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Sonntag, 11. Dezember 2011

Steve Jobs

Eben gerade habe ich die offizielle Steve Jobs-Biografie von Walter Isaacson zu Ende gelesen.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Lektüre hat sich durchaus gelohnt. Man erfährt vieles was hinter den Kulissen bei Apple und anderen Großkonzernen wie Sony im Laufe der letzten Jahrzehnte geschehen ist und wie sich die Firma und ihre Produkte entwickelt haben.

Auch Jobs' Charaktereigenschaften kommen nicht zu kurz, weder die Magie seiner "Stevenotes" noch seine Makel, von denen er auch eine ganze Menge hatte. Man kann wohl sagen, dass er einerseits viele geniale Ideen hatte, andererseits aber auch ganz gewaltig einen an der Klatsche hatte.

Das Buch ist diesbezüglich recht schonungslos und manchem Fanboy könnte beim Lesen das iPad aus der Hand fallen.

Ob das Buch jedoch immer so objektiv und neutral ist wie Isaacson behauptet und der im Buch oft als "Kontrollfreak" titulierte Jobs wirklich keinen redaktionellen Einfluss nahm, weiß ich nicht. Manche Passagen kommen mir dann doch etwas zu schön vor um wahr zu sein. Den Geschäften von Apple wird das Buch jedenfalls mit Sicherheit nicht schaden.

Bill Gates ist mir durch das Buch dafür umso sympathischer geworden.

Schade, dass Jobs' Sohn Reed offenbar nicht in die Computerbranche gehen möchte. Der sieht nicht nur ziemlich süß aus, er scheint auch eine sehr gute Mischung aus den positiven Eigenschaften seines Vaters und der Menschlichkeit seiner Mutter zu sein.

Zu meinem neuerworbenen Amazon Kindle vermag ich zu sagen:
Sehr schönes Gerät. Das eInk-Display ist am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig, da es relativ träge ist und das Bild gelegentlich kurz invertiert. An der Darstellung selbst gibt es nichts auszusetzen, das Bild ist scharf, hat einen guten Kontrast und flackert auch nicht. Am Anfang dachte ich immer, ich hätte vergessen, eine bedruckte Schutzfolie vom Display abzuziehen. Genau so sieht das Bild aus.

Einen Kritikpunkt gibt es aber doch: Mit den Tasten zum Vorwärts- und Rückwärtsblättern komme ich nicht klar, die sitzen irgendwie an einer ungünstigen Stelle. Mir wäre es lieber, wenn man auch mit dem zentralen Steuerkreuz blättern könnte.

Wie gut sich Fremdinhalte wie PDFs darstellen lassen, habe ich noch nicht getestet.

Freitag, 10. September 2010

Amateurfunkprüfung

Der letzte Eintrag deutete es schon an: Ich bereite mich gerade auf die Amateurfunk-Prüfung vor.

Heute lag die Einladung zur Prüfung in der Post. In etwas mehr als zwei Wochen ist es so weit und wenn ich dort bestehe (was ich doch mal schwer hoffen will), darf ich mich ab dann ganz offiziell Funkamateur schimpfen.

Heute habe ich mir erstmal einen neuen (wissenschaftlichen) Taschenrechner für die Prüfung gekauft. Eigentlich habe ich noch zwei Rechner aus Schulzeiten irgendwo rumfliegen, aber irgendwie finde ich die Dinger einfach nicht wieder. Zum Glück bekommt man Taschenrechner inzwischen hinterher geworfen, aber ein wenig ärgert es mich dennoch, denn eigentlich brauche ich keinen Taschenrechner. Wenn ich mal was ausrechnen muss, ist immer ein Computer oder Handy in der Nähe, nur die sind wegen ihrer Programmierbarkeit in der Prüfung leider nicht zugelassen.

Die Prüfung selber ist eine rein theoretische Multiple-Choice-Prüfung, ähnlich der theoretischen Führerscheinprüfung. Es gibt immer 4 Antwortmöglichkeiten, von denen immer genau eine richtig ist. Bei manchen Fragen muss man jedes Wort ganz genau lesen, weil einige Antworten auf den ersten Blick richtig klingen, wegen einem kleinen leicht zu übersehbaren Detail aber dennoch falsch sind.

Hinzu kommt, dass man Unmengen an Daten auswendig lernen soll, von denen ich jetzt schon weiss, dass ich sie garantiert so schnell nicht brauchen werden. Da wären z.B. fast sämtliche Landeskenner Europas plus noch einige internationale.

Dass "VK" für Australien steht, kann man sich nur irgendwie mit Eselsbrücken ins Hirn hämmern. Die meisten anderen Kenner sind leider ähnlich "naheliegend". Ich habe mir mit Hilfe es Open-Source-Vokabeltrainers Anki eine Datenbank zum Lernen gebaut. (Ich muss mir mal überlegen, ob ich die Datenbank nach der Prüfung hier veröffentliche. Einige Eselsbrücken sind nicht ganz politisch korrekt...)

Warum man im Zeitalter von Google auswendig wissen muss, in welchem Amtsverfügungsblatt irgend welche speziellen Details geregelt sind, muss mir irgendwer mal irgendwann erklären. Diese ganze Auswendiglernerei war es, die mich bisher immer von der Prüfung abgehalten hat.

Ganz so schlimm, wie ich am Anfang dachte, ist es aber zum Glück nicht. So muss man längst nicht alle Landeskenner auswendig lernen, die abgefragt werden. Bei manchen Fragen kann man die Bundesnetzagentur mit ihren eigenen Waffen schlagen: Die Fragen, die auf die Verwirrung des Lesers abzielen, tänzeln alle mehr oder weniger eng um die richtige Antwort herum. Wenn man genau hinschaut, kann man daher z.B. einige Landeskenner-Fragen beantworten, ohne überhaupt die Frage gelesen zu haben oder einen einzigen der Landeskenner zu kennen. Einfach auszählen, welche Kenner an welcher Position am häufigsten vorkommen. Klappt nicht in jedem Fall, aber in erstaunlich vielen.

Im Moment liegt meine Gesamtfehlerquote irgendwo zwischen 8 und 12% und von den bisher gemachten Prüfungssimulationen habe ich bisher noch keine wirklich vergeigt. Ich sehe der Prüfung daher eher gelassen entgegen... sollte eigentlich klappen, aber wenn zu viele blöde Fragen auf einem Haufen kommen, kann's auch schief gehen. Ich werde daher sehen, dass ich meine Fehlerquote noch weiter absenke, denn ein Durchfallen wäre für mich der GAU. Nicht nur, dass die Prüfungen nicht ganz billig sind, die nächste Prüfungsmöglichkeit wäre dann erst Ende Oktober auf der Interradio in Hannover. So lange will ich nicht mehr warten müssen, ich kann die Gesetzeskunde nämlich langsam nicht mehr sehen... :-|

Derweil muss ich mich mal bei befreundeten Funkern schlau machen, welche Antennen sich für meinen Standort anbietet. Die einzige Möglichkeit ist mein kleiner Balkon, auf dem Antennen eigentlich nicht zugelassen sind. Außerdem wohne ich nicht besonders hoch und bin von Bäumen und Häusern umgeben. Ich brauche also eine kleine, dezente Antenne, die trotzdem leistungsfähig ist.

Hier hat das Landleben dann doch ausnahmsweise mal Vorteile. Ein Bekannter von mir, der auch gerade an seiner Prüfung arbeitet, hat zwar nur ein recht lahmes DSL, dafür aber genug Platz, um sich eine gigantische Antennenanlage in den Garten zu pflanzen.


Zum Schluss noch ein Nachtrag zum AFUTrainer aus dem letzten Blogeintrag: Der unter Mac OS X selbstkompilierte Source-Code läuft so grundsätzlich, einige GUI-Elemente werden bei mir allerdings nicht richtig dargestellt. Außerdem ist der Lern-Assistent bei mir am Anfang abgestürzt, weil irgend ein grafisches Steuerelement auf eine ungültige Speicherposition zugegriffen hat. Den Fehler habe ich inzwischen weggepatcht, bei Zeiten schreibe ich vielleicht noch mal eine Anleitung wie der Fehler zu beseitigen ist. Ist eigentlich relativ simpel.

Man kann den Lernfortschritt auch auf einen anderen Computer übernehmen, in dem man die Dateien aus dem versteckten ".afutrainer"-Verzeichnis rüberkopiert (unter allen Betriebssystemen direkt im Benutzerverzeichnis zu finden).

Letzter Tipp: Wenn die Schriftgröße der Fragen so winzig ist, dass sie kaum zu lesen ist, kann man sie vergrößern, in dem man mit der Maus über die Textbox geht, die ALT-Taste (oder war es STRG oder CMD? jedenfalls eine der drei) gedrückt hält und am Mausrad dreht. Wenn man die richtige Taste drückt, wird dabei nicht der komplette Bildschirm gezoomt, sondern ausschließlich das Textfeld. Zur Eingabe der Antworten bieten sich die Hotkeys "a" - "d" an, das spart so manchen Mauskilometer.

Update vom 28.04.2011: Siehe auch Patch für AFUTrainer 3.0.

Sonntag, 5. September 2010

AFUTrainer 3.0 unter Mac OS X installieren

Das Open-Source-Programm AFUTrainer ist eine gute Hilfe beim Lernen für die Amateurfunk-Prüfung. Leider gibt es auf der Download-Seite keine ausführbare Datei für Mac OS X.

Da die Installation bei mir etwas fummelig war, hier eine Kurzanleitung:

Zum Selbstkompilieren muss man zunächst den Quellcode von der AFU-Trainer-Homepage herunterladen und entpacken.

Zusätzlich braucht man ein QT-SDK für OSX und die zlib-Bibliothek zum Entpacken von ZIP-Archiven. Last but not least müssen natürlich die Developer-Tools von der OSX-DVD installiert sein.

Zunächst das QT-SDK installieren.

Im entpackten AFUTrainer-Quellcodeverzeichnis gibt es einen Ordner zlib. Dieser enthält leider nur eine Windows-Bibliothek, hilft also unter OSX nicht wirklich weiter. Diesen Ordner daher löschen und durch den zlib-x.x.x-Ordner aus den eben heruntergeladenen zlib-Quellen ersetzen. (Den zlib-x.x.x-Ordner dazu in zlib umbenennen!)

In der Komandozeile in das zlib-Verzeichnis wechseln und ./configure aufrufen. Ich glaube, ich habe dabei auch den Parameter --static angegeben.

Das configure-Skript erstellt ein Makefile, das man nun im Editor öffnet. Die Zeile "CFLAGS=-O3" in "CFLAGS=-O3 -m32" ändern. Dies ist notwendig, da die Bibliothek standardmäßig als 64-Bit-Version kompiliert wird, was dazu führt, dass sie nicht zum restlichen Code gelinkt werden kann. Das "-m32"-Flag erzwingt die Erstellung einer 32-Bit-Version.

Die Bibliothek anschließend mit "make" übersetzen.

Nun eine Verzeichnisebene höher wechseln (zurück das AFUTrainer-Quellcodeverzeichnis) und mittels "qmake" eine Projektdatei für XCode erstellen. Die dabei erscheinende Warnung über "qt" kann ignoriert werden. Mit Doppelklick auf "afutrainer.xcodeproj" im Finder sollte XCode starten und das Projekt laden.

