewisse Standards der Entscheidungsfindung auferlegen.

Dies ist übrigens auch ein Grund, weshalb ich Volksentscheiden recht skeptisch gegenüberstehe. Ich male mir lieber nicht aus was passieren würde, würde man nach einer Folge von "Tatort Internet" über die Todesstrafe für Sexualstraftäter abstimmen lassen.

Bei "Tatort Internet" läuft es mir kalt den Rücken runter. Aber nicht nur wegen der dort vorgestellten Pädophilen, sondern vor allem wegen der Machart der Sendung. Aber auch das ist ein anderes Thema.

Wobei ich ja auch der Ansicht bin, dass eine Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken der einzige Weg ist, Kinder effektiv vor Kinderschändern zu schützen. Wieso? Das ist doch offensichtlich! Und jeder, der dagegen ist, leistet der Kinderpornografie Vorschub und soll sich was schämen! Oder so ähnlich.

Deutschland - Eine "Dagegen!"-Republik?

Mir drängt sich manchmal der Eindruck auf, dass man in Deutschland inzwischen gegen alles ist. Nur bloß nichts verändern, man kann nie nie wissen was passieren könnte.

Wenn Google Streetview gestartet ist, werde ich mal gespannt schauen, wer sein Haus alles hat verpixeln lassen.

Sonntag, 14. März 2010

Abi-Kohlfahrt

Da bin ich mal wieder mit einem Blogeintrag. Letzten Samstag bin ich nach Holland gefahren, Dienstag dann weiter nach Dänemark und diese Woche Donnerstag war ich endlich wieder zu Hause. Montag und Dienstag nächster Woche bin ich wieder in Holland, ab Samstag ebenfalls noch mal für ein paar Tage (bis Dienstag?). Und dann ist hoffentlich erstmal wieder ein Weilchen Ruhe... wenn ich Pech hab, muss ich diesen Monat aber auch noch mal nach Brandenburg.

Für April habe ich schon zwei Wochen Überstundenabbau eingereicht und auch genehmigt bekommen. Wenn alles nach Plan geht, fahre ich nach Ostern ein paar Tage nach Frankfurt um einen Freund zu besuchen. Das muss ich noch mal genauer planen, wenn mir der Job wieder etwas mehr Luft lässt.

Heute war die alljährliche Kohlfahrt meines Abi-Jahrgangs. Die vergangenen Jahre habe ich mich immer gedrückt, dieses Jahr habe ich mich von einem ehemaligen Klassenkameraden dann doch überreden lassen.

Um 14 Uhr ging's mit einem Bollerwagen voller Alk am Bahnhof HB-Mahndorf. Außer uns waren dort auch noch mindestens zwei andere Kohlfahrer-Gruppen, die zum selben Gasthaus unterwegs waren. Bei jeder Kreuzung wurde erstmal ein Schnaps getrunken. (Ich habe mich dabei enthalten, mir war auch so schon kalt genug, und habe statt dessen ein paar Fotos von der Veranstaltung gemacht...)

Die erste halbe Stunde habe ich mich gefragt, warum ich mir das eigentlich antue. Und eigentlich habe ich darauf immer noch keine Antwort gefunden: Es war windig, schweinekalt, hat geregnet, und irgendwie habe ich immer noch keinen persönlichen Bezug zu den meisten Leuten aus meinem Abi-Jahrgang. Wie an anderer Stelle erwähnt, erinnere ich mich an meine Schulzeit eher mit Grausen zurück.

Unsere aus fast 50 Leuten bestehende Gruppe kam nur sehr langsam voran, so dass wir bald von den nachfolgenden Gruppen überholt wurden.

Irgendwann wurde mir und einigen anderen das träge Rumgebummel bei dem Sauwetter zu blöd, so dass wir zu viert schon mal vorgelaufen sind. Und genau hier beginnt der Moment, wo der Nachmittag interessant wurde: In einer kleineren Gruppe bekommt so eine Kohlfahrt eine ganz andere Dynamik. Wir hatten bald zwei der anderen Kohlfahrt-Gruppen eingeholt und die eine Gruppe im Teebeutelweitwurf herausgefordert.

