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Montag, 15. September 2014

Körperlos

/// Wer will findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. ///

Samstag Abend war ich zum zweiten Mal auf einer Schaumparty in der K13 Sauna in Oldenburg.

Ich hatte mir schon öfters vorgenommen mal wieder hinzufahren, aber immer wieder Gründe gefunden, es dann doch nicht zu tun. Mal ging es wegen Neurodermitis-bedingter Hauptprobleme nicht (die Gründe waren leider nicht vorgeschoben denn strukturelle Integrität ist bei einer Schaumparty das A&O), mal schreckte der große Overhead ab (wer eine Kabine haben will um die Nacht bis zum ersten Zug nach Hause zu überdauern muss früh da sein und noch mal genauso lange dort warten bis der Zug endlich kommt). Mal überwogen die Zweifel, ob der erste Besuch überhaupt noch zu toppen ist und mal erschlaffte der gute Vorsatz nach dem dem Besuch gewisser Internetseiten schon vorher wieder auf Basispriorität und wurde dadurch schnell durch andere Dinge verdrängt. Irgendwas liegt ja bekanntlich immer an.

Nun nach fast genau 2 Jahren war es dann wieder soweit.

Um 15:30 (6,5 Stunden vor Partybeginn) war ich an der Sauna-Rezeption um noch eine Kabine zu ergattern - dennoch zu spät, nix mehr frei. Wenn Schaumparty ist, ist die Bude immer gerammelt voll.

Auch eine Schrank-Reservierung für einen späteren Check-in war leider nicht möglich. Ich hatte auf etwas mehr Kulanz gehofft, denn für Besucher von Auswärts sind die Partys irgendwie doof zu erreichen. Die Sauna liegt direkt am Oldenburger Hauptbahnhof und die Parkplätze in der Straße sind trotz Parkscheinautomat voll. Die saunaeigenen Parkplätze sind vermutlich ebenso schnell weg wie die Kabinen und die Oldenburger Parkhäuser sind von ihren Öffnungszeiten nicht wirklich kompatibel mit nächtlichen Partys. Da ist die Anreise mit der Bahn die bequemste Lösung. Der erste Zug nach Bremen fährt allerdings erst wieder kurz nach 6.

/// Pläne... ///

Meine ursprüngliche Planung sah vor, eine Kabine anzumieten, in der Kabine nach der Party auszuschlafen und so gegen halb 8 gemütlich Richtung Heimat aufzubrechen. Eine Saunakarte gilt für maximal 12 Stunden, danach kann man noch um maximal 4 Stunden verlängern bevor ein erneuter Eintritt fällig wird. Wenn man inkl. etwas Sicherheitspuffer bis 8 bleiben will, darf man also nicht vor 16 Uhr einchecken.

Da auch Schrankreservierungen nicht möglich waren, habe ich mich noch eine halbe Stunde am Bahnhof in die Sonne gesetzt um dann um 16 Uhr einen Schrank zu reservieren/bezahlen.

/// Doktorspiele ///

Schaum gibt es nur von 22 bis ca. 2 Uhr. Also noch 6 Stunden Zeit.

Ich habe die Zeit genutzt um mir "Doktorspiele" anzuschauen; einen Film, auf den ich bereits seit ich den ersten Trailer gesehen hatte, sehr gespannt war. Nachdem ich von der vampirolaktischen Werbung der Nachmittagsvorstellung schon ausreichend fremdbeschämt war, setzt der Schock mit dem Beginn des Vorspanns und seiner Abhandlung über Testosteron ein. OMFG, wo bin ich da nur reingeraten?

Aber je länger der Film lief, desto besser wurde er. Ob er nun das deutsche American Pie ist, weiß ich nicht.  Ich glaube, die Filme sind nur bedingt vergleichbar. Aber Doktorspiele ist eine gute Mischung aus vielen süßen Jungs und einer Story, die das Genre zwar nicht neu erfindet, aber auch nicht zu sehr in den Genre-Klischees mitschwimmt. In jedem Fall eine gute Einstimmung auf den restlichen Abend. (Bluray ist schon vorbestellt!)

/// Nummerierte Müllsäcke ///

Nach einem kurzen Abstecher zum McDonalds im Hauptbahnhof (es wird eine lange Nacht!) war ich gegen 19 Uhr zurück in der Sauna. Inzwischen waren nicht nur alle Kabinen sondern auch alle Schränke ausgebucht und die immer noch zahlreich eintreffenden Partygäste konnten ihre Klamotten nur noch in nummerierten Säcken an der Rezeption einlagern lassen.

Immer noch 3 Stunden zu überbrücken.

Auf den Aufbau der Sauna war ich ja schon in meinem oben verlinkten Blogartikel von vor 2 Jahren eingegangen, viel hat sich seit dem nicht verändert. Für mich persönlich fehlt irgendwie eine Attraktion, die die Sauna auch ohne Schaum attraktiv macht. Kein Pool, keine vernünftigen Fußbäder, kein schöner Ruheraum mit Musik-DVD wie in Berlin.

Das Publikum war durchmischt und alle Altersgruppen vertreten. Die Schnuckelquote war absolut in Ordnung, auch wenn viele Jungs in Begleitung waren.

/// Gott ///

Punkt 22 Uhr wurde die Schaum-Area eröffnet und ich war als einer der ersten mit dabei. Der Schaum war angenehm warm, das Gedränge mal größer und mal kleiner, ebenso wie die Schaumhöhe. Ich habe mich immer so positioniert, dass ich nicht zu tief im Schaum stand, denn Schaum und Brille sind keine gute Kombination. Wenn überall Schaum ist, kann man sie auch nicht so leicht sauberwischen. Beschlagene Gläser sind allerdings kaum zu vermeiden, da hilft dann nur raus, entschäumen und sauberwischen. Nur in der Dampfsauna ist das noch schlimmer.

Wer mich kennt weiß, dass ich nicht unbedingt ein Freund von schnellem Sex bin. Dementsprechend habe ich mich auf der Party was das angeht auch eher zurückgehalten. Aber ich mag die Ungezwungenheit: Mode und Klamotten spielen auf solchen Partys keine Rolle und es dominieren die schlichten weißen Handtücher, welcher der Saunabetreiber zur Verfügung stellt. Und ich genieße den Körperkontakt.

Wenn ich einen süßen Schnuggel im Arm halte (und nur dann), glaube ich an einen Gott!

/// Postschaumatische Gedanken ///

Nach rund 3 Stunden ging ich endgültig aus dem Schaumbereich raus und habe mich auf eine der Ruheliegen zurückgezogen um eine erste Bilanz des Abends zu ziehen: Ja, die erste Party war noch zu übertreffen, bei weitem sogar!

Mit fortschreitender Uhrzeit zogen sich immer mehr Besucher in ihre Kabinen zurück (so sie denn eine bekommen hatten - Jungs unter 25 haben hier einen taktischen Vorteil weil sie keinen Eintritt zahlen müssen) oder verließen die Sauna. Einige, die wohl auch auf ihren Zug warten mussten, lagen im Ruheraum auf einer Liege und schliefen. Eine Gruppe älterer Männer saß an der Bar.

Die Playlist in der Lounge zeigte auch erste Redundanzen. Kurz um: Nicht mehr viel los.

Rumsitzen/liegen war auf die Dauer zu kühl, somit habe ich regelmäßig Saunagänge eingelegt. Es gibt zwei Trockensaunen und eine Dampfsauna, ich habe aber keine Temperaturangeben gesehen.

Viel Zeit für viele Gedanken.

Beim Schätzen des Alters mancher Partygäste wurde mir auch schmerzlich bewusst, dass ich mich selbst langsam aber sicher der 50%-Marke der statistischen Lebenserwartung nähere. Grund genug, für eine nächtliche Mini-Midlife-Crisis und die Frage, was ich rückblickend anders gemacht hätte und - wichtiger noch - was ich daraus für Schlüsse für die Zukunft ziehen sollte.

Und wie es wohl wäre, sich die Welt wie ein körperloser Geist einfach mal eine Weile aus der Distanz anzuschauen, losgelöst von Zeit und Schaum. Da ich nicht wie Wowbagger enden möchte (ich bin ihm so schon ähnlich genug) und ohne Schnuggel im Arm nicht leben kann, habe ich den Gedanken wieder verworfen.