Die Projekteinstellungen oben links von "Debug" auf "Release" umstellen.

Nun unter Project->Edit Active Target "afutrainer" zum Abschnitt "Linking" runterscrollen und das Feld "Other Linker Flags" suchen. Dort müssen die zusätzlichen Flags "-lz" und "-Lzlib" ergänzt werden. Ersteres Flag linkt die libz hinzu, letzteres erklärt dem Compiler, dass besagt Bibliothek im Unterverzeichnis "zlib" zu finden ist.

Damit sollte sich das Projekt durch Klicken auf "Build" erstellen lassen. Die ausführbare Datei befindet sich danach unter build/Release und kann von dort in den Programmordner verschoben werden.

Wer es probiert hat, möge mal einen Kommentar hier hinterlassen. Da ich die Anleitung nur grob aus dem Gedächtnis geschrieben habe, mag ich vielleicht das eine oder andere Detail noch vergessen haben.

Update vom 28.04.2011: Siehe auch Patch für AFUTrainer 3.0.

Update vom 11.08.2017: Die Qt-Bibliothek wird nicht länger von Nokia betreut und ist daher umgezogen. Unter https://info.qt.io/download-qt-for-application-development kann die die kostenlose Open-Source-Version von Qt heruntergeladen werden. Da der AfuTrainer nicht mehr aktiv weiterentwickelt wird, kann es jedoch sein, dass am Quellcode Anpassungen nötig sind um mit einer aktuellen Qt-Version zusammenzuarbeiten. Der Nachfolger des AfuTrainers ist der HamRadioTrainer, der laut Homepage mittels Wine/Crossover auch unter OSX laufen soll. Dies ist vermutlich die einfachere Lösung als den AfuTrainer selbst zu bauen. Da ich keinen Mac/OSX mehr in Benutzung habe, kann ich dabei leider nicht mehr helfen.

Mittwoch, 11. August 2010

PC-Tastatur am Mac: Die Lösung

Wenn man eingefleischte Macintologen zur Kompatibilität von OSX zu Standard-PC-Hardware befragt, bekommt man meistens zu hören, dass das alles gar kein Problem sei, auch wenn die Apple-Hardware selbstverständlich viel besser sei.

Glaubt ihnen kein Wort!

Es ist zwar richtig, dass man eine PC-Tastatur an den Mac stecken kann und diese dann augenscheinlich funktioniert. Wenn man genauer hinsieht, stellt man jedoch fest, dass einige Tasten wie z.B. "{", "}", "[" und "]" anders belegt sind. (Auf meiner Original-Tastatur von Apple sind diese Zeichen nicht einmal eingezeichnet!)

Zweites Problem:
Beim Versuch, das erste Problem zu lösen, hat sich irgendwie der Tastaturtyp verstellt und der Button zum Ändern des Tastaturtyps war plötzlich verschwunden. Resultat war, dass OSX eine englische Tastatur mit deutscher Beschriftung angenommen hat (gib's sowas in der Realität überhaupt?), d.h. dass die "<"-Taste zwischen linker Shift-Taste und "y" fehlte (wie bei US-Tastaturen üblich), die Umlaute aber trotzdem funktionierten. Auf der virtuellen Bildschirmtastatur war das Fehlen der Taste klar zu sehen, statt dessen war die linke Shift-Taste breiter. Auf der Hardwaretastatur konnte OSX die Taste zum Glück nicht wegdiskutieren, so dass hier "^" und "<" vertauscht waren.

Ich habe in verschiedenen Foren nach Lösungen gesucht und das Problem scheint häufiger aufzutreten. Eine Lösung gab es jedoch nicht, da man das eigentliche Problem lieber durch die Diskussion der Zeichensetzung im Ursprungsposting zu verdrängen versuchte.

Nach langem Suchen habe ich schließlich in einem Blog die Lösung gefunden:

Man muss die Datei /Library/Preferences/com.apple.keyboardtype.plist löschen und den Mac rebooten. Danach wird man wieder nach dem Tastaturtyp gefragt und auch der Button ist wieder da.

Damit war die Vertauschung von "^" und "<" aufgehoben und auch die Bildschirmtastatur zeigte die fehlende Taste wieder an.

Für die falsche Belegung der AltGr-Kombinationen (z.B. eckige und geschweifte Klammern) habe ich die Lösung in Form des Tastaturlayout-Editors Ukelele gefunden. Ukelele ermöglicht das Erstellen komplett eigener Tastaturlayouts und liefert auch schon viele fertige Presets mit.

Für mein Problem reichte es, die beiden Dateien "LogitechGerman.keylayout" (das eigentliche Keyboardlayout) und "LogitechGerman.icns" (ein Icon mit einer Deutschlandflagge) aus dem Ukelele-Paket nach "/Library/Keyboard Layouts" zu kopieren, den Rechner zu rebooten und die neue Konfiguration "Logitech German" in den Spracheinstellungen von OS X zu aktivieren (dazu erst in den Settungs anhaken damit das Layout überhaupt geladen wird und anschließend oben in der Menüzeile auswählen, damit es auch benutzt wird).

Seit dem sind mir keine falschen Tasten mehr aufgefallen und sollte ich doch noch welche finden, kann ich sie mit Ukelele selbst anpassen.

Bleibt die Frage, wieso Apple nicht in der Lage ist, ein vollständiges Tastaturlayout für PC-Tastaturen bereits ab Werk mitzuliefern...

Sonntag, 23. Mai 2010

Erstes Fazit zur Twitter Talk Radio-Generalprobe

So langsam bin ich wieder wach, nach dem mein Twitter Talk Radio bis heute früh um 06:05 lief, und das eigentlich auch nur, weil ich dann den Server heruntergefahren habe.

Der Start um 23 Uhr verlief erwartungsgemäß schleppend. Im Laufe der Nacht besserte sich das jedoch und ich bin unterm Strich eigentlich ganz zufrieden, war ich doch davon ausgegangen, dass ich wahrscheinlich ziemlich alleine da sitze und die Sendung nach maximal zwei Stunden vorbei ist.

Statt dessen wurden es 7 Stunden und es wurde über einen ziemlich breit gefächerten Themenmix geredet, von leichten Blödelthemen bis hin zu durchaus ernsteren Sachen wie dem Datenschutz in sozialen Netzwerken, Apples rigide Apple-Store-Politik sowie dem bevorstehenden iPad-Launch.

Durch den Praxis-Test kann ich nun die Stärken und Schwächen meines Konzeptes besser einschätzen:

Erster Punkt: Musik. Ich würde zwar gerne die Gesprächspausen mit Musik füllen und so verhindern, dass neue Zuhörer gleich wieder abschalten, weil sie wegen der Stille vermuten, der Radio-Stream sei kaputt. Das macht aber nur Sinn, wenn ich in ausreichendem Maße kostenlos nutzbare Musik auftreiben kann, die hochwertig genug und ausreichend vielfältig ist, um den Hörern nicht nach ein paar Minuten schon auf den Sack zu gehen. Und da sehe ich momentan ziemlich schwarz, denn ein stimmiges Musikprogramm zusammenzustellen ist schon schwierig genug, wenn man nicht auf einen kleinen Topf mit vergleichsweise unbekannten Creative Commons Songs beschränkt ist.

Vielleicht wäre das automatisierte Vorlesen von Tweets eine Alternative, Twitterlesungen erfreuen sich ja durchaus auch im "realen Leben" einiger Beliebtheit. Ich denke, ich werde mal bei passender Gelegenheit ein paar Sprachsynthese-Programme testen.

Insgesamt würde ich das Wort "Radio" in "Twitter Talk Radio" aber eher in seiner englischen Bedeutung im Sinne von "Sprechfunk" interpretieren. Eine Art moderner CB-Funk über das Internet. Das kann man dann auch im Hintergrund laufen lassen und wenn mal Stille ist, stört es nicht weiter.

Die Entscheidung für Mumble war richtig, das Programm ist recht übersichtlich, einfach zu benutzen und bietet auch einen Push-To-Talk-Modus, bei dem man wie bei einem Funkgerät während des Sprechens eine Taste gedrückt halten muss. Aus meiner Skype-Erfahrung weiss ich, wie wichtig eine solche Funktion ist: Ohne sie hört man ständig Tastaturgeklapper, Leute beim Essen/Schmatzen, Echos und Rückkopplungen von den Lautsprechern und andere unerfreuliche Geräusche, die nicht nur nerven und ablenken, sondern auch die Verständigung erschweren.

An der Sprachqualität von Mumble kann man auch nicht meckern. Wer ein vernünftiges Mikrofon hat, kommt ziemlich gut und klar verständlich rüber. Nur mit dem Fall, dass zwei Leute gleichtzeitig reden, kommt Mumble leider gar nicht klar. Es entstehen Interferenzen, die kaum noch ein verständliches Wort übrig lassen. Da schlägt sich Skype um Klassen besser.

Außerdem krankt Mumble noch ein wenig an mangelnder Nutzerakzeptanz. Die meisten Leute sind einfach zu faul, das Programm zu installieren somit muss ich mich wahrscheinlich noch mal nach einer Flash-Lösung umschauen.

Wie hat euch die gestige Sendung gefallen (sofern ihr sie gehört habt)?

Wie würdet ihr gerne am Talk teilnehmen? Via Mumble, Skype (trotz der beschriebenen Probleme) oder Festnetz-Telefonnummer?

Samstag, 22. Mai 2010

Mumble Installationsanleitung

Wie versprochen folgt hier eine Mumble Installationsanleitung für mein Twitter Talk Radio-Projekt:

Mumble kann unter http://mumble.sourceforge.net/ kostenlos heruntergeladen werden.

Die Anleitung beschreibt Schritt für Schritt die Installation der Windows-Version. Unter Linux und Mac OS X können die Dialogfenster etwas anders aussehen, das Vorgehen ist aber vom Prinzip her ähnlich.

Zur Mumble Installationsanleitung

(Zum Vergrößern auf die Bilder klicken.)

Sonntag, 3. Januar 2010

Lagerkoller & Meilenstein

Der erste Eintrag im neuen Jahr... und irgendwie öde ich mich momentan selbst an. Draussen ist es kalt und ich habe keinen Bock vor die Tür zu gehen. Mitte/Ende der Woche werde ich wohl wieder einkaufen müssen, da ist das Eiskratzen dann unvermeidlich. Warum kann es nicht wieder wärmer werden?

Morgen oder übermorgen soll mein neues Smartphone kommen. Ein Motorola Milestone mit Android-OS. Nachdem das Palm Pre bei meinem Test nicht das brachte, was ich mir erhofft hatte und das iPhone immer noch zu viele Einschränkungen hat, möchte ich nun dem Google-Betriebsystem eine Chance geben: Das System selbst ist Open-Source, basiert auf Linux und die enge Bindung an Google, die mir bei den ersten Versionen noch etwas sauer aufstieß, wurde mittlerweile aufgehoben. Ich lass mich mal überraschen.