Unter einer (nicht wirklich regensicheren) Brücke haben wir dann auf den Rest unserer Truppe gewartet und sind dann gemeinsam zum Gasthof zum Kohlessen. Eine Massenveranstaltung sondergleichen, aber der Kohl selbst war ganz lecker. (Fast so lecker wie einige der Jungs, die den Kohl servierten!)

Erkenntnisse des Tages:
Ob ich nächstes Jahr wieder an der Kohlfahrt teilnehme, muss ich mir noch sehr gut überlegen. Wenn es wieder so eine Kohlfahrt am Fließband wird, wohl eher nicht. Mit den Dreien unserer Sub-Kohlfahrt in der Kohlfahrt könnte ich mir aber vielleicht sogar eine Kohlfahrt im kleinen Kreis vorstellen, da dann vielleicht sogar mit Alkohol. Aber eigentlich isses um diese Jahreszeit noch viel zu kalt für Feierlichkeiten außerhalb beheizter vier Wände. Hat nicht mal jemand Lust, im Sommer eine kleine Party am Unisee zu machen? Das entspricht viel mehr meinem Naturell...

Nächsten Monat steht aber erstmal mein Geburtstag an. Nach dem Stress der letzten Wochen hätte ich mal wieder Lust, meine Wohnzimmer-Lightshow anzuschmeissen. Wenn das mit dem Frankfurt-Trip nicht zu viel wird, könnte ich noch eine kleine Hausparty organisieren...

Und noch eine Erkenntnis, nachdem ich heute Vormittag extra die BSAG-Hotline angerufen hatte: Das BOB-Ticket gilt auch in den Regionalzügen der DB, das Problem ist allerdings, dass man es dort nicht lösen kann. Man kann also von der Straßenbahn ohne Mehrkosten in den Zug umsteigen, umgekehrt klappt es mangels passender Fahrkartenautomaten jedoch nicht. Immerhin konnte ich die Gelegenheit so nutzen, ein wenig Kleingeld loszuwerden...

Soweit erstmal... der nächste Eintrag kann wegen den kommenden Dienstreisen (s.o.) wohl wieder etwas dauern. Ich hoffe, der eine oder andere denkt trotzdem mal zwischendurch an mich...

Donnerstag, 21. Januar 2010

Dienstag, 14. April 2009

Kaninhop

Samstag habe ich noch ein paar Fotos beim Kaninhop in der Botanika gemacht.

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Ich habe allerdings den Eindruck, dass die Karnickel eigentlich viel zu faul und fett für diesen Sport sind und sie eigentlich viel lieber schlafen, fressen oder blöd aus der Wäsche gucken:

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(Aber irgendwie sind sie trotzdem zum Knuddeln.)

Freitag, 28. November 2008

Topfpflanze

Mein neues Auto ist da!

Nachdem ich heute Mittag den alten verkaufsbereit gemacht habe (persönliche Sachen rausgenommen usw.), bin ich heute Nachmittag zum Autohaus gefahren um den Kauf abzuschließen und den neuen Wagen abzuholen.

Ein klein wenig traurig bin ich schon, dass der alte nun weg ist, immerhin bin ich rund 9 Jahre damit gefahren und es hängen doch ein paar Erinnerungen daran - gute wie schlechte. Auch die Farbbeschreibung "Kackbraun Metallic" hat nun ausgedient.

Ich denke aber, dass mich der neue gut über den alten hinwegtrösten wird. Er fährt sich ganz ausgezeichnet, auch wenn ich sicher noch ein paar Tage brauchen werde, um mich völlig auf das neue Auto einzustellen. Das neue ist z.B. deutlich leiser, so dass ich im Moment noch etwas öfter auf den Drehzahlmesser gucken muss um richtig zu schalten. Der Golf fährt sich auf jeden Fall weniger ungewohnt als der Miet-Fiat, und an den hatte ich mich schließlich auch relativ schnell gewöhnt.

Nachher werde ich mal tanken fahren und dann noch eine Rund drehen...

Weil bald Weihnachten ist, gab's vom Autohaus noch eine Topfpflanze dazu:

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Hat jemand eine Ahnung, wie man die gießen muss?

Sonntag, 6. April 2008

Karnickel

Karnickel können aber auch doof gucken:

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;-)

Wenn alles hochgeladen ist, gibt es alle Fotos im Langohren-Album.