/// Back To Earth ///

Sonntag früh um halb 8 war ich wieder zu Hause und hatte erstmal einigen Schlaf nachzuholen. So richtig erfolgreich war ich dabei nicht und der Sonntag blieb lethargisch. Ich habe mit diesem Blogeintrag begonnen, habe ihn aber nicht so recht zu Ende bekommen. Dann noch viel emotionale Musik gehört und früh ins Bett gegangen. Zum Glück hatte ich für den heutigen Montag in weiser Voraussicht (und weil mein letzter Urlaub jäh durch eine Dienstreise unterbrochen wurde) einen Tag Urlaub eingereicht.

Nun steht erstmal wieder eine arbeitsame Woche an. Und dann sollte ich mal schauen, ob ich einen Teil der Vorsätze von Sonntag früh in die Tat umsätzen kann... aber wie das so ist, mit den Vorsätzen...

Sonntag, 9. September 2012

K13 Sauna Oldenburg

Gestern gings mit einem Bekannten zur Schaumparty in die K13 Club Sauna in Oldenburg. Da ich bisher noch nie dort war und sich der Besuch gut meine bisherigen Sauna-Kritiken einreiht, möchte ich auch zu dieser Gay-Sauna eine kurze Rezension schreiben.

Lage

Die Sauna liegt direkt am Hauptbahnhof, was die üblichen Vorteile bei der Anreise mit dem Zug und die üblichen Parkplatz-Nachteile bei der Anreise mit dem Auto bedingt. Die Sauna scheint ein paar (Kunden?-)Parkplätze unter dem Gebäude zu haben, man dürfte aber zu den Hauptzeiten viel Glück brauchen, um davon einen zu ergattern. Da gestern zudem auch noch Schaumparty war, habe ich keine freien Parkplätze in der Umgebung gesehen, allerdings auch nicht danach gesucht, da wir mit dem Zug angereist sind.

Der Eingang zur Sauna befindet sich in der 2. Etage und ist gut ausgeschildert.

Preise

Oben ist ein kleiner Schalter, an dem man den Eintritt bezahlen muss. Die Preise sind an der Tafel etwas besser erklärt als im Internet, so ganz verstehe ich sie aber immer noch nicht. Während die Preise ohne Kabine noch relativ klar sind, wird es bei Kabinennutzung kompliziert.

Ich habe dem Betreiber eine Email geschrieben, mit der Bitte, mir das Preisgefüge noch mal etwas genauer zu erklären, habe aber bisher keine Antwort erhalten. Es scheint tatsächlich so zu sein, dass man nach 4 Stunden Kabinen-Nutzung quasi "Zwangsausgecheckt" wird und dann erneuten Eintritt zahlen muss. Wie die 1,50 EUR Stundengebühr dort reinpassen und ob man neben dem Eintritt auch die 5 bzw. 8 EUR Kabinenzuschlag nochmal bezahlen muss, weiß ich nicht.

Ich würde es begrüßen, wenn die Sauna ihre Preisstruktur umstellen würde: Eintritt zahlt man wenn man reingeht und nicht zwischendrin noch mal. Und dann kann es meinetwegen Freistunden und nach deren Ablauf Stundenzuschläge auf den Eintritt und die Kabinennutzung geben.

Umkleide

Wir hatten eigentlich vor, eine Kabine zu mieten um die Zeit bis zum ersten Zug zurück nach Bremen zu überbrücken, wegen der Schaumparty waren aber schon alle Zimmer belegt und wir hatten noch nur noch die Wahl, uns einen Spind zu teilen oder unsere Klamotten in Tüten an der Rezeption lagern zu lassen.

Das Personal war nett und es gab auch eine kleine persönliche Einführung was wo zu finden ist.

Aufbau

Im Obergeschoss (2. Etage) gibt es einen Bistrobereich mit Theke und Tischen, 3 Saunen (zwei normale und eine Dampfsauna), Duschen, ein Alibi-Fußbad (s.u.), ein kostenloses Internet-Terminal und diverse Ruheliegen. Das Obergeschoss ist recht liebevoll eingerichtet.

Im Untergeschoss (1. Etage - im Erdgeschoss sind die Parkplätze) liegen die Kabinen, der Schaumbereich mit angeschlossenem Mini-Barbereich und ein paar der üblichen Einrichtungen und Gerätschaften wie man sie aus Gay-Saunen kennt. Und wie in allen Gaysaunen sind die Gänge so verwinkelt, dass man als neuer Besucher fast ein Navi braucht um sich zurechtzufinden.

An der Sauberkeit gibt es denke ich nichts auszusetzen, auch die Schaumspuren wurden regelmäßig weggewischt (im Untergeschoss gibt es keine Duschen, so dass man eingeschäumt einmal quer durch die Sauna muss und dabei zwangsläufig eine eine Schaumspur hintersich lässt - dies macht die Schaum-Area aber auch leicht zu finden).

Schaumbereich

Der Schaumbereich war ganz nett, aber für die Größe der Sauna möglicherweise etwas überdimensioniert. Am Anfang war es noch relativ voll, aber die meiste Zeit gab es genug Platz damit sich mehrere räumlich getrennte Grüppchen bilden konnten. Etwas voller mit etwas mehr Gruppenkuscheln wäre mir lieber gewesen.

Die Schaumkanone an der Decke wurde im Intervallbetrieb geschaltet, entsprechend ging der Schaumpegel immer rauf und runter. Hier ist noch etwas Raum für Verbesserungen, denn der Schaumstand erreichte auch Pegel über Kopfhöhe. Ich glaube zwar nicht, dass man im Schaum ersticken kann (immerhin besteht er fast nur aus Luft), einatmen möchte ich das Schaumfluid aber trotzdem nicht und habe mich immer schnell zum Rand begeben wenn die Kanone wieder eingesetzt hat.

Irgendwann im Laufe der Nacht wurden der Schaumbereich und der untere Barbereich geschlossen. (Die Schaumparty war eine Sonderveranstaltung und ist daher nicht dauerhaft geöffnet.)

Saunen

Die Saunen blieben durchgängig geöffnet. An den beiden Trockensaunen gibt es nichts auszusetzen. Sie sind klein und gemütlich (und waren zumindest gestern die meiste Zeit leer). Das Dampfbad ist vom Dampf selbst auch ok, allerdings stockfinster. Wer's mag. Ich würde zumindest ein Schummerlicht bevorzugen, schon alleine aus Sicherheitsgründen.

Fußbäder waren zwar vorhanden, sahen aber nicht besonders einladend aus. Fußbäder sind für richtiges Saunieren von zentraler Bedeutung, da sie einen Reflex des Körpers ausnutzen um den Körper(kern) nach dem Saunagang wieder abzukühlen. Aber immerhin, ich habe auch schon Gay-Saunen komplett ohne Fußbäder gesehen. Wer richtig saunieren will, geht aber wohl besser in eine normale Sauna. (Vielleicht bin ich aber auch etwas verwöhnt weil wir am Bremer Weserpark eine wirklich Top-Sauna-Adresse haben?)

Ruhebereiche

Die Ruhebereiche erinnern dafür etwas zu sehr an Familiensaunen: Es gibt mehrere Liegestühle in einigem Abstand zueinander, dazwischen Tische mit Zeitschriften wie Men's Health und 'Box'.

Wer kuscheln will, muss sich eine Privatkabine nehmen oder Glück haben und einen Platz auf der kleinen Liegefläche im Untergeschoss erwischen. Gestern war da aber immer alles voll.

Eine schöne Liegefläche oder ein Whirlpool würden die Sauna gehörig aufwerten, sowohl für Pärchen als auch für Singles, die mit anderen Singles auf Tuchfühlung gehen möchten.

"Fernsehzimmer"

Das "Fernsehzimmer" hat einen ähnlichen tribünenhaften Aufbau wie eine Sauna, nur dass es statt Saunaofen einen Fernseher gibt, auf dem diverse Erzeugnisse der Erwachsenenunterhaltungsindustrie laufen. Die Berliner Sauna, die ich letztes Jahr besucht hatte, bewies da mit dem Schillervideo etwas mehr Niveau. Wer dort länger verweilen möchte, sollte sich unbedingt ein Kissen mitbringen, die hölzerne Tribüne hat keinerlei Rückenpolsterung.