Die Webcam hat jetzt ein mehrstufiges Zugriffsrechtesystem. Wenn die Kamera als offline angezeigt wird, muss das also nicht heissen, dass sie wirklich aus ist. Wer einen VPN-Zugang hat und meint, dass er weniger sieht als er verdient hat, kann sich daher bei mir melden. (Ein Login ohne VPN ist geplant, bisher aber noch nicht umgesetzt.)

Montag, 14. Dezember 2009

Made my day!

Meine Urlaubsanträge sind durch... ab Donnerstag Nachmittag habe ich offiziell Weihnachtsurlaub bzw. Überstundenabbau. Bis zum 17. Januar. Herrlich! Das brauche ich mal wieder, zumal es auch wieder bitter kalt zu werden scheint. Heute morgen musste ich auch schon mein Auto freikratzen und irgendjemand hat mir ein großes Herz auf die Scheibe gemalt... wer das wohl war? Ich gehe zwar nicht davon aus, dass sich das an mich richtet, aber vielleicht war's ja immerhin eine Schnuggel, der einem anderen Schnuggel eine Liebeserklärung zum Fest machen wollte...

Lacher des Tages war auf jeden Fall die heise-Meldung "Berater: iPhone-Fans leiden unter dem Stockholm-Syndrom". Aus meinen Erfahrungen bei Twitter kann ich nur bestätigen: Das ist größtenteils wirklich so! Made my day!

Ein Bekannter möchte sich nun sogar ein Apple-Logo auf das Handgelenk tätowieren lassen. Immerhin hat er mir zugesichert, dass ich das nicht verstehen müsse. Beruhigend.

Morgen dürfte mein gestern bestelltes (Bio-)Ethanol-Tischfeuer kommen. Da muss ich dann noch mal in den Baumarkt und Brennstoff holen. Erstmal nur eine kleine Flasche zum Testen.

Wenn ich überzeugt bin, werde ich mir noch einen größeren Kanister im Internet ordern. Das Problem beim Baumarkt ist allerdings, dass es dort keine Kundenrezensionen gibt und die Qualität des dort angebotenen Ethanols von ziemlich stinkend bis ausgezeichnet reichen soll... ich hoffe, ich erwische was vernünftiges und nicht so eine gepanschte Plörre.

Montag, 26. Oktober 2009

Keine Zeit zum Bloggen

Habe das ganze Wochenende an meinem neuen Heimserver installiert... inzwischen laufen die Basisdienste, auch wenn es noch einiges zu tun gibt. Zum bequemeren Datenaustausch fernab von Stasi 2.0 & Co habe auch schon einen Freund aus Frankfurt via VPN angebunden... wir sind doch alle eine große Familie und haben ein großes LAN...

Meine eGroupware-Installation läuft auch schon. Die Software hat noch ein paar Macken, aber im Großen und Ganzen gefällt sie mir recht gut und ich könnte sie mir durchaus als meine zukünftige PIM-Lösung vorstellen - vorausgesetzt die Synchronisation mit Handy/PDA funktioniert auch vernünftig. Hab ich noch nicht getestet.

Nun aber erstmal ins Bett... auch wenn ich dank Zeitumstellung eine Stunde länger schlafen kann...

PS: Die Simpsons-Folge über 'Mapple' ist einfach zu geil...

Dienstag, 13. Oktober 2009

nomen est omen

Ich war gerade nach der Arbeit noch kurz im O2-Shop und habe mir den neuen Palm Pre angesehen, der ab heute in den (O2-)Läden steht.

Ich überlege seit Tagen hin und her, ob ich mir so'n Teil nun kaufen soll oder nicht. Nach dem Besuch im Shop denke ich, dass ich ihn erstmal nicht kaufen werde.
Die Tastatur ist ganz ok, aber irgendwie gefällt mir die Verarbeitung der Gehäuses nicht so ganz. Ich weiss auch nicht, es sieht irgendwie gleichzeitig billig und wertig aus.

Die Software konnte ich nicht so richtig beurteilen, da auf dem Vorführmodell fast nur Demo-Software lief. Man konnte ein wenig in die Menüs reingucken und mit dem Kalender rumspielen. Die meisten Funktionen waren gesperrt.

Somit bleiben mir für die Entscheidung nur die diversen Testberichte im Internet und damit komme ich zu dem Fazit, dass das Konzept sehr vielversprechend ist und mir viele Dinge deutlich besser gefallen als beim iPhone (kein SIM-Lock, Akku wechselbar, offener Software-Store, Multitasking, drahtlose Ladestation, automatische Aufbereitung der Daten über Account-Grenzen hinweg, ...), die Umsetzung im Moment aber noch nicht das ist, was ich suche.

Zu viele Kleinigkeiten funktionieren noch nicht auf dem Level, den ich von einem High-End-Smartphone erwarte, somit ist der Name "Pre" wohl durchaus wörtlich zu verstehen: Es ist quasi das Vorserienmodell eines durchaus interessanten Konzeptes.

Damit das Telefon für mich richtig interessant wird, hätte ich gerne noch (random order):
  • Vernünftige Synchronisationssoftware für PC und Mac in der Tradition des guten alten Windows Palm Desktops. (Der Mac Palm Desktop ist eine herbe Enttäuschung.)
  • Bessere Trennung, welche Daten über Internet-Server synchronisiert werden und welche nur lokal auf dem eigenen PC gespeichert werden sollen. Grundsätzlich finde ich das automatische Einbinden von Online-Adressbüchern/Kalendern jedoch gut.
  • Dateitransfer via Bluetooth.
  • Unterstützung für weitere Instant-Messenging-Protokolle wie ICQ, MSN und Skype.
  • Unterstützung von Java-Programmen, denn nicht jede App wird für den Pre portiert werden. Java ist der Standard und es gibt z.B. sehr schicke Fahrplan-Apps.
  • Vollwertige To-Do-Listen-Funktion mit richtiger Synchronisation.
  • Flottere Reaktion auf Benutzereingaben. Heute im Laden fand ich das Teil doch ein wenig träge.
  • Slot für Speicherkarten.
  • Evtl. etwas größeres Display.
  • Nicht zu viele Gesten... die Grundfunktionen sollten auch über Buttons bedienbar bleiben. Es hat ein Weilchen gedauert, bis ich heraus gefunden hatte wie die "Zurück"-Geste funktioniert, ohne die man aus vielen Dialogen nicht heraus kommt.
  • Alu-Gehäuse
  • Steuerkreuz/Cursortasten
  • Ein SDK, das nicht nur aus HTML, CSS und JavaScript zu bestehen scheint. Ich möchte möglichst in (echtem) Java und C++ programmieren, kein JavaScript und auch keine unsäglichen Nischensprachen wie Objective-C.
Das ist jetzt nur eine lose Auswahl dessen, was mir jetzt gerade spontan einfällt. Wenn ich länger drüber nachdenke, fallen mir sicherlich auch noch eine ganze Reihe weiterer Punkte ein.

Vorerst werde ich wohl bei meinem Palm T5 und meiner Nokia E-Klasse bleiben, aber ich werde den Palm auf jeden Fall weiter beobachten. Mit dem nächsten Firmware-Update nächsten Monat könnte die Sache schon wieder ganz anders aussehen...

Sonntag, 11. Oktober 2009

Licht und Dunkelheit

[Irgendwie hat mir der Blog-Editor den Text total durcheinander gewürfelt... ich hoffe ich habe die gröbsten Fehler nun korrigiert. :-( ]

Bin seit heute morgen um 5 zurück von der Lesbischwulen Techno/House-Party in Oldenburg.

So richtig voll war's leider nicht. Die Leute kamen relativ spät und gingen leider auch relativ früh wieder, dabei fand ich die Organisation eigentlich gar nicht schlecht. Im Gegensatz zu normalen Diskos gab es genügend Tische und Bänke um sich auch mal hinsetzen zu können.

Es gab zwei Dancefloors: Die große "Mainhall" und eine kleine Fläche im Cafe vor dem DJ-Pult, die allerdings kaum zum Tanzen genutzt wurde. In der Mailhall gab es Tische und Bänke am Rand, das Cafe war komplett mit Tischen bestückt.

Die musikalische Bandbreite war sehr groß und sehr DJ-abhängig. Die meisten Außenstehenden werfen Technomusik immer in einen Topf, aber das Spektrum ist doch enorm. Musikalisch hat mir die Stunde zwischen 3 und 4 Uhr am besten gefallen. Da waren richtig gute Tracks dabei.

Die Schnuckelquote war auch ganz in Ordnung, waren schon ein paar ganz süße Jungs dabei. Die Lesbenquote war auch recht hoch, höher als auf anderen Partys?

Ein paar Abzüge muss ich allerdings bei der technischen Umsetzung geben:

Während die Musik am Anfang der Party (ich war so gegen halb 11 dort) noch recht ordentlich klang, wurde der Pegel am Mischpult im Laufe des Abends immer weiter angehoben. Ich habe den Eindruck, dass die Endstufe fest eingestellt war um die Lautstärke nicht über das gesetzlich zulässige Maß ansteigen lassen zu können. Wenn man dann das Mischpult soweit aufdreht, dass das VU-Meter fast dauerhaft am oberen Anschlag des roten Bereichs hängt und der Limiter der Endstufe fast ständig in die Begrenzung geht, muss das fast zwangsläufig zu Verzerrungen führen. Gerade die Höhen hatten zeitweise (DJ-abhängig) für meinen Höreindruck ein ziemlich unangenehmes Klirren.

Die VU-Meter habe ich gesehen, über die Gründe kann ich nur spekulieren. Entweder gab die Endstufe wirklich nicht mehr her oder den Technikern war vom Veranstalter verboten worden, hier Einstellungen vorzunehmen.

Die Akustik des Raumes hat vielleicht auch gewisse Einflüsse gehabt.

An der Lightshow hätte ich auch ein paar Dinge anders gemacht. An der Decke der Mainhall hingen diverse Spots, von denen offensichtlich keiner benutzt wurde. Außerdem (meine ich) 8 Scanner, 1-2 Strobes und eine Nebelmaschine.

Die Muster der Scanner haben mir gefallen, aber die Show hatte meines Erachtens ein ziemlich großes Problem: Sie war viel zu dunkel und an einigen Stellen viel zu nebelig.

Über lange Zeitabschnitte wurden die tanzenden Schnuggel nur von vier Scannern im Intervallbetrieb beleuchtet, so dass jeder nur gelegentlich mal von einem Strahl getroffen wurde und ansonsten so ziemlich im Dustern getanzt hat.

Was fehlte war eine richtige Basisbeleuchtung aus konventionellen farbigen Spots, die im Takt der Musik umgeschaltet wurden. Ich vermute auch hier wieder organisatorische Probleme, weshalb die offenbar vorhandenen Spots nicht in die Show integriert wurden. So was kann ganz schnell an Kleinigkeiten scheitern, wenn man nicht die passenden Schnittstellen und Adapter zur Hand hat. Vielleicht war nicht genug Zeit?

Wenn ich als LJ keine Spots hätte, hätte ich allerdings immerhin dafür gesorgt, dass alle Scanner dauerhaft an sind und es keine Zeiten ohne Beleuchtung gibt. Die Tanzfläche muss hell erleuchtet sein, nicht nur auf schwulen Partys ist das "sehen und gesehen werden" das A und O.