PS: Jumper ist ein netter Film mit zwei süßen Häschen... nur irgendwie etwas unscharf.

Montag, 17. März 2008

Lümmeltüten

Welch ein Sauwetter! Eigentlich wollte ich mal wieder cachen gehen, aber nein, es schneit und hagelt. Vielleicht sollte ich einfach trotzdem gehen... das GPS ist laut Hersteller wasserdicht, schwimmfähig und bis -15 °C einsetzbar (zumindest wenn man Batterien hat, die nicht vorher einfrieren). Mit den richtigen Klamotten geht das vielleicht, außerdem hat es den Vorteil, dass nicht zu viele Geomuggel unterwegs sein sollten, die die Cache-Hebung verkomplizieren.


Leser Thomas hat mich in seinem Kommentar zu meinem Blogeintrag zum Welt-Aids-Tag noch auf eine neue Kampagne hingewiesen, die ab Ostern im Fernsehen starten soll. Darin bekennen Promis wie Markus Kavka, Herbert Knaup und Supernanny Katia Saalfrank Farbe und stehen öffentlich zu ihrer eigenen AIDS-Erkrankung. [Update]

Die Rote Schleife


Während die Lümmeltüten beim Sex offenbar immer noch zu kurz kommen, übertreibt es die deutsche Post ein wenig und schweißt jede ihrer "Einkauf aktuell"-Postwurfsendungen einzeln in Folie ein. Das ist nicht nur Ressourcenverschwendung, es verkompliziert auch die Mülltrennung unnötig. Muss denn das sein?

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Dass unten rechts auch noch ein Blauer Engel prangt, kann da wohl nur als schlechter Scherz der Behörde gewertet werden. Da versteh einer die Bürokratie...

Montag, 18. Februar 2008

Schmetterlinge

Nun sind alle Fotos online:
Das geilste Foto kann ich hier leider nicht veröffentlichen: Eine Oma mit Gehwagen und dicker Spiegelreflex-Kamera vor der Nase, neben ihr ihr etwas gelangweilt aussehender Gatte.

Alter und moderne Technik müssen sich also nicht zwangsläufig ausschließen... beruhigend.

Der Spruch des Tages kommt von Polizeisprecherin Martina Hruskova in einem Artikel des Spiegels zum Klau einer 4 Tonnen schweren Eisenbahnbrücke: "Wir sind nicht sicher, ob der Gegenstand für den persönlichen Gebrauch gedacht war oder wegen seines Wertes gestohlen wurde."

Sonntag, 17. Februar 2008

Botanika

Heute habe ich mir mal ein eigenes Urteil vom Bremer Rhododendron-Park und der Botanika gebildet. Vom Park sieht man zu dieser Jahreszeit natürlich nur ansatzweise, wie das Ganze im Sommer aussehen wird, somit werde ich im Frühjahr und Sommer sicherlich noch mal wiederkommen. Wenn alle Pfanzen in voller Blüde stehen, dürfte das ein überwältigender Anblick sein (sofern man nicht vorher von seiner Pollenallergie überwältigt wird).

In der überdachten und klimatisierten Botanika sieht man schon jetzt, wie ein Blumenmeer aussehen kann. Auch sehr beeindruckend, für 8 Euro Eintritt hätte die Anlage allerdings auch ein wenig größer sein können. In rund 1,5 Stunden war ich durch.

Für mich als Hobby-Fotografen ist sehr angenehm, dass das Fotografieren im gesamten Park einschließlich der Botanika für nichtkommerzielle Zwecke erlaubt ist. Auch das private Veröffentlichen im Internet ist laut der freundlichen Dame an der Kasse kein Problem. Somit werde ich die Fotos mal im Laute der nächsten Tage hochschaufeln und sortieren. Die Fotos vom Rhododendron-Park sind schon online.

In einer separaten Halle läuft noch bis Ende nächster Woche eine Schmetterlingsausstellung. Von der Austellung habe ich auch ein paar Bilder gemacht, aber da mir ständig das Objektiv beschlagen ist, sind die Bilder alle ein wenig trübe geworden. Ich bin dann auch schnell wieder raus, so extrem hohe Luftfeuchtigkeit kann für die Digicam nicht gesund sein.