Funktionsmöbel und Darkrooms

Im Untergeschoss stehen die üblichen Funktionsmöbel wie Slings, Gloryholes und diverses SM-Zubehör (Andreaskreuz, Pranger, Bock, Gynäkologenstuhl), welche ich aber nicht getestet habe.

Die Darkrooms werden ihrem Namen voll und ganz gerecht: Man sieht die Hand vor Augen nicht. Auch hier gilt: Wer's mag. Ich halte mich eher an den Spruch "Das Auge isst mit" und Überraschungen im Dunkeln sind nicht so meins.

Publikum

Wobei Überraschungen nicht immer negativ sein müssen. Das Sauna-Publikum fällt in diese Kategorie: Es waren deutlich mehr junge Leute da als ich befürchtet hatte. Ich denke mal, die Schaumparty als Special Event und der Freie Eintritt für Jungs bis 24 werden gestern ihren Teil dazu beigetragen haben. Wenn ich sehe, was da an heißen Typen rumlief, bin sogar ich als überzeugter Atheist kurzzeitig fast geneigt, die Evolutionstheorie anzuzweifeln. Aber nur fast.

Fazit

Wenn ich die rund 9 Stunden Aufenthalt im K13 Sauna Club in einem Wort zusammenfassen sollte, denke ich, dass "Befriedigend" eine treffende Beschreibung ist. Die letzte Nacht hat sich auf jeden Fall gelohnt, auch wenn ich erst um Viertel vor 8 endlich in meinem Bett lag. Für das nächste Mal sollte ich wohl doch mal nach geeigneten Parkplätzen Ausschau halten, die Zeit bis zum Früh-Zug kann man auch zu Zweit kaum ohne Zeitschriften überbrücken. Zu späterer Stunde war es schon recht leer.

Ob sich der Besuch auch lohnt wenn keine Schaumparty ist, weiß ich nicht. Ich habe da momentan noch ein paar Zweifel. Auch die Kabinenpreise finde ich überzogen.

Und es bleibt das generelle Problem der schwulen Szene: Schneller Sex ist meistens kein Problem, für Leute, die eher ein bisschen Kuscheln wollen, ist das Angebot dagegen ziemlich gering.

Irgendwann muss ich wohl selber mal eine Kuschelparty organisieren...

*** UPDATE 2012-09-11 ***

Gerade kam die Antwort auf meine Bitte um Erläuterung der Preisstruktur:
"Ohne Kabine sind das 14 Euro Eintritt plus 3 Euro Mindestverzehr für 12 Stunden. In der 13. bis 16. Stunde kommt jeweils 1 Euro pro Stunde hinzu, ab der 17. Stunde kostet es nochmal einen Eintritt.

Mit Kabine sind das 14 Euro Eintritt plus 3 Euro Mindestverzehr plus 5 Euro für die Kabine für 12 Stunden. In der 13. bis 16. Stunde kommen jeweils 1,50 Euro pro Stunde hinzu und ab der 17. Stunde dann nochmal der Eintritt und Kabinenzuschlag."
Dass das so gemeint sein könnte, hätte ich aus dem knappen Hinweis auf der Homepage wohl niemals herausgelesen und auch die Freunde und Bekannten, die ich diesbezüglich gefragt hatte, lagen mit ihrer Interpretation falsch. Aber so sind die Preise in Ordnung.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Licht und Dunkelheit

[Irgendwie hat mir der Blog-Editor den Text total durcheinander gewürfelt... ich hoffe ich habe die gröbsten Fehler nun korrigiert. :-( ]

Bin seit heute morgen um 5 zurück von der Lesbischwulen Techno/House-Party in Oldenburg.

So richtig voll war's leider nicht. Die Leute kamen relativ spät und gingen leider auch relativ früh wieder, dabei fand ich die Organisation eigentlich gar nicht schlecht. Im Gegensatz zu normalen Diskos gab es genügend Tische und Bänke um sich auch mal hinsetzen zu können.

Es gab zwei Dancefloors: Die große "Mainhall" und eine kleine Fläche im Cafe vor dem DJ-Pult, die allerdings kaum zum Tanzen genutzt wurde. In der Mailhall gab es Tische und Bänke am Rand, das Cafe war komplett mit Tischen bestückt.

Die musikalische Bandbreite war sehr groß und sehr DJ-abhängig. Die meisten Außenstehenden werfen Technomusik immer in einen Topf, aber das Spektrum ist doch enorm. Musikalisch hat mir die Stunde zwischen 3 und 4 Uhr am besten gefallen. Da waren richtig gute Tracks dabei.

Die Schnuckelquote war auch ganz in Ordnung, waren schon ein paar ganz süße Jungs dabei. Die Lesbenquote war auch recht hoch, höher als auf anderen Partys?

Ein paar Abzüge muss ich allerdings bei der technischen Umsetzung geben:

Während die Musik am Anfang der Party (ich war so gegen halb 11 dort) noch recht ordentlich klang, wurde der Pegel am Mischpult im Laufe des Abends immer weiter angehoben. Ich habe den Eindruck, dass die Endstufe fest eingestellt war um die Lautstärke nicht über das gesetzlich zulässige Maß ansteigen lassen zu können. Wenn man dann das Mischpult soweit aufdreht, dass das VU-Meter fast dauerhaft am oberen Anschlag des roten Bereichs hängt und der Limiter der Endstufe fast ständig in die Begrenzung geht, muss das fast zwangsläufig zu Verzerrungen führen. Gerade die Höhen hatten zeitweise (DJ-abhängig) für meinen Höreindruck ein ziemlich unangenehmes Klirren.

Die VU-Meter habe ich gesehen, über die Gründe kann ich nur spekulieren. Entweder gab die Endstufe wirklich nicht mehr her oder den Technikern war vom Veranstalter verboten worden, hier Einstellungen vorzunehmen.

Die Akustik des Raumes hat vielleicht auch gewisse Einflüsse gehabt.

An der Lightshow hätte ich auch ein paar Dinge anders gemacht. An der Decke der Mainhall hingen diverse Spots, von denen offensichtlich keiner benutzt wurde. Außerdem (meine ich) 8 Scanner, 1-2 Strobes und eine Nebelmaschine.

Die Muster der Scanner haben mir gefallen, aber die Show hatte meines Erachtens ein ziemlich großes Problem: Sie war viel zu dunkel und an einigen Stellen viel zu nebelig.

Über lange Zeitabschnitte wurden die tanzenden Schnuggel nur von vier Scannern im Intervallbetrieb beleuchtet, so dass jeder nur gelegentlich mal von einem Strahl getroffen wurde und ansonsten so ziemlich im Dustern getanzt hat.

Was fehlte war eine richtige Basisbeleuchtung aus konventionellen farbigen Spots, die im Takt der Musik umgeschaltet wurden. Ich vermute auch hier wieder organisatorische Probleme, weshalb die offenbar vorhandenen Spots nicht in die Show integriert wurden. So was kann ganz schnell an Kleinigkeiten scheitern, wenn man nicht die passenden Schnittstellen und Adapter zur Hand hat. Vielleicht war nicht genug Zeit?

Wenn ich als LJ keine Spots hätte, hätte ich allerdings immerhin dafür gesorgt, dass alle Scanner dauerhaft an sind und es keine Zeiten ohne Beleuchtung gibt. Die Tanzfläche muss hell erleuchtet sein, nicht nur auf schwulen Partys ist das "sehen und gesehen werden" das A und O.

Selbstverständlich kann man auch mit dunklen Licht-Akzenten arbeiten, aber bei Top-Tracks wie "Infinity" (DJ Josh Project) muss der ganze Lampenladen leuchten, alles andere wäre ein Sakrileg. Die Power des Songs muss sich auch im Licht widerspiegeln, sonst wirkt die Show irgendwie seltsam.

Im Cafe gab es keine zentral gesteuerte Lightshow, nur eine Hand voll unabhängiger LED-Spots, Flowers u.ä. im Standalone-Betrieb. Vielleicht sollte ich mich dort mal als LJ bewerben, die kleine Cafe-Bühne bekomme ich mit meinem (für Wohnzimmer-Verhältnisse dimensioniertem) Equipment vielleicht sogar ganz passabel ausgeleuchtet.