Selbstverständlich kann man auch mit dunklen Licht-Akzenten arbeiten, aber bei Top-Tracks wie "Infinity" (DJ Josh Project) muss der ganze Lampenladen leuchten, alles andere wäre ein Sakrileg. Die Power des Songs muss sich auch im Licht widerspiegeln, sonst wirkt die Show irgendwie seltsam.

Im Cafe gab es keine zentral gesteuerte Lightshow, nur eine Hand voll unabhängiger LED-Spots, Flowers u.ä. im Standalone-Betrieb. Vielleicht sollte ich mich dort mal als LJ bewerben, die kleine Cafe-Bühne bekomme ich mit meinem (für Wohnzimmer-Verhältnisse dimensioniertem) Equipment vielleicht sogar ganz passabel ausgeleuchtet.

Wenn ich auch noch mal eine Prüfung zum Laserschutzbeauftragten mache, könnte ich vielleicht sogar meinen Laser beisteuern. (Wobei das Cafe dafür wahrscheinlich zu klein ist, dort lässt sich kein ausreichender Sicherheitsbereich absperren.) Ich muss mich da mal schlau machen, was so eine Prüfung kostet. Da ich in der Firma mit wesentlich stärkeren und gefährlicheren (da unsichtbaren) Lasern zu tun habe, sollte der Rest denke ich zu handlen sein.

Ich denke, ich werde die Veranstalter mal kontaktieren. Vielleicht kann man ein paar der technischen Probleme ja lösen. Die Party als solche finde ich nämlich eine ziemlich gute Sache!

Themawechsel.

Am Dienstag kommt der Palm Pre auf den Markt und ich bin im Moment schwer am überlegen, ob ich mir nicht einen zulegen sollte. Mein Palm T5 kommt so langsam in die Jahre. Die Hardware ist zwar immer noch 1a (sogar der Akku tut's noch), aber die Software will nicht mehr so richtig mit den aktuellen Betriebsystemen. Ich suche nun eine Lösung, mit der ich meine Termine, To-Do-Listen und Adressen unter Windows, MacOS und mobil verwalten und synchronisieren kann. Die mobile Verwaltung muss auch offline funktionieren, denn ich komme manchmal auch in Länder, in denen ich nicht ohne weiteres an bezahlbares Internet herankomme.

Der sehr ausführliche Golem-Test liest sich soweit sehr vielversprechend, möglicherweise ist der Pre die Lösung meines Problems. Der Pre hat all die Features des iPhone, macht aber alles noch einen Tick besser und hat nicht dessen Nachteile, die bisher verhindert haben, dass ich ein iPhone ernsthaft in Erwägung gezogen habe. Während selbst viele hartgesottene Apple-Fanboys ihr Handy gehackt haben um ein paar der nervigen Einschränkungen loszuwerden, sind solche Kraftakte beim Palm nicht notwendig. Der Hersteller meines Handys soll mich unterstützen und mir nicht auch noch Steine in den Weg legen...

Da mein jetziger Palm T5 schon mein zweiter Palm-PDA ist, weiß ich, dass deren Produkte wirklich Hand und Fuß haben. Zumindest war das damals so... seit dem wurde es lange Zeit ziemlich Still um Palm und sie haben in der Zeit afaik auch ein paar ziemlich rote Zahlen geschrieben. Ich hoffe, sie während dessen keinen Bund mit dem Teufel geschlossen. Aber bisher habe ich nur positive Testberichte gelesen, somit sind sie nun wohl wieder mit alter Stärke zurück.

Ich verstehe nur noch nicht so ganz, welche Daten man nun zwangsweise auf einem Internetserver liegen haben muss und bei welchen dies optional ist. Es gibt z.B. eine Funktion, die alle persönlichen Daten täglich auf einen Server sichern kann, diese lässt sich jedoch offensichtlich abschalten.

Am liebsten wäre mir ein hausinterner Server, mit dem ich auf mehreren Arbeitsplätzen unter verschiedenen Betriebsystemen meine Daten editieren und dann mit dem Telefon synchronisieren kann. Ich fürchte allerdings, das dieser Wunsch utopisch ist.

Ich denke, ich werde mir den Pre am Dienstag mal ausführlich im Laden zeigen lassen...

Dienstag, 22. September 2009

MidiPipe

Freitag von der Dienstreise zurück gekommen, Samstag das Schlafdefizit abgebaut und bis 15:30 geschlafen, Sonntag das nachgeholt, was ich eigentlich Samstag hätte tun wollen...

Im Moment komme ich mal wieder zu nicht allzu viel... aber immerhin macht meine Selbstbau-Lightshow gewisse Fortschritte:

Am Wochenende habe ich E Nomine's "Zorn (Die 12 verbotenen Töne)" mit ein paar Szenen aus "Der Name der Rose" illustriert und finde das Ergebnis soweit ganz gelungen. Immerhin ist es so gut, dass mein Testschnuggel zunächst glaubte, das wäre das offizielle Video zu dem Track. Ich hoffe nun, dass ich am Wochenende dazu komme, auch noch die eigentliche Lightshow um das Video herum zu stricken. Das Video soll dann auf meinem LCD-TV laufen und die Lichteffekte noch einmal zusätzlich visuell unterstützen.

Bis dahin sind aber noch ein paar Vorarbeiten zu erledigen. Von Garage Band bin ich inzwischen weg weil mich der Funktionsumfang der Software nicht glücklich macht. Wie ich feststellen musste, kann ich nicht mal meine Midi-Daten so einfach exportieren und in einer anderen Software weiterverarbeiten... das ist doch echt unprofessionell.

Mal sehen, ob ich die Midi-Daten zumindest in Garage Band abspielen und parallel mit einem anderen Sequenzer wieder aufnehmen kann, auch wenn dabei die Synchronität der Dateien zueinander wahrscheinlich erstmal flöten geht. Vermutlich gib's aber auch irgend ein Export-Plugin von einem Drittanbieter.

Ansonsten nutze ich den Softwarewechsel als Chance für einen Neuanfang. Die momentane Zuordnung der Midi-Befehle zu den Bausteinen meiner Lightshow ist nicht so wirklich gelungen, daher werde ich sie noch mal ändern, so lange ich mir dadurch noch keine zu großen Kompatibilitätsprobleme einhandle.

Gestern habe ich schon mal das Programm MidiPipe getestet, ein schickes kleines Freeware-Tool zum Filtern und Transformieren von Midi-Daten in Echtzeit. Das Tool ist eigentlich recht simpel, wenn man ein wenig trickst, kann man damit aber schon eine ganze Menge anstellen. Ich nutze es als zusätzliche Abstraktionsebene um die Daten von meinem Midi-Controller je nach aktuellen Erfordernissen anzupassen, ohne jedes Mal den eigentlichen Controller umprogrammieren zu müssen.

Ziel des ganzen ist, immer die Lichtszenen griffbereit auf einer Taste zu haben, die ich für die aktuelle Show gerade brauche und die Show anschließend im Sequenzer aufzeichnen kann, ohne für jede Lightshow sämtliche Zuordnungen anpassen zu müssen.

Wenn ich mit E Nomine durch bin, isses dann auch erstmal gut mit Songs mit christlich-mythologischem Kontext. Als nächstes werde ich mir dann wohl "Das Boot" und "Boys Of Summer" vorknöpfen... zu beiden habe ich schon ein paar gute Ideen und zu beiden wird es wohl auch wieder ein selbstgebasteltes Musikvideo als Teil der Show geben, diesmal dann wohl auch zunehmend mit selbstproduziertem Rohmaterial.

Mal sehen, ob das alles so klappt wie ich mir das vorstelle.

Morgen geht's wieder auf Dienstreise... aber wie's ausschaut nur eine Tagestour nach Berlin... hoffentlich bleibt's dabei.

Montag, 31. August 2009

Lightshow: Erster Erfahrungsbericht

Mein Urlaub neigt sich dem Ende zu... Donnerstag geht's wieder los.

Letzten Donnertag kam endlich das Paket mit meinem neuen Lightshow-Equipment. Bei einem Versandhaus dieser Größe hätte ich eigentlich mit einer etwas schnelleren Lieferung gerechnet.

Donnerstag und Freitag habe ich schon mal eine erste Lightshow zu "E Nomine - Vater Unser" gebastelt. Die neuen Moving Heads gefallen mir grundsätzlich schon mal recht gut, nur das Lüftergeräusch finde ich sehr störend. Auf einer echten Bühne würde das wahrscheinlich nicht weiter auffallen, aber hier im Wohnzimmer kann ich die Anlage nicht immer so laut aufdrehen, dass die Lüfter übertönt werden. (überhaupt würde ich gerne mal wieder die großen Boxen aufbauen...)

Für die Tests und Einstellarbeiten ist es erstmal Latte, denn dabei habe ich sowieso Kopfhörer auf. Wenn ich die Heads gut genug durchgetestet habe um sicher zu sein, dass sie ok sind und ich sie nicht zurückschicken muss, kann ich mal schauen, ob man nicht eine Lüfterregelung einbauen kann. Soviel Hitze können die paar LEDs und Motoren eigentlich nicht erzeugen, als dass der Lüfter die ganze Zeit mit maximaler Drehzahl laufen müsste.

Mit der Steuersoftware muss ich noch etwas experimentieren. Zur Zeit habe ich die Steuerbefehle an die Lightshow-Software synchron zur Musik als Midi-Track in Garage Band aufgezeichnet.

Das ist aber aus mehreren Gründen nicht der Weisheit letzter Schluss:
  • Garage Band kann selbst keine Midi-Daten auf externe Midi-Hardware ausgeben. Ich habe ein Plug-in gefunden, mit dem es doch geht, aber das stürzt manchmal ab oder würfelt die Midi-Ports durcheinander.
  • Garage Band kann offenbar keine Midi-Steuerdaten (nur normale Noten) anzeigen und editieren. Das ist doof, denn so kann ich die schönen Leuchttasten meines Midi-Controllers nicht nutzen (bzw. nur bei Dingen, bei denen ich weiss, dass ich sie später nicht noch verändern muss).
  • Garage Band meldet manchmal, dass die Datei zu viele Spuren habe. Da dies selbst bei den Tutorials passiert, scheint dies ein Bug in Garage Band zu sein bzw. der Mini ist der Aufgabe nicht gewachsen? (Wobei das Abspielen einer MP3-Datei und mehrerer Midi-Tracks nun nicht so rechenintensiv sein sollte...)
Bei dem Midi-Controller lag eine abgespeckte Version von Ableton Live bei, mal sehen ob ich damit mehr Erfolg habe. Mein erster Eindruck ist allerdings, dass diese abgespeckte Version auch keine Midi-Ausgabe an Hardware-Geräte unterstützt.

Die Verbindung zwischen Steuer-Mac und Lightshow-PC erfolgt im Moment über ein Midi-Kabel. Also vom Mac via USB zu einem Midi-Interface, von dort via Midi-Kabel zu einem anderen Interface und via USB in den PC. Reichlich kompliziert dafür, dass beide Rechner im LAN hängen... mit den getesteten Midi-over-Ethernet-Lösungen hat es jedoch nicht funktioniert (endlose Schleifen und solche Geschichten).