Gestern war wieder ein Videoabend bei mir, was wir zum Anlass genommen haben, mal eins der Restaurants in der Umgebung auszutesten. Das Essen war ok, aber ich fand's nicht überragend. Vielleicht habe ich aber auch einfach das falsche Menü bestellt. Mit der chinesischen Küche tue ich mich noch etwas schwer. Aber es gibt ja auch noch andere Läden...

Samstag, 5. Januar 2008

Smog

Der Beitrag von Impi zur Klimaerwärmung erinnert mich gerade daran, dass ich ja noch ein Video hier online stellen wollte.

Ich habe Silvester einfach mal 8 Stunden lang eine Straßenlaterne gefilmt und das Ergebnis möchte ich Euch nicht vorenthalten. Da ich selbst kein Freund extrem überlanger Filme bin, habe ich die 8 Stunden im Zeitraffer auf 1 Minute zusammengestaucht:



Man sieht recht deutlich, dass der Nebel, in den Bremen über Neujahr gehüllt war, kein Zufall sondern von Menschenhand gemacht war. Der Smog war zeitweise so stark, dass die Sicht nicht einmal mehr zur gegenüberliegenden Straßenseite reichte. Mit dem Ende der Knallerei verzog sich dann auch die Dunstwolke wieder.

Jetzt müsste man mal einen Wetterexperten fragen, ob der Qualm direkt die Sicht vernebelt hat, oder ob er viel mehr Auslöser für die Entstehung von normalem Nebel war (Rußpartikel als Kondensationskeime oder so was in die Richtung?).

Der nächste kleine Weltuntergang folgte dann am Mittag des Neujahrsmorgens als ich nichtsahnend vor dem Zähneputzen ins Waschbecken spuckte und dort auf einmal einen Blutfleck vorfand. Auch eine Mundspülung half nix und eine mehrfache Wiederholung des Experiments förderte kein anderes Ergebnis zu Tage. Mein Verstand sagte mir, dass ich mir vermutlich nur vorher an dem bereits nicht mehr taufrischen und zu trocken getoasteten Stück Brot irgendwo das Zahnfleisch verletzt hatte, mein Unterbewusstsein malte sich aus, wie die Lunge langsam vollläuft. Nach einem Telefonat mit meiner Mutter habe ich mich dann entschieden, erstmal noch ein wenig abzuwarten und mich nicht etwa gleich per Blaulichttaxi einliefern zu lassen. Ein Weilchen später war dann auch alles wieder normal und alle Körpersekrete hatten wieder ihre Sollfarbe. Trotzdem kann einem sowas einen ziemlichen Schrecken einjagen. :-|

Heute war ich mal wieder einkaufen. Der Supermarkt scheint drei neue Verkäuferschnuggel eingestellt zu haben, jedenfalls war er mir bisher (im Gegensatz zum Elektromarkt) nicht durch attraktives Verkaufspersonal aufgefallen.

Auch ein Besuch im Sexshop war mal wieder fällig - leider mit ähnlich unerfreulichen Resultaten wie beim letzten Besuch. Die Preise sind eine Frechheit, eine Kennzeichnungspflicht für evtl. schädliche Substanzen in den Spielzeugen scheint es nicht zu geben und die Verkäufer haben auch keinen Plan, was sie da eigentlich verkaufen, weil sie - so der Verkäufer - auch keine näheren Informationen von den Herstellern bekämen. Zudem machte kaum ein Produkt auf mich den Eindruck, dass ich gerade Markenware in den Händen halte. Traurig, traurig.

Einziges Highlight in dem Laden: Ein Schnuckel in einer Jacke vom Sportverein des Kaffs, in dem ich vor meinem Umzug nach Bremen gewohnt habe.

Naja, Zeit für's Bett. Morgen (inzwischen heute) Abend bin ich mit einem Bekannten verabredet, um einen -mir bisher unbekannten- Teil der Bremer Szene zu erkunden. Aber dazu vielleicht die Tage mehr.

PS: Von der neuen Sat1-Serie "Das iTeam - Die Jungs an der Maus" hatte ich mir irgendwie mehr versprochen... und meine Erwartungen waren nicht hoch...

Samstag, 8. Dezember 2007

Licht aus, Licht an

Google macht das Licht aus und schließt sich damit der "Licht aus!"-Aktion an.