Wenn ich auch noch mal eine Prüfung zum Laserschutzbeauftragten mache, könnte ich vielleicht sogar meinen Laser beisteuern. (Wobei das Cafe dafür wahrscheinlich zu klein ist, dort lässt sich kein ausreichender Sicherheitsbereich absperren.) Ich muss mich da mal schlau machen, was so eine Prüfung kostet. Da ich in der Firma mit wesentlich stärkeren und gefährlicheren (da unsichtbaren) Lasern zu tun habe, sollte der Rest denke ich zu handlen sein.

Ich denke, ich werde die Veranstalter mal kontaktieren. Vielleicht kann man ein paar der technischen Probleme ja lösen. Die Party als solche finde ich nämlich eine ziemlich gute Sache!

Themawechsel.

Am Dienstag kommt der Palm Pre auf den Markt und ich bin im Moment schwer am überlegen, ob ich mir nicht einen zulegen sollte. Mein Palm T5 kommt so langsam in die Jahre. Die Hardware ist zwar immer noch 1a (sogar der Akku tut's noch), aber die Software will nicht mehr so richtig mit den aktuellen Betriebsystemen. Ich suche nun eine Lösung, mit der ich meine Termine, To-Do-Listen und Adressen unter Windows, MacOS und mobil verwalten und synchronisieren kann. Die mobile Verwaltung muss auch offline funktionieren, denn ich komme manchmal auch in Länder, in denen ich nicht ohne weiteres an bezahlbares Internet herankomme.

Der sehr ausführliche Golem-Test liest sich soweit sehr vielversprechend, möglicherweise ist der Pre die Lösung meines Problems. Der Pre hat all die Features des iPhone, macht aber alles noch einen Tick besser und hat nicht dessen Nachteile, die bisher verhindert haben, dass ich ein iPhone ernsthaft in Erwägung gezogen habe. Während selbst viele hartgesottene Apple-Fanboys ihr Handy gehackt haben um ein paar der nervigen Einschränkungen loszuwerden, sind solche Kraftakte beim Palm nicht notwendig. Der Hersteller meines Handys soll mich unterstützen und mir nicht auch noch Steine in den Weg legen...

Da mein jetziger Palm T5 schon mein zweiter Palm-PDA ist, weiß ich, dass deren Produkte wirklich Hand und Fuß haben. Zumindest war das damals so... seit dem wurde es lange Zeit ziemlich Still um Palm und sie haben in der Zeit afaik auch ein paar ziemlich rote Zahlen geschrieben. Ich hoffe, sie während dessen keinen Bund mit dem Teufel geschlossen. Aber bisher habe ich nur positive Testberichte gelesen, somit sind sie nun wohl wieder mit alter Stärke zurück.

Ich verstehe nur noch nicht so ganz, welche Daten man nun zwangsweise auf einem Internetserver liegen haben muss und bei welchen dies optional ist. Es gibt z.B. eine Funktion, die alle persönlichen Daten täglich auf einen Server sichern kann, diese lässt sich jedoch offensichtlich abschalten.

Am liebsten wäre mir ein hausinterner Server, mit dem ich auf mehreren Arbeitsplätzen unter verschiedenen Betriebsystemen meine Daten editieren und dann mit dem Telefon synchronisieren kann. Ich fürchte allerdings, das dieser Wunsch utopisch ist.

Ich denke, ich werde mir den Pre am Dienstag mal ausführlich im Laden zeigen lassen...

Samstag, 10. Oktober 2009

Heute: Lesbischwule Techno/House-Party in Oldenburg

Ich hab's bei Twitter schon erwähnt, nun noch mal ein wenig Werbung hier im Blog:

Lesbischwule Techno/House-Party
Heute (10.10.2009), 22 Uhr, Alhambra (Oldenburg)
Weitere Infos: http://www.techno-house-party.de/


Ein Freund von mir legt dort auf, also nix wie hin! ;-)

Montag, 8. Juni 2009

Asien für Anfänger

Eigentlich wollte ich heute noch einen Blogeintrag zum letzten Wochenende schreiben und wie mich mein Lieblings-Ex-Zivi hier in Bremen besucht hat, nachdem er seit kurzem wieder aus Neuseeland zurück ist. Er hat mir sogar neuseeländische Limonade und Schokoriegel mitgebracht, davon kann ich bei Gelegenheit noch mal ein Bild hier reinstellen.

Aber das muss erstmal warten... ich bin müde, hab Kopfschmerzen und verspüre eine leichte Übelkeit, die wohl auf die neue Flammkuchensorte zurückzuführen ist, die ich vorhin probiert habe (ich bleibe lieber bei den klassischen!).

Heute habe ich meinen Reisepass abgeholt. Heute Mittag kam der Anruf vom Stadtamt, dass er fertig sei. Somit brauche ich zum Glück nicht noch einen provisorischen Pass, bevor ich morgen abfliege.

Abends geht es zunächst nach Amsterdam und von dort weiter nach Singapur. Direktflug 12,5 Stunden... da graut mir jetzt schon vor. Hoffentlich sind die Sitzreihen breiter als sie auf den Fotos aussehen... also bitte kein Thrombosebomber!

Der Rückflug ist dann für den 19.06. vorgesehen, zu Hause ankommen sollte ich irgendwann gegen Mittag des 20.06. deutscher Zeit.

Den CSD Nordwest in Oldenburg kann ich damit wohl knicken. Eigentlich wollte ich dort wieder Fotos machen, aber ich befürchte mal, dass mich der Jetlag und der Stress für den Rest des Wochenendes außer Gefecht setzen... mal gucken ob ich im Flugzeug schlafen kann.

So wie ich das bisher in Erfahrung bringen konnte, gibt es im Hotel zumindest drahtgebundenes Gratis-Internet. Gut also, dass ich mir Freitag noch spontan ein Netbook bestellt habe (bisher war ich auf Dienstreisen immer per Handy online, das kann aber nur WLAN).

Ich hoffe also, dass ich hier und da den einen oder anderen mal in Skype sehe und vielleicht zwischendurch auch mal ein paar meiner Eindrücke hier im Blog oder bei Twitter schildern kann. Miranda (für ICQ- & MSN-Kontakte) habe ich bisher nicht installiert, da muss ich mal gucken ob ich das noch nachhole. Ich weiss auch noch nicht, wie stark das Internet in Singapur zensiert wird.

Singapur ist Deutschland 6 Stunden voraus (UTC+8), wenn ich so gegen 22 Uhr singapurer Zeit online gehe, wäre das folglich gegen 16 Uhr deutscher Zeit. Aber mal gucken wie das zeitlich alles klappt.

Nun gehe ich aber erstmal ins Bett... ich kann nicht mehr. Den Rest muss ich dann morgen vormittag machen... so dass ich möglichst gegen Mittag in der Firma bin um dort noch die letzten Daten einzupacken...

Donnerstag, 23. April 2009

CSD-Termine 2009

CSD-Termine 2009: http://www.gay-web.de/csd/

Gleich mal im Kalender eintragen, das gibt sicher wieder viele schöne Fotos...

Sonntag, 9. November 2008

Kleines Schlafdezifit

War das ein Wochenende... Freitag um 5:20 aufgestanden und fast 24 Stunden später nach Dienstreise und Lightshow-Test irgendwann Samstag um 4 wieder ins Bett gekommen.

Samstag gegen Mittag aufgestanden, allerlei Besorgungen gemacht, die mir Freitag wegen der Dienstreise verwehrt geblieben waren. Abends dann nach Oldenburg zu einer Gay-Techno/Trance-Party, auf der zwei Freunde von mir als DJs aufgelegt haben (dazu vielleicht später mehr). Nach der Rückkehr noch ein wenig TV geguckt und um 5 oder 6 Uhr ins Bett.

Im Dunkeln aufgewacht, weil ein Nachbar so laut telefoniert hat, wie er es am WE öfters gerne mal tut. Er ist schon älter und etwas schwerhörig, so kann man durch die Wand immer wieder Satzfetzen verstehen, weil er selbst so ins Telefon schreit.

Nachdem ich mich erst geärgert hatte, dass er mitten in der Nacht so einen Lärm macht, setzte beim Blick auf den Wecker Ernüchterung ein: 19:08. Ich musste noch die Meinung einer weiteren Uhr einholen, bevor ich es tatsächlich halbwegs glauben konnte.