Auf dem Lightshow-PC habe ich nun das Problem, dass das Midi-Interface immer nur von einem Programm zur Zeit geöffnet werden kann. Neben der Lightshow-Software würde ich gerne noch ein Programm laufen lassen, dass Midi-gesteuert Videoclips abspielt um auch den Fernseher in die Show mit einbeziehen zu können und die gestalterischen Möglichkeiten dadurch zu potenzieren. Kennt jemand so eine Art virtuelles Midi-Y-Kabel für XP, mit dem das klappen könnte? Ich bin bisher nicht so recht fündig geworden.

Meine Versuche, die neue Show zu filmen, waren bisher auch noch nicht von Erfolg gekrönt. Es gibt zwar mittlerweile ein Video, aber damit bin ich nicht wirklich zufrieden, da man die Show bestensfalls erahnen kann. Die Lampen stehen so weit auseinander, dass man sie nie gleichzeitig im Bild hat und daher auch die Blinkmuster nicht erkennen kann. Es fehlt einfach der Überblick.

Allerdings ist die Show auch so breit, dass man vom Sofa auch nicht alle sehen kann ohne den Kopf zu drehen... da wird wahrscheinlich auch ein Weitwinkelobjektiv nicht viel helfen.


Samstag war ein Freund zu Besuch, neben der Lightshow-Demonstration standen noch Kino ("Hangover") und das Viertelfest auf dem Programm.

"Hangover" ist ganz ok. Der Film deutlich besser als der Trailer befürchten lässt, den Geniestreich, den man in manchen Kritiken liest, erkenne ich darin allerdings nicht. Irgendwie hätte ich erwartet, dass sich alles noch etwas genauer aufklärt und zu einem großen Ganzen zusammenfügt... so ein abschließendes Aha-Erlebnis...

Das Viertelfest fand ich langweilig. Die Musik war so gar nicht meins, die Fassadenprojektionen waren langweilig und der Rest war eigentlich nur Kommerz. Fressbude an Fressbude, nur unterbrochen durch Händler, die allen möglichen Ramsch unters Volk bringen wollten.

Sonntag, 2. August 2009

Die Mondfruchtvergiftung der Bloggerehre

Von Twitter habe ich mich aktuell ein wenig zurückgezogen weil mir dieser Dienst zur Zeit einfach nur gewaltig auf den Sack geht.

Langsam habe ich den Eindruck, dass Twitter in letzter Zeit etwas zu viel mediale Aufmerksamkeit erfahren hat und ihn jetzt das gleiche Schicksal ereilte, das schon so viele Internetdienste traf: Es wird kommerzialisiert und ausgehöhlt.

Der britische Webhoster Moonfruit hat diesen Trend zwar sicher nicht erfunden, wohl aber perfektioniert und auf die Spitze getrieben: Jeder, der in seine Tweets mit "#moonfruit" kennzeichnete, bekam die Chance, ein MacBook Pro zu gewinnen.

In Blogs gibt es seit längerer Zeit schon ähnliche Gewinnspiele, dort war die Resonanz allerdings nie so groß wie aktuell bei Twitter, denn hier gibt es einen gewichtigen Unterschied: Während es in den Blogs meistens damit getan ist, einen Artikel über das jeweilige Produkt zu schreiben und auf die Herstellerseite zu verlinken, geht es bei den Twitterspielchen darum, die Produkte möglichst hoch in der Twitter-Statistik der meistverwendeten Begriffe zu verankern. Je öfter ein Twitterer den Begriff in seinen Tweets erwähnte, desto höher die Gewinnchancen.

Das schlimme an der Sache: Die Rechnung der Marketingagenturen geht voll und ganz auf: So bald irgend eine Agentur eines sich selbst überschätzenden Unternehmens jedem, der über sie bloggt/twittert ein MacBook verspricht, werfen viele Twitterer/Blogger sämtlichen Stolz und jede Distanz über Bord und prostituieren sich, um auch ja den versprochenen Preis zu gewinnen.

Die große Mehrheit gewinnt natürlich nichts und am Ende profitieren nur Marketingagentur und auftraggebendes Unternehmen, aber das ist wohl wie beim Lotto, das ja bösen Zungen zu Folge auch nichts anderes als eine Steuer für Leute, die schlecht in Mathe sind, sei.

Im Grunde sind diese Kampagnen ein Geniestreich, denn wozu braucht man noch Botnetze, wenn man die User so einfach dazu bringt, sich selbst gegenseitig vollzuspammen? Mit der vor Kurzem noch gefeierten Journalistik vom Hudson-River hat dies freilich nichts mehr zu tun.

Die Werbung, die manche Blogger in ihren Blogs schalten, ist von dieser Perfektion natürlich noch meilenweit entfernt. Dennoch sagt sie viel darüber aus, was diese Menschen über ihre
Leserschaft denken. Wer tatsächlich an einem Kontakt mit Freunden und Bekannten interessiert ist, mutet denen keine Werbung zu.

Die Ausrede, nur die laufenden Kosten reinholen zu wollen, ist dabei eine schwache: Es gibt auch genügend Anbieter, bei denen man kostenlos und werbefrei bloggen kann.

In Anbetracht der Tatsache, dass man als Z-Blogger mit Werbung ohnehin kaum was verdienen kann, sollte man eigentlich so höflich sein und seinen Lesern die Werbung ersparen. Das erweckt dann auch nicht ein Eindruck, dass man es besonders nötig hätte und das Melken der Leser der letzte Ausweg vor Peter Zwegat ist.

Es geht jedoch auch noch dreister: Direkte Sammelaktionen in Blogs bzw. Webseiten, die einzig und alleine zum virtuellen Betteln aufgesetzt wurden. Die Aussage dieser Seiten und Blogeinträge ist sinngemäß meistens die selbe: "Ich hätte ja so gerne ein MacBook/iPod/anderes Luxusgadget, hab aber so gar kein Geld. Gib mir einen kleinen Betrag, der tut Dir nicht weh und Du tust was Gutes."

Es ist sicherlich richtig, dass Kleckerbeträge den meisten Leuten nicht weh tun. Das ändert aber nichts daran, dass es letztlich auf Kosten anderer geschieht und dadurch wahrscheinlich jemand zu kurz kommt, der das Geld für etwas dringlicheres als ein neues Notebook gebrauchen könnte.
(Vom psychologischen Druck, der alleine durch die Frage aufgebaut wird, mal ganz abgesehen.)

Vielleicht haben wir aber ja Glück und es entwickelt so schon bald ein Gegentrend. Nach dem sich eine Reihe prominenter Blogger, allen voran Web-Irokese Sascha Lobo, mit ihrem Vodafone-Werbedeal gewaltig in die Nesseln gesetzt haben, besteht zumindest ein Funken Hoffnung.

Wobei ich gestehen muss, dass ich gar nicht so genau weiss, wer Sascha Lobo eigentlich ist. Die Wikipedia schreibt über ihn:
"2007 trat Lobo unter anderem neben Johnny Haeusler von Spreeblick als einer der Gründer von adical (nach einem Rechtsstreit seit Juli 2008: adnation), einem auf die Vermarktung von Blogs spezialisierten Unternehmen, in Erscheinung." (Quelle)
Ein Unternehmen zur Vermarktung von Blogs... da wundert mich die Vodafone-Sache dann auch nicht mehr so wirklich.

Letztlich geht es wohl überall nur ums Geld, selbst in der Blogosphäre.

Soviel für heute... ich will keinem persönlich auf die Füße treten, aber dieser Trend nervt mich gewaltig!

Donnerstag, 9. Juli 2009

Reorganisationen

Momentan bin ich von Twitter echt gefrustet. Ursache ist das übliche... viele Messages bleiben einfach ohne jede Reaktion und selbst Leute, zu denen ich eigentlich einen recht engen Umgang pflege, fühlen sich nicht immer dazu bemüßigt, auf direkt an die gerichtete Fragen auch zu antworten. So was nervt mich.

Vorhin habe ich per Zufall festgestellt, dass mich ein anderer User sogar geblockt hat.

Ich weiss ja, dass ich manchmal durchaus nervig sein kann und manch einem bin ich die letzten Tage wahrscheinlich auch schon ziemlich auf den Senkel gegangen, aber gerade dieser User war eigentlich jemand, mit dem ich nur sehr sporadischen Kontakt hatte und bei dem mich diese harte Reaktion daher wirklich überrascht, zu mal er vorher keinen Ton gesagt hat.

Aber so ist das wohl im Leben und ganz besonders im Internet: Die Sitten werden rauher und wer den Nachrichten von fast 150 Leuten folgt, hat wohl einfach nicht die Zeit, auf jeden persönlich einzugehen... da kann der zwischenmenschliche Umgang wohl schon mal leiden.... Da ist die Aussicht, den Kontakt einfach mit einem Klick einzustellen, wohl verlockend.

Ich selber kann mich nicht erinnern, wann ich zuletzt jemanden in einem Chat oder bei Twitter geblockt habe. Bisher habe ich immer an meinem Leitsatz "Menschliche Probleme lassen sich nicht durch technische Maßnahmen lösen" festgehalten. Bisher lies sich das immer anders lösen, wenn auch vielleicht nicht immer ganz so zeiteffizient.

Möglicherweise werde ich aber auch demnächst mal zur Strichliste greifen und eine Statistik machen, wer meine Nachrichten mit welcher Quote beantwortet. Die untersten Plätze werden dann "entfollowed" (aber nicht geblockt, denn das wäre übertrieben!).

Das hätte gleich zwei positive Effekte: Erstens ärgerte ich mich nicht längerer darüber, ignoriert zu werden. Zweitens verhinderte ich so, jemandem unwissend und ungewollt auf den Sack zu gehen.

Ein zweiter Grund für meinen Twitter-Frust ist das vor einigen Wochen umgestellte Verhalten des Systems. Bekam man früher alle (öffentlichen) Antworten seiner abonnierten Kontakte mit, sieht man nun nur noch an die Allgemeinheit gerichtete Tweets und Antworten auf Tweets von Leuten, denen man selbst ebenfalls folgt. So entgehen einem nicht nur viele potentielle neue Chatpartner, man verpasst u.U. auch viele Informationen aus dem Leben seiner Freunde, wenn sie diese Informationen nur in öffentlichen Antworten schreiben.

Ich habe schon überlegt, ob ich nicht mal einen Open-Source-Twiter-Client nehmen und mit einem RSS-Reader kreuzen sollte. Via RSS und über die Twitter-Webseite kann man nämlich alle Nachrichten abrufen.


Aber es gibt auch positives zu vermelden: Vorhin kam eine Mail, dass meine Bestellung abgeschickt wurde, somit sollte morgen oder übermorgen meine bestellte Netzwerkfestplatte (NAS mit 2 spiegelbaren 1 TB -Festplatten) hier eintreffen und dann kann ich endlich beginnen. auch die Datenspeicherung innerhalb meines Hausnetzes umzustrukturieren.