Auch wenn das Setzen von Zeichen wichtig ist, dürfte die "Licht an!"-Aktion, die den Austausch von konventionellen Glühbirnen durch Energiesparlampen fordert, unterm Strich effektiver sein. Aber wie dort auf der Website beschrieben ist, schließen sich beide Aktionen nicht aus: Man kann auch heute Abend das Licht ausschalten um ein Zeichen zu setzen und die Zeit nutzen um die Birnen zu ersetzen.

Man sollte dabei jedoch tunlichst vermeiden, das Licht wirklich pünktlich um 20 Uhr aus und um Punkt 20:05 wieder einzuschalten, sondern etwas mehr Vor- und Nachlauf wählen. Andernfalls können die die Energieversorger nicht schnell genug auf die Laständerung im Stromnetz reagieren und wir sitzen länger im Dustern als uns lieb ist. (Siehe auch den Artikel auf taz.de.)

Es kann sicherlich auch nicht schaden, rechtzeitig die Stecker aller wichtigen (wertvollen) Elektrogeräte rauszuziehen, falls die Lastregelung im Netz überfordert ist (ein Kraftwerk lässt sich nicht von einer Sekunde auf die nächste aus- und wieder einschalten) und es dadurch zu Überspannungen kommt.

Da die Energieversorger vorgewarnt sind, wird aber wohl alles gut gehen und sie können einen Teil der Energieerzeugung rechtzeitig von günstigen, aber trägen Grundlastkraftwerken auf teure, aber schnell regelbare Spitzenlastkraftwerke verlagern. Ob das unterm Strich dann jedoch noch der Umwelt dient, steht auf einem ganz anderen Blatt...

Donnerstag, 26. April 2007

Goldstücke zum Vernaschen

Die Woche neigt sich ihrem Ende zu und das Wetter ist so ausgezeichnet, dass ich überlege, morgen entweder zum Badesee oder zwecks "Fotosafari" in die City zu fahren. Laut Wetterbericht soll das warme Wetter auch noch ein paar Tage anhalten, so dass sich das verlängerte Wochenende ideal ausnutzen lässt.

Das gestrige Schwimmen steht in den Top-Ten der bisherigen Schwimmbad-Besuche ebenfalls weit oben. Zwar war mein Lieblingsschnuckel gestern nicht anwesend, dafür aber ein ganzes Rudel anderer Jungs, die größtenteils auch recht ansehnlich waren. Und auch mein Formtief von letzter Woche ist überwunden, so dass es nach dem Schwimmen noch beim Wasserball gut zur Sache ging. Wasserball ist eigentlich die falsche Bezeichnung, Schiffe versenken wäre treffender. Beim Wasserball nach den Viktoria-Regeln geht allerdings beides fließend in einander über. (Und damit dürfte dann jetzt auch klar sein, wofür ich vor ein paar Wochen einen Ball gekauft habe.)

Nun werde ich mal gucken, was der Kühl-/Gefrierschrank hergibt. Entweder werde ich schnell zwei Pizza-Baguettes verinnerlichen oder ich mach mir etwas aus Fleischbasis, z.B. eine Hamburger-/Hotdog-Simulation aus Würstchen, Toast, Senf, Ketchup und Gewürzen.

Für letzteres spricht, dass ich endlich mal den neuen extrascharfen Senf probieren möchte, dafür muss der alte allerdings erstmal leer werden.

In der Wikipedia findet sich unter dem Titel "Geschmackliche Schärfe" ein schöner Artikel über die Wirkung von scharfem Essen. So lösen scharfe Gewürze nicht nur einen Schmerz- bzw. Hitzereiz aus und fungieren als Geschmacksverstärker, sondern fördern auch die Durchblutung und senken die Körpertemperatur. Und das Beste: Scharfe Gewürze machen glücklich!

Wem scharfes Essen nicht so liegt, der kann sein Glück auch in der Schokolade suchen. Die macht auf Dauer allerdings ziemlich dick und man sollte aufpassen, dass Waldi, Miezi oder Fury nicht mitnaschen, für die kann Schokolade nämlich tödlich sein.

Ansonsten macht auch der Lebensmittelfarbstoff E 175 glücklich, allerdings nur in größeren Dosen und vorzugsweise in Form von Barren. (Oder man geht schwimmen und guckt sich dort die Goldstücke an, siehe oben.)