Gleich erstmal erstmal Brunchinner (oder wie nennt sich die Kombination aus Breakfast+Lunch+Dinner?), dann Abwaschen, Müllrausbringen und was sonst noch so anliegt.

In diesem Sinne: Guten Morgen!

Sonntag, 28. September 2008

Lebensträume

Das Titelthema der aktuellen (21/2008) c't (sowie des gestrigen c't-magazins) lautet "Umsteigen auf den Mac" und irgendwie kam ich mir wie in einer Apple-Dauerwerbesendung vor. Ich behaupte ja nicht, dass MacOSX nicht auch Vorzüge gegenüber Windows hat, aber eben auch gewisse Nachteile.

Der Artikel bringt immerhin Apples Erfolgsrezept auf den Punkt:
"Apple beherrscht die Kunst des Weglassens wie kein anderer Computer-Hersteller. Das Betriebssystem überfordert Anwender nicht mit selten genutzten Funktionen oder unnötigen Konfigurationsoptionen, sondern konzentriert sich auf die für die breite Masse der Anwender relevanten." (Quelle)

Offenbar geht die Strategie auf (siehe insbesondere das iPhone, das anderen Handys funktional in vielen Punkten unterlegen ist, nicht zuletzt deswegen jedoch sehr einfach zu bedienen ist), genau dies ist aber auch der Grund, wieso mir OSX immer noch Unbehagen bereitet: Ich brauche viele Funktionen, die der normale Anwender selten bis überhaupt nicht benötigt.

Natürlich kann man auch unter OSX alles irgendwie hinfrickeln, aber das ist ja nicht Sinn der Sache. (Siehe zum Beispiel das Kapitel "Zeitmaschine im Netz" auf S.102, in dem gezeigt wird, wie man normale SMB-Freigaben von Windows oder standalone Netzwerk-Festplatten für das OSX-eigene Backupprogramm "Time Machine" einsetzen kann. Meiner Meinung nach eine absolute Standardaufgabe. Der Artikel löst sie mit kryptischen Kommandozeilenbefehlen, denn das Sichern auf SMB-Freigaben ist scheinbar nicht vorgesehen bzw. gewollt.)

Viele Nachteile von OSX werden im Artikel zwar erwähnt, diese gehen in der ganzen Lobhudelei für meinen Geschmack aber zu sehr unter.

So wird zum Beispiel erwähnt, dass Hard- und Software aus einer Hand kommen und Treiber-Unverträglichkeiten daher nicht existierten. Es ist sicher richtig, dass ein solches System perfekter abgestimmt werden kann als bei einem Pluralismus vieler Hersteller, aber man sollte dabei auch nicht unerwähnt lassen, dass Pluralismus auch seine Vorteile hat. Nicht nur weil Konkurrenz das Geschäft belebt, sondern auch weil man Alternativen hat, wenn der one-and-only Mac-Hersteller eine Marschrichtung einschlägt, der man nicht folgen möchte.

Dass solche Gedankengänge nicht nur graue Theorie, sondern durchaus real sind, demonstriert auch hier wieder das iPhone.


And Now for Something Completely Different:
Ich habe mir Freitag "Das Leben des Brian" auf DVD gegönnt. Der Film hat seit Jahrzehnten Kultstatus, daher darf er eigentlich in keiner DVD-Sammlung fehlen.

Samstag Vormittag stand dann ein wenig Hausputz an und Nachmittags ging es weiter zu Bremen Maritim. Es gab diverse Schiffe (u.a. Zollboot, Feuerlöschboot, Seenotretter) zu besichtigen und am Ende gab es eine große Schiffsparade. Ich hab einen Haufen Fotos gemacht, die werde ich die Tage mal sortieren und dann ins Webalbum hochschieben.

Zwischendurch gab es (größtenteils kostenlose) Vorträge, Führungen und andere Aktivitäten.

Ich habe mich relativ spontan für den Vortrag von Johannes Erdmann entschieden, der vor 2-3 Jahren als damals 19-Jähriger mit einem ziemlich maroden, bei eBay ersteigerten Segelboot im Alleingang den Atlantik überquerte. Auf seiner Homepage findet sich ein umfangreicher Reisebericht inklusive Fotoalbum. Bei yacht.de gibt es zudem ein kleines Video mit einem Interview.

Ein Stück weit beneide ich ihn um seinen Mut, seine Erlebnisse und weil er seinen Traum so konsequent in die Tat umgesetzt hat. Andererseits erfordert es aber wohl auch eine ziemliche Besessenheit, seine ganzen Ersparnisse und vielleicht sogar sein Leben in ein derartiges Projekt zu stecken. Eine solch tiefe Besessenheit ist sicher die Voraussetzung, um ein derartiges Projekt stemmen zu können. Ob sie aber wirklich beneidenswert ist? Ich weiß es nicht.

Eines weiß ich aber sehr sicher: Er wird den Trip sicherlich nie vergessen.

Wie bereits erwähnt, stehe ich ja auch auf dem Standpunkt, dass man gelegentlich aus seinem Alltag ausbrechen sollte. Beim Stöbern im Netz habe ich durch Zufall nun auch das passende Buch für dieses Vorhaben gefunden: "101 Dinge, die man getan haben sollte, bevor das Leben vorbei ist" von Richard Horne und Hans Kantereit.

Das Buch ist eine Auflistung von 101 Ideen, mit denen man nach Ansicht der Autoren genau dies erreichen können soll - nebst Anleitung zur Planung und Umsetzung in die Tat, versteht sich.

Nach allen Beispielen, die ich bisher aus Rezensionen kenne, scheint ein großer Teil der Vorschläge ziemlicher Schwachsinn zu sein. Ein paar Ideen klingen aber ganz interessant, da würden mich die Vorschläge zur Umsetzung durchaus interessieren...


Zurück zu Bremen Maritim:
Zwischendrin rief mich noch ein Freund via Handy an, ob ich nicht Lust zu einem kleinen Abstecher zum Oldenburger Kramermarkt habe. Ich hatte zwar schon eine Abendplanung, aber nichts, was nicht auch noch etwas warten konnte. Somit holte er mich an der Schlachte ab und es ging los nach Oldenburg.

Auf der Friedrich-Ebert-Straße hatte sich offenbar ein Auto mit einer Straßenbahn angelegt. Polizei und Feuerwehr kamen mit mehreren Wagen und auch die BSAG schickte einen Emil mit Blaulicht vorbei. An der Unfallstelle waren allerdings keine Beschädigungen zu sehen. Morgen vielleicht mal gucken, ob was in der Zeitung steht.

Der Kramermarkt-Besuch war soweit ganz nett und da ich die Fotoausrüstung eh dabei hatte, habe ich auch dort noch ein paar Bilder gemacht. Die Bilder muss ich noch mal genauer ansehen. Einige scheinen sehr gut geworden zu sein, aber auch viel Ausschuss. Schnelle Bewegungen und flackerndes Licht in der Dunkelheit sind definitiv keine einfachen Vorraussetzungen für gute Fotos.

In der Weser-Ems-Halle lief parallel noch die Verbrauchermesse "Oldenburger Herbst". Viel interessantes gab es nicht zu sehen, das Ganze war ungefähr so informativ wie die "Verbraucherinformationen" im Fernsehen. Ein paar interessante Fotos, z.B. von einigen Trikes, konnte ich dann aber doch noch machen.

Ein Herr im Anzug wollte uns dann noch zu einer Weinprobe einladen. Ob es an der Kamera lag?
Seit ich mit einer Spiegelreflexkamera unterwegs bin, wurde ich schon öfters gefragt, ob sich Leute von mir fotografieren lassen können (so auch heute von einer Gruppe Schnuckel). Das Problem ist allerdings immer, den Leuten hinterher zu verklickern, wo sie die Bilder im Internet finden können. Ich müsste eigentlich mal Visitenkarten drucken...

Nun werde ich aber erstmal ins Bett. Morgen (bzw. heute) wollte ich eigentlich noch zum Marathon und dort ein paar Fotos machen. In Anbetracht der Uhrzeit werde ich mir das aber wohl eher schenken... mal gucken...

Sonntag, 22. Juni 2008

CSD Nordwest

Gestern war wieder CSD Nordwest in Oldenburg. Bremen hat leider inzwischen keinen regelmäßigen CSD mehr, so dass sich Bremen und das Umland alljährlich in Oldenburg versammeln.