Seit ich den kleinen Mac Mini im Wohnzimmer stehen habe, hat der große PC im Arbeitszimmer in der Woche ziemlich viel Pause und wird nur noch sporadisch benutzt. Das liegt allerdings weniger daran, dass der Mac so toll ist [1], als daran, dass ein kleiner kompakter Rechner für das bisschen Chatten nach einem langen Arbeitstag völlig ausreicht, insbesondere wenn er auch noch direkt neben dem Sofa steht. :-)

Blöde ist allerdings die Synchronisation der Daten, die ich bisher manuell mache. Um dies in Zukunft zu vereinfachen also nun die neue NAS-Platte, die eigenständig ins Netzwerk eingebunden wird und dann von allen Rechnern und Notebooks gleichermaßen erreichbar ist.

Zusätzlich habe ich mein Datensicherungskonzept überarbeitet, so dass ich meine wichtigen Arbeitsdaten in Zukunft öfter sichern kann und die einzelnen Rechner sich kreuzweise gegenseitig sichern, so dass ich von allen wichtigen Daten versionierte und auf mehrere unabhängige Geräte verteilte Sicherungen habe.

Mal gucken, wie sich dieses Konzept in der Praxis bewährt... wenn alles klappt, wie ich mir das vorstelle, ist der Gewinn an Datensicherheit und Komfort beträchtlich.


[1]: Mein Urteil, dass Mac OS zwar nicht schlecht, Windows jedoch nicht grundsätzlich überlegen ist, verfestigt sich immer mehr. Ich habe vor ein paar Tagen eine neue 1 TB-USB-Platte als zusätzlichen Speicher für die sehr kleine interne Platte des Mac Mini gekauft und die Partitionierung der Platte in 3 Partitionen (1x FAT32 zum Datenaustausch mit der PS3, 1x für Time Machine Backups und eine große Datenpartition) war ein ziemlicher Akt, da Mac OS X nur kryptische Fehlermeldungen ausgegeben hat. Nach dem ich die Reihenfolge der Partitionen verändert hatte, ging es dann irgendwann. Dennoch eine schwache Leistung.

Dienstag, 19. Mai 2009

Naddel vs. Naddel

Heute habe ich mal wieder etwas intensiver Big Brother geguckt. Die letzten Tage habe ich eigentlich immer nur im Schnelldurchgang durchgespult, denn die Staffel ist sterbenslangweilig geworden. Fast alle süßen Jungs sind rausgewählt worden und auch sonst tut sich nicht mehr viel im Haus.

Die heutige Liveshow war recht bizarr... Bohlen-Naddel ist ins Haus gekommen um BB9-Bewohneren Naddel mit einer Klage zu drohen, wenn sie sich weiterhin Naddel nennt. Begründung: Sie würde durch ihre Sexgeschichten im Haus den Namen bzw. die Marke "Naddel" schädigen, welche sie sich vor Jahren offiziell schützen lies.

Mal davon abgesehen, dass alles vermutlich nur eine PR-Aktion ist, macht die Aktion Bohlen-Naddel für mich noch unsympathischer als ohnehin schon. Und ich finde es extrem traurig, dass man sich eine Allerwelts-Abkürzung wie "Naddel" in Deutschland überhaupt schützen lassen kann.

Die zweite Sensation des Tages: Der ehemalige Publikumsliebling Sascha Sirtel ist in hohem Bogen aus dem Haus geflogen. Ich gönn's ihm von Herzen, denn er hat schließlich schon mal eine BB-Staffel gewonnen und da für eine Millionen(!) kassiert... da kann er doch jetzt ruhig auch mal jemand anderen rann lassen....Link
Vielleicht hätte ich die letzten Tage doch nicht ganz so schnell spulen sollen, mich würde nämlich schon interessieren, wie er seine Sympathie bei den Zuschauern derart verspielen konnte, dass er zum Schluss sogar gegen Nesthäkchen Beni verloren hat. Der Beni ist echt ein Süßer, aber bisher krebste er bei den Sympathiewerten immer relativ weit unten rum.

Apropos Süße: Ich glaube, so langsam kann ich meinen Olli-Club auch einstampfen. Seit seinem Auszug tut sich da rein gar nix mehr und auch die Mitglieder werden immer weniger. Mittlerweile habe ich zu Olli auch kaum noch Kontakt.

Mein VoIP-Telefon ist heute planmäßig gekommen... für diese Lieferung bekommt Sipgate aber mindestens Abzüge in der B-Note: Ich bin mit der Verpackung nicht zufrieden. Der äußere Karton war einfach nur gesteckt und auch die innere Verpackung war nicht mal mit einem Klebestreifen verschlossen, so dass jeder das Paket hätte öffnen und wiederverschließen können, ohne dass dies irgendjemand nachträglich feststellen könnte. So was muss doch echt nicht sein...

Fakt ist jedenfalls, dass das WLAN-Modul fehlt. Nach einem Telefonat mit der Hotline sieht es allerdings so aus, als wenn dies nicht geklaut sondern beim Versand vergessen wurde. Sipgate will es nun nachschicken... mal schauen, was da kommt.

Das Telefonieren über Sipgate hat bei einem ersten Testanruf bei meinen Eltern schon mal gut geklappt. Nun kommt der Langzeit-Test, mal sehen wie stabil die Firmware ist. Das Telefon scheint unter Linux zu laufen... wenn es dafür ein SDK gäbe, wäre das richtig genial. Viele Tasten, diverse LEDs und ein 320 x 240 Pixel Farbdisplay... damit kann man schon was anfangen.

Den eingebauten XML-Browser habe ich auch schon ausprobiert. Leider ein proprietäres Konstrukt und kein normaler XHTML-Browser, aber die Struktur ist recht gut dokumentiert und verständlich, so dass es kein Problem werden sollte, darauf einen kleinen Mini-Webmailer aufzusetzen.

Das größte Problem wird dabei werden die Mails vom IMAP-Server zu lesen. Apple installiert bei Mac OS freundlicherweise gleich einen Webserver inkl. PHP mit, so dass man mit einem Haken in den Systemeinstellungen schon mal grundlegende Serverdienste laufen hat.

Viel zu nützen scheint es mir allerdings nicht, denn gerade die IMAP/POP3-Routinen wurden dabei offenbar nicht mitkompiliert. Wäre ja auch zu schön gewesen...

Heute ist der Mac wieder gescrasht. Plötzlich ging beim Surfen gar nichts mehr und dann kam eine mehrsprachige Fehlermeldung, ich müsse den Mac rebooten. Das war offenbar das Apple-Äquivalent des Bluescreens.

Ich weiss nun nicht, ob das neue MacOS-Update noch nicht ganz sauber läuft oder TrueCrypt an der Misere Schuld ist. Wobei TrueCrypt kein Admin-Passwort anfordert und somit eigentlich nichts tun kann, das eine Kernel-Panic zur Folge haben könnte....?

Soviel erstmal... mal gucken, ob gleich noch das U17-Spiel Deutschland gegen Niederlande wiederholt wird. Als ich heute Vormittag erfahren habe, dass die ARD das Spiel heute ganz kurzfristig live überträgt, war es leider schon zu spät um meinen Videorekorder zu programmieren. Zumal 11 Uhr Vormittags auch kaum die richtige Zeit für ein EM-Finale ist.

Die Wiederholung heute Nachmittag auf Eurosport ist irgendwie wegen Tennis ausgefallen... mal gucken wie's jetzt im Nachtprogramm aussieht.

Montag, 18. Mai 2009

SIP it

Schon wieder eine halbe Woche ohne Blogeintrag vergangen... viel passiert ist aber nicht. Ich habe viel gearbeitet, gestern entspannt und heute mein Netz umstrukturiert.

Die Original-Apple-Bluetooth-Tastatur am Mac Mini ist mittlerweile meiner Logitech G15-Tastatur gewichen, die ich noch auf Lager hatte. Diese Tastatur besitzt u.A. eine vollständige Tastenbeleuchtung (dimmbar; sehr praktisch für einen PC im Wohnzimmer), einen USB-Hub (z.B. zum Anschluss einer Maus) und ein grafikfähiges Display für Mailbenachrichtigungen und zur Mediensteuerung.

Das LCD ist über ein eigenes SDK auch selbstprogrammierbar, so dass ich es für Statusausgaben nutzen möchte, wenn der Mac möglicherweise bald als kleiner Hausserver arbeitet. Dann kann der große TFT aus bleiben, wenn ich nicht gerade aktiv am Rechner sitze.

Heute habe ich schon mal begonnen, einen kleinen IMAP-Mailserver zu installieren. Heise hat dazu eine schöne kleine Anleitung online, die ein solides Grundgerüst für IMAP unter MacOS inkl. Verschlüsselung und Spamfilterung bietet. Da ich es so aufwändig gar nicht brauche, habe ich den Artikel nicht 1:1 umgesetzt sondern für meine Bedürfnisse angepasst. Aber man bekommt dadurch ein paar gute Einblicke in den Unix-Unterbau von MacOS und wo die Unterschiede zu Linux liegen.

Aufgabe des Servers soll sein, Emails von GMX via IMAP idle (also ohne Wartezeit) abzuholen und in eine lokale Maildatenbank einzufügen, so dass ich sowohl vom PC als auch vom Mac unkompliziert auf meine Emails zugreifen kann, ohne Emails auf jedem Rechner doppelt zu bekommen. Sprich: Änderungen (Löschen, in Ordner einsortieren, ...) am einen Rechner sollen sofort am anderen sichtbar werden, ohne dass ich ständig manuell synchronisieren muss.

Im großen und ganzen läuft der Server jetzt, die Tage muss ich noch ein wenig Finetuning betreiben.

Aber zurück zur Tastatur. Die Apple-Tastatur kann fortan an der Playstation ihren Dienst versehen, dafür ist sie denke ich nicht übel. Zum Arbeiten an einem "richtigen" Computer möchte ich jedoch auch gerne eine "richtige" Tastatur haben... und die Apple-Tastatur ist doch recht eingeschränkt. Zum Einen enthält sie deutlich weniger Tasten als eine normale PC-Tastatur, zum Anderen sind die vorhandenen Tasten nicht mal vollständig beschriftet (besonders was die Drittbelegungen bei gedrückter ALT-Taste angeht).

Wer nun behauptet, man könne einfach eine PC-Tastatur an einen Mac anschließen, der irrt. So funktionieren die POS1- und ENDE-Tasten komischerweise nur in manchen Programmen. Hier im Blogeditor gehen sie nicht... und das ist echt nervig.

Ich habe auch noch nicht rausgefunden, wie man eine Tilde (die Welle neben der Eingabetaste) eingibt. Man kann unter MacOS die merkwürdigsten Sonderzeichen produzieren, nur nicht die, die man haben möchte und die auf der Tastatur aufgedruckt sind. Ich meine in den Systemeinstellungen noch eine Funktion zum Umbelegen von Tasten gesehen zu haben. Vielleicht kann ich das Chaos damit ein wenig abmildern, denn so ist das echt kein Zustand. :-(

Die Installation meines Mailservers lief somit so ab, dass ich mich zur Nutzung der Kommandozeile via ssh vom PC auf dem Mac eingeloggt habe, denn Pfade relativ zum Home-Verzeichnis gehen mit Tilde einfach wesentlich flotter von der Hand, wenn man ständig zwischen Home- und Systemverzeichnissen wechseln und kopieren muss.