Soviel für heute. Vielleicht kommt der nächste Eintrag ja schon via PDA live vom Badestrand?

PS: Kann mir jemand sagen, warum ich so müde bin?

Samstag, 7. April 2007

Die, in der es um den Sinn des Lebens geht

Nachdem die Festplatte sowohl meines PCs als auch meines Festplattenrekorders langsam aber sicher überläuft, habe ich mir gestern mal wieder ein paar Aufnahmen angesehen um Platz zu schaffen. Damit sollte der Rekorder hoffentlich für das umfangreiche Osterprogramm gerüstet sein. Es ist jedes Jahr das selbe: Wochenlang läuft nur Müll, an Feiertagen kommt man mit dem Aufnehmen dagegen kaum noch hinterher. Meine PC-Platte wird noch bis nächste Woche durchhalten müssen, dann kommt eine neue 500 GB-Festplatte (zumindest sofern die Post keine bessere Verwendung dafür hat). Ich schiebe den Plattenkauf schon länger vor mir her, aber langsam ist der Punkt erreicht, an dem kein sinnvolles Arbeiten mit akzeptabler Datensicherung mehr möglich ist. Gerade mein Fotoverzeichnis ist in letzter Zeit extrem angewachsen. Außerdem habe ich hier noch einige Aufnahmen aus dem Fernsehen liegen (vom besagten Festplattenrekorder), die ich noch nach DivX konvertieren und brennen muss.

Im Rahmen dieser Aufräumaktion habe ich mir auch die restlichen offenen Teile von "Türkisch für Anfänger" angesehen und kann damit schon mal ein erstes Fazit ziehen: Die Serie ist teilweise durchaus lustig, wenn auch nicht so lustig, wie ich es aufgrund der Trailer erwartet hätte. Auch der Multikulti -Aspekt wurde wohl schon weitestgehend in der ersten Staffel abgehandelt, so dass die zweite Staffel mehr auf Therapeutenwitze und klassische Soap-Elemente setzt. Mal sehen, wie sich die Serie nun weiterentwickelt. Mein bisheriger Favorit scheint, nachdem er immerhin zum Schluss noch mal halbnackt durchs Bild laufen durfte, in der Serie vorerst keine große Rolle mehr zu spielen. Schade eigentlich.

Die Serie und das morgige Osterfest sind aber ein guter Aufhänger, um noch mal ergänzend zum letzten Eintrag ein wenig auf mein individuelles Verhältnis zur Religion einzugehen:

Ich selbst bin nicht religiös. Wenn ich mich einer Kategorie zuordnen müsste, würde sagen, dass ich mich irgendwo zwischen Atheist und Agnostiker befinde. Ich gehe mit wissenschaftlichen Methoden an die Sache ran: Ich weiß, dass man die Existenz oder auch Nicht-Existenz eines Gottes nur sehr schwer bis überhaupt nicht beweisen kann. Die Frage, ob es einen Gott gibt, ist also nicht so einfach objektiv entscheidbar. Subjektiv tendiere ich eher dazu, die Existenz eines Gottes zu verneinen, weil ich in der Welt keinerlei Anzeichen für die Existenz eines solchen finde. Alle Naturphänomene (z.B. Blitz und Donner), die früher als Ausdruck eines oder mehrerer Götter gewertet wurden, sind heute weitestgehend von der Naturwissenschaft erklärbar. Da liegt der Schluss nahe, dass auch die noch fehlenden Unbekannten in der Gleichung des Lebens irgendwann gefunden werden.

Außerdem hilft mir persönlich der Glaube an einen Gott nicht weiter, denn er wirft für mich mehr Fragen auf als er beantwortet.

Auch die Evolutions- und Urknalltheorien haben eine entscheidende Lücke: Sie erklären nicht, wo die ganze Materie und Energie nun eigentlich herkommt. Auch wenn sie vor dem Urknall in einem winzigen Punkt verdichtet war, war sie trotzdem vorhanden und ist nicht entstanden. Da hilft die Annahme, dass ein Gott seine Finger im Spiel hatte, auch nicht weiter, denn sie verschiebt die Frage nur eine Ebene höher: Wer hat Gott erschaffen? Wenn er einfach so schon immer da war, sind wir keinen Schritt weiter.