Da das letzte Firmware-Update meines Handys den Alarmton des Weckers auf "Keinen" gestellt hatte, hätte ich morgens fast verschlafen. So war der Wecker zwar aktiv, aber lautlos, was meinen Schlaf nicht sonderlich tangiert hat. Gut, dass man manche Funktionen gelegentlich auch mal zu Hause testet, auf einer Dienstreise hätte das wirklich das sprichwörtliche 'Böse Erwachen' geben können.

Die fehlende halbe Stunde habe ich dann durch Kürzung des Frühstücks wieder eingespart und war nach dem schnellen Packen meines Rucksacks pünktlich am Zug.

Der Zug war voller Lesben, die sich die ganze Zeit mit Sektkorken umsich geschossen haben, größere Überschwemmungen blieben zum Glück aus.

Gegen Mittag setzte sich der Zug dann mit Schnuckel voran, perfektem Bordservice und unter den wohlwollenen Blicken des Königs in Bewegung (zum Vergrößern auf die Bilder klicken):


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Einer der Teilnehmer trug ein T-Shirt mit der Aufschrift "Are you man or woman? - No". Der Spruch passt, denn ich bin mir bei vielen Teilnehmern auch nicht so ganz sicher, welchem Geschlecht sie angehören und ich will nicht ausschließen, dass mir beim gestrigen spätabendlichen Sortieren der Bilder auch die eine oder andere Lesbe in die falsche Kategorie geruscht ist.

Natürlich gab es aber auch genug Männer, bei denen diesbezüglich keinerlei Zweifel bestanden:


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Schottenröcke scheinen zur Zeit in zu sein, darin habe ich auch noch andere gesehen. Und natürlich durften auch die besonders extravaganten Verkleidungen nicht fehlen:

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Aber seht selbst in der Galerie. Die erste Ladung Fotos ist schon oben... der Rest folgt im Laufe der nächsten Tage...

Ich bin mal gespannt, ob ich auch irgendwo im Fernsehen auftauche... Fernsehteams waren genug da und teilweise stand ich an sehr promienter Stelle um einen besseren Überblick zu haben.

Dienstag, 27. Mai 2008

Sparzwänge

Mittlerweile habe ich den Schnuggel aus der Oldenburger Mannschaft zwar noch nicht identifiziert, aber aus zwei unabhängigen Quellen gehört, dass er wohl hetero sei. Womit ich mal wieder eindrucksvoll mein Talent unter Beweis gestellt habe, mir selbst in einer schwulen Mannschaft ausgerechnet die Heten rauszusuchen... *grummel*


Wo kommt man hin, wenn man nach "Sparzwänge" googelt?

Der erste Treffer lautet 'Massive Sparzwänge - RBB gibt „Polylux“ im „Ersten“ auf' und damit sind wir auch gleich beim Thema, auch wenn ich eigentlich eine andere Mitteilung zum selben Sachverhalt verlinken wollte.

Ob es nun wirklich an der Gebührenbefreiung liegt oder nicht - warum finanziert man die Sendung nicht aus einem gemeinsamen ARD-Topf und streicht dafür eine der vielen Soaps? Das Geld für "Bruce" wäre bei Polylux auch deutlich besser angelegt gewesen... aber wahrscheinlich scheitern derartige Finanztransaktionen innerhalb der ARD ohnehin an unüberwindlichen bürokratischen Hürden.

Ich habe Polylux hier jedenfalls immer gerne visuell zitiert und hoffe, dass sich bis zum Jahresende vielleicht doch noch eine Lösung findet.

Samstag, 17. Mai 2008

GTA IV

Nachdem mich der alte Mixer meiner Mutter nicht so recht überzeugt hat, habe ich mir gestern einen eigenen gekauft. Mit großen Erdbeeren direkt aus dem Gefrierfach kommt er auch nicht klar, aber er er hat schon mal deutlich mehr Power als der alte. Er macht allerdings auch deutlich mehr Lärm, auf höchster Stufe vibriert der Fußboden. Für Mitternachts-Cocktails also weniger geeignet, aber das hätte auch mit dem alten nicht geklappt.

Das Endergebnis meines Test-Shakes war somit wie beim letzten Versuch, aber die Zubereitung war nicht so langwierig und mühsam.

Die Zutaten der letzten Version:
  • angetaute Tiefkühl-Erdbeeren
  • Milch
  • Sahne
  • Vanillezucker
  • std::Zucker
Die Mengen bestimme ich im Moment noch nach Gefühl und Geschmack und die Tiefkühl-Erdbeeren sind ein Kompromiss (weil ich nix anderes hatte und weil ich eine Herausforderung für den Mixer brauchte). Ich werde es demnächst mal mit frischen versuchen.


Draußen regnet es in Strömen. Das ist gut, denn mein Auto ist schon wieder ziemlich staubig und braucht dringend eine Wäsche. Es ist aber auch schlecht, denn eigentlich wollte ich heute noch mit einem süßen Typen eine Fotosession am Unisee machen. Die macht bei diesem Wetter keinen Sinn und auch den geplanten Besuch im Freibad kann ich so knicken.

Die Bilder und Videos vom HSVO-Tunier in Oldenburg sind von meiner Seite eigentlich soweit fertig, nun warte ich auf eine Rückmeldung meines "Auftraggebers", welche der Bilder nun veröffentlicht werden dürfen/sollen und ob an dem Video noch etwas geändert werden soll, bevor ich die finale Version in voller DVD-Qualität erstelle.

Außerdem würde ich mich über ein wenig Kritik (positiv wie negativ) freuen, aber das zieht sich gerade alles endlos in die Länge und ich bin ein wenig enttäuscht.

Es gibt aber auch Positives zu vermelden: Meinen Hamburger Favoriten habe ich inzwischen im Chat entdeckt, wir haben uns nett unterhalten und er hat mich gefragt, ob ich Ende des Monats auch bei einem Tunier in Osnabrück dabei bin. Bisher war das nicht geplant, aber ich schaue mal, ob ich das zeitlich einrichten kann.

Wenn das Wetter gut ist, bin ich dann also möglicherweise für Hamburg dort unterwegs und kann dann auch meine Studie weiterführen, wie sich das Filmen der Mannschaft während des Spiels auf die Motivation und somit das Endergebnis auswirkt. In Oldenburg hat 'meine' Mannschaft jedes Spiel, das ich gefilmt habe, gewonnen während die anderen verloren wurden oder unentschieden ausgingen.

Das setzt allerdings Sonne voraus, bei Regen kann ich nicht vernünftig filmen. Immerhin kann ich das aktuelle Wetter nutzen um ein wenig GTA 4 zu spielen. Da ich das Spiel gestern erst gekauft habe, ist es für eine vollständige Kritik natürlich noch zu früh, aber mein erster Eindruck ist recht positiv.

Da wäre zum Beispiel die enorme Handlungsfreiheit und Detailverliebtheit. Man kann die Stadt auf eigene Faust erkunden oder an Missionen teilnehmen. Man kann sich zu Fuß, via U-Bahn, mit dem (zumeist geklauten) Auto, Boot oder Hubschrauber fortbewegen. Man kann Bowlen gehen, Darten, oder sich eine Freundin suchen und mit ihr ins Kabarett oder zu einem Stand-Up-Comedian gehen. GTA unterscheidet sich dabei von anderen Spielen dadurch, dass die einzelnen Aktivitäten nicht einfach ausgeblendet werden. Wenn man zum Bowling oder Billard geht, kann man wirklich die Kugeln ins Ziel rollen. Im Kabarett gibt es eine richtige Show, die man sich auch in voller Länge ansehen kann. Ebenso gibt es mehrere Radiosender und Fernsehkanäle, die über ein richtiges Programm verfügen. Wie abwechslungsreich die Programme sind, vermag ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht zu beurteilen, aber so detailliert habe ich das bisher in keinem anderen Spiel gesehen.

Ein wenig schade ist es, dass auch die Sprachausgabe der deutschen Version auf Englisch ist. Normalerweise ist das nicht weiter kritisch, man versteht trotz des starken Akzents der Hauptfigur worum es geht, außerdem gibt es deutsche Untertitel. Schwierig wird es jedoch in Actionszenen. Die Konversation der Charaktere läuft auch während Verfolgungsjagden weiter, da hat man dann jedoch keine Zeit um sich auf die Sprachausgabe zu konzentrieren oder die Untertitel mitzulesen. So verpasst man dort etwas, was nicht unbedingt hinderlich für den Spielfortschritt ist, aber einige der Dialoge sind wirklich gut und bisweilen sehr sarkastisch. Einfach nur geil.