Zum Editieren von Konfigurationsdateien musste ich jedoch immer zum Mac rüberlaufen, denn der vi des Macs und meine cygwin-ssh konnten so gar nicht miteinander und produzierten nur unlesbaren Ascii-Müll.

(Plain-)Textdateien und MacOS scheinen auch eine heikle Kombination zu sein. Ich habe noch keine Möglichkeit gefunden, wie man Textdateien grafisch auf dem Mac editieren kann. Es gibt zwar auch eine Art Notepad, das schreibt allerdings nur RTF.

Und noch eine Windows-Funktion habe ich heute schmerzlich vermisst: Unter Windows kann man problemlos in jedem beliebigen Verzeichnis das Kontextmenü öffnen und eine Textdatei anlegen.... extrem hilfreich, wenn man ganz schnell ein Verzeichnis oder eine Datei kommentieren möchte. Oder einfach so was aufschreiben, ohne sich mit Formatierungen und Formaten rumärgern zu müssen. Beim Mac habe ich noch keine vergleichbare Option gefunden. Dort muss man erst einen Editor starten und dann mühsam in das gewünschte Verzeichnis navigieren.

Soviel erstmal dazu. Morgen (bzw. mittlerweile: heute) kommt hoffentlich mein neues SIP-VoIP-Internettelefon. Ich habe mir vor ein paar Wochen einen kostenlosen Account bei sipgate.de angelegt, zu dem auch eine echte Bremer Festnetztelefonnummer gehört. Hintergedanke dabei war, dass ich darüber auch vom Ausland aus (Dienstreisen) einfach über einen Hotspot im Hotel unter einer Bremer Nummer angerufen werden kann und auch die Möglichkeit habe, von dort für gerade mal 1ct pro Minute deutschlandweit zu telefonieren. Preislich ist das unschlagbar. Man braucht nur WLAN und die passende Software auf dem Handy.

Da das mit dem Handy so gut geklappt hat, habe ich mir Freitag nun auch ein stationäres Telefon bestellt, so dass ich den VoIP-Anschluss auch zu Hause nutzen kann, ohne ständig mein Handy im WLAN eingebucht haben zu müssen (das geht ziemlich auf den Akku).

Wenn alles gut funktioniert, werde ich wohl schon alleine aus Interesse mal einen Asterisk-Server auf dem Mac aufsetzen, VoIP bietet nämlich ein paar praktische Funktionen zur Vorsortierung der Anrufer, Umleitung von Anrufen und mobilen Nutzung. Damit möchte ich mal ein wenig experimentieren. Möglicherweise wäre dann auch eine FritzBox Fon eine Anschaffung wert...

Erstmal hoffe ich jedoch, dass morgen/heute mein Telefon planmäßig und unbeschadet bei mir ankommt. Sipgate liefert leider nur per UPS aus und die bedienen wiederum keine Packstationen. Somit kann es der Fahrer nur einem Nachbarn in die Hand drücken oder wieder mitnehmen... dann wird's aber frühestens Freitag was mit der Auslieferung, da habe ich mir (wie die meisten der Kollegen) einen Brückentag genommen.

Der Mensch bei Sipgate hätte es mir ja auch gerne ohne Zusatzkosten per Express geschickt, dann hätte ich es Samstag schon gehabt und die Abwesenheitsprobleme umgangen, aber irgendwie ging das dann doch nicht. Warum nicht, habe ich nicht genau verstanden... vielleicht macht UPS die Expresslieferung nicht für jeden, vielleicht war Sipgate aber auch enttäuscht, weil ich zwei Telefone angefragt und nur eins bestellt hatte, so dass sie mir die Expresslieferung dann doch nicht mehr schenken wollten.

Egal, wenn die Lieferung heute planmäßig, unbeschädigt und in unversehrter Originalverpackung (vorzugsweise mit "Fabrikluft") hier ankommt, bin ich mehr als zufrieden. (Also bitte nicht wie bei einem ostfriesischem Versandhaus, das fällt langsam wirklich negativ auf und scheint ein ernstes Qualitätsproblem zu haben.)

Mittwoch, 13. Mai 2009

Mythos Mac: Der erste Crash

Die letzten Tage war mal wieder viel Stress in der Firma, so dass ich entsprechend wenig zu Hause war. Die letzten Tage habe ich somit ausschließlich am Mac Mini verbracht, denn zum Mailcheck und Chatten muss ich nicht extra meinen Vista-Quadcore hochfahren.

Gestern Abend war noch ein Freund zu Besuch, der mehrere DVD-ROMs mit Daten für mich dabei hatte, die ich mir kopieren wollte.

Beim Mac schiebt man den Datenträger ins Laufwerk und der Inhalt erscheint automatisch auf dem Desktop. Eigentlich nicht so viel anders als bei Windows, nur dass die Laufwerke dort unter "Arbeitsplatz" angezeigt werden und Laufwerksbuchstaben nicht verschwinden, wenn das Laufwerk gerade leer ist. Selbstverständlich zeigen beide Systeme die Datenträger auch im Explorer bzw. Finder an.

Bei den ersten DVDs ging das ohne Probleme. Disk eingelegt, kopiert und durch ziehen auf den Papierkorb wieder ausgeworfen.

Dann gab's Probleme: Die Disk wurde zwar eingezogen, es erschien jedoch kein Symbol auf dem Schreibtisch bzw. im Finder.

Unter Windows würde man den Datenträger unter solchen Umständen wahrscheinlich entnehmen und nochmal neu einlegen. Bei Macs geht dieses Vorgehen leider nicht so einfach, denn eine Auswurftaste wird man an den allermeisten Mac-Laufwerken vergebens suchen. Wenn kein Symbol angezeigt wird, kann man auch nichts zum Auswerfen auf den Papierkorb ziehen oder auch nur anklicken.

Die Eject-Taste auf der Tastatur zeigte ebenfalls keine Wirkung. (Wobei ich die noch nie benutzt habe und auch nicht sicher bin, ob sie sich überhaupt auf das DVD-Laufwerk bezieht oder vielleicht was mit der Medienwiedergabe-Steuerung zu tun hat.)

Eine kurze Google-Suche brachte dann das Ergebnis: Man muss den Mac rebooten und während der Startphase die Maustaste gedrückt halten. Dann wirft der Mac alle Datenträger aus... hätte ich auch selbst drauf kommen können...

(Und weil diese Lösung so intuitiv ist, blenden Macs beim Booten auch nur ein Apfellogo ein und keine Hilfe zu den diversen Tastenkombinationen, die man während des Bootvorgangs drücken kann. Da gib's eine ganze Latte, der Start von CD wird z.B. ebenfalls durch eine Taste ausgelöst.)

Zunächst passierte aber nach dem Neustart-Befehl überhaupt nichts. Der Rechner sagte, er würde herunterfahren und blieb dann in diesem Zustand stecken. Auch nach mehreren Minuten keine Reaktion, normalerweise geht dies recht fix.

Ich habe den Mac dann irgendwann durch gedrückthalten des Power-Schalters aus- und wieder eingeschaltet (immerhin das klappt wie beim PC). Beim folgenden Bootprozess ließ sich dann zum Glück auch die DVD auswerfen.

Nachdem das System wieder hochgefahren war, habe ich's noch einmal versucht und diesmal wurde die Disk anstandslos kopiert.

Mal gucken, ob solche Probleme noch mal vorkommen. Ich habe heute erstmal das nagelneue Update auf Mac OS X 10.5.7 installiert. Der Download war mit fast 500 MB schon ganz ordentlich, somit ist es wohl am ehesten mit einem Windows-Servicepack vergleichbar. Die erreichen ähnliche Größenordnungen.

Laut dem obigen Heise-Artikel stopft das Update auch eine ganze Reihe böser Sicherheitslöcher, die Installation ist also dringend zu empfehlen wenn man einen Original-Mac besitzt.

Wer Mac OS mit Hacks auf einem normalen (jedoch Mac-ähnlichem) PC einsetzt, sollte sich das Update überlegen, denn die Gültigkeitsprüfung der Hardware soll durch das Update erheblich verschärft werden.


Nachdem ich in diesem Blog schon einige Male über Videoschnitt am PC geflucht hatte, habe ich vor ein paar Tagen selbiges am Mac getestet. Ich wollte für einen Freund eine digital über DVB-C aufgenommene Fernsehsendung schneiden und auf eine DVD brennen.

Der Mac bringt dazu iMovie (Schnitt) und iDVD (DVD-Authoring) direkt ab Werk als Teil des iLife-Programmpaketes mit. Funktional scheinen beide Programme wohl ungefähr dem bei Windows mitgelieferten Movie Maker zu entsprechen.

Zur Bedienung kann ich leider nicht viel sagen. Da die MPEG2-kodierten Rohdaten von iMove nicht gelesen werden konnten, war der Test zu Ende, bevor ich überhaupt irgendwas schneiden konnte. Standardformate wie MPEG2 sind absolutes Pflichtprogramm; ein Schnittprogramm, das damit nicht umgehen kann, ist weitestgehend unbrauchbar. iMove scheint dagegen nur auf QuickTime- und DV-Material ausgelegt zu sein. Dicker Minuspunkt.

Ich habe den Film dann mit Premiere Elements unter Windows geschnitten. Ein Vergleich von iMovie/iDVD mit Premiere Elements wäre natürlich extrem unfair, da Premiere alleine mehr kostet als das komplette iLife-Paket kosten würde, wenn man es einzeln kaufen und nicht zusammen mit einem Mac erstehen würde. Ich habe daher zum Schluss auch noch mal probiert, die Dateien mit dem Windows Movie Maker zu laden, was gar kein Problem war. Microsoft scheint seine Hausaufgaben, zumindest was das angeht, deutlich besser als Apple gemacht zu haben.

Mein Münchener Macintologe meinte, dass man wohl viele CODECs unter MacOS nachrüsten könne. Wenn ich Zeit habe, probiere ich das vielleicht mal. Ob ein CODEC reicht, damit iMovie den Film schneiden kann, halte ich allerdings für fraglich.

Nun muss ich aber erstmal ins Bett... diese Nacht leider wieder alleine. :-(

Sonntag, 10. Mai 2009

Die Zukunft hat begonnen

Eben gerade war ich mit drei Freunden im Kino: Star Trek - Die Zukunft hat begonnen

Mir hat der Film eigentlich ziemlich gut gefallen, ich kann aber auch verstehen, wenn sich einige, vor allem die eingefleischten Fans der Serie, mit ihm sehr schwer tun werden.

Der Film stellt doch einiges anders dar als man es aus der Serie kennt und so recht mag mir das auch nicht gefallen. Aber vielleicht war es wirklich an der Zeit, einen Schnitt zu machen und einen Neuanfang zu wagen um die Thematik noch einmal von einer anderen Seite zu betrachten, ähnlich wie dies bei James Bond gemacht wurde.