Es bleibt daher wohl erstmal nur die Erkenntnis, dass man axiomatisch annehmen muss, dass die Welt existiert und dies nicht näher hinterfragen kann bzw. das menschliche Gehirn nicht fähig ist, sich etwas anderes vorzustellen.

Wenn es einen Gott gibt, dann stelle ich ihn mir als Programmierer einer virtuellen Welt ähnlich der Matrix aus dem gleichnamigen Film vor. Es ist bereits mit heutigen Computern möglich, einfaches virtuelles Leben zu simulieren. Warum sollte sich also mit leistungsfähiger Hardware nicht auch ein komplettes Universum wie das unserige simulieren lassen?

Genauso wie sich die Existenz eines Gottes weder beweisen noch widerlegen lässt, lässt sich beweisen oder widerlegen, dass wir vielleicht bereits Element in einem Spiel ähnlich "The Sims" oder "Black & White" sind, das irgend ein höheres Wesen als Tamagotchi am Schlüsselbund trägt. Relativ sicher ist jedoch, dass in einer solchen Simulation jede erdenkliche Welt möglich wäre, inkl. Zauberei, die nichts anderes als ein "Cheatcode" im System wäre.

Unter http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24268/1.html gibt es einen sehr interessanten Artikel zu dem Thema, auch wenn ich ihm nicht in allen Punkten zustimmen würde. Und mir ist natürlich auch klar, dass sich viele Menschen gegen die Vorstellung, nur ein Spielzeug aus der Massenproduktion zu sein, ziemlich hartnäckig sträuben. Da ist die Aussicht auf ein Himmelreich deutlich verlockender.

Gerade weil es soviele Möglichkeiten und verschiedene Religionen gibt, fällt es mir extrem schwer mich für eine zu entscheiden und an diese bedingungslos zu glauben.

Ein Gott ist hilfreich um sich geliebt zu fühlen... aber dafür ist mein Glaube aufgrund der gerade ausgeführten Zweifel nicht stark genug.

Aber das ist natürlich nur meine Meinung. Ich respektiere auch jeden anderen Glauben, der sich nicht verabsolutiert und somit anderen Menschen ihren eigenen Glauben zugesteht.

Religionen bergen allerdings eine große Gefahr: Sie führen die Menschen in Versuchung, ihre eigene Verantwortung abzugeben und einzig allein darauf zu vertrauen, dass ein Gott sich schon um alles kümmern wird.

Ich glaube, das Leben ist sinnlos. Es hat, wenn man auf die Welt kommt, keinen Sinn. Aber es ist eine Chance, es bietet jedem Menschen die Möglichkeit, dem eigenen Leben einen Sinn zu geben. Z.B. könnte man sich als Ziel setzen, das menschliche Miteinander zu verbessern und das Leben so für alle Menschen schöner zu machen. Es ist ja nicht so, dass es keine schönen Dinge im Leben gäbe, für die es sich zu leben lohnt... das Problem ist nur, dass sich die Menschen das Leben selbst unnötig schwer machen. Und daran haben auch ausgerechnet die Religionen einen nicht unerheblichen Anteil.

Sonntag, 4. März 2007

Wie Sie sehen, sehen Sie nix... oder doch?

Erst sah es so aus, als wenn von der Mondfinsternis wenig zu sehen wäre... dicke schwarze Wolken verdeckten den Blick. Dann klarte der Himmel jedoch zeitweise soweit auf, dass ich doch noch ein paar sehr schöne Bilder machen konnte. Mein flickr-Fotoalbum erlebt seit dem einen Ansturm wie schon lange nicht mehr, die Leute klicken und kommentieren wie verrückt.

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Wer sich wundert, wieso der Mond so rötlich erscheint findet hier die Antwort.

Nun sind die Wolken allerdings auch schon wieder da und der Mond ist nicht mehr zu sehen... ob's am Wochenende liegt? ;-)

Freitag, 2. März 2007

Mondfinsternis

Morgen Abend gibt es eine Mondfinsternis.
Die genauen Termine finden sich unter http://de.wikipedia.org/wiki/Mondfinsternis#Mondfinsternis-Termine.

Hoffentlich spielt das Wetter mit...