Ein Grund, wieso ich bei GTA zugegriffen habe, ist das eingebaute Navigationssystem. Man kann dem Spiel ein beliebiges Ziel vorgegeben (Missionsziele werden auch automatisch gesetzt) und sich dann via Navi zum Ziel leiten lassen. Das vermeidet ein Problem, dass mir bei Burnout Paradise inzwischen etwas den Spaß vermiest: Man verfährt sich nicht so leicht. Im Burnout Paradise muss man den Weg selbst finden, einmal falsch abgebogen und das Rennen ist so gut wie verloren. Für Gelegenheitsspieler wie mich ist das sehr frustrierend, denn ich spiele das Spiel nicht oft genug um mich in der recht großen Stadt unter großem Zeitdruck zurecht zu finden und nebenbei auch noch auf den Verkehr zu achten.

Bei GTA 4 kann man zwar auch falsch abbiegen, aber das Risiko ist deutlich geringer.

Zwei große Kritikpunkte habe ich jedoch schon gefunden:

Erstens die Grafik. Die Grafik ist Mittelmaß bis enttäuschend. In einem Forum habe ich gelesen, dass das Spiel wohl nur 600 Bildzeilen berechnet und auf 1080i hochskaliert. Ich weiß nicht, ob das wirklich stimmt, aber ich befürchte es.

Außerdem sind einige Bildbereiche kaum zu erkennen. So muss ich zum Lesen von SMS auf dem virtuellen Handy immer näher an den Fernseher gehen, weil der Text sonst zu klein und dunkel ist. Ich werde noch mal gucken, ob sich das Problem mit den eingebauten Helligkeits- und Kontrastreglern noch etwas abmildern lässt (am Hauptregler am Fernseher möchte ich ungern drehen, denn der gilt für alle PS3-Spiele und -filme), aber bisher hatte ich damit wenig Erfolg. Möglicherweise ist dies dem HDR-Hype geschuldet, der nicht nur in der Fotografie sondern auch bei Videospielen zunehmend umsich greift und bisweilen etwas übertreibt.

Großer Kritikpunkt Nummer 2 ist das Savegame-Konzept. Wenn eine Mission scheitert ist das Spiel damit nicht automatisch zu Ende und man hat so die Chance, auf verschiedenen Handlungspfaden durch das Spiel zu kommen. Nevig ist jedoch, dass man nur zwischen den Missionen abspeichern und man Missionen nur komplett wiederholen kann. Wenn man im hinteren Teil einer Mission ständig verliert, muss man den vorderen Teil immer wieder und wieder spielen, bis man wieder an der Stelle ist. Das kostet Zeit und Nerven. Auch Zwischensequenzen lassen sich dabei anscheinend nicht abbrechen.

In einem modernen Spiel sollte man jederzeit abspeichern können, denn es kann immer sein, dass man auf Grund äußerer Umstände das Spiel unterbrechen muss. (Die Pausentaste ist beim Stromverbrauch der PS3 kein wirkliche Alternative wenn die Pause länger dauert.)

Was die Gewaltdiskussion angeht: Das Spiel bietet viele Möglichkeiten und diese Möglichkeiten werden auch nicht durch den Jugendschutz eingeschränkt (somit ist das Spiel auch konsequenterweise ab 18). Wer das möchte, kann auch in Stripshows gehen oder Fußgänger im Rudel überfahren. Vom Spiel gezwungen wird man dazu jedoch nicht, zumindest nicht soweit ich bisher gespielt habe. Dennoch spielt das Spiel in einem Teil der Gesellschaft, in der Gewalt einfach zum Leben dazu gehört. Kredithaie diskutieren nicht wenn sie ihr Geld wollen. Die Gewalt im Spiel würde ich daher nicht als Gewaltverherlichung einstufen, das Spiel zeigt das Leben einfach so wie es ist: Bisweilen alles andere als eine heile Welt und man sieht dem tragischen Helden durchaus an, dass er sich eigentlich ein anderes Leben erträumt hatte.

Dienstag, 13. Mai 2008

HSVO-Cup Bilder und Videos

Die Oldenburger haben schon erste Bilder und ein Video vom HSVO-Cup online gestellt.

HSVO-Cup

Langsam aber sicher macht sich Sommerlaune bei mit breit (erwähnte ich das schon mal? ;-)).

Auch auf Flickr ist die Quote der Bilder mit süßen Jungs am Badesee die letzten Tage rapide angestiegen und so langsam scheinen die Server an ihre Grenzen zu kommen und es gibt gelegentlich Verbindungsprobleme.

Ich trage zur Zeit auch kräftig dazu dabei und lade gerade die Bilder vom HSVO-Cup am letzten Sonntag hoch. Außerdem hab ich mir gerade eine Gurke geschält, mampfe etwas Gurke mit Pfeffer (Dill ist leider gerade nicht verfügbar) und tippe an diesem Blogeintrag.

Ergebnis des Sonntags: Rund 4 GB an Fotos, etwas über eine Stunde HD-Videomaterial und die Erkenntnis, dass das Filmen von Fußballspielen aus mehreren Gründen gar nicht so einfach ist wie es den Anschein hat: Der Ball ist ziemlich schnell, prallt mitunter ziemlich unvorhersehbar in eine andere Richtung ab und ist vor allen Dingen im Sucher der Kamera bei hellem Sonnenlicht kaum zu sehen.

Das Videomaterial habe ich gestern schon zu einer kleinen Erinnerungs-DVD für die Mannschaft, in deren Namen ich als rasender mit Richtgeschwindigkeit fahrender Fotoreporter unterwegs war, zusammengeschnitten. Eine Zeitlupen-Szene ruckelt noch extrem und ich weiß nicht, wieso. Eigentlich ist da nichts anders als bei den anderen Slomos. Ich hab den Eindruck, dass das Schnittprogramm die Halbbilder in der falschen Reihenfolge zusammensetzt. Mir ist sowieso ein Rätsel, wieso man das Zeilensprungverfahren beim HDTV nicht einfach verboten hat. Die höhere Zeitauflösung, die die Wikipedia als Vorteil anführt, kann's ja nun eigentlich nicht sein. Im Kino klappt's auch prima ohne Zeilensprung. Aber ich schweife ab...

Die Schnuckelquote lag etwas unter meinen Erwartungen, was durch einige Einzelfälle allerdings mehr als ausgeglichen wurde. Besonders einer der Hamburger Spieler hat es mir angetan. Ich denke, werde mal recherchieren wie ich ihn kontaktieren kann und ihn dann mal fragen, ob er nicht mal Lust auf ein Fotoshooting hat. Vorname und Alter habe ich bereits in Erfahrung gebracht, das schränkt die Suche schon mal ein wenig ein. Außerdem gibs da noch einen Oldenburger und einen, den ich bisher gar nicht zuordnen kann.

Bei den Bildern ärgere ich mich tierisch über mich selbst, dass ich von einem der Jungs gar kein anständiges Foto zu Stande gebracht habe. Chancen gab es genug, aber das erste Mal war ich schlicht zu langsam, beim zweiten Mal hab ich falsch fokussiert und das Bild ist völlig unscharf geworden. *grummel*

Naja, wie sagte einst ein weiser Mann: Kommt Zeit, kommt Schnuggel. Das trifft wohl auch auf die beiden vorherigen Absätze zu.

Die meisten Mannschaften war auch ziemlich schüchtern. Bis auf die Hamburger, die saßen in den Pausen fast geschlossen oben ohne in der Sonne. Vorbildlich! ;-)

Im Schatten saß ein älteres (Hetero-)Ehepaar, dass sich mit Klappstühlen am Spielfeldrand häuslich eingerichtet hatte und nebenbei Zeitung las.

Mein Navi funktioniert auch gut, auch wenn ich zuerst nicht wusste, wie man das richtige Oldenburg auswählt. Mit etwas probieren geht es auch ohne Eingabe der Postleitzahl: Man darf den Ort nicht komplett eintippen sondern muss schon vorher auf Suchen klicken und bekommt dann alle passenden Orte aufgelistet. Gibt man den Ort komplett ein nimmt er wohl den mit der kleineren Postleitzahl, in diesem Fall also das falsche Oldenburg.