So wie die Enterprise in der alten Serie dargestellt wurde (unzählige völlig sinnlose Lämpchen) hätte man es in einem modernen Film nicht machen können, das wäre hochgradig lächerlich geworden. Darüber, ob es so weitreichende Änderungen an der Story gebraucht hätte, kann man sicherlich streiten. Für die Breite Masse sind diese Änderungen denke ich nicht schwerwiegend. Als Fan kommt es drauf an, wie gut man sich auf diese neue Konstellation einlassen mag.

Ich finde den neuen Film ganz spritzig und humorvoll umgesetzt, wobei Chekov für mich der heimliche Star des Films war. Der russische Akzent, mit dem ihn nicht mal der Bordcomputer versteht, ist einfach zu geil. (Der Schauspieler übrigens auch....)

Auch Kirk war in der Simulator-Übung einfach genial.

Vieles wirkt allerdings auch geklaut, so erinenerte mich die Szene mit dem jungen Kirk im Sportwagen doch sehr an die Podrennen aus Star Wars. Und die Romulaner erinnern doch irgendwie sehr an Matrix.

Auch wenn dieser Film nicht 100%ig ins bekannte Star Trek-Universum passt, bin ich doch sehr gespannt auf die Fortsetzung.

Soweit erstmal... mal sehen ob ich nachher zur Flugschau am Bremer Airport gehe... so richtig motiviert bin ich nicht. Dieses Wochenende war lang und aus meinem Bekanntenkreis hat auch keiner Zeit und Lust. Vielleicht mache ich mir also lieber einen ruhigen Tag... aber das entscheide ich erst nach dem Aufstehen.

PS: Dies ist mein erster auf dem Mac geschriebener Blogeintrag. Zum Schreiben längerer Texte ist der Aufstellungsort allerdings zu unbequem, so dass ich die meisten Blogeinträge sicherlich weiterhin am PC schreiben werde.

Samstag, 9. Mai 2009

Schaumparty

Watt'n Stress schon wieder. Nächste Woche wäre ich beinahe nach Singapur geflogen um einen Kollegen vor Ort zu unterstützen. Gestern Mittag kam dann die Entwarnung: Der Kollege hat es auch alleine hinbekommen und meine Dienste sind dort doch nicht erforderlich.

Ich bin ganz froh, dass es so gekommen ist, denn das wäre zum einen etwas kurzfristig gewesen, zum anderen steht Singapur auf meiner Liste der must-see-Städte ziemlich weit unten. Dies liegt vor allem am in meinen Augen völlig übertriebenen Strafrecht. Für Sachen, die in Deutschland bestenfalls Ordnungswidrigkeiten darstellen, wird man in Singapur verprügelt (Rohrstock auf das nackte Gesäß) oder gleich einen Kopf kürzer gemacht. Die Einfuhr von Kaugummi und Pornografie ist strengsten Untersagt, ebenso Sexpraktiken wie Oral- oder Analsex. Bei letzterem ist wohl gerade ein Umschwung im Gange, wenn auch nur für Heteros. Homosexualität ist selbstverständlich auch verboten.

Auch wenn ich nicht zum Amseln hinfliege, empfinde ich einen Besuch dort als unkalkulierbares Risiko, denn ich habe keine Ahnung, wo die Singapurianer bzw. deren Regierung ihre empfindlichen Punkte haben und ich müsste erstmal mein Handy säubern, ob da nicht vielleicht noch das ein oder andere unschickliche Foto drauf ist. Ich weiss nicht, welche Rechte Polizisten z.B. bei Polizeikontrollen haben. Republiken mit Einparteiensystem sind mir jedenfalls höchst suspekt.

Ich gehe stark davon aus, dass Schaumpartys wie die gestern in der Fun Factory dort ebenfalls verboten sind.

Nachdem ich nun schon seit Jahren ziemlich erfolglos versuche, jemanden aus einem Freundes- und Bekanntenkreis zu einem Besuch einer Schaumparty zu überreden bzw. immer irgendwas kurzfristig dazwischen kam, bin ich gestern nun einfach mal alleine hingefahren.

Ich war so gegen 23:40 dort und der Parkplatz war gerammelt voll. Nur im hintersten Winkel waren noch ein paar Parkplätze frei. Die Fun Factory ist allerdings aufgrund ihrer Lage auch eher eine Autofahrer-Disko. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln kommt man dort nur schlecht hin.

Die Schlange an der Kasse hielt sich in Grenzen und auch bei der Türkontrolle ging es relativ schnell.

Zumindest einen Vorteil hat mein Geburtstag: Ab 30 kommt man umsonst rein. Die Kehrseite ist allerdings, dass ich anscheinend auch so aussehe, denn einen Ausweis musste ich nicht vorzeigen.

Dass mich ein Türsteher nicht nach einem Ausweis fragt, setze ich eigentlich voraus und wäre beleidigt, wenn er es täte. Minderjährig bin ich gewiss nicht mehr.

Dass mir der Kassierer jedoch auf meine Nachfrage direkt mein "Seniorenticket" rübergeschoben hat, gibt mir jedoch doch zu denken... und ich tröste mich damit, dass er es erst auf Nachfrage tat.

Auf der Tanzfläche und in der ganzen Mainhall ein Meer unheimlich süßer halbnackter Jungs und ich mitten drin... so voll und eng, dass Körperkontakt unvermeidbar ist.

Ungefähr so stelle ich mir das Paradies vor und wenn ich mir einige der Schöpfungen dort so ansehe, könnte ich ich fast geneigt sein, der Theorie vom Intelligent Design zuzustimmen. (Aber nur fast, bevor sich jetzt hier irgendjemand Hoffnungen macht.) Wahnsinn!

Im Zentrum der Tanzfläche war der Schaum rund 2 Meter hoch (höher als mache, die darin tanzten) und ich frage mich, wie man dort eigentlich noch Luft bekommt. Wahrscheinlich muss man sich dort immer ein Loch nach oben hin freitanzen.

Ich selber habe mich nur in maximal Knietiefe Gefilde begeben. Handy und Portemonnaie waren für den Notfall mit Plastiktüten abgedichtet, man kann ja nie wissen ob man nicht irgendwann auch mal unfreiwillig tiefer im Schaum steckt als man möchte. Der Boden war aalglatt und meine Schuhe hatten kaum Grip.

Das Rauchverbot in Diskotheken ist übrigens eine gute Sache. Die Luft dort war um Klassen besser als bei meinem letzten Besuch. Die Musikauswahl war ok. Eine relativ bunte Mischung aller Genres, bei der ich eigentlich nur mit manchen Malle-Prollhymnen so meine Schwierigkeiten hatte. Die hielten sich aber in Grenzen.

Einzig negative Erfahrung des Abends: Ein Pärchen, er ein ziemlich breiter Typ, sie eine Schnepfe mit dickem Hintern.

Ich stand an einem Geländer und war in den Anblick zweier süßer Typen vertieft, die oben ohne auf einem Podest vor mir tanzten.

Irgendwann schob sich das Mädel mit ihrem Gesäß immer weiter in meine Richtung und setzte sich schließlich auf das Geländer. Dann kam ihr Freund bei mir an und schob mich weg. Ich dachte erst, er wolle nur vorbei, aber offenbar war es ihm ein Dorn im Auge, dass ich so nah an seiner Freundin stand.

Ich habe mich dann zwei Meter weiter (was für die Verhältnisse wirklich ausreichend sein sollte) postiert und mit dem Rücken zu den beiden weiter den beiden süßen Typen auf dem Podest zugeguckt.

Trotzdem kam er ein paar Minuten später noch mal bei mir an. Die "Lady" würde sich von mir bedrängt/belästigt/was-auch-immer fühlen.

Bitte was? Ich habe nicht mal in ihre Richtung geguckt!

Ich habe ihn nur gefragt, wieviele Kilometer Platz "die Lady" denn bräuchte und bin in eine andere Ecke der Disko gegangen weil mir das zu blöd wurde. Vielleicht war er auch beleidigt, weil ich seine Tussie mit dem Arsch nicht angeguckt habe... oder sie steht auf Hinterteile...

Manche Menschen scheinen doch ein mächtiges Ego zu haben und sich für unwiderstehlich zu halten. Der Macker war es definitiv nicht.


Zwischendrin wurden natürlich - die Fun Factory ist ja eine Hetero-Disko - auch immer Mädels gesucht, die möglichst nackig auf der Bühne vor dem DJ-Pult tanzen wollten. Mindestens eine konnte sich dann auch dazu durchringen, für eine Jahreskarte und 100 Euro Freiverzehr vor der sabbernden Meute und dem Hoffotografen ihre Titten zu zeigen. Ich habe das nicht weiter verfolgt, aber das Ergebnis ist sicherlich bald in der Bildgalerie der Fun Factory zu bewundern.

Ein paar erste Fotos sind schon online, ich habe sie allerdings noch nicht durchgesehen ob ich auch irgendwo drauf bin. Die Fun Factory hat auf jeden Fall arg nachgelassen. Früher konnte man die Bilder fast in Originalgröße runterladen, inzwischen sind es nur noch Briefmarken. :-(

Gegen 2:45 bin ich dann wieder zurück gefahren.

Fazit: Hat sich gelohnt! Ich bin zwar eigentlich kein Diskogänger und fühle mich auf jeder Tanzfläche ziemlich deplatziert, so kann ich aber durchaus dann und wann mal einen Abend verbringen. Ein Shirtless-Schnuggel wollte mich wohl auch irgendwie zum Feiern motivieren und zu einer Art Polonaise über den Dance Floor auffordern(?), aber da war ich so überrascht, dass ich erst viel zu spät reagiert habe.

Für die nächste Schaumparty muss ich mir auf jeden Fall eine Begleitung suchen.

Die Rückfahrt habe ich genutzt, um die höheren Geschwindigkeitsbereiche meines neuen Autos auszutesten. Die Einfahrphase ist mittlerweile abgeschlossen und ich darf die Geschwindigkeit langsam steigern. Bis ca, 190 bin ich gekommen, danach kam ich wieder in einen Pulk von Autos und musste abbremsen. Vielleicht finde ich zu späterer Stunde an anderer Stelle noch mal ein längeres Stück freie Autobahn...

Vorhin habe ich Hose, Schuhe und Socken zum Trocknen aufgehängt. Viele Leute haben sich auch auf dem Parkplatz umgezogen, aber ich war ja nicht komplett untergetaucht.

Heute Abend steht der neue Star Trek Film auf dem Programm. Beim Trailer fühlte ich mich doch irgendwie sehr stark an Star Wars erinnert... aber die Kritiken sind sehr gut und ein paar der Hauptdarsteller können sich auch sehen lassen, somit kann der Kinoabend eigentlich nicht völlig in die Hose gehen.

Mein Mac hat übrigens gestern einen eigenen TFT-Monitor spendiert bekommen. Nichts großartiges, aber ist ja auch nur ein Zweitrechner. Der Mac steht nun im Wohnzimmer neben dem Sofa, so dass ich auch beim Fernsehen gucken nebenbei Chatten oder Twittern kann. Der Mac am großen Fernseher war ohnehin etwas überdimensioniert, alleine vom Stromverbrauch.

Mac, Bildschirm und eine externe Platte verbrauchen nun alle zusammen rund 50 Watt, im Standby sogar noch deutlich weniger. Damit kann man wohl erstmal leben...