Soweit erstmal. Morgen geht's wahrscheinlich mit einem Freund ins Freibad, sofern er sich von seiner Diplomarbeit loseisen kann...

Samstag, 10. Mai 2008

Neues vom Mixxer

Nach einer abschließenden Nachtschicht am Donnerstag habe ich seit gestern nun erstmal bis Mittwoch (inkl.) frei... zumindest ist so die aktuelle Planung...

Den gestrigen Tag habe ich für ein paar Fotos, einen Großeinkauf und einen Besuch bei meinen Eltern verwendet. Dort habe ich mir auch den alten Standmixer (jene Gerätegattung, in die manche Menschen ihre iPhones stecken) meiner Mutter mitgenommen, die benutzt ihn eh nicht mehr.

Ich möchte damit Fruchtsäfte und Milchshakes kreieren, die passen gut zum Sommerwetter und sind obendrein lecker und gesund. Nun werde ich die Tage mal mit ein paar Früchten experimentieren und gucken, wie die Ergebnisse sind. An Rezepten aus dem Internet sollte es ebenfalls nicht mangeln.

Eben gerade habe ich mich an einer Mango versucht, diesmal allerdings noch ohne Mixer. Die Früchte sind ja lecker und haben im Innern einen sehr intensiven Geruch, der nicht unangenehm ist, den ich aber irgendwie bisher nicht mit "echten" Früchten in Verbindung gebracht hätte. Inzwischen werden jedem Produkt so viele künstliche Geruchsstoffe zugemischt, dass es einem schon seltsam vorkommt, wenn man den wahren Ursprung eines Geruchs entdeckt.

Abzüge bekommen die Mangos jedoch für ihre Benutzerfreundlichkeit. Wenn es Intelligent Design gibt, dann war dieser Designer mit der Produkteinführung etwas zu eifrig: Man bekommt die Fruchte kaum auf und es wäre hilfreich gewesen, den harten Kern in einer anderen Farbe zu gestalten, damit man ihn besser vom Fruchtfleisch trennen kann.

Zum Glück erweist sich auch in diesem Fall das Internet als ausgesprochen hilfreich, gibt es hier doch ein Video mit ein paar Tricks, die die Zerlegung einer Mango deutlich erleichtern. Ich hab's versucht und es funktioniert, auch wenn mein Ergebnis nicht so perfekt wie im Video aussah.

Wenn mein Lieblings-(Ex-)Zivi zurück ist, muss ich ihn mal fragen, was er noch für leckere Rezepte kennt. Der sammelt im Moment allerdings noch Erfahrungen mit Kiwis.

Morgen geht's dann mit meinem neuen Navi nach Oldenburg zu einem schwulen Fußballtunier, bei dem ein Freund von mir mitspielt. Der Wetterbericht verspricht bestes Schnuggelwetter, somit hoffe ich auf ein paar schöne Fotos und nicht wieder so einen Reinfall wie in Bremerhaven...

Sonntag, 29. April 2007

Apollo 13 auf LSD

Der gestrige Tag lässt sich in vier Wörtern prägnant zusammenfassen: Außer Spesen nix gewesen.

Nach meiner ursprünglichen Planung wollte ich mich mit einer neuen alten Chatbekanntschaft treffen und mich bei diesem schönen Wetter ein wenig in die Sonne legen. Ich hatte vor längerer Zeit schon mal mit ihm gechattet, hatte dann aber lange nichts mehr von ihm gehört. Vor ein paar Tagen tauchte er dann wieder auf und wir haben ganz nett gechattet, so dass wir uns eigentlich gestern mal treffen wollten. Beim Abgleich der Daten tauchten dann allerdings die ersten Widersprüche auf: Er hatte mir damals einen anderen Namen genannt und konnte bzw. wollte mir das auch nicht erklären. Statt dessen hat er es vorgezogen, sich wieder zu verdünnisieren... mal sehen ob ich nochmal was von ihm höre.

Codi hat recht, Jungs sind wirklich kompliziert.

Gestern am frühen Nachmittag rief dann ein Freund an und fragte mich, ob ich nicht mit zum Shoppen, ins Kino und auf eine Party in Oldenburg kommen wollte. Da meine Planung dahin war, sagte ich zu und so sind wir dann nach dem Shoppen noch zu einem weiteren Freund und mit dem ins Kino gefahren.

Der Film hieß Sunshine (nicht zu verwechseln mit Little Miss Sunshine!) und lässt sich wohl am besten mit "Apollo 13 auf LSD" beschreiben. Er ist eine Mischung aus SciFi und Horrorfilm und enthält Komponenten aus Apollo 13, 2001 - Odyssey im Weltraum, Die Mumie und Psycho.

Der positiven Kritik bei Filmstarts kann ich mich allerdings nicht anschließen. Ich fand den Film größtenteils langweilig, unlogisch und etwas zu durchgeknallt. Die Charaktere sind allesamt ein wenig seltsam (z.B. nutzt einer das Sonnenobservatorium als Turbobräuner, in dem er die Sonnenblende so weit aufdreht, dass er gerade eben noch nicht getoastet wird), während die Bildgebung mit den teilweise verzerrten Bildern mehr an einen Drogentrip erinnert.

SPOILER START

Vielleicht habe ich den Film aber auch nur nicht richtig verstanden. Vielleicht kann mir ja jemand erklären, wieso

  • es die Leute nicht zerfetzt, wenn sie ohne Raumanzug und nur in ein Stück Wandverkleidung eingewickelt bei -200° ohne vorherige Dekompression quer durch das All geschleudert werden um von einer Andockschleuse zur nächsten zu gelangen.
  • die Bombe innen so leer aussieht, obwohl sie angeblich die kompletten restlichen Uranvorräte der Erde enthalten soll.
  • niemand einen Strahlenschutzanzug braucht, wenn er/sie in der Bombe rumklettert.
  • jemand einen Computer entwickelt, der ständig mit eiskalter Kühlflüssigkeit gekühlt werden muss und sich nicht mal zu Wartungszwecken abschalten lässt, so dass die Arbeiten unter Wasser durchgeführt werden müssen und dafür nicht einmal ein Schutzanzug bereit steht.
Im IMDb-Eintrag heißt es dazu unter Trivia: "Some scientific goofs were specifically left in due to audience expectation e.g. how things move in zero gravity." Das muss es wohl sein.

SPOILER ENDE

Nach dem Film haben wir noch zwei weitere Leute abgeholt und sind dann weiter nach Oldenburg gefahren.

Die Party in Oldenburg hätte ich mir auch sparen können. Ich bin einfach kein Typ für Szeneparties, diese Form der Selbstinszenierung liegt mir irgendwie nicht.

Auf jeden Fall war die Party sehr voll. Am Anfang hatte ich auch noch recht gute Laune, dies änderte sich jedoch mit der Zeit. Überall nur glückliche Pärchen sind auf die Dauer ein ziemlich frustrierender Anblick und am Ende war ich sehr froh, wieder zu Hause zu sein. Weiter gehe ich da mal lieber nicht drauf ein.

Und ich muss sagen, ein Rauchverbot in Diskotheken hätte durchaus seinen Reiz. Meine Klamotten kann ich nach einem Partybesuch regelmäßig in die Wäsche entsorgen, die stinken immer so dermaßen nach Qualm, dass sie nicht mehr tragbar sind bzw. sogar die Raumluft verpesten. Ekelig!

Gestern ist mir auch aufgefallen, dass mein Adressbuch ebenfalls mal wieder einen Frühjahrsputz vertragen könnte: Es haben sich schon wieder viel zu viele Einträge von Leuten angesammelt, bei denen mir der Kontakt zu einseitig ist. Ich mag es nicht, wenn sich Leute nur melden, wenn ich sie explizit anschreibe, nur kurze Antworten zurückkommen oder sich die Planung für ein Treffen über Wochen oder gar Monate hinzieht. Das kann doch nicht so schwer sein! *wink mit bahnschranke*

Überhaupt finde ich unzuverlässige Menschen äußerst anstrengend und langsam frage ich mich, wieso ich mir das eigentlich antue. :